Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Fett weg.

Latex-Tester, Monday, 27.09.2010, 04:04 (vor 5588 Tagen) @ Gismatis

Linke sind so lächerlich spießig. Das Schlimme ist, dass diese

Gutmenschen

im Interview genau so daherkommen, wie das Klischee sie beschreibt.


Bei dieser Art Interview kommt jeder so daher, egal ob er links,
rechts, oben oder unten ist. Es sei denn, der Betreffende hat den Trick
durchschaut und lässt sich bewusst nicht provozieren. Aber dann würde das
Interview erst gar nicht verwertet.

Provokation ist ein typisches Stilmittel des politischen Kampfes der Linken gewesen - darum ging es Fleischhauer sicher auch, ob die Linken, wenn sie mit ihren eigenen Mitteln konfrontiert werden, Gelassenheit zeigen können.

Wichtiger aber ist wohl, wenn man die spießigen und pietistischen Verhaltensvorgaben und -normen der Linken ansatzweise aufzeigen konnte. Das after-religiöse Moment kam unter anderem zum Vorschein, als Ströbele als Frittenkrieger gezeigt wurde, der eine Amerikanisierung und ungesunde Lebensweise durch McDonalds aufkommen sieht. Schröder, Fischer, Lafontaine, die sich in der Fettlebe eingerichtet haben, nicht weniger als die vielen Linken, die in den Beamtenstuben versackt sind oder Grüne Jugend, die neben dem Binnen-I und Binnen_i zurück zum Tauschhandel wollen. Ebenso die Häufigkeit, die Moralapostel und Prediger in die Medien verschlägt, um dort ein korrektes linkes Weltbild zu etablieren und allen anderen Menschen notfalls mit Gewalt der Profession aufzuzwingen.

Die Verachtung für das Volk, welches im revolutionären Anspruch versagt hat und verachtet wird; Linke Gewalt, angeblich aus der Verzweifelung über den kapitalistischen Terror entstanden, in Wirklichkeit aber Spielwiese mit Todesopfern und Verletzten von vermögenden Bürgersöhnchen ausgeübt. Dass dann bei Fleischhauer auch noch der radikal-linke Salonsozialist Peymann auftaucht, der als Chef des Berliner Ensembles das höchste Gehalt von 200.000 einfährt, sich aber noch das kurze Interview mit quitierten 500 Euro bezahlen lässt. Oder Frank Bsirske, der mit unsicherer und verängstigter Stimme mit Fleischhauer spricht, später aggressiv wird, Fleischhauer Körper an Körper auf die Pelle rückt und ihm mit dem Finger auf die Brust tippt, kurz davor völlig ausreißen und deswegen die Flucht ergreift.

Ein oder der Kabarettist Dieter Hildebrandt behauptet, er würde sich schon immer über die Linken lustig machen, kann sich dann aber gerade mal an einen Witz erinnern, beklagt aber, dass es nirgendwo genug Linke gäbe. Ein Sammelsurium der Extra-Klasse über Leute, die gar nicht mehr erkennen, wie sehr sie den Staat und die Meinung dominieren und wie ähnlich sie denen sind, die sie vorgeben, bekämpfen zu wollen. Lauter Mitläufer, Fettleber, Pfründe-Ritter und selbstgefällige Abgreifer, ob Staatsknete oder als Lobbyisten für Unternehmen.

Trotz der Provokation war das schon ein schönes Sittengemälde über die Linke. Der Mainstream wurde skizziert. Es fehlten trotz des Genderquarks nur noch die lila Pudel. Dafür war wieder nicht genug Zeit. Aber das kommt sicher noch.


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