Männlich
Leserbrief:
critique, 02. 09. '10 21:55
beauvoir - geschlechterdualismen
beauvoirs idee wird banalisiert, indem fr. badinter die existenzialistische selbstverwirklichung auf das erfolgreichsein innerhalb gesellschaftlicher gegebenheiten (also angepasstheit) verkürzt.
kinderhaben ist mehr, als die kleinen morgens zur krippe zu bringen und abends wieder abzuholen.
arbeitgeber und nichteltern haben sich darauf einzustellen .
gut, wenn mütter (und inzwischen manche väter) darauf bestehen, sich nicht zwischen kinderhaben und karrieremachen entscheiden zu müssen.
mit mütter-mythos hat das nichts zu tun.
eine auflösung der alten geschlechterdualismen kann sich nicht damit begnügen, das ehemals „weibliche“ (die familie und das private) zu verändern.
das ehemals „männliche“ (der beruf, die öffentlichkeit, die politik) muß sich ebenfalls verändern.
Es geht mir bei meinen Ausführungen um den letzten Satz, mit der Kernthese, dass sich das "Männliche" ändern müsse.
Die Frage ist, ob sich das "Männliche" überhaupt ändern kann?
In einer offenen Welt, einer Welt ohne Grenzen, konkurrieren verschiedene Handlungsmuster miteinander, und das auch noch auf verschiedenen Ebenen.
So mag jemand Fair-Trade-Bananen kaufen, was ihm ein gutes Gefühl gibt. Vielleicht trinkt er auch noch Fair-Trade-Kaffee. Würde er aber seinen ganzen Bedarf auf der Basis Fair-Trade beziehen? Ist Fair-Trade wirklich fair? Wie würden sich die höheren Preis auf das Konsumverhalten des Betreffenden auswirken? Und wenn viele Verbraucher ihr Konsumverhalten ändern, was bedeutet das dann für die Erzeuger?
Und übertragen auf das Geschlechterverhältnis übertragen: Ist aus weiblicher Solidarität eine Frau bereit für ein schlechtere Leistung mehr zu bezahlen, weil sie geschlechtergerecht (50:50) erbracht wird? Ist eine Frau oder ein Mann als Kunde bereit, das Produkt mit dem schlechteren Preis-Leistungs-Verhältnis zu kaufen, weil bei der Produktion ein höherer Anteil "Weibliches" enthalten ist? Und wenn geringere weibliche Leistung genau so entlohnt wird wie höhere männliche Leistung, welche Folgen hat das für die Entscheidungen der Männer?
Sind Männer nicht so, wie sie sind (Phänotyp + kulturelle Rolle), weil die Frauen in der Vergangenheit genau diesen Typ Mann bevorzugt als Vater ihrer Kinder gewählt haben. Oder weil die Kinder mit diesem Typ Vater Vorteile bei der Konkurrenz mit Kindern hatten, deren Väter einem anderen Phänotyp oder einer anderen kulturellen Rolle angehört haben?
Was geschieht mit einem Staat, einem Unternehmen, einer Sippe, einer Familie, wenn man das "Männliche" schwächt?
Woran ist der Kommunismus gescheitert? - Am Menschen!
Wer falsche Handlungsmuster fährt, falsche Rollen propagiert, die Kraft des Lebendigen unterschätzt, der verliert.
Deutschland schafft sich ab! - Aber eigentlich schafft sich nicht Deutschland ab, sondern die Menschen, die wir so als Deutsche kennen. Es wird neue Deutsche geben, welche den Leerraum füllen. Und diese werden nicht nur einen bestimmten Phänotyp darstellen, sondern auch bestimmte kulturelle Rollen praktizieren, die dann eine Zukunft haben, wenn die Reproduktionsrate ihrer Frauen gleich oder höher der Ersatzrate ist. Wird so nicht Nachhaltigkeit definiert?
Und wie wird in der neuen Gesellschaft dann das "Männliche" definiert?
Meine These: klassisch!
DschinDschin
--
Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
Männlich
Du meinst "Badinter"
Männlich
Du meinst "Badinter"
Jo!
DS
--
Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
Kann man gar nicht ändern
Die Unterschiede sind Biologisch bedingt (Männer haben ein anderes Kommunikationsverhalten als Frauen, dieses Verhalten ermöglicht den Aufbau eines Beziehungsgeflechtes das zu Staaten führt) und nicht willkürlich Sozial.
/ajk
--
Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert
Männlich
Die Frage ist, ob sich das "Männliche" überhaupt ändern kann?
Warum sollte man es etwas verändern müssen oder können, was sich seit Millionen von Jahren bewährt hat? Es war der Unterschied von männlich und weiblich seit jeher angedacht
.
In einer offenen Welt, einer Welt ohne Grenzen, konkurrieren verschiedene
Handlungsmuster miteinander, und das auch noch auf verschiedenen Ebenen.
Und? Was denn für eine offene Welt, ohne Grenzen? Die gibt es nicht und wird es auch nicht geben, hoffe ich. Wozu auch?
fair? Wie würden sich die höheren Preis auf das Konsumverhalten des
Betreffenden auswirken? Und wenn viele Verbraucher ihr Konsumverhalten
ändern, was bedeutet das dann für die Erzeuger?
Und nein. Würde die Menschheit an sich nicht, kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Der Mensch an sich ist egoitisch veranlagt. Was interessiert den Einzelnen das Ganze? Genau da liegt ja das Problem.
Anteil "Weibliches" enthalten ist? Und wenn geringere weibliche Leistung
genau so entlohnt wird wie höhere männliche Leistung, welche Folgen hat das
für die Entscheidungen der Männer?
Natürlich sind die Kunden dazu nicht bereit. Da schließe ich mich und meinen Mann nicht einmal aus. Keinen.
Was geschieht mit einem Staat, einem Unternehmen, einer Sippe, einer
Familie, wenn man das "Männliche" schwächt?
Er/Es geht zugrunde.
Woran ist der Kommunismus gescheitert? - Am Menschen!
Wohl wahr.
Wer falsche Handlungsmuster fährt, falsche Rollen propagiert, die Kraft
des Lebendigen unterschätzt, der verliert.
Stimmt auch!
kulturelle Rollen praktizieren, die dann eine Zukunft haben, wenn die
Reproduktionsrate ihrer Frauen gleich oder höher der Ersatzrate ist. Wird
so nicht Nachhaltigkeit definiert?
Ich hoffe zwar nicht, das sich Deutschland, oder die deutschen Menschen abschaffen, sehe aber trotzdem die Gefahr mehr als deutlich.
Männlich
Woran ist der Kommunismus gescheitert? - Am Menschen!
Sehr richtig.
Und genau daran wird früher oder später auch der Feminismus scheitern.
Robert
Männlich
Woran ist der Kommunismus gescheitert? - Am Menschen!
Sehr richtig.
Und genau daran wird früher oder später auch der Feminismus scheitern.Robert
Er ist ja längst dabei, zu scheitern.
Das ist nicht die spannende Frage.
Jede Ideologie, die den Menschen so grotesk und planmäßig verkennt, wie es der Feminismus tut, krepiert.
Die spannende Frage ist, wie viele Verwüstungen er noch anrichtet bei Jungen und Mädchen, bei Männern und Frauen, was er hinterlässt oder ob er nicht gar die ganze westliche Zivilisation mit in's Grab nimmt, zumindest in Europa.
Danach sieht einiges aus.