Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kommentar-Auszug von Mamblog ("boese Muetter")

jens_, Tuesday, 24.08.2010, 16:04 (vor 5620 Tagen)

ttp://anonym.to?http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/11755/sind-bose-mutter-die-besseren-mutter/

Beim lesen feministischer Blogs - diesmal Mamablog - hab ich mal ein kurzes Best of (oder Worst of?) der Kommentare zusammengestellt:

LiMa sagt:
18. August 2010 um 13:50
Mir ist meine Schule wichtig. Ebenso meine Arbeit. Und die Tatsache, dass ich finanziel unabhängig für meinen Sohn sorgen kann (mit Alimenten, die ich regelmässig erhalte).

Ein Widerspruch in sich: die AE Mutter kann nur fuer ihren Sohn sorgen, weil sie den Kindesvater finanziell ausquetscht (also von ihm abhaengig ist).

Aber ich muss mich auch vielerorts erklären, warum ich jetzt - nach der Trennung - auch noch eine Schule begonnen habe... Ganz einfach darum, weil es für mich so richtig war. Und auch, weil ich weiss, dass mein Sohn ein kleiner, gesunder, starker, mutiger Indianer ist, der mir mitteilen würde, wenn die Situation für ihn zu belastend wäre.

Der Sohn muss also den Stress und die fehler seiner Mutter kompensieren - armer Junge!

Nun folgt ein "Das boese Patriarchat ist Schuld"-Schlagabtausch zwischen Gloebetrotterin und Pippi:

Globetrotterin sagt:
11. August 2010 um 19:55
Natürlich geht dieser Mutterterror vom "bösen Patriarchat" aus. Leider, leider gibt es viel zu viele patriarchal sozialisierte Frauen, denen die Dogmen des Patriarchats in Fleisch und Blut übergegangen sind. Das sie mit ihrer - einer patriarchalen Gehirnwäsche entsprungenen - Einstellung den Männern in die Hände spielen und dabei ihr eigenes Geschlecht verraten, wollen solche Frauen einfach nicht wahrhaben. Wozu sonst - ausser die Frauen aus dem Berufsleben zu verdrängen - sollen denn diese übertriebenen Forderungen an die "gute Mutter" dienen? Dem patriarchalen Mutterbild und einer eigenen Karriere zu entsprechen, überfordert früher oder später jede Frau, was auch ganz normal ist. Wieso spricht hier niemand von den "bösen" Vätern, die ihre Kinder tagsüber voll und ganz im Stich lassen und sich ausschliesslich um ihre Karriere kümmern?

Pippi Langstrumpf sagt:
11. August 2010 um 21:15
@Globetrotterin
Sehr schön, wie Sie das Problem "usbeindlet" haben, leider sind auch moderne und unabhängige Frauen oft noch gefangen in altertümlichen Vorstellungen. Wenn sie alte Rollenbilder ablehnen, dann nur um den Preis des schlechten Gewissens, also wird kompensiert, erwerbstätig sein ja, aber nur bei gleichzeitiger Übererfüllung der mütterlichen Pflichten, bei solchen Ansprüchen kommt irgendwann jede ins Schleudern. Vor allem setzt es nicht nur die Mütter unter Stress, sondern auch die Kinder, die haben gefälligst gelungen zu sein, weil Misserfolge sonst unweigerlich auf die Mutter zurückfallen. Die dreitausendjährige Geschichte des Patriarchats lässt sich nicht in zwei Generationen aufarbeiten, wir stehen erst am Anfang, Frauen UND Männer.

Offensichtlich aeltere Emanzen der Generation Emma mit einem latenten Maennerhass. Die Beitraege lohnen sich glaube ich nicht weiter zu kommentieren. Ich hab sie nur kopiert, da ich diese Denkweise fuer representativ halte fuer Emanzen der fruehen Stunde.

Globetrotterin sagt:
11. August 2010 um 23:26
Wir Frauen wollen die Hälfte der Welt - dafür geben wir den Männern die Hälfte von Kinder- und Hausarbeit. Ist doch fair, oder nicht?

Ob mit "die Hälfte der Welt" auch Obdachlose, Soldaten, Schwerindustrie, etc. gemeint ist? Vermutlich moechte die Dame nur die Filetstueckchen der Gesellschaft und erpresst die Maenner mit ihren Kindern.

Globetrotterin sagt:
13. August 2010 um 17:25
Wenn ich mich nicht zum Kommentar von M. Zufferey äussere, heisst das nicht, dass ich ihm zustimme oder dass mir die Argumente ausgehen würden. Seine Meinung und Einstellung habe ich bereits in anderen Foren gelesen. Sich mit Männern dieser Sorte auseinanderzusetzen, bringt einfach nichts und ist auch nicht notwendig. Solche Fossilie werden glücklicherweise demnächst auch ohne meine Hilfe aussterben, weil sie überflüssig sind. Mit Überflüssigem kennt die Evolution bekanntlich kein Erbarmen.

Mal wieder ein chauvinistischer Beitrag von Gloebetrotterin, der wohl aus einem Mangel an Argumenten entstand. Und nebenbei zeigt die niedrige Geburtenrate von Feministinnen wer "ueberfluessig" ist und "aussterben" wird (um mal ihre Wortwahl beizubehalten).

Luise sagt:
12. August 2010 um 13:50
Zurück zum Thema "Böse Mütter": Als meine Kinder klein waren, kritisierten mich andere Mütter und vor allem auch kinderlose Frauen. Sie fanden, ich sei "böse" mit meinen Kindern weil ich beispielsweise mein Recht, ein Gespräch zuende zu führen oder andere Bedürfnisse unter Umständen heftig verteidigte. Das tat ich mit Brüllen, Drohen oder auch einmal einer Ohrfeige als ich mich tyranniiert fühlte.

So viel zum Thema weibliche Sozialkompetenz: Wenn Mutti etwas nicht passt schreit und schlaegt sie um sich. Vermutlich ist das die gleiche Sorte Muetter, die Maenner von vornherin Erziehungsqualitaeten oder Empathie absprechen...


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