Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gleichberechtigung und Chancengleichheit

ray, Monday, 23.08.2010, 23:48 (vor 5621 Tagen)

Hallo, was mich mal persönlich interessieren würde, was ist für euch eigentlich Gleichberechtigung? Wann kann man sagen, dass Männer und Frauen gleich berechtigt sind?

Ich persönlich würde diesen Begriff lieber mit "Chancengleichheit" umschreiben. In einem Wettbewerb sollte jeder eine faire Chance erhalten, diesen zu gewinnen. Der Bessere soll gewinnen und nicht derjenige, der die besten Tricks auf Lager hatte. Offene aber auch versteckte Diskriminierungen sollten vorher beseitigt werden. Dann kann man auch von einem fairen Wettbewerb sprechen.

Gleichberechtigung und Chancengleichheit

wurst, Monday, 23.08.2010, 23:55 (vor 5621 Tagen) @ ray

Hallo, was mich mal persönlich interessieren würde, was ist für euch
eigentlich Gleichberechtigung? Wann kann man sagen, dass Männer und Frauen
gleich berechtigt sind?

Ich persönlich würde diesen Begriff lieber mit "Chancengleichheit"
umschreiben.

Das tun sie auch oft in der Politik. Hör nur mal den Grünen zu. Da fällt dieser Begriff ziemlich oft. Und meinen dann Gleichstellung. Die Grünen sind wirre Leutchen, die nix in der Birne haben. Man kann es nicht oft genug sagen. Gleichberechtigung sind gleiche Startbedingungen. Gleichstellung gleiche Ergebnisse. In der Praxis wird dies vermengt, und das ist auch so gewollt.

In einem Wettbewerb sollte jeder eine faire Chance erhalten,

diesen zu gewinnen. Der Bessere soll gewinnen und nicht derjenige, der die
besten Tricks auf Lager hatte. Offene aber auch versteckte
Diskriminierungen sollten vorher beseitigt werden. Dann kann man auch von
einem fairen Wettbewerb sprechen.

Um Tricks geht es doch gar nicht, sondern um formale Diskriminierung. Wenn das Geschlecht zum bestimmenden Kriterium wird, dann stimmt was nicht.

Gleichberechtigung und Chancengleichheit

Dampflok, Tuesday, 24.08.2010, 00:05 (vor 5621 Tagen) @ ray

Hallo, was mich mal persönlich interessieren würde, was ist für euch
eigentlich Gleichberechtigung? Wann kann man sagen, dass Männer und Frauen
gleich berechtigt sind?

Ich persönlich würde diesen Begriff lieber mit "Chancengleichheit"
umschreiben. In einem Wettbewerb sollte jeder eine faire Chance erhalten,
diesen zu gewinnen. Der Bessere soll gewinnen und nicht derjenige, der die
besten Tricks auf Lager hatte. Offene aber auch versteckte
Diskriminierungen sollten vorher beseitigt werden. Dann kann man auch von
einem fairen Wettbewerb sprechen.

Gleichberechtigung ist in der Tat Chancengleichheit. Nach dem Gesetz sind alle Menschen gleichberechtigt - theoretisch. Allerdings muß jeder Mensch seine Rechte auch selber nutzen und kann sich bei Halbtagsarbeit nicht darüber beschweren, daß der Vollzeit-Nachbar mehr Geld hat.

Das große Problem stellt der perfide gewählte Begriff "Gleichstellung" dar: Er suggeriert "Gleichheit" und Gerechtigkeit", ist aber eine totalitäre Gleichschaltung von Ungleichem, zu Lasten derjenigen die mehr leisten und sich mehr Mühe geben.

Der Maskulismus propagiert Gleichberechtigung, aber keine totalitäre, freiheitsbeschneidende "Gleichstellung".

Auch mit der "Diskriminierung" ist das so eine Sache: Jeder diskriminiert doch schon etwa bei de Partnerwahl. Die freie Entscheidung dürfen wir uns aber auch unter dem Vorwand der "Antidiskriminierung" nicht nehmen lassen; ich fürchte aber, daß genau das die Intention der "Anti-Diskriminierer" ist, Regeln, Regeln, Regeln, bis jeder Mensch wenn er nur piep sagt, wegen irgendwelcher Diskriminierungen oder politisch nicht korrektem Verhaltens kriminalisiert und "gemainstreamt" werden kann.

Animal farm: Alle Tiere sind gleich....

.

Gleichberechtigung und Chancengleichheit

Sandra L., Tuesday, 24.08.2010, 00:39 (vor 5621 Tagen) @ ray

Wann kann man sagen, dass Männer und Frauen gleich berechtigt sind?

Wenn es bei uns keine Gesetze mehr gibt die zwischen Männern und Frauen unterscheiden. Schließlich gibt es auch keine Gesetze die zwischen Schwarzen und Weißen unterscheiden.

Na, dann gibt es ja noch viel zu tun:

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 24.08.2010, 01:04 (vor 5621 Tagen) @ Sandra L.

Wann kann man sagen, dass Männer und Frauen gleich berechtigt sind?


Wenn es bei uns keine Gesetze mehr gibt die zwischen Männern und Frauen
unterscheiden. Schließlich gibt es auch keine Gesetze die zwischen
Schwarzen und Weißen unterscheiden.

Prima, dann fangen wir doch mal an, "Familienrecht" (ca.1000 Seiten), SGB II und das geheiligte Grundgesetz einander gegenüberzustellen und über die "Sinnhaftigkeit der Widersprüchlichkeiten in der Legeslativen" zu sprechen!

Deine Meinung dazu? (ernst gemeinte Frage, @Sandra L.)

Gleichberechtigung und Chancengleichheit

Borat Sagdijev, Tuesday, 24.08.2010, 02:32 (vor 5621 Tagen) @ Sandra L.

Wann kann man sagen, dass Männer und Frauen gleich berechtigt sind?


Wenn es bei uns keine Gesetze mehr gibt die zwischen Männern und Frauen
unterscheiden. Schließlich gibt es auch keine Gesetze die zwischen
Schwarzen und Weißen unterscheiden.

Was ist eigentlich mit Gesetzen die zwischen Jugendlichen, Kindern und Erwachsenen diskriminieren?

