Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wahrnehmung

__V__, Bavaria, Sunday, 05.09.2010, 17:57 (vor 5609 Tagen) @ Kurti

Gestern auf der Leserbriefseite der österreichischen "Kronenzeitung"
gefunden. Verfasst von einem weiblichen Führungsmitglied der in Wien
ansässigen "Aktion kritischer Schüler(innen)". Die Betonung liegt auf
"Schüler(innen)".

Somit ist klar, wer Dir gerade welche Information zukommen lässt!

"Die neue Studie von Schneeweis und Zweimüller vom Institut für
Volkswirtschaftslehre an der JKU Linz beweist eine Tatsache, die schon
länger bekannt ist: Die Förderung von Mädchen in naturwissenschaftlichen
Fächern in der Schule lässt zu wünschen übrig. Seit geraumer Zeit weiß man,
dass Mädchen weniger Aufmerksamkeit im Unterricht seitens der Lehrpersonen
geschenkt wird. In den naturwissenschaftlichen Fächern kommen die
traditionellen Rollenbilder noch deutlicher zum Vorschein; was die
Schulwahl und spätere Berufswahl von Frauen entscheidend beeinflusst. Um
diese Rollenbilder aufzubrechen, ist das gezielte Entgegensteuern die
einzige Möglichkeit. Insofern ist punktuell getrennter Unterricht in
naturwissenschaftlichen Fächern zu begrüßen, was natürlich nicht heißt, das
Prinzip der Koedukation, die ja bekanntlich einen entscheidenden Erfolg der
Frauenbewegung darstellt, aufzugeben."

Schneeweis und Zweimüller sagen mir in ihrer Studie was?
... Also, in Märchenbücher werden die Namen nicht besser gewählt.
Aber sei's drum. Bei dem Fall Sarrazin wunder ich mich auch nicht ob des Namens! :) Und Studien werden nunmal auch dafür gemacht, um Meinungen zu bilden. Deshalb ist es immer wichtig zu schauen, wer welche Studien gerade macht. Und in diesem Fall ist doch klar, ... Egal.

Weiter:>

Jedes Mal, wenn ich so etwas lese, dann sinkt mein Optimismus sehr, was
das baldige Ende des Feminismus betrifft, welches von einigen hier im Forum
ja schon ein paar Mal ausgerufen wurde.

Zum Einen ist Optimismus nicht die höchste Form des Glücks, zum Anderen gibt's ebenso Anzeichen, dass es zum Niedergang kommen wird - wenn auch vielleicht zu einem geregelten (was mir persönlich ein bißchen leid täte bzgl. irgendwelcher offenen Rechnungen).

Such dir aus, was Du willst: einen geregelten Niedergang, einen brachialen Sieg des Maskulismus, einen Niedergang im Allgemeinen. Such Dir aus, was Du willst, und konzentriere Dich darauf.
Ist wie im Moment eines Autounfalls. Jeder kennt das mindestens von Erzählungen. Wenn Du von der Straße abkommst, dann schau nicht auf den Baum, der auf Dich zukommt, sondern neben hin.
In Deinem, bzw. unserem Falle:
Schau nicht auf den Feminismus, wenn Du drohst von Deiner Straße abzukommen.

Seine Gedanken zu beeinflussen - ich weiß ich weiß, ein schwieriges Thema ... entweder drogenverseucht, oder buddha-blabla, aber auf keinen Fall seriös! - geht besser, als man sich vorstellen mag im ersten Moment.
Und wenn man sich damit erstmal beschäftigt, kommt man schnell auf eine Ebene, wo man z.B. anfangen könnte, Hobby-Zauberer zu werden. Oder Filmemacher. Oder ...
Unsere Wahrnehmung, und mit ihr unsere Gefühle, sind nämlich gar nicht so mystisch, wie sich manch einer vielleicht vorstellen mag.
Unsere Wahrnehmung via fünf Sinne ist schon mal ganz klar an physikalische Grenzen gebunden. Ein Reiz kann z.B. nur mit einer Geschwindigkeit (egal welcher) übertragen werden. Usw.
Und Gedanken sind ebenso an bestimmte Dinge festgebunden, welche ihren Ursprung in der Reizübertragung unserer fünf Sinne haben.
Erklär mal jemanden Schnee, der noch nie Schnee gesehen hat. Meinst Du, dass er ähnliche Bilder im Kopf haben wird wie Du, und damit ähnliche Gefühle verknüpfen wird?

Aber was ich eigentlich sagen wollt:
Willst Du mir mit Deinem sinkenden Optimismus den Wind auch aus meinen Segeln nehmen? Ich denk nicht.
Oder brauchst Du Zuspruch? Dann siehe z.B. hier. Aber auch das denke ich nicht.

Darf ich fragen, weshalb Du gerade Deinen Optimismus in Frage stellst?
In ein paar Wochen ist das Antifeministen-Treffen in Zürich - ich freu mich grad eher.

Gruß, Kurti

Gruß,
-Stefan

p.s.: Ich fahr von Ulm aus nach Zürich, wahrscheinlich mit'm Auto. Wenn jemand unterwegs zusteigen will? Väter werden kostenlos mitgenommen. Bzw. je nach Lebenssituation ist das Fahrgeld verhandelbar.

--
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Antifeminismus [image]
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