mein erstes größeres Erlebnis mit Emanzen (etwas längere Geschichte)
Hallo Stefan!
... das ihre Frauenpowerrevolution nur ein Strohfeuer war um sich etwas zu beweisen, und sie ein stinknormales Mutterleben führen.
Genau das ist der Punkt.
Früher war es für viele Frauen einfach: Die Hausfrau und Mutter war das Idealbild. Wenn eine Frau sich davon angezogen fühlte, hatte sie also gar kein Problem.
Berufstätigkeit war aber auch nicht wirklich ein Problem. Für junge, unverheiratete Frauen war es völlig normal, berufstätig zu sein. Spätestens, wenn eine Frau schwanger war, wurde geheiratet, und das Kind zwang dann ja auch zumindest zeitweise zur Aufgabe der Berufstätigkeit. Diese wurde aber häufig bald wieder aufgenommen, vor allem, weil es oft nötig war, daß auch die Frauen mitarbeiteten. Wenn das nicht nötig war, dann waren die Frauen meist Hausfrauen.
Wenn mal eine Frau keinen Partner fand, dann war sie halt nur berufstätig - das ging auch, wenngleich es nicht als ideal betrachtet wurde.
Heute ist es aber so, daß das Hausfrauenleben als Perspektive für Frauen offiziell vollkommen negiert wird. Nur Berufstätigkeit gilt als Ideal für die moderne Frau. Also fühlt sich frau gedrängt, jederzeit zu betonen, daß sie ja unbedingt berufstätig sein will. Ganz besonders dann, wenn sie das eigentlich gar nicht will. Und wenn sie merkt, daß es da Hürden gibt, die es mit Einsatz zu überwinden gilt, und wenn sie sich davon abgeschreckt fühlt, dann dürfen die Probleme natürlich auf keinen Fall bei ihr liegen. Nein, dann werden "gläserne Decken" herbeifantasiert, die die bösen Männer aus purer Niedertracht Frauen gegenüber angeblich aufbauen. Frau braucht heute eben Gründe dafür, daß sie nicht begeistert auf die berufliche Tretmühle zustürmt.
Ich denke, daß das heute für viele Feministinnen eine wesentliche Triebkraft ist. Die Frauen, die gern berufstätig sind, arbeiten und haben dann auch kaum Zeit zum Jammern. Aber diejenigen, die eigentlich gar keine Lust auf Erwerbstätigkeit haben, die haben Zeit zum Jammern und tun das dann auch gern und oft, um zu erklären, wieso sie angeblich gar nicht arbeiten können und daß nur die bösen Männer an ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Unzulänglichkeit schuld sind. Und wenn frau dann merkt, daß sie durch Jammern sogar ab und zu noch etwas geschenkt bekommt, dann ist das natürlich noch ein Grund mehr, damit nicht aufzuhören.
Freundliche Grüße
von Garfield
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Stefan,
25.09.2010, 23:18
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Robin Hood,
25.09.2010, 23:56
- mein erstes größeres Erlebnis mit Emanzen (etwas längere Geschichte) - Stefan, 27.09.2010, 00:40
- Völlig Normal! Ein paar Tränen und die meisten Voll-Dödel tanzen nach IHRER Pfeiffe.... (nT) - Swen, 26.09.2010, 12:51
- schöne Beschreibung der sog. gläsernen Decke und des Umgangs damit k.w.T.
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karlma,
26.09.2010, 13:31
- mein erstes größeres Erlebnis mit Emanzen (etwas längere Geschichte) - Garfield, 26.09.2010, 14:23
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Robin Hood,
25.09.2010, 23:56