Bis das der Profit uns scheidet
Der Bund fürs Leben als Kosten-Nutzwert-Analyse! Henrik Ankenbrand bemüht Ökonomen, die dem Streit der Geschlechter neues Kanonenfutter lieferten. Wer von der Ehe profitiere, wer die höchste Glücksdividende (sic!) einführe: all das würden Wirtschaftler nun analysiert und ausgewertet haben. Und siehe da: die Ehe ist ein Männergenesungswerk, eine Institution, an der sich Männer bereichern, weil Frauen viel fürsorglicher auf des Gatten Wohl achten, als das andersherum der Fall ist.
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Man muß die Ehe gar nicht romantisch verklären, um eines festzuhalten: trägt man den Wettbewerb in die Ehe, spricht man von Ehegewinnern und -verlierern, von Dividenden und partnerschaftlichen Anreizen, so befördert das nicht eine Debatte auf gleicher Augenhöhe: das spaltet, hetzt auf, schafft Nebenfronten.
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