Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Faz.net: „Das Misstrauen gegenüber Pakistan abbauen“

Mulher, Sunday, 22.08.2010, 07:58 (vor 5623 Tagen) @ Mulher

Im Gespräch: Birte Steigert, „Aktion Deutschland hilft“
„Das Misstrauen gegenüber Pakistan abbauen“

Trotz der dramatischen Lage in Pakistan will die Mehrheit der Deutschen nicht für die Opfer der Flut spenden. Das liegt nach Meinung von Birte Steigert von der „Aktion Deutschland hilft“ an dem schlechten Ruf des Landes.

Nur am schlechten Ruf?

Wir müssen zeigen, dass dort Menschen, Frauen und vor allem viele Kinder betroffen sind und dringend Hilfe brauchen. Vor allem die ländliche Bevölkerung ist auf der Flucht und hat alles verloren. Zum Glück zeigen die Spendenzahlen aber, dass sich der Blick der Menschen auf Pakistan langsam öffnet.

http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E58D195FBA3614C3382B3CE5C2FC459C0~ATpl~Ecommon~Scontent....

Bessere Erklärungen liefern die Kommentatoren:

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1) 20. August 2010 17:56
Die Dame sollte sich schnell von Allgemeinplätzen verabschieden und sich ...

... evtl einmal informieren. Viele der Spender für die Erdbebenkatastrophe in Haiti haben sehr wohl gelernt, daß von den enormen Spendensummen nur Bruchteile die Not der Menschen gelindert hatten woraus sich die Frage ergibt, wo der Rest geblieben ist. Im Falle Pakistan gibt es noch andere Kriterien: Auch Pakistan hält sich nicht an den Atomwaffensperrvertrag. Es muß den potentiellen Spendern doch zugestanden werden, daß sie befürchten, daß erhebliche Teile des gespendeten Geldes über dunkle Kanäle genau dahin fliesst und sei es nur, daß die pakistanische Regierung selbst weniger Geld für die Flutopfer ausgeben muß. Auch muß einmal deutlich gesagt werden, daß die Lebensumstände vieler Menschen in Pakistan in normalen Zeiten kaum besser sind als jetzt. Ferner ist der Monsun nichts ungewöhnliches, auch wenn er sicher unterschiedlich ausfallen kann. Auch in Bangladesh haben wir ähnliche Erscheinungen jedes Jahr. Das alles nährt den Verdacht, daß hier wieder vesucht wird Menschen zu täuschen um abzukassieren. Eine Hilfe in diesen Ländern kann nur Sachhilfe sein, die von ausländischen Organisationen direkt verteilt wird im Rahmen einer Nothilfe. Und dafür gibt es bereits genug Geld.

Karl Stefan Podhradszky (Podsches) 21. August 2010 07:24
Misstrauen

Das mögliche Spender misstrauisch werden ist auch ein Verdienst der Medien. Solange gesammelt werden muß, wird täglich von der Katastrophe berichtet. Nach 4 bis 6 Wochen sind die Spendengalas und Sammlungen vorbei und man hört und sieht nichts mehr. Irgendwann wird wieder einmal kurz berichtet und man sieht wieder nur die Zerstörungen. Es wäre sicher positiv für das Spendenverhalten, wenn berichtet und gezeigt wird, was mit den bisherigen Spendengeldern geschaffen wurde. Wenn man nichts mehr höst und sieht und hie und da wieder ein paar Trümmer und Ruinen zu sehen bekommt, ist Misstrauen möglicher Spender nicht verwunderlich. Im Falle von Haiti erfährt man nichts und es entsteht der Eindruck, zuerst bedienen sich die Regierenden. Das denkt man auch bei der nächsten Katastrophe, wenn man weiss, was der pakistanische Präsident im Ausland zur Seite geschaffen hat (Er mußte während der Katastrophe in seinem Land, seine Besitztümer in Europa inspizieren.

http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E58D195FBA3614C3382B3CE5C2FC459C0~ATpl~Ekom~SKom.html


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