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Gleichberechtigung und Chancengleichheit

Nikos, Athen, Tuesday, 24.08.2010, 02:55 (vor 5621 Tagen) @ Borat Sagdijev

Ich, als Grieche, fühle mich diskriminiert, denn es gibt keine Feta im Parlament. Aber auch als ziemlich langer Mensch (1,87) fühle ich mich diskrimniert, denn ich muss mich länger hinbücken, wenn ein Kugeschreiber auf dem Boden gefallen ist. Ich fühle mich auch Chinesen gegenüber diskriminiert, denn ich kann kein chinesisch, weder schreiben noch lesen. Aber vorallem fühle ich mich deshalb diskriminiert, weil ich schon so viele Jahre lebe, und andere leben gar nicht mal so viele Jahre, andere wiederrum leben schon jetzt länger!

Was soll das?

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Sorry, habe das Steuerrecht und das BGB vergessen ;-)

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 24.08.2010, 03:05 (vor 5621 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Nichts für ungut; war mein Fehler!

Prima, dann fangen wir doch mal an, "Familienrecht" (ca.1000 Seiten), SGB
II und das geheiligte Grundgesetz
einander gegenüberzustellen und über die
"Sinnhaftigkeit der Widersprüchlichkeiten in der Legeslativen" zu
sprechen!

Deine Meinung dazu? (ernst gemeinte Frage, @Sandra L.)

Ok, nun haben wir also einen fast abgeholzten Wald für ein paar Gesetzestexte, die widersprüchlicher nicht sein können.

Nun, was meinst du dazu, @Sandra L.?

Wie erklärst du dir, die sich einander widersprechende Rechtssprechung im:

1. Familienrecht
2. SGB II
3. Grundgesetz
4. Steuerrecht
5. BGB

6. .. (ups, fast vergessen:) Strafgesetzbuch

<Fragezeichen>

Auf deine Antwort(en) gespannt wartend:

Ein Leser

Es muss ja einen Grund geben, warum die Hälfte aller weltweiten Gesetzestexte
aus diesem unserem Vater- oder Mutterland kommen; oder?

Gleichberechtigung und Chancengleichheit

Borat Sagdijev, Tuesday, 24.08.2010, 03:09 (vor 5621 Tagen) @ Nikos

Was soll das?

Willst du dich über Diskriminierung lustig machen?
Es ist eine wesentliche, überlebenswichtige menschliche Eigenschaft.
Sonst würde der Mensch ja auch nicht zwischen giftigen und ungiftigen Pilzen diskriminieren, ja eigentlich würde er alles in den Mund stecken wenn er Hunger hat.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Gleichberechtigung und Chancengleichheit

Nikos, Athen, Tuesday, 24.08.2010, 03:15 (vor 5621 Tagen) @ Borat Sagdijev

Was soll das?


Willst du dich über Diskriminierung lustig machen?

Ich will mich sehr über die derzeitige Auffassung von Diskrimnierung lustig machen. Nein, es ist nicht diskrimnierend, wenn ein Arzt mehr verdient als eine Aushilfssekräterin im Arztpraxis.

Und alle die anderen dämlichen "Diskriminierungen".

Über Giftpilze habe ich nichts gesagt.

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Sagt mal: Habt ihr eine "Vollmeise"? / fkT

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 24.08.2010, 03:20 (vor 5621 Tagen) @ Borat Sagdijev

morgen in der Märchenmannschaft:

Frauenhasser zerpflücken sich selbt

Wollt ihr das?

Nachtrag

Ex-Schüler, Tuesday, 24.08.2010, 03:23 (vor 5621 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

1. Familienrecht
2. SGB II
3. Grundgesetz
4. Steuerrecht
5. BGB

6. .. (ups, fast vergessen:) Strafgesetzbuch

Du hast noch 7. vergessen: Personenstandsgesetz (PStG)
Und 8. gibts da auch noch: "Dienstvorschriften der Bundeswehr" (Ein gesamtes Gesetzbuch des Hasses - nur für Männer!)

Ich will auch endlich mal in die Mädchenmannschaft!

Borat Sagdijev, Tuesday, 24.08.2010, 03:31 (vor 5621 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

morgen in der Märchenmannschaft:

Frauenhasser zerpflücken sich selbt

Wollt ihr das?

Wer zerpflückt denn gerade wen?
Also aus deiner Sicht.

--
Afrika hat Korruption?
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Ein Beispiel für Chancengleichheit

ray, Tuesday, 24.08.2010, 03:33 (vor 5621 Tagen) @ ray

Mal ein Beispiel, um es plastischer zu machen. Aber nicht aus dem Geschlechterbereich, sondern vom Sport. Angenommen es wird eine Meisterschaft im 100m-Lauf ausgeschrieben. Die besten melden sich, es werden Wettkampfregeln festgelegt, jeder muss von derselben Startlinie loslaufen, niemand bekommt einen Vorsprung zugesprochen. Der Wettkampf soll an einem Sonntag stattfinden. Nun melden sich einige Sportler und sagen, sie können nicht am Sonntag starten, weil sie sehr religös sind und keine Wettkämpfe bestreiten dürfen.

Für mich gehört es zur Chancengleichheit dazu, dass man sich gemeinsam auf einen anderen Tag verständigt. Weil das Ziel sollte sein, den besten 100m-Läufer zu finden und nicht durch bestimmte Regelungen einen Personenkreis quasi aus dem Wettkampfbetrieb auszuschliessen.

Das Elend der Gutmenschen!

Rote socke, Tuesday, 24.08.2010, 03:47 (vor 5621 Tagen) @ ray

Nun melden sich einige Sportler und sagen, sie können nicht am Sonntag
starten, weil sie sehr religös sind und keine Wettkämpfe bestreiten dürfen.

Kurz darauf melden sich andere Sportler und sagen, sie dürfen aus religiösen Gründen nur am Sonntag starten, weil sie sehr religös sind und an anderen Tagen keine Wettkämpfe bestreiten dürfen.

