Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Resilienz

neurotischer Pillenschlucker, Friday, 17.09.2010, 16:32 (vor 5597 Tagen)

Vorab: Resilienz beschreibt in der Psychologie die Widerstandsfähigkeit einer person gegenüber negativen Einflüssen, die die psychische Gesundheit belasten. Und nun:

"Es sind häufiger Mädchen als Jungen, resiliente Jungen sind eher „untypische“ Jungen. Sie sind weniger aggressiv und mehr auf andere bezogen als nicht resiliente Jungen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_(Psychologie_und_verwandte_Disziplinen)#Resilienz_bei_armen_Kindern

Ich habe beim Lesen des Artikels teilweise das Gefühl gehabt, dass da öfters der NPOV ("neutral point of view") vernachlässigt wurde, und sich ab und zu auch feministische Jubelperserinnen drunter gemischt haben, um mal wieder eine als positiv empfundene Eigenschaft zumindest unterschwellig eher den Mädchen zuzuordnen.

Weiß jemand zufällig mehr über das Thema? Besonders natürlich bezogen auf die obige Aussage! Da ist vielleicht schon wieder ein feministischer Mythos am Entstehen.

So oder so ist es dann aber wohl besser, den jahrtausendealten Fehler, die Frauen von Traumata wie etwa dem Kriegsdienst fernzuhalten, mal so langsam zu korrigieren und vielmehr nur sie zu verpflichten. Wer weiß, vielleicht hätte Adolf ohne die männlichen Jammmerlappen sogar noch den Krieg gewonnen? *lach*

Resilienz

Kurti, Wien, Friday, 17.09.2010, 16:35 (vor 5597 Tagen) @ neurotischer Pillenschlucker

Eine Aussage aus dem Text liegt ideologisch ja ziemlich auf unserer Linie:

"In Ein-Eltern-Familien scheint es schwieriger zu sein, bei einer alleinerziehenden Mutter aufzuwachsen als bei einem alleinerziehenden Vater, wobei Letzteres deutlich seltener vorkommt."

Gruß, Kurti

Resilienz

Movemen, Friday, 17.09.2010, 17:13 (vor 5597 Tagen) @ neurotischer Pillenschlucker

So oder so ist es dann aber wohl besser, den jahrtausendealten Fehler, die
Frauen von Traumata wie etwa dem Kriegsdienst fernzuhalten, mal so langsam
zu korrigieren und vielmehr nur sie zu verpflichten. Wer weiß, vielleicht
hätte Adolf ohne die männlichen Jammmerlappen sogar noch den Krieg
gewonnen? *lach*

Frauen wählen mehrheitlich den Versorger. Ein geschickter Demagoge weiß das. Resilienz ist ein Luftbegriff. Schließlich hat schon das "Negative" keine statische Aussagekraft. Jungs sind, betrachtet man die aktuelle Situation an den Schulen, widerstandsfähiger gegen Anpassung. Wenn schon alle Mädchen im Gleichschritt marschieren, bleibt immer noch eine Restmenge männlicher Schüler, die den nötigen Abstand zum System bewahren. Selbst um die Gefahr der sozialen Isolation. Solche Jungs stellen die anthropologische Reserve gegenüber aller negativen Vereinnahmung. So oder so, der Begriff und die Erklärung bei Wiki nach Jungen und Mädchen geht logisch nicht auf. Gerechtigkeitssinn und Widerspruchsgeist sind schon bei Affen unabhängig vom Geschlecht angelegt.

"Cherrypicking"=Rosinenpicken

mee, Friday, 17.09.2010, 18:56 (vor 5597 Tagen) @ neurotischer Pillenschlucker

Auf der Diskussionsseite heißt es dazu:

"Resilienz bei armen Kindern" und "Die Rolle der Familie" scheinen jeweils aus neun Quellen, aber es wird nicht dargestellt, was aus welcher Quelle stammt. Das nennt man Cherrypicking und es sollte vermieden werden. Ich wäre dafür, dass durch eine Resilienzliste, etwa die von Werner, zu ersetzen.

In der Tat, um das nachzuprüfen müsste man alle neun Quellen durcharbeiten.

Auf die Schnelle gefunden:

Werner (1989) in her research has found that boys tend to be more vulnerable to stress than girls in the first ten years of their life. Girls on the other hand appear to be more vulnerable in the second decade, during adolescence, needing sustained support to help them overcome adversity. Gender differences are reversed again after the age of 30.

Kurz zusamengefasst übersetzt: Werner (1989) stellte fest, dass Jungen in den ersten zehn Lebensjahren durch Belastungen tendenziell eher verletzbar sind als Mädchen. Auf der anderen Seite scheinen Mädchen im Jugendalter anfälliger zu sein, sie benötigen dabei anhaltende Unterstützung um ihre Not zu überwinden. Nach dem 30. Lebensjahr kehren sich die Geschlechterunterschiede nochmals um.

Quelle

mee, Friday, 17.09.2010, 19:15 (vor 5597 Tagen) @ mee

"Cherrypicking"=Rosinenpicken

Cherry, Friday, 17.09.2010, 23:06 (vor 5597 Tagen) @ mee

Kurz zusamengefasst übersetzt: Werner (1989) stellte fest, dass Jungen in
den ersten zehn Lebensjahren durch Belastungen tendenziell eher verletzbar
sind als Mädchen. Auf der anderen Seite scheinen Mädchen im Jugendalter
anfälliger zu sein, sie benötigen dabei anhaltende Unterstützung um ihre
Not zu überwinden. Nach dem 30. Lebensjahr kehren sich die
Geschlechterunterschiede nochmals um.

Und dastehen tut nur, dass Jungen verletzlicher sind als Mädchen. Also schon mal fehlerhaft.

"Cherrypicking"=Rosinenpicken

mee, Saturday, 18.09.2010, 00:48 (vor 5597 Tagen) @ Cherry


Und dastehen tut nur, dass Jungen verletzlicher sind als Mädchen. Also
schon mal fehlerhaft.

Jau. Und aus neun verschiedenen Quellen zusammengeklaubt, zumeist ohne Angabe der Seitenzahl, die neuste davon 36 Jahre alt. Eigentlich müsste man das einfach löschen, nicht nachprüfbar - offenbar unbelegte Theoriefindung.

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