Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Bastian Sick über die "Die Entmannung unserer Sprache"

Marlow, Friday, 17.09.2010, 20:07 (vor 5597 Tagen)

Wenn einer den gemeinen Deutschen erklären kann, was richtiges Deutsch ist, dann
Bastian Sick. Und gelingt ihm in der Kürze recht gut darzustellen, wie krank die Femis die deutsche Sprache mißbrauchen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,druck-716239,00.html

Freundlichen Dank an AGENS

Das ist mal ein lesenswerter Artikel (kT)

ray, Friday, 17.09.2010, 22:15 (vor 5597 Tagen) @ Marlow

- kein Text -

Menschliche statt bemannter Raumfahrt.... k/t

Tätiger, Saturday, 18.09.2010, 02:12 (vor 5597 Tagen) @ Marlow

- kein Text -

Naja, war doch so: "Sheila Armstrongin - die erste Menschin auf dem Mond" ... kT

Joke, Saturday, 18.09.2010, 02:43 (vor 5597 Tagen) @ Tätiger

- kein Text -

weiblicher Mensch = Maschin

einMensch, Saturday, 18.09.2010, 03:14 (vor 5596 Tagen) @ Joke

Es wird getrennt, was zusammengehört

Mus Lim ⌂, Saturday, 18.09.2010, 09:41 (vor 5596 Tagen) @ Marlow

Während die traditionelle Form des "generischen Maskulinums" im Verlaufe der Zeiten eine Entwicklung hin zur abstrahierenden Wortbedeutung durchlaufen hat, fällt die sogenannte "Feminisierung" hinter diese historische Entwicklung weit zurück. Sie nämlich verweist wieder auf jene Bedeutung - das natürliche (nicht das generische) Geschlecht -, von der ja in bestimmten Zusammenhängen gerade abstrahiert werden soll, um dem Gleichheitsprinzip Genüge zu tun. Wenn ein Politiker seine Rede an "die Wähler" richtet, so können sich sämtliche Wahlberechtigte (Männer und Frauen ab 18 Jahre) angesprochen fühlen. Das "generische Maskulinum" dieser Anrede signalisiert, dass das Geschlecht der Betreffenden in dem erwähnten Zusammenhang unwesentlich ist: bedeutsam ist eben nicht die jeweilige biologisch-geschlechtliche Beschaffenheit des Betreffenden, sondern das Recht, durch Wahlentscheid die öffentlichen Angelegenheiten zu beeinflussen.

Mit der Anrede „Wählerinnen und Wähler“ verhält es sich hingegen anders. Hier wird, um ein berühmtes Politikerwort zu paraphrasieren, getrennt, was doch spätestens seit 1918 - als das allgemeine Wahlrecht Frauen und Männern zugestanden wurde - zusammengehört. Zu den "Wählern", jenem praktischen Oberbegriff, der einst alle Wahlberechtigten ungeachtet ihres jeweiligen Geschlechtes umfasste, dürfen sich weibliche Wahlberechtigte nun nicht mehr zählen. Sie müssen sich den "Wählerinnen" zugesellen, mit denen sie nichts als das in diesem Zusammenhang völlig irrelevante biologische Geschlecht gemein haben. Damit wird über sie eine Art von sprachlicher Apartheid verhängt. Hier wird sprachlich gespalten und nicht vereint, es wird Feuer gelegt und nicht befriedet.

Das "generische Maskulinum" hingegen besitzt den unschätzbaren Vorteil, Gleichwertigkeit hervorrufen zu können.

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