Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Mehrfacher Bankrott

Spiegel-Leser, Sunday, 19.09.2010, 22:10 (vor 5595 Tagen)

Der Spiegel berichtet:

Fachkräftemangel
Firmen klagen über deutsche Technik-Muffel
Deutschlands Wirtschaft boomt, schon finden manche Unternehmen keine Arbeitskräfte mehr. Vor allem im technischen Bereich fehlt es an qualifiziertem Nachwuchs: Vielen Studenten und Azubis gelten diese Berufe als unsexy. Nun wollen die Firmen ihr Image aufpeppen - und umwerben gezielt junge Leute.

Bankrotterklärung
der Wirtschaft: Da hat man wohl bei der Ausbildung geschlafen
der Politik: Staatliche Regulierung des Arbeitsmarktes oder der Hochschulbildung funktionieren nicht
des Feminismus: Was den Jungs ausgetrieben wurde, ist durch Girls-Day-Absolventinnen nicht auszugleichen

Aber unbeirrt und fest wie der Fels in der Brandung, Uschi von den Lügen:
„Die Dimensionen seien "noch nicht ganz fassbar", sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei der Vorstellung der DIHK-Studie. Der demografische Wandel verändere das Land langsam, aber grundlegend. Konkrete Vorschläge sind indes nicht zu erkennen. Die Menschen müssten "passgenauer arbeiten", erklärt von der Leyen und fordert, dass drei Personengruppen in der Arbeitswelt eine größere Rolle spielen: Frauen, Ältere und Jüngere mit schlechter Bildung.“

Zum Merken: Trotz „langsamen Wandels“ sind „Dimensionen nicht fassbar“. Soviel Kompetenz war noch nie.

Mehrfacher Bankrott

Sven ⌂, Wolfsburg, Sunday, 19.09.2010, 22:42 (vor 5595 Tagen) @ Spiegel-Leser

müssten "passgenauer arbeiten", erklärt von der Leyen und fordert, dass
drei Personengruppen in der Arbeitswelt eine größere Rolle spielen: Frauen,
Ältere und Jüngere mit schlechter Bildung.“[/i]

Die personifizierte Lüge kann da fordern, soviel sie will.

Die kritisierte Wahl des Studienfaches gilt ja gerade für die Frauen, die lieber Orchideenfächer studieren als Technik. Was will sie da also fordern? Esoterikstudenten in die Industrie?

Und was mag sie wohl von den Jüngeren fordern wollen? Das Einschreiben an Studiengängen, welche sich eben jene gar nicht leisten können, so sie dank der Kürzungen überhaupt zu einer Hochschulreife gelangt sind?

Bleiben also nur die Älteren, die ihre knapp bemessene Rentenzeit also weiterhin mit Maloche verbringen sollen, weshalb das Renteneintrittsalter anzuheben ist - dabei ignorierend, dass der Großteil schon ab 50 gar keine Arbeit mehr hat.

Demgegenüber steht ein Millionenheer an Perspektivlosen - darunter durchaus auch Ingenieure und Absolventen technischer Ausbildungen - welche niemand einstellen, geschweige denn aus- oder weiterbilden will.

Fazit:

Von der Lügen mitsamt der nicht weniger verlogenen Wirtschaft stampfen störrisch im Gleichklang mit den Füßen auf, weil das gewünschte Ergebnis nicht vorhanden ist, dabei ignorierend, dass die dafür notwendige Prämisse - nämlich Jobs und Bildungsmöglichkeiten - gar nicht vorhanden ist.

Wer soll diesen Kasperverein eigentlich noch ernst nehmen?

Esoterikstudenten in die Industrie

Nikos, Athen, Monday, 20.09.2010, 08:13 (vor 5594 Tagen) @ Sven

Die kritisierte Wahl des Studienfaches gilt ja gerade für die Frauen, die
lieber Orchideenfächer studieren als Technik. Was will sie da also fordern?
Esoterikstudenten in die Industrie?

Warum eigentlich nicht!

Die machen dann Hali-Gali und entwickeln dabei das -3 Liter Auto, eins also, das im Gegensatz zu normalen Autos, kein Benzin schluckt, sondern welches zurückgibt.

Du fährst dann von Frankfurt nach München und sobald du ankommst musst du schnell einen kleinen Eimer neben dem Auto stellen, und 10 Liter Benzin wird vollautomatisch hieneingetan!

Ein Wunder!

Selbstverständlich wird so ein Wagen nie getankt!

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Mehrfacher Bankrott

roser parks, Monday, 20.09.2010, 00:38 (vor 5595 Tagen) @ Spiegel-Leser

des Feminismus: Was den Jungs ausgetrieben wurde,

Hier dürften vor allem Jungs fehlen!

Da sollten die Betriebe aber auch in die Schulen gehen, wenn die Jungs dort vermittelt bekommen, allein zur Hausarbeit gehört das was Frau im Haus macht. Wieviele Arbeiten fallen an wenn man ein Einfamilienhaus hat?
Da fehlt inzwischen schlicht auch das Bewusstsein das es da noch etwas Anderes gibt, sogar existentielles.

Vor kurzen hörte ich mal, auf einem Hausbauseminar, das die Haushersteller zunehmend Schwierigkeiten haben Nachwuchsbauleute zu finden, die bereit wären bei Wind und Wetter Häuser zu errichten.So verlagert man sich inzwischen wohl auf die Fertighausherstellung. Allerdings wahrscheinlich solange bis es keine Familien mehr gibt, wer kauft als Junggeselle schon Häuser.

Girls-Day-Absolventinnen nicht auszugleichen

Als ob es hier überhaupt die Möglichkeit des Ausgleichs bestehen würde!

Mehrfacher Bankrott

Kokosnuss, Monday, 20.09.2010, 10:11 (vor 5594 Tagen) @ Spiegel-Leser

Vielen Studenten und Azubis gelten diese Berufe
als unsexy. Nun wollen die Firmen ihr Image aufpeppen - und umwerben
gezielt junge Leute.

Das ist auch so ein Symptom der Feminismus-Girls-Day-Mentalität; diese komischen Sichtweisen: wieso muss ein Beruf um Gottes willen "sexy" sein, damit er gewählt wird? Wozu braucht ein Beruf ein knalliges Image?

Das ist das Abheben auf Sekundär-Motivationen und damit schon stark zum Scheitern verurteilt: Jemand, der etwas mit Mechanik/Technik machen will, muss sich genau dafür auch interessieren und nicht dafür, welche Außenwirkung der jeweilige Beruf in diesem Bereich hat.

Darum klappt auch der Girl-Day nicht. Das ist keine Imagefrage dere Berufe. Sondern eine Frage des Interesses.

Das kapieren die nie. Absolut nie.

P.S.

Nun wollen die Firmen (...) und umwerben gezielt junge Leute.

Welch eine Überraschung. Das war ja nun schon immer so. Noch so ein Idioten-Kniff, selbstverständliche Dinge als neu und initiativ hervorzuheben. Permanent-Verarsche.

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