Schnapsidee

Borat Sagdijev, Tuesday, 24.08.2010, 03:49 (vor 5621 Tagen) @ ray

Mal ein Beispiel, um es plastischer zu machen. Aber nicht aus dem
Geschlechterbereich, sondern vom Sport. Angenommen es wird eine
Meisterschaft im 100m-Lauf ausgeschrieben. Die besten melden sich, es
werden Wettkampfregeln festgelegt, jeder muss von derselben Startlinie
loslaufen, niemand bekommt einen Vorsprung zugesprochen. Der Wettkampf soll
an einem Sonntag stattfinden. Nun melden sich einige Sportler und sagen,
sie können nicht am Sonntag starten, weil sie sehr religös sind und keine
Wettkämpfe bestreiten dürfen.

Der Winter kommt wenn er kommt, und nicht wenn einige sich warm angezogen haben.

Für mich gehört es zur Chancengleichheit dazu, dass man sich gemeinsam auf
einen anderen Tag verständigt. Weil das Ziel sollte sein, den besten
100m-Läufer zu finden und nicht durch bestimmte Regelungen einen
Personenkreis quasi aus dem Wettkampfbetrieb auszuschliessen.

Und als nächstes separate Wertungen für Sonntagsfaulenzer und Ganzwochenläufer, weil Ganzwochenläufer ja einen Trainingsvorteil haben?
Wird damit nicht eine unaufhaltsame Inflation der Regeln angefangen?
Und warum sollen sich die Meisten nach den selbst erfundenen Regelungen Einiger richten?
Ist das nicht purer elitarismus Einzelner?

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Das Elend der Gutmenschen!

ray, Tuesday, 24.08.2010, 03:51 (vor 5621 Tagen) @ Rote socke

Nun melden sich einige Sportler und sagen, sie können nicht am Sonntag
starten, weil sie sehr religös sind und keine Wettkämpfe bestreiten

dürfen.

Kurz darauf melden sich andere Sportler und sagen, sie dürfen aus
religiösen Gründen nur am Sonntag starten, weil sie sehr religös sind und
an anderen Tagen keine Wettkämpfe bestreiten dürfen.

Eigentlich war das nur ein Beispiel und man hätte auch hinschreiben können, dass sie am Sonntag ihre Hochzeit haben oder sonst irgendwas. Ich selbst bin Atheist, aber wenn andere einer Religiösität nachgehen, find ich das in Ordnung. Aber jetzt wirds OT.

GENIAL!!!! Darf ich das benutzen?

Nikos, Athen, Tuesday, 24.08.2010, 03:56 (vor 5621 Tagen) @ Borat Sagdijev


Der Winter kommt wenn er kommt, und nicht wenn einige sich warm angezogen
haben.

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Klar, hab ja keinen "Phrasenschutz" o.ä. [kT]

Borat Sagdijev, Tuesday, 24.08.2010, 04:04 (vor 5621 Tagen) @ Nikos

- kein Text -

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Das Elend der Gutmenschen!

Rote Socke, Tuesday, 24.08.2010, 04:06 (vor 5621 Tagen) @ ray

Eigentlich war das nur ein Beispiel und man hätte auch hinschreiben
können, dass sie am Sonntag ihre Hochzeit haben oder sonst irgendwas. Ich
selbst bin Atheist, aber wenn andere einer Religiösität nachgehen, find ich
das in Ordnung. Aber jetzt wirds OT.

Im Gegenteil, jetzt wird es interessant. Wie löst man so einen Chancengleichheitskonflikt auf, ohne die Chancengleichheit zu beschädigen.

Schnapsidee

ray, Tuesday, 24.08.2010, 04:10 (vor 5621 Tagen) @ Borat Sagdijev

Für mich gehört es zur Chancengleichheit dazu, dass man sich gemeinsam

auf

einen anderen Tag verständigt. Weil das Ziel sollte sein, den besten
100m-Läufer zu finden und nicht durch bestimmte Regelungen einen
Personenkreis quasi aus dem Wettkampfbetrieb auszuschliessen.


Und als nächstes separate Wertungen für Sonntagsfaulenzer und
Ganzwochenläufer, weil Ganzwochenläufer ja einen Trainingsvorteil haben?

Es soll die Leistung bewertet werden, nicht mehr und nicht weniger. Wenn jemand weniger trainiert, sind seine Chancen schlechter zu gewinnen. So ist das nunmal. Das weiss jeder im Sport. Die Leistung kann man aber nur messen, wenn alle Teilnehmer da sind. Wenn man wirklich den besten Sprinter rausfinden will, dann muss man auch jeden die faire Chance geben, am Wettkampf teilnehmen zu können. Das ist für mich Chancengleichheit.

Wird damit nicht eine unaufhaltsame Inflation der Regeln angefangen?

Nicht unbedingt. In unserem Verein ist es so, dass im laufenden Spielbetrieb eine Mannschaft um die Verlegung eines Spieles bittet, weil durch besondere Härtefälle Spieler ausgefallen sind. Nach den Regeln müssen wir dem nicht zustimmen. Aber uns geht es um den sportlichen Wettkampf, Punkte kampflos zu gewinnen hat nicht wirklich was befriedigendes. Ausserdem sind wir selbst in der Lage gewesen und andere haben einer Verschiebung zugestimmt. Der Staffelleiter sagt dann meist nur, wenn ihr euch beide geeinigt habt, dann verschiebt einfach das Spiel.

Und warum sollen sich die Meisten nach den selbst erfundenen Regelungen
Einiger richten?
Ist das nicht purer elitarismus Einzelner?

Die letztendliche Entscheidung muss immer eine höhere Instanz treffen. Ein Einzelner darf die Regeln nicht ändern können.

Habe ich auf griechisch benutzt, mit deinen Initialien drunter

Nikos, Athen, Tuesday, 24.08.2010, 04:11 (vor 5621 Tagen) @ Borat Sagdijev

Hoffe es ist ok?

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Chancengleichheitskonflikt

ray, Tuesday, 24.08.2010, 04:17 (vor 5621 Tagen) @ Rote Socke

Im Gegenteil, jetzt wird es interessant. Wie löst man so einen
Chancengleichheitskonflikt auf, ohne die Chancengleichheit zu beschädigen.

Okay, belässt man es bei dem Sonntag, bleiben zwar die Regeln gewahrt, aber man diskriminiert eine Personengruppe aufgrund ihrer Religiösität. Wenn die Verschiebung des Wettkampfes keinen Nachteil für andere Sprinter bedeutet, kann man einen Alternativtermin festlegen. Wenn man keinen gemeinsamen Termin findet, kann man den Wettkampf auch teilen, z.B. die einen starten am Freitag und die anderen am Sonntag und am Ende werden die Zeiten verglichen (Details wie unterschiedlicher Rückenwind lasse ich mal raus ;-)).

