Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Buch des Jahres 2010: "Der Männerversteher: Die neuen Leiden des starken Geschlechts"

Leser, Wednesday, 08.09.2010, 01:25 (vor 5606 Tagen)
bearbeitet von Leser, Wednesday, 08.09.2010, 01:44

Moin,

gerade bei Arne, hinter seinem Schreibtisch gefunden:

Derzeit scheint es pro Jahr mindestens ein Buch zu geben, das die männerpolitische Debatte entscheidend voranbringt. War es 2008 Professor Walter Hollsteins "Was vom Manne übrig blieb" und 2009 die von Paul-Hermann Gruner und Eckhard Kuhla herausgegebene Anthologie "Befreiungsbewegung für Männer", überzeugt in diesem Jahr Dr. Matthias Stiehler mit "Der Männerversteher". Sein Buch liefert den Schlüssel dafür zu begreifen, warum die Geschlechterdebatte so geführt wird, wie es gegenwärtig der Fall ist. ...

Und der Kernsatz dazu:

... Maaz zufolge stellt Stiehlers Buch "das Bemühen von Männern, sich endlich selbst gut zu verstehen, in den Mittelpunkt. (...) Bieten sich Männer hingegen als 'Frauenversteher' an, handelt es sich meistens um 'Mutterbediener', die immer noch um die nie erhaltene Zuwendung betteln." Damit ist bereits eine der Kernthesen dieses Buches deutlich geworden. ...

Tja, so mag es den Grünen Männern mit ihrem "Memmenfest" wohl mit der großen Mutti Renate Künast gehen - ist ja auch ein bisschen "streng", die alte Dame. Ob die Gute allerdings NRW-Muddi Sylvia Löhrmann aka "Plärrfrau" bzw. solche Exemplare wie Claudia Roth substituieren kann (oder möchte), sei mal dahingestellt. Da bin ich doch lieber toth als roth ;-)

Wie auch immer, das Buch gibt es hier: Der Männerversteher

Danke für den Hinweis @Arne

Leser

Leiden der Liebdienerei.

IM Rosenbaum, Wednesday, 08.09.2010, 03:25 (vor 5606 Tagen) @ Leser

Wenn Stiehler da man nicht beschreibt, was auch Arne Hoffmann kennzeichnet, nur dass Hoffmann zwar das Prinzip "Mutterbediener" in den Herrschaftsstrukturen zwischen Mann und Frau erkennt, aber nicht im Geringsten, dass er dieses Prinzip nur unter anderer Flagge und Vorzeichen in seiner sonstigen Anerkenntnis des politischen Mainstreams der Massenmedien verfolgt.

Seine eindeutige Arbeit hinter seinem Schreibtisch, um in der Integrationsdebatte - aber auch in seiner Haßliebe zu Broder und anderen libertär-konservativen - Moslems respektive deren Integrationsdefizite von jeder Evaluation und Kritik freizustellen und mit latenter Abneigung gegen die Israelis zu argumentieren, verweist auf einen links-sozialisierten Fixationspunkt in seinem Denken.

Nichtsdestotrotz ist natürlich das Buch von Stiehler interessant und die Zusammenfassung von Hoffmann hilfreich.

Leiden der Liebdienerei.

Müller (n. e.), Wednesday, 08.09.2010, 03:51 (vor 5606 Tagen) @ IM Rosenbaum

"Wenn Stiehler da man nicht beschreibt, was auch Arne Hoffmann kennzeichnet, nur dass Hoffmann zwar das Prinzip "Mutterbediener" in den Herrschaftsstrukturen zwischen Mann und Frau erkennt, aber nicht im Geringsten, dass er dieses Prinzip nur unter anderer Flagge und Vorzeichen in seiner sonstigen Anerkenntnis des politischen Mainstreams der Massenmedien verfolgt."

Das ist hier aber nicht Thema.

.

Woll.

IM Rosenbaum, Wednesday, 08.09.2010, 06:07 (vor 5606 Tagen) @ Müller (n. e.)

Das ist hier aber nicht Thema.

Auch das ist das Thema. Glaubwürdigkeitslücken sind immer Thema.

Buch des Jahres 2010: "Der Männerversteher: Die neuen Leiden des starken Geschlechts"

Männerbeauftragter, Wednesday, 08.09.2010, 08:51 (vor 5606 Tagen) @ Leser

Kurzbeschreibung
Wann ist ein Mann ein Mann? Männer sterben im Durchschnitt deutlich früher als Frauen. Verhielte es sich umgekehrt, würde dieser Sachverhalt nicht so stoisch hingenommen werden. Eine geringere Lebenserwartung von Frauen wäre ein unwiderlegbarer Beweis für ihre Benachteiligung in unserer Gesellschaft. Warum wird dies bei Männern anders gesehen? Im antiken Rom genossen Darstellungen des Gottes Priapus hohes Ansehen. Das waren zumeist kleine Figuren, lediglich mit einem Hemd bekleidet, unter dem ein erigierter Penis hervorragte. In unserer aufgeklärten Gegenwart gibt es keine vergleichbare Alltäglichkeit und Offenheit eines erigierten Penis. Zufall? Oder symptomatisch dafür, wie unsere Gesellschaft Männlichkeit und männliches Selbstbewusstsein bewertet?

Der Männerforscher Matthias Stiehler setzt sich mit den verschiedenen, häufig widersprüchlichen Erwartungen auseinander, die heute an einen Mann gestellt werden. So wird männliche Potenz weiterhin erwartet, zugleich aber soll sie domestiziert, rücksichtsvoll und sanft sein. Und er macht Vorschläge, wie Männer wieder zu einem positiven Selbstverständnis ihrer Geschlechtsidentität finden können.
Über den Autor
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Dr. Matthias Stiehler, geb. 1961, ist psychologischer Berater im Gesundheitsamt Dresden. Er ist Mitgründer des bundesweiten Netzwerks Männergesundheit und gehört zur Redaktionsleitung des wissenschaftlichen Journals für Männergesundheit Blickpunkt Der Mann. „Für Herausragende Leistungen im Kampf gegen HIV und AIDS“ erhielt er im Jahr 2008 die Sächsische Ehrenmedaille.

auch bei "eigentümlich frei"

jens_, Wednesday, 08.09.2010, 23:19 (vor 5606 Tagen) @ Leser

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