Neues vom Gender-Wahnsinn - man glaubt es kaum
Die Entmannung unserer Sprache
Ist unsere Sprache sexistisch? Werden Frauen durch Wörter wie "Studenten", "Besucher" und "Fußgänger" diskriminiert? Müssen wir das Deutsche einer Geschlechtsumwandlung unterziehen? Einige Bürokraten verlangen dies tatsächlich, vor allem in der Schweiz.
Als ich am vergangenen Freitag in der Zeitung blätterte, blieb ich an einem Artikel über Amtsstubendeutsch hängen und habe mich prompt an meinem Kaffee verschluckt. Darin wurde über die Arbeit einer Schweizer Nationalrätin berichtet, die sich seit Jahren energisch dafür einsetzt, die Amtssprache so geschlechtsneutral wie möglich zu gestalten.
Mit Erfolg, wie sich zeigte. Denn in diesem Sommer hat die Stadt Bern einen "Sprachleitfaden für die Stadtverwaltung" herausgebracht, der die Vermeidung geschlechtsspezifischer Wörter vorschreibt. Anstelle von männlichen Personen- und Berufsbezeichnungen wie "Arbeiter", "Kunde", "Fußgänger" und "Besucher" solle man neutrale Begriffe wie "Arbeitende", "Kundschaft", "Passanten" und "Gäste" verwenden. Ähnliche Bestrebungen kennt man ja bereits von unseren Universitäten, an denen es laut offizieller Sprachregelung keine Studenten mehr gibt, sondern nur noch Studierende.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,716239,00.html
Die sind vollkommen wahnsinnig.
Und was ist an Passanten und Gäste neutraler als an Fußgänger und Besucher?
"Der Passant/Fußgänger" und "der Gast/Besucher", oder?
"Die Passierenden" oder "die Besuchenden" war wohl selbst diesen Gestörten zu krass.
Wörter, die das erkennbare Wort "Mann" enthalten, stehen auf der Berner Abschussliste ganz oben: Aus "Mannschaft" wird "Gruppe" (oder auch - um mal ein deutsches Wort zu nehmen: "Team"). In die Verlegenheit, die Fußballnationalmannschaft in "Fußballnationalgruppe" umbenennen zu müssen, kommen die Schweizer zum Glück nicht, da diese für sie ohnehin nur die "Nati" ist, was sie "Nazi" aussprechen, was für uns Deutsche wiederum bisweilend irritierend ist. Da die Berner Stadtverwaltung ganz bodenständig denkt und sich nicht anschickt, nach den Sternen zu greifen, brauchte sie sich auch kein Ersatzwort für "bemannte Raumfahrt" auszudenken. Was wäre dabei herausgekommen? "Bemenschte Raumfahrt"?
(...)
Mit all dem könnte man leben, gingen die Ideen der Sprachkastrationsbeauftragten nicht noch weiter: Auch die Wörter "Mutter" und "Vater" seien zu vermeiden, da diese "zu geschlechtsspezifisch" seien. Anstelle von "Vater" oder "Mutter" solle man "der Elternteil" oder "das Elter" schreiben.
(...)
Wenn die Gender-Diskussion weiter vorangetrieben wird, kommt es womöglich irgendwann dazu, dass die Schweizer ihre Neutralität auch im Landesartikel verankert sehen wollen und von oberster Stelle verfügt wird: Ab sofort heißt es "das Schweiz".
Ich finde, wer so was verbockt wie diese Genderisten, ist bei der Müllabfuhr sinnvoller eingesetzt. Der geschlechtersensible, aber bislang noch nirgends vorgeschriebene Begriff "Müllleute" statt "Müllmänner" sollte schließlich mit Leben erfüllt werden.
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![[image]](http://www.bilder-hochladen.net/files/bil5-1m.gif)
Dazu passt: "Mama" und "Papa" bald verboten?
Moin Imageberater,
in die gleiche Kerbe haut auch die MoPo aus Hamburg:
EU TOTAL VERRÜCKT
03.09.2010
Mama und Papa bald verboten?
VON STEFANIE MONIEN
Wie viel Zeit muss man – pardon: mensch – eigentlich haben?! Der Europarat in Straßburg will den Sexismus bekämpfen und dieses an sich hehre Ziel durch die Einführung einer geschlechtsneutralen Sprache schaffen.
So gilt manchem Eurokraten schon das gute alte Wort „Mutter“ als zu geschlechtsspezifisch, weshalb Mutter (und der Vater gleich mit) durch den bizarren Begriff „Elter“ ersetzt werden soll.
Quelle: http://www.mopo.de/2010/20100903/deutschland-welt/panorama/mama_und_papa_bald_verboten.html
Mit einem wunderhübschen Foto:
![[image]](http://images2.mopo.de/bilder/printbild/2010/20100902/8a4deaa0_eyecatch.jpg)
Irrsinn pur!
Gruß vom Leser