Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Spiegel: Die neuen Deutschen

Joachim, Niedersachsen, Tuesday, 24.08.2010, 16:00 (vor 5620 Tagen)

Spiegel-Online: Die neuen Deutschen, 23.08.10, Auszug:

Für die große Mehrzahl der Deutschen ist Ursula von der Leyen die politische Idealfrau. Wenn man sie selbst nach einer wichtigen moralischen Instanz gefragt hätte, dann hätte von der Leyen - neben Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker - den Namen einer Frau genannt: "Alice Schwarzer. Sie ist eine Frau von Format und mit Charisma. Sie hat einen geraden Lebensweg, der sicherlich nicht leicht war. Aber sie stand für ihre Sache schon in den Siebzigern, als das schwierig war. Das imponiert mir."

Und mit ihr 38 Prozent der Deutschen. Das ist neu. Eine Emanze, die Buhfrau der Ära Helmut Kohl, steht heute mehr für gute neue Werte als der Altkanzler Gerhard Schröder oder der Spitzenbanker Josef Ackermann. Das Ansehen von Alice Schwarzer ist auch bei CDU-Stammwählern kaum weniger hoch als im deutschen Durchschnitt (35 Prozent) und in fast gleichem Maß verbreitet in Ost und West.

Ein Spitzenpolitiker muss wie Alice Schwarzer in der Lage sein, jedes noch so heikle Dilemma in drei Minuten zu benennen. Und seine Entscheidung zu begründen und den Zuhörer mit dem Gefühl entlassen, dass er in guten Händen ist. Alles in allem maximal eine Viertelstunde. Es geht um das, was die Amerikaner "explainer in chief" nennen. Daran mangelt es in der Bundespolitik.

Passt alles. Ich weiß vieles, woran es "in der Bundespolitik mangelt"-aber die Ministerpräsidententochter und Studienabbrecherin gehört nicht dazu, von der Sorte ist eine schon zuviel.

Link

jens_, Tuesday, 24.08.2010, 16:05 (vor 5620 Tagen) @ Joachim

mal wieder der vollstaendigkeit halber: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,713293,00.html

Die feministischer Gehirnwaesche war also doch erfolgreich! (kt)

jens_, Tuesday, 24.08.2010, 16:07 (vor 5620 Tagen) @ Joachim

kt

Solche ein Satz gibt mir auch sehr zu denken!

TMerten, Tuesday, 24.08.2010, 17:13 (vor 5620 Tagen) @ Joachim

Zitat aus dem Beitrag: "Oder: Wir müssen in diesen Krieg ziehen. Es wird Opfer geben. Wir werden Fehler machen. Aber es ist notwendig."

Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen! Worauf bereiten die uns denn hier vor? Erst ein kleiner Satz, der förmlich eine Negierung moralisch verbietet. Dann kommt ein Schmähkommentar und in 2 Jahren räumen wir wieder Schlagbäume beiseite. Irgendwie habe ich bei einem solchen Satz ein seltsames Gefühl.

Erschreckender Bericht

Red Snapper, Tuesday, 24.08.2010, 18:01 (vor 5620 Tagen) @ Joachim

Wenn es stimmt, was der SPIEGEL schreibt, dann ist das in der Tat erschreckend.

Hier im Forum überwiegt ja die Meinung, der Feminismus liegt in seinen letzten Zügen und Männer verweigern sich, machen nicht mehr mit.

Die Zahlen sagen anderes. Offenbar ist es immer noch möglich, die Deutschen auf eine radikale Ideologie einzuschwören. Und (fast) alle machen mit.

Ein Grund mehr, rechtzeitig seine Auswanderung zu planen.

Erschreckender Bericht

roser parks, Tuesday, 24.08.2010, 18:16 (vor 5620 Tagen) @ Red Snapper

Wenn es stimmt, was der SPIEGEL schreibt, dann ist das in der Tat
erschreckend.

Der Spiegel hat immer mal wieder einige Artikel, da kann man nur sagen Propaganda oder eben solche Durchhalteartikel. Es geht bei diesen Artikeln eher darum das Beschriebene zu ereichen, denn das es schon so wäre.

Warum genießen ein 91-jähriger Kettenraucher...

