Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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"Rolle" ist soziologisches Fachvokabular

Lausemädchen nicht eingeloggt, Sunday, 26.09.2010, 22:49 (vor 5588 Tagen) @ roser parks

Selbst bei Elternabenden wird mittlerweile propagiert, dass jeder "homogen" sein sollte.

Ich erinnere mich noch an die Einschulung meines vorletzten Sohnes. Da wurde gesagt, dass der Bildungsauftrag vorsieht, alle Kinder individuell zu fördern.Jungs dürften Jungs bleiben und Mädchen wären Mädchen. Soweit war die Theorie.

Nun zur Praxis. Die Klasse bestand von Anfang an aus fünf Jungen und zehn Mädchen. Dementsprechend waren die Jungs nicht nur zahlenmäßig im "Hintertreffen". Es vergeht kein Tag, an dem wir (mein Mann und ich) nicht im Hausaufgabenheft lesen müssen, was unser Kind wieder angestellt hat. Nicht etwa, dass da elementare Vergehen eingeschrieben werden. Nein, da stehen Belanglosigkeiten. Da stehen so wichtige Sachen wie: "J. hat heute nicht aufgepasst und war sehr lebhaft" oder "J. folgte dem Unterrichtsgeschehen nur widerwillig, weil er den Lehrstoff bereits kannte" u. s. w..

Die den Einträgen geschuldeten Elterngespräche, die regelmässig stattfinden, sind auch sehr "aberwitzig". Dem Verhalten unseres Sohnes sollten wir mit "Ritalin" (einem Amphetamin) entgegenwirken. Der Hinweis, dass wir einen Sohn haben und sich dieser auch als solcher entfalten dürfte, wurde belacht. Soweit zu Lehrerinnen und zur Realität an Grundschulen :-).

Die von dir angesprochenen Rollenspiele im Unterricht finden übrigens wirklich statt. Mein Sohn hat sich geweigert, die Sprechrolle einer Frau zu übernehmen und wurde mit einer "sechs" dafür bestraft. Noch Fragen?


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