Schnapsidee

Nikos, Athen, Tuesday, 24.08.2010, 04:22 (vor 5621 Tagen) @ ray


Es soll die Leistung bewertet werden, nicht mehr und nicht weniger. Wenn
jemand weniger trainiert, sind seine Chancen schlechter zu gewinnen. So ist
das nunmal. Das weiss jeder im Sport. Die Leistung kann man aber nur
messen, wenn alle Teilnehmer da sind. Wenn man wirklich den besten Sprinter
rausfinden will, dann muss man auch jeden die faire Chance geben, am
Wettkampf teilnehmen zu können. Das ist für mich Chancengleichheit.

Das tut man doch, oder zumindest tat man es bisher. Hier sind die harte aber besserbezahlte Jobs, hier die niedliche aber schlechterbezahlte. Sucht aus, was euch passt. Und so hat man die besten Mechaniker bekommen, aber auch die bessere Mütter. Heute sagt man, alles ist gleich, also geht es genau nach dem Witz, wo in einen Staat der Koch Engländer sein soll, der Liebhaber Schweitzer, der Organisator Grieche und der Musiker Französe: Ein Schwachsinn.

Die letztendliche Entscheidung muss immer eine höhere Instanz treffen. Ein
Einzelner darf die Regeln nicht ändern können.

In unserem Fall wird diese Instanz gaaaaaanz hoch sitzen, und damit meine ich gar nicht Gott.

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Chancengleichheitskonflikt

Rote Socke, Tuesday, 24.08.2010, 04:28 (vor 5621 Tagen) @ ray

Okay, belässt man es bei dem Sonntag, bleiben zwar die Regeln gewahrt,
aber man diskriminiert eine Personengruppe aufgrund ihrer Religiösität.
Wenn die Verschiebung des Wettkampfes keinen Nachteil für andere Sprinter
bedeutet, kann man einen Alternativtermin festlegen. Wenn man keinen
gemeinsamen Termin findet, kann man den Wettkampf auch teilen, z.B. die
einen starten am Freitag und die anderen am Sonntag und am Ende werden die
Zeiten verglichen (Details wie unterschiedlicher Rückenwind lasse ich mal
raus ;-)).

Das Elend der Gutmenschen hätte ich nicht besser beschreiben können. Gratuliere.

 

Schnapsidee

Borat Sagdijev, Tuesday, 24.08.2010, 04:32 (vor 5621 Tagen) @ ray

Und als nächstes separate Wertungen für Sonntagsfaulenzer und
Ganzwochenläufer, weil Ganzwochenläufer ja einen Trainingsvorteil
haben?


Es soll die Leistung bewertet werden, nicht mehr und nicht weniger. Wenn
jemand weniger trainiert, sind seine Chancen schlechter zu gewinnen. So ist
das nunmal. Das weiss jeder im Sport. Die Leistung kann man aber nur
messen, wenn alle Teilnehmer da sind. Wenn man wirklich den besten Sprinter
rausfinden will, dann muss man auch jeden die faire Chance geben, am
Wettkampf teilnehmen zu können. Das ist für mich Chancengleichheit.

Aber du hast doch ein Beispiel gegeben dass die Zugehörigkeit zu einer hypothetischen Religion sonntägliche Aktivitäten verbietet, also Wettkämpfe und wohl auch Training. Das zieht das Fordern von Zweiklassenbewertung nach sich.

Auf den Punkt gebracht:
http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=142342

Wird damit nicht eine unaufhaltsame Inflation der Regeln angefangen?


Nicht unbedingt. In unserem Verein ist es so, dass im laufenden
Spielbetrieb eine Mannschaft um die Verlegung eines Spieles bittet, weil
durch besondere Härtefälle Spieler ausgefallen sind. Nach den Regeln müssen
wir dem nicht zustimmen. Aber uns geht es um den sportlichen Wettkampf,
Punkte kampflos zu gewinnen hat nicht wirklich was befriedigendes.
Ausserdem sind wir selbst in der Lage gewesen und andere haben einer
Verschiebung zugestimmt. Der Staffelleiter sagt dann meist nur, wenn ihr
euch beide geeinigt habt, dann verschiebt einfach das Spiel.

Toll wie gut Ihr euch einigen könnt.
Wurde die Fußball WM schon mal wegen Spielerausfällen verschoben?
Oder die Tour de France pausiert weil dem Top-Fahrer sein neues Rad kaputt ging?

Und warum sollen sich die Meisten nach den selbst erfundenen Regelungen
Einiger richten?
Ist das nicht purer elitarismus Einzelner?


Die letztendliche Entscheidung muss immer eine höhere Instanz treffen. Ein
Einzelner darf die Regeln nicht ändern können.

Und wer ist die "höhere Instanz"? Die barmherzige Sonntagsfaulenzerkomission?
Ich kann dir sagen was die höhere Instanz des Menschs ist: Die Welt in der er lebt und deren Regeln die er nur bruchstückhaft kennt.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Danke der Ehre [kT]

Borat Sagdijev, Tuesday, 24.08.2010, 04:32 (vor 5621 Tagen) @ Nikos

- kein Text -

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Chancengleichheitskonflikt

Nikos, Athen, Tuesday, 24.08.2010, 04:34 (vor 5621 Tagen) @ ray

Okay, belässt man es bei dem Sonntag, bleiben zwar die Regeln gewahrt,
aber man diskriminiert eine Personengruppe aufgrund ihrer Religiösität.
Wenn die Verschiebung des Wettkampfes keinen Nachteil für andere Sprinter
bedeutet, kann man einen Alternativtermin festlegen. Wenn man keinen
gemeinsamen Termin findet, kann man den Wettkampf auch teilen, z.B. die
einen starten am Freitag und die anderen am Sonntag und am Ende werden die
Zeiten verglichen (Details wie unterschiedlicher Rückenwind lasse ich mal
raus ;-))

Und was ist wenn am Montag eine Mücke den besten Sprinter am Fuß gepickst hat? Mussten nicht auch alle andere von der selbe Mücke auch an der selbe Stelle am Fuß zwangsgepickst werden?

Genau DAS ist unsere Realität im Moment. Elendisch.

--
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Chancengleichheitskonflikt

Rote Socke, Tuesday, 24.08.2010, 04:39 (vor 5621 Tagen) @ Rote Socke

Das Elend der Gutmenschen hätte ich nicht besser beschreiben können.
Gratuliere.

Jetzt fehlt nur noch nach welchen Kriterien wichtige Kriterien der Chancengleichheit gewertet werden. Umzug, Hamster bekommt Junge, Tochter vom Türken schwanger, Sohn ist schwul, oä.

Konflikt der (männlichen und weiblichen) Denkweisen

Borat Sagdijev, Tuesday, 24.08.2010, 04:48 (vor 5621 Tagen) @ Rote Socke

Das Elend der Gutmenschen hätte ich nicht besser beschreiben können.
Gratuliere.


Jetzt fehlt nur noch nach welchen Kriterien wichtige Kriterien der
Chancengleichheit gewertet werden. Umzug, Hamster bekommt Junge, Tochter
vom Türken schwanger, Sohn ist schwul, oä.

Diese Art der Chancengleichheit macht ja in der Familie - der Domäne der Frau - Sinn. Doch für einen Staat wird es einfach zu kompliziert, es müssten zu viele verschiedene "Familienmitglieder" gegeneindander im Detail "abgewogen" werden. Dieser braucht ein einfach anzuwendendes, klares Regelsystem. Die Erschaffung eines solchen ist eher eine männliche Leistung.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Sportbeispiele

ray, Tuesday, 24.08.2010, 04:50 (vor 5621 Tagen) @ Borat Sagdijev

Aber du hast doch ein Beispiel gegeben dass die Zugehörigkeit zu einer
hypothetischen Religion sonntägliche Aktivitäten verbietet, also Wettkämpfe
und wohl auch Training. Das zieht das Fordern von Zweiklassenbewertung nach
sich.

Eine Zweiklassenbewertung ist eigentlich nicht notwendig. Eine Terminverschiebung reicht aus, um wieder eine Einklassenbewertung zu haben. Die Sportler beschweren sich nicht, dass sie einen Tag weniger trainieren, sondern das sie faktisch aus dem Wettbewerb ausgeschlossen werden.

Toll wie gut Ihr euch einigen könnt.
Wurde die Fußball WM schon mal wegen Spielerausfällen verschoben?

Ein Endrundenspiel glaube ich noch nicht, aber Qualifikationsspiele schon mehrmals.

Oder die Tour de France pausiert weil dem Top-Fahrer sein neues Rad kaputt
ging?

Wenn zum Beispiel ein Radfahrer auf dem letzten Kilometer beim Massensprint stürzt, bekommt er trotzdem die Zeit des Hauptfeldes gutgeschrieben.

Und wer ist die "höhere Instanz"? Die barmherzige
Sonntagsfaulenzerkomission?

Im Sport oder im RL?

Ich kann dir sagen was die höhere Instanz des Menschs ist: Die Welt in der
er lebt und deren Regeln die er nur bruchstückhaft kennt.

Okay.

Chancengleichheitskonflikt

ray, Tuesday, 24.08.2010, 04:51 (vor 5621 Tagen) @ Rote Socke

Das Elend der Gutmenschen hätte ich nicht besser beschreiben können.
Gratuliere.


Jetzt fehlt nur noch nach welchen Kriterien wichtige Kriterien der
Chancengleichheit gewertet werden. Umzug, Hamster bekommt Junge, Tochter
vom Türken schwanger, Sohn ist schwul, oä.

Du kannst auch selbst sagen, was für Dich Chancengleichheit ist.

Chancengleichheitskonflikt

Rote Socke, Tuesday, 24.08.2010, 05:06 (vor 5621 Tagen) @ ray

Du kannst auch selbst sagen, was für Dich Chancengleichheit ist.

Du hast den Begriff eingeführt als Umschreibung für Gleichberechtigung und ich habe in getestet. Der Begriff hat beim Test versagt und jetzt willst du wissen was er für mich bedeutet?

Willst du mich auf den Arm nehmen?

Chancengleichheitskonflikt

ray, Tuesday, 24.08.2010, 05:38 (vor 5621 Tagen) @ Rote Socke

Du kannst auch selbst sagen, was für Dich Chancengleichheit ist.


Du hast den Begriff eingeführt als Umschreibung für Gleichberechtigung und
ich habe in getestet. Der Begriff hat beim Test versagt und jetzt willst du
wissen was er für mich bedeutet?

Willst du mich auf den Arm nehmen?

Kein Grund sich aufzuregen.

Um auf das Beispiel zurückzukommen, Chancengleichheit heisst für mich, anderen eine realistische Möglichkeit zu bieten, am Wettkampf teilzunehmen und sie weitgehend nicht zu benachteiligen. Realistische Möglichkeit soll soviel bedeuten, dass man es in einem vertretbaren Aufwand schafft. Vertretbar ist, was man auch anderen zumuten kann. Einen Umzug zu verschieben, ein weiter Anfahrtsweg, verkürztes Training aus Zeitmangel, dass alles ist zumutbar. Für nicht zumutbar halte ich zum Beispiel, wenn man wegen seiner Weltanschauung oder wegen seiner Religion faktisch ausgeschlossen wird.

So, jetzt darfst Du es auseinandernehmen.

Merkel als Oberbefehlshaberin der Streitkräfte

Mus Lim ⌂, Tuesday, 24.08.2010, 08:04 (vor 5621 Tagen) @ Borat Sagdijev

Angela Merkel ist in Kriegszeiten Oberbefehlshaberin der Streitkräfte.

Das ist der Gipfel der Diskriminierung.
Es gibt für Frauen keine Wehrpflicht, sondern nur für Männer.
ABER: Eine Frau darf Männer herumkommandieren und nach Verdun, Stalingrad, Vietnam und Afghanistan zum Töten und Sterben abkommandieren.

Und deutsche Männer dürfen in Afghanistan den Kopf dafür hinhalten, weil die Taliban keine Frauenbeauftragten in Afghanistan dulden und Frauen in Deutschland 23% zu wenig verdienen und überhaupt, überall diese "gläserenen Decken", an denen sich Frauen die Köpfe blutig stoßen.
Wer redet über die "gläserenen Keller" (Warren Farrell), in die Männer festgehalten werden?

Bachblütentherapie für alle - Mus Lim

--
Mach mit! http://wikimannia.org
Im Aufbau: http://en.wikimannia.org

Gleichberechtigung und Chancengleichheit

Imageberater, Tuesday, 24.08.2010, 09:57 (vor 5621 Tagen) @ Sandra L.

Wenn es bei uns keine Gesetze mehr gibt die zwischen Männern und Frauen
unterscheiden. Schließlich gibt es auch keine Gesetze die zwischen
Schwarzen und Weißen unterscheiden.

Richtig erfasst. Sobald das der Fall ist, gibt es dieses Forum und die Maskulistenszene schlagartig nicht mehr.

Blöderweise wird zur Zeit "Gleichstellung" betrieben, d.h. gezielt die Gleichberechtigung abgeschafft.

--
[image]

Chancengleichheitskonflikt

Rote Socke, Tuesday, 24.08.2010, 11:40 (vor 5621 Tagen) @ ray

Realistische Möglichkeit soll soviel bedeuten, dass man es in einem
vertretbaren Aufwand schafft. Vertretbar ist, was man auch anderen
zumuten kann.

Ungenauer und schwammiger geht es nicht. Wer entscheidet im Konfliktfall was eine "realistische Möglichkeit" oder "zumutbar" ist?

So, jetzt darfst Du es auseinandernehmen.

Hatte ich bereits

Dieses spezielle Problem wurde bereits 1924 gelöst...

Max Aram, Tuesday, 24.08.2010, 11:57 (vor 5621 Tagen) @ Borat Sagdijev

Hier nachzulesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Stunde_des_Siegers

Der Film beruht auf Tatsachen (wenn nicht ist der Ansatz an sich immer noch gut). Ein gläubiger Sportler weigert sich, an den Vorläufen zu seiner Disziplin teilzunehmen (100 m - Lauf). Sein Team-Kollege überlässt ihm seinen Startplatz in den 400m-Läufen (da er zu diesem Zeitpunkt schon eine Medaille gewonnen hat), weil die Austragung an Wochentagen stattfindet.

So geht's doch auch. Aber das ist fast 80 Jahre her, inzwischen gibt es vermutlich auch bei Olympia viel zuviel Funktionärsgedöns und Bürokratie.

Dieses spezielle Problem wurde bereits 1924 gelöst... ohne gesetzliche Regelung

Rainer ⌂, Tuesday, 24.08.2010, 12:15 (vor 5621 Tagen) @ Max Aram

Disziplin teilzunehmen (100 m - Lauf). Sein Team-Kollege überlässt ihm
seinen Startplatz in den 400m-Läufen (da er zu diesem Zeitpunkt schon eine
Medaille gewonnen hat), weil die Austragung an Wochentagen stattfindet.

Es muss doch heutige Gutmenschen erschüttern, das dazu kein in ein Gesetz gegossenes Regelwerk erforderlich war.

Rainer

--
[image]
Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Regelwerk

ray, Tuesday, 24.08.2010, 13:06 (vor 5621 Tagen) @ Rote Socke

Ungenauer und schwammiger geht es nicht. Wer entscheidet im Konfliktfall
was eine "realistische Möglichkeit" oder "zumutbar" ist?

Beim Sport macht der internationale Verband das Regelwerk. In der Politik hat Parlament und Regierung diese Aufgabe. Ich habe jetzt nicht erwartet, dass ich ein komplettes Regelwerk für einen fairen 100m-Lauf mit Chancengleichheit aufstellen soll. Ich kann aber zumindest Grundprinzipien aufstellen, aus denen man später mal ein Regelwerk ableiten kann. Deshalb auch die Frage an andere Leser, was sie unter Gleichberechtigung verstehen. Sie sagen dann, welche Grundprinzipien sie für wichtig halten.

Das ist ein Beispiel für die Diktatur der Minderheit k.T.

Ein Mitleser, Tuesday, 24.08.2010, 14:20 (vor 5621 Tagen) @ ray

- kein Text -

Dieses spezielle Problem wurde bereits 1924 gelöst... ohne gesetzliche Regelung

Max Aram, Tuesday, 24.08.2010, 15:40 (vor 5621 Tagen) @ Rainer

Es muss doch heutige Gutmenschen erschüttern, das dazu kein in ein Gesetz
gegossenes Regelwerk erforderlich war.

Wie wahr - aber vielleicht ging es damals auch nur deshalb so unkompliziert, weil es nur unter Männern geklärt werden musste...

Gleichberechtigung und Chancengleichheit

ajk, Tuesday, 24.08.2010, 19:38 (vor 5620 Tagen) @ ray

Hallo, was mich mal persönlich interessieren würde, was ist für euch
eigentlich Gleichberechtigung? Wann kann man sagen, dass Männer und Frauen
gleich berechtigt sind?

Das Männer und Frauen gleiche Rechte vor dem Gesetz haben. Ist doch ganz einfach.

Nein Männer und Frauen sind nicht Gleichberechtigt. Männer dürfen nicht abtreiben, Männer haben nicht das Recht nicht zu einem Staatsdienst gezwungen zu werden.

Allgemein ist Freiheit das man nichts tun muss, was man nicht will. Und NICHT das man alles machen darf.

Ich persönlich würde diesen Begriff lieber mit "Chancengleichheit"
umschreiben. In einem Wettbewerb sollte jeder eine faire Chance erhalten,
diesen zu gewinnen. Der Bessere soll gewinnen und nicht derjenige, der die
besten Tricks auf Lager hatte. Offene aber auch versteckte
Diskriminierungen sollten vorher beseitigt werden. Dann kann man auch von
einem fairen Wettbewerb sprechen.

Gibt es schon lange. Niemand hindert Frauen daran Firmen zu gründen oder sonstiges zu tun. Sie tun es nur nicht.

/ajk

--
Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert

Ein Beispiel für Chancengleichheit

ajk, Tuesday, 24.08.2010, 19:41 (vor 5620 Tagen) @ ray

Für mich gehört es zur Chancengleichheit dazu, dass man sich gemeinsam auf
einen anderen Tag verständigt. Weil das Ziel sollte sein, den besten
100m-Läufer zu finden und nicht durch bestimmte Regelungen einen
Personenkreis quasi aus dem Wettkampfbetrieb auszuschliessen.

Hä? Das ist doch idiotisch. Wenn sie nicht wollen, dann haben sie PECH GEHABT. Sie müssen ja nicht religiös sein. Sie sind es FREIWILLIG.

Warum müssen sich alle nach wenigen richten?

--
Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert

Sie Diskriminiert sich selbst

ajk, Tuesday, 24.08.2010, 19:42 (vor 5620 Tagen) @ ray

Und nur weil man "Diskriminierung" schreit, ist es keine.

/ajk

--
Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert

SORRY - auf falschen Link geklickt bei der Antwort, tut mir leid

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 24.08.2010, 22:18 (vor 5620 Tagen) @ Borat Sagdijev

und war mein Fehler

Vertragen? ;-)

Nachtrag: Da hat "Sandra L." ja alle Hände voll zu tun ;-)

Leser_ nicht_eingeloggt, Tuesday, 24.08.2010, 22:26 (vor 5620 Tagen) @ Ex-Schüler

1. Familienrecht
2. SGB II
3. Grundgesetz
4. Steuerrecht
5. BGB

6. .. (ups, fast vergessen:) Strafgesetzbuch


Du hast noch 7. vergessen: Personenstandsgesetz (PStG)
Und 8. gibts da auch noch: "Dienstvorschriften der Bundeswehr"

Danke für deine Ergänzungen

Ein Beispiel für Chancengleichheit

ray, Tuesday, 24.08.2010, 23:58 (vor 5620 Tagen) @ ajk

Warum müssen sich alle nach wenigen richten?

Wenn es darum geht, den schnellsten 100m Läufer zu finden, dann gehört es zur Chancengleichheit den Wettkampf unter den Bedingungen stattfinden zu lassen, an dem die Besten auch teilnehmen können (soweit das möglich ist). Wenn es nur darum geht einen Sieger zu finden, kann man es so lassen. Letzteres passierte auch beim Olympiaboykott 1980 und 1984, die Spiele fanden trotzdem statt und es wurden genauso Olympiasieger gekührt, an Wertigkeit hatte so ein Sieg aber verloren.

Und wenn jemanden sagt, er könne ja die Ausübung seiner Religion aufgeben, um teilzunehmen, ist das weder zumutbar noch angemessen.

Wem nützt Chancengleichheit?

Borat Sagdijev, Wednesday, 25.08.2010, 02:01 (vor 5620 Tagen) @ ray

Warum müssen sich alle nach wenigen richten?


Und wenn jemanden sagt, er könne ja die Ausübung seiner Religion aufgeben,
um teilzunehmen, ist das weder zumutbar noch angemessen.

Nicht zumutbar für einen Gutmenschen, für einen Sieger schon.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Sich an der Gleichberechtigung hochficken

Borat Sagdijev, Wednesday, 25.08.2010, 02:08 (vor 5620 Tagen) @ ray

Macht über die Menschen gewinnen, indem man Ihnen unbestreitbar Gutes bringt: Gerechtigkeit, Gleichberechtigung.

Gerechtigkeit ist immer gut.

Deine Krankheit - die Krankheit der Gutmenschen - nennt sich Macht durch Hilfe oder eine besondere Art des Helfersyndroms.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

War doch für einen Witz gut! [kT]

Borat Sagdijev, Wednesday, 25.08.2010, 02:10 (vor 5620 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

- kein Text -

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Sich an der Gleichberechtigung hochficken

ray, Wednesday, 25.08.2010, 02:34 (vor 5620 Tagen) @ Borat Sagdijev

Macht über die Menschen gewinnen, indem man Ihnen unbestreitbar Gutes
bringt: Gerechtigkeit, Gleichberechtigung.

Gerechtigkeit ist immer gut.

Deine Krankheit - die Krankheit der Gutmenschen - nennt sich
Macht
durch Hilfe
oder eine besondere Art des Helfersyndroms.

Und hat Deine Krankheit auch einen Namen?

Sich an der Gleichberechtigung hochficken

Borat Sagdijev, Wednesday, 25.08.2010, 03:41 (vor 5620 Tagen) @ ray

Und hat Deine Krankheit auch einen Namen?

Da gehen die Meinungen auseinander, hier ein paar Beispiele:

- sozialautistisches Machoschwein

Wobei das mit dem Autismus ja nicht so ganz stimmen kann. Ein Autist bekommt ja gar nichts von seiner sozialen Umgebung mit und reagiert nicht darauf. Das tu ich wohl schon aber in einer Art die zu solchen "Diagnosen" (ver)führt.
Das mit dem Machoschwein stimmt ja aus der Perspektive der durchschauten Frau.

- ungehobelter Kauz

Kommt wohl von Frauen die glauben sie könnten was hobeln.
Frau muss noch Ziele haben!

- ganz Abgebrühter

Muss wohl sowas wie eine Wertschätzung sein.

- arrogantes Arschloch (mein Favorit)

Eine der höchsten Wertschätzungen und besten Namen für meine Krankheit.

Aber eigentlich bin ich ein begnadeter Hypochonder. Sobald es jemand schafft eine schlüssige Diagnose meiner Krankheit zu formulieren ändere ich die Symptome und blicke in hasserfüllte oder leere Gesichter.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Na zumindest hast Du nicht Deinen Humor verloren ;-)

ray, Wednesday, 25.08.2010, 06:22 (vor 5620 Tagen) @ Borat Sagdijev

- kein Text -

Ein Beispiel für Chancengleichheit

Robert ⌂, München, Wednesday, 25.08.2010, 12:33 (vor 5620 Tagen) @ ray

Mal ein Beispiel, um es plastischer zu machen. Aber nicht aus dem
Geschlechterbereich, sondern vom Sport. Angenommen es wird eine
Meisterschaft im 100m-Lauf ausgeschrieben. Die besten melden sich, es
werden Wettkampfregeln festgelegt, jeder muss von derselben Startlinie
loslaufen, niemand bekommt einen Vorsprung zugesprochen. Der Wettkampf soll
an einem Sonntag stattfinden. Nun melden sich einige Sportler und sagen,
sie können nicht am Sonntag starten, weil sie sehr religös sind und keine
Wettkämpfe bestreiten dürfen.

Für mich gehört es zur Chancengleichheit dazu, dass man sich gemeinsam auf
einen anderen Tag verständigt. Weil das Ziel sollte sein, den besten
100m-Läufer zu finden und nicht durch bestimmte Regelungen einen
Personenkreis quasi aus dem Wettkampfbetrieb auszuschliessen.

Das "sich gegenseitig verständigen" funktioniert höchstens dann, wenn es sich um maximal 2 oder 3 Parteien handelt. Sobald mehr Teilnehmer sich einigen sollen, und du es allen recht machen willst, führst du nur umso mehr Zusatz- und Sonderregeln ein, schaffst es aber trotzdem nicht, wirklich allen gerecht zu werden (was die Einführung weiterer Zusatzregeln erfodert ...).

Irgendwo musst du eine Grenze setzen (oder willst du berücksichtigen, daß jemand krank geworden ist, oder mit 8 noch zu jung ist und erst in 10 Jahren ne realistische Chance hat, oder grad ein Leistungstief hat, weil der Hamster gestorben ist usw. usf? Alles Fälle, die deinem hehren Ziel den wirklich besten Läufer zu finden, widersprechen).

Also setzt man diese eh willkürliche Grenze schon aus Effizienzgründen am besten da, wo man die wenigsten Sonderregeln berücksichtigen muss, im Klartext also: "der Wettkampf findet zum festgelegten Zeitpunkt am festgelegten Ort statt. Wer nicht da ist (egal, ob er nicht kann oder will), nimmt nicht teil. Punkt."

Letzteres verstehe ich unter Gleichberechtigung. Ausgangslage nach Möglichkeit für alle gleich, keine Sonderregeln.

Robert

--
Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."

"Sonder"regeln

ray, Wednesday, 25.08.2010, 13:14 (vor 5620 Tagen) @ Robert

Das "sich gegenseitig verständigen" funktioniert höchstens dann, wenn es
sich um maximal 2 oder 3 Parteien handelt. Sobald mehr Teilnehmer sich
einigen sollen, und du es allen recht machen willst, führst du nur umso
mehr Zusatz- und Sonderregeln ein, schaffst es aber trotzdem nicht,
wirklich allen gerecht zu werden (was die Einführung weiterer
Zusatzregeln erfodert ...).

Nein, allen wird man es nicht gerecht machen. Ziel sollte aber bleiben, die Zahl der Teilnehmer mit gleicher Ausgangslage möglichst hoch zu halten.

Irgendwo musst du eine Grenze setzen (oder willst du berücksichtigen, daß
jemand krank geworden ist, oder mit 8 noch zu jung ist und erst in 10
Jahren ne realistische Chance hat, oder grad ein Leistungstief hat, weil
der Hamster gestorben ist usw. usf? Alles Fälle, die deinem hehren Ziel den
wirklich besten Läufer zu finden, widersprechen).

Ich hatte auch nirgends geschrieben, dass jeder Grund für eine Beeinträchtgung akzeptiert werden soll. Es geht nur um elementare Beeinträchtigungen. Man kann sich jetzt höchstens streiten, ob Ausübung der Religion dazuzählen sollte oder nicht.

Also setzt man diese eh willkürliche Grenze schon aus Effizienzgründen am
besten da, wo man die wenigsten Sonderregeln berücksichtigen muss, im
Klartext also: "der Wettkampf findet zum festgelegten Zeitpunkt am
festgelegten Ort statt. Wer nicht da ist (egal, ob er nicht kann oder
will), nimmt nicht teil. Punkt."

Letzteres verstehe ich unter Gleichberechtigung. Ausgangslage nach
Möglichkeit für alle gleich, keine Sonderregeln.

Was genau verstehst Du unter Sonderregeln? Für mich sind Regeln erstmal Regeln. Da gibt es keine weiteren Abstufungen. Und in diesen Regeln kann man verbindlich festschreiben, wie ein Wettbewerb ablaufen sollte, damit er als möglichst fair gilt. Ich beschäftige mich oft mit solchen sportlichen Regelwerken in meinem Sportverein. In den allermeisten ist beschrieben, wie mit der Situation umgegangen werden soll, wenn Teilnehmer nicht antreten können. Da ist definiert, was driftige Absaggründe sind und ob evtl. ein Wiederholungswettkampf stattfindet. Terminverschiebungen finden im Fussball statt, im Handball usw. Selbst beim Profiboxen, wenn sich der Titelverteidiger beim Training verletzt, hat der Gegner nicht kampflos gewonnen, sondern es wird ein neuer Termin anberaumt.

"Sonder"regeln

Robert ⌂, München, Wednesday, 25.08.2010, 17:04 (vor 5619 Tagen) @ ray

Ich hatte auch nirgends geschrieben, dass jeder Grund für eine
Beeinträchtgung akzeptiert werden soll. Es geht nur um elementare
Beeinträchtigungen. Man kann sich jetzt höchstens streiten, ob Ausübung der
Religion dazuzählen sollte oder nicht.

Es ist genau die Frage, wer bestimmen darf, ob ein Grund triftig genug ist, um eine Änderung der Ausführungsmodalitäten auszulösen.
Dein "höchstens" wird dem Fass, das man damit öffnet eben genau nicht gerecht. ;)

Robert

--
Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."

"Sonder"regeln

Robert ⌂, München, Wednesday, 25.08.2010, 17:09 (vor 5619 Tagen) @ ray

Letzteres verstehe ich unter Gleichberechtigung. Ausgangslage nach
Möglichkeit für alle gleich, keine Sonderregeln.


Was genau verstehst Du unter Sonderregeln?

Ziemlich genau das, was du in deiner Ausgangssituation beschrieben hast:
Modalitäten sind festgelegt, und dann kommt (plötzlich) jemand daher, und verlangt für sich eine mehr oder weniger beliebige Ausnahme.

PS: in deiner Ausgangssituation ist m.M.n. die Chancengleichheit nicht verletzt, nur weil jemand aufgrund individueller Befindlichkeit (hier seine religiösen Regeln) nicht daran teilnehmen will.

Robert

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Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."

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