Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Tatort Nummer 771: "Schmale Schultern" (D 2010)

Kurti, Wien, Monday, 13.09.2010, 01:54 (vor 5601 Tagen)

Hat jemand von Euch gerade den Kölner Tatort auf ARD gesehen?
Da ging es thematisch ziemlich massiv um Scheidungsabzocke von Männern und hysterische Ex-Ehefrauen. Für das öffentlich-rechtliche Fernsehen ungewöhnlich kritisch.

Ich kann mich erinnern, dass bei der Tatort-Folge "Feuerkämpfer" (mit Robert Atzorn als Kommissar) jemand von "Manndat" am Drehbuch mitgewirkt hat. Ob dieser Jemand bei der aktuellen Folge wieder zugeschlagen hat?

inkl. rotzfrechen Powergirlie (kt)

vt, Monday, 13.09.2010, 02:00 (vor 5601 Tagen) @ Kurti

- kein Text -

Tatort Nummer 771: "Schmale Schultern" (D 2010)

Christine ⌂, Monday, 13.09.2010, 02:06 (vor 5601 Tagen) @ Kurti

Danke für die Info. Dann werde ich mir diesen Tatort gleich um 23:45h auf Eins Festival anschauen.

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Bitte lass mich nicht dumm sterben

Müller (n. e.), Monday, 13.09.2010, 02:26 (vor 5601 Tagen) @ Kurti

"Ich kann mich erinnern, dass bei der Tatort-Folge "Feuerkämpfer" (mit Robert Atzorn als Kommissar) jemand von "Manndat" am Drehbuch mitgewirkt hat."

Wie darf man das verstehen?

.

Tatort Nummer 771: "Schmale Schultern" (D 2010)

Erstaunter, Manndat und Drehbuch??, Monday, 13.09.2010, 02:39 (vor 5601 Tagen) @ Kurti

Ich kann mich erinnern, dass bei der Tatort-Folge "Feuerkämpfer" (mit
Robert Atzorn als Kommissar) jemand von "Manndat" am Drehbuch mitgewirkt
hat.

Is nich wahr?! Kannst du das belegen? Oder steh ich auf dem Schlauch?

Tatort: "Feuerkämpfer"

Rainer ⌂, Monday, 13.09.2010, 02:45 (vor 5601 Tagen) @ Kurti

Ich kann mich erinnern, dass bei der Tatort-Folge "Feuerkämpfer" (mit
Robert Atzorn als Kommissar) jemand von "Manndat" am Drehbuch mitgewirkt
hat.

Nicht ganz richtig. Es hat Jemand aus der Väterrechtsszene mitgespielt.
http://www.daserste.de/tatort/sendung.asp?datum=12.03.2006

Rainer

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Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Leider nur zu realistisch

Kurti, Wien, Monday, 13.09.2010, 02:54 (vor 5601 Tagen) @ vt

Wenn ich etwa an die "Super-Nanny" denke oder diese Doku-Soap über die schwer erziehbaren Mädchen, die mal auf RTL lief. Hieß, glaube ich, die Mädchen-Gang.

Aber wie schon gesagt, gemessen daran, dass es sich um ein öffentlich-rechtliches Medium handelte, war es schon erstaunlich kritisch. Da haben wir ja bereits ganz andere Sachen erlebt.

Gruß, Kurti

Tatort Nummer 771: "Schmale Schultern" (D 2010)

MC Henrich ⌂, Monday, 13.09.2010, 07:30 (vor 5601 Tagen) @ Kurti

Schaue sonst nicht fern, aber den hätte ich vielleicht schon gern gesehen.

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Tatort Nummer 771: "Schmale Schultern" (D 2010)

Max Aram, Monday, 13.09.2010, 09:16 (vor 5601 Tagen) @ Kurti

Hat jemand von Euch gerade den Kölner Tatort auf ARD gesehen?
Da ging es thematisch ziemlich massiv um Scheidungsabzocke von Männern und
hysterische Ex-Ehefrauen. Für das öffentlich-rechtliche Fernsehen
ungewöhnlich kritisch.

Ich war auch (angenehm) überrascht. Und hatte währenddessen immer wieder die leise Sorge, sie könnten den ruinierten Vater letzten Endes doch zum Mörder machen. Das wäre gewohnheitsmäßig der übliche Preis für die kritische Darstellung der gegenwärtigen Verhältnisse gewesen.

Aber der war's am Ende tatsächlich nicht. Ich bin begeistert. Allerdings glaube ich auch nicht, dass eine von Antidepressiva Zugedröhnte den Mord begeht (der übrigens als Totschlag angeklagt werden dürfte, hätte sich alles real abgespielt).

Pressespiegel zum Tatort

Max Aram, Monday, 13.09.2010, 11:50 (vor 5601 Tagen) @ Kurti

War klar, dass eine Frau von der Darstellung genervt ist:
http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~EDD7FBC4E44584775BE569EEA59CDD1A5~ATpl~Ecommon~Scontent....

Die Augsburger Allgemeine findet's gut:
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Aus-aller-Welt/Artikel,-Tatort-Koeln-Sonntag-Kritik-Schmale-Schu...

Indifferent bis positiv äußert sich der "Stern"
http://www.stern.de/kultur/tv/tv-kritik-tatort-die-truemmer-der-liebe-1602400.html

Auch die BM traut sich nicht, Partei zu ergreifen
http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article1394577/Starkes-Duo.html

Der Rest (WON, Focus, Zeit, SPON) hat wohl noch nicht ausgeschlafen...

Noch einer, diesmal Lokalpresse

Max Aram, Monday, 13.09.2010, 12:29 (vor 5601 Tagen) @ Max Aram

Die BNN (Badische Neueste Nachrichten, nach bösen Zungen Biedermeiers Neueste...) haben heute auf der Fernseh-Seite ebenfall eine Kritik veröffentlicht, die hier im Wortlaut wiedergegeben ist. Meines Wissens - aufgrund längerer Beobachtung der Schreibe - steckt hinter dem Kürzel bawa eine Frau.

Zerbrechliche Familien

„Tatort: Schmale Schultern“ (So., ARD): Die heile Familie war stets eine Illusion. Doch so unheil, wie sie heute allein statistisch gesehen erscheint, war sie noch nie. Inzwischen zerbricht fast jede zweite Ehe, und die Kinder sind die Leidtragenden, wenn sich die Eltern kein gutes Wort mehr geben können. Regisseur Christoph Schnee hat in seinem Kölner „Tatort“ also ein aktuelles Szenario entworfen, das zwar mit seiner tödlichen Konsequenz etwas überdramatisiert wirkte, aber die einzelnen Spielelemente waren dem Leben abgeschaut. Claudia und Jens Otten (Nina Petri und Pierre Besson) sind geschieden. Sie sitzt im ehemals gemeinsamen Haus und erzieht mehr schlecht als recht die Kinder, schluckt frustriert Tabletten, verweigert jede außerhäusliche Tätigkeit und ruiniert systematisch ihren Ex. Als er mit einer Freundin ein neues Leben anfangen will, bringt sie diese um. Das ist schon schlimm genug, aber Claudia macht ihre 15-jährige Tochter Laura (Michelle Barthel) zur Mitwisserin.
Auch die Eltern von Lauras Freund Patrick gehen eigene Wege, weil der Vater sich einen folgenschweren Seitensprung leistete, und Kommissar Schenk (Dietmar Bär), ein Mann mit klaren Vorstellungen von Ehe und Treue, hadert mit seiner Tochter, weil sie einen windigen Surflehrer an Land gezogen hat. Wieder einmal profilierte sich der Krimi aus Köln als sozialkritisches Stück. Das ist zwar anstrengend, aber diese 90 Minuten über die Erosion von Familien transportierten nicht nur spannende Unterhaltung, sondern schmerzliche Wahrheiten. bawa

Kölner "Tatort" fesselt 9 Millionen Zuschauer

Mulher, Monday, 13.09.2010, 12:35 (vor 5601 Tagen) @ Kurti

Der Sonntag in der MEEDIA-Quotenanalyse

Der dramatische "Tatort" war am Sonntag das Maß der Dinge im Fernsehpublikum. 9,20 Mio. sahen den Kölner Krimi, darunter 2,78 Mio. 14- bis 49-Jährige. Das entspricht Marktanteilen von 26,7% und 18,7%, sowie Tagessiegen in beiden wichtigen Zuschauergruppen. Insgesamt gewann der Krimi vor der 20-Uhr-"Tagesschau" und dem Formel-1-Rennen, im jungen Publikum kamen dem ARD-Krimi der ProSieben-Blockbuster "Krieg der Welten" und die Sat.1-Serie "The Mentalist" am nächsten.

http://meedia.de/fernsehen/tv-quoten.html

Das ist doch keine schlechte Nachricht, oder?

Tatort Nummer 771: "Schmale Schultern" (D 2010) in der Mediathek

Christine ⌂, Monday, 13.09.2010, 13:28 (vor 5601 Tagen) @ Kurti

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5374656

Allerdings kann der nur zwischen 20:00h - 06:00h gesehen werden. Begründung:

Diese Sendung ist für Jugendliche unter 12 Jahren nicht geeignet.

Was soll man dazu schreiben, hier könnten Kinder fürs Leben lernen und dürfen es nicht. Allerdings wage ich zu bezweifeln, das sich Kinder unter 12 Jahren für einen Tatort und explizit für dieses Thema so sehr interessieren, das sie sich diesen über die Mediathek anschauen würden.

Gruß - Christine

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Kölner "Tatort" fesselt 9 Millionen Zuschauer

Bombe 20, Monday, 13.09.2010, 21:54 (vor 5601 Tagen) @ Mulher

9,20 Mio. sahen den Kölner Krimi, darunter 2,78 Mio. 14-
bis 49-Jährige. Das entspricht Marktanteilen von 26,7% und 18,7%, sowie
Tagessiegen in beiden wichtigen Zuschauergruppen.

Ich verstehe nicht, warum diese "werberelevante Zielgruppe" (14 bis 49 Jahre) immer noch erwähnt wird. Es ist doch längst bekannt, daß sie seinerzeit von Leo Kirch erfunden wurde, um RTL plus in den Quoten besser dastand.

Die logische Fortführung dieser Denkweise (die übrigens eh nicht auf Daten beruht, wenn man die Kaufkraft der heutigen Rentner bedenkt) wäre doch, bei der Quotenberechnung die Männer komplett auszublenden - schließlich werden doch 80% der Ausgaben von Frauen getätigt. Ich wäre nicht überrascht, wenn zumindest die "gendersensible" Angabe der Zuschauerzahlen in Zukunft häufiger käme.

Tatort Nummer 771: "Schmale Schultern" (D 2010)

Dummerjan, Tuesday, 14.09.2010, 08:55 (vor 5600 Tagen) @ Kurti

Hat jemand von Euch gerade den Kölner Tatort auf ARD gesehen?

Ja:
Zitat
Haben Sie denn kein Auto?
Was denken Sie? Ich bin geschieden. Beides geht nicht.

Kölner "Tatort" fesselt 9 Millionen Zuschauer

Oliver, Tuesday, 14.09.2010, 09:09 (vor 5600 Tagen) @ Bombe 20

wäre doch, bei
der Quotenberechnung die Männer komplett auszublenden - schließlich werden
doch 80% der Ausgaben von Frauen getätigt. Ich wäre nicht überrascht, wenn
zumindest die "gendersensible" Angabe der Zuschauerzahlen in Zukunft
häufiger käme.

Ist doch längst der Fall.
Die Weiberzentriertheit von TV-Programmen ist nicht mehr auszuhalten.
Übel auch die Werbeinhalte, wo fast nur noch Frauen angesprochen werden!
Selbst Frauen können ihre falsch-blonden Geschlechtsgenossinnen nicht mehr sehen.

*TV-abschalten*
Hirn-einschalten!
;-)

--

Liebe Grüße
Oliver


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