Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Damals gab's aber auch erheblichen Frauenüberschuss

Beelzebub, Thursday, 16.09.2010, 03:17 (vor 5598 Tagen) @ Oliver

Der Kommentar, aus dem die Zahlen stammen, hat leider zwei Schwachstellen:

1. Es ist nirgendwo eine Quelle für die Zahlen genannt.

2. Es wird nicht berücksichtigt, dass es 1960, gerade mal 15 Jahre nach Kriegsende, einen erheblichen Frauenüberschuss gab. Denn der Heldentod war, damals wie heute, ein reines Privileg der im pösen Patrarchat so bevorzugten Männer. Daher wäre die Frage interessant, wie hoch zu der Zeit der Anteil verheirateter Frauen war.

Last not least werden die zahlreichen "Onkel-Ehen" nicht berücksichtigt. Nach dem Krieg - und lange vor der schröcklichen 68er Sittenverderbnis - waren eheähnliche Beziehungen durchaus nichts ungewöhnliches. Es handelte sich dabei um Kriegerwitwen, die im Falle einer Wiederheirat ihre Ansprüche auf Witwenrente verloren hätten und weder auf die Rente, noch auf die Freuden der Liebe verzichten wollten.

Laut einer Ende 1953 im "Spiegel" erwähnten Umfrage hatten von 471 befragten Kriegerwitwen mindestens 214 einen solchen Ehemann ohne Trauschein.

Greets

Beelzebub

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