Wider dem Diktat der Mütterlichkeit
Elisabeth Badinter: Wider dem Diktat der Mütterlichkeit
2003 rief Elisabeth Badinter mit ihrem Buch Fausse Route* heftige Reaktionen hervor - sowohl positive als auch negative. Der Grund? In ihrem neuen Werk, dessen Titel wörtlich als "Der falsche Weg" übersetzt werden kann, erklärte die Philosophin, dass sich die Feministinnen mit ihrer viktimistischen Methode getäuscht haben, indem sie die Frauen zu hilflosen Opfern degradiert haben. Madame Badinter zufolge haben sie damit ein negatives Bild der Männer konstruiert und diese als blose Frauen-Peiniger dargestellt.
Ihrer Meinung nach führt dieser Andrismus (Männerhass) bei den Männern nur zu einer ablehnenden Haltung dem Feminismus gegenüber - oder zu Angst: Diese super woman, die die Macht haben, Leben zu schenken, und gleichzeitig finanziell, wirtschaftlich und politisch Macht erringen, sind in Madame Badinters Augen eine Bedrohung für die gesellschaftliche Einheit.
Frauen und Männer sind sich ähnlich
Elisabeth Badinter hat eine Ähnlichkeitstheorie entwickelt: Ihr zufolge sind Männer und Frauen quasi identisch. Die Charakteristika, die man ihnen zuschreibt - Sanftheit für Frauen, Brutalität für Männer - sind Konstrukte unserer kollektiven Vorstellung:
"Immer wenn man unsere Unterschiede über unsere Gemeinsamkeiten stellt,
hat man es mit einem Prozess der Konfrontation zu tun."
http://www.gofeminin.de/gesellschaft/elisabeth-badinter-feministin-d15436c227908.html
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Liebe Grüße
Oliver
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