Mulher, Tuesday, 24.08.2010, 18:39 (vor 5620 Tagen) @ Joachim

Warum genießen ein 91-jähriger Kettenraucher und

Als ich das gelesen habe, hätt ich schon wieder...
Muss man einem Menschen in dem Alter auch noch die Würde absprechen? Hätte man nicht einfach schreiben können Warum genießen ein 91-jähriger, ehemaliger Bundeskanzler und ...

Ohne weitere Worte.

Warum genießen ein 91-jähriger Kettenraucher...

Mulher, Tuesday, 24.08.2010, 20:03 (vor 5620 Tagen) @ Mulher

Schön, das mir das nicht alleine aufgestoßen ist:

ecua Heute, 11:18 #6
SPON hat den Bogen überspannt...

Helmut Schmidt mit einem 91jährigen Kettenraucher zu titulieren ist eine Beleidigung sondergleichen. Keiner hat die Probleme der Welt, Europas und Deutschland in den letzten Jahrzehnten besser dargestellt und analysiert. Es gibt keine andere moralische Instant.
Hiermit werde ich am Kiosk keinen Spiegel mehr kaufen.

Jettenbacher Heute, 11:24 #9
Lasst ihn doch endlich mal in Ruhe rauchen!

Ich glaube, es ist völlig unerheblich, ob Herr Schmidt Kette raucht, oder jeden Morgen Thai Ginseng einnimmt. Selbst als kettenrauchender Greis steht der noch meilenweit über all den anderen Polit- und Promikaspern.

"ohne weitere Worte" - definitiv! Aber jetzt noch ein paar Worte:

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 24.08.2010, 22:55 (vor 5620 Tagen) @ Mulher

Warum genießen ein ... Ex-Bundeskanzler ... und

Ja, warum ist Helmut Schmidt wohl mehr geachtet?

Helmut Schmidt stand für etwas, was heute kein Politiker mehr hat:

- Verantwortungsgefühl
- Ernsthaftigkeit
- Wahrhaftigkeit
- Würde

Auch andere Politiker hatten das, jedweder politischen Zugehörigkeit. Von der FDP über die CDU/CSU bis hin zur SPD. Die Grünen gab es damals noch nicht.

Da war das Zuschauen bei Bundestagsdebatten noch spannend. Da wurde inhaltlich diskutiert und da war es noch ehrlich; wesentlich ehrlicher und wahrhaftiger als heute, bei unseren Politeusen und Berufspolitikern.

Dann kam Helmut Kohl!

Und seine "geisti'ch morali'che Wende". Der Anfang vom Ende und parallel dazu die lieben "Grünen", mit Petra Kelly, Baldur Springmann und einem General im Marschgepäck.

Kohl, machtbesessen und verantwortungsvergessen hat viel kaputt gemacht
- mit seiner s.g. "Wende", dieser Wendehals. Sein "Mädsche", das Merkel haben wir heute noch an der Gurgel ob "Helles" Vermächtnis.

Danach ging es sukzessive bergab mit unseren Politikern und ihrer Akzeptanz beim s.g. Mündigen Bürger.

Die Generation Glaubhaftigkeit fand mit Björn Engholms Rücktritt von allen Ämtern und seiner Kanzlerkandidatur ein jähes(?) Ende.

Seitdem leben wir in der Agonie.

Nur, darüber spricht&schreibt der Spiegel nicht.
Kettenraucher sind ja auch polarisierender.

Fällt mir auch auf ;-)

"ohne weitere Worte" - definitiv! Aber jetzt noch ein paar Worte:

Marlow, Wednesday, 25.08.2010, 00:46 (vor 5620 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt


Helmut Schmidt stand für etwas, was heute kein Politiker mehr hat:

- Verantwortungsgefühl
- Ernsthaftigkeit
- Wahrhaftigkeit
- Würde

...Und Glaubwürdigkeit

kann es sein

kein name, Tuesday, 24.08.2010, 22:09 (vor 5620 Tagen) @ Joachim

dass die Befragten einfach nur Leute nennen, die ihnen aus der Boulevardpresse bekannt sind? Ich meine, Hape Kerkeling und Stefan Raab als moralische Vorbilder der Nation? Und Habermas dürften die meisten überhaupt nicht kennen, daher auch eins der Schlusslichter.

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