Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Anne Will - Spenden trotz Korruption und Terror?

Mulher, Sunday, 22.08.2010, 05:24 (vor 5623 Tagen)

Rund 20 Millionen Menschen sind von der Flutkatastrophe in Pakistan betroffen, 1500 Menschen sind bereits gestorben. Nun kämpfen die Überlebenden gegen den Hunger, lebensbedrohliche Krankheiten und Seuchen. Die internationale Hilfe ist zunächst nur schleppend angelaufen, auch die Spendenbereitschaft der Deutschen ist bisher vergleichsweise gering.

Woran liegt das? Ist es vor allem die Sorge, dass Regierungsgelder und Privatspenden in die Hände von korrupten Staatsangestellten und Extremisten geraten? Wie kann sichergestellt werden, dass die Zuwendungen wirklich bei den Bedürftigen ankommen? Können ausländische Hilfsorganisationen vor Ort frei arbeiten?

http://annewill.blog.ndr.de/2010/08/19/pakistan/

Ich habe zwar nur die Kommentare der ersten Seite gelesen, aber vielleicht sollte man gerade im Anne-Will-Blog darauf aufmerksam machen, das es mehrere Gründe zum nicht spenden gibt, also auch die Geschlechterfrage.

Faz.net: „Das Misstrauen gegenüber Pakistan abbauen“

Mulher, Sunday, 22.08.2010, 07:58 (vor 5623 Tagen) @ Mulher

Im Gespräch: Birte Steigert, „Aktion Deutschland hilft“
„Das Misstrauen gegenüber Pakistan abbauen“

Trotz der dramatischen Lage in Pakistan will die Mehrheit der Deutschen nicht für die Opfer der Flut spenden. Das liegt nach Meinung von Birte Steigert von der „Aktion Deutschland hilft“ an dem schlechten Ruf des Landes.

Nur am schlechten Ruf?

Wir müssen zeigen, dass dort Menschen, Frauen und vor allem viele Kinder betroffen sind und dringend Hilfe brauchen. Vor allem die ländliche Bevölkerung ist auf der Flucht und hat alles verloren. Zum Glück zeigen die Spendenzahlen aber, dass sich der Blick der Menschen auf Pakistan langsam öffnet.

http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E58D195FBA3614C3382B3CE5C2FC459C0~ATