Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Industrie: "Der neue Mann"

SubSonic @, Sunday, 26.09.2010, 23:32 (vor 5588 Tagen)

Zunächst einmal ein herzliches Hallo! Ich bin ein neuer in dieser Bande und würde hier auch sehr gern mitmischen. ;-)

An all jene unter euch, die mal gern ins Kino gehen und die Filmposter betrachten, denen wird sicher eines auffallen.
Gleiches gilt übrigens auch, wenn man sich mal die heutigen Musikcharts anschaut.
Und für alle, die heute noch immer nicht von Videospielen losgekommen sind; auch in dieser Branche wird einem besonders eine Spielereihe auffallen.

Die Rede ist, sofern es noch nicht klar wurde, von "unternehmerischen Erzeugnissen", die stark auf weibliche Konsumenten ausgelegt sind.

So wird womöglich so manch ein Mann, der den Film zum Stephanie Mayers Werken (Twilight-Saga) gesehen oder gar das Buch dazu gelesen hat, nicht verstehen können, was an dem Film nun oder an ihrer literarisch-schriftstellerischen ... "Begabung" ... so unglaublich faszinierend sein soll.

Genauso verläuft es übrigens mit einer "Pop-Ikone", die sich selbst als der Elvis dieses Jahrzehnts umschrieb (!). Auch hier ist mir als Pianist und Gitarrist nicht klar, was an Justin Biebers Musik so revolutionär sein soll. Vermutlich ist auch der Musikindustrie klar, dass er nun einfach nicht unbedingt talentiert ist, sondern lediglich als Köder für die weiblichen Konsumenten dient. Das ist mit deutschen Äquivalenten wie "Tokio Hotel" oder anderen vorpubertären Bands leider sehr ähnlich.

Zu guter Letzt wird ein jeder Spieler wohl die sagenumwobene Spielreihe "Final Fantasy" kennen, die uns innerhalb von mehreren Dekaden etlich viele Titel von sich zeigte. Doch besonders in den letzten erschienenen Spielen dieser Saga hat die Spieleindustrie bemerkenswerte 3D-Charaktere erzeugt, die ungefähr so männlich sind wie Justin Bieber. Zumindest ich spiele aus dieser homoerotischen Reihe nun keinen weiteren Teil mehr. Übrigens folgte auf diese "Final-Fantasy"'sche homoerotische Revolution noch ein anderer Titel mit dem Namen "Kingdom Hearts", der innerhalb dieser feminisierten Szene noch Disney-Charaktere ins Spiel brachte, um die Endsituation noch seltsamer und unverständlicher zu machen als vorher.

Nun, dies waren zwar alles ganz interessante Einblicke in Film-, Buch-, Musik- und Spieleindustrie, doch was genau ist nun das eigentliche Problem?

Eigentlich ist es für mich als Mann nicht schlimm, dass "Frauenfilme" existieren. Diese gibt es ja schon ewig, und außerdem ist dies nichts weiter als eine komerzielle Masche.

Allerdings ist die Darstellung des "Neuen Manns", der von der Industrie geprägt und vorgelegt wird, nicht mit meinen Ansichten vereinbar. Der Neue Mann ist alles andere als männlich, er wird immer stärker feminisiert, was unausweichlich einen Hauch von Homoerotik mit sich bringt.

Als ich nun selbst bei meiner eigenen Mutter die Twilight-Reihe auf dem Tisch liegen sah, von der ich vermeinte, sie nur in Zimmern von 12-jährigen Groupies auffinden zu können, konnte ich nicht einfach nicht anders, als diesen Beitrag zu verfassen. Da sich aus männlicher Sicht schon das gesellschaftliche Bild der Frau negativ verändert hat, sollen wir uns dann auch noch eine negative Verändung des gesellschaftlichen Bildes des Mannes bieten lassen?

Ich für meinen Teil habe ich zumindest weiterhin vor, ein Mann zu bleiben.

Wie seht ihr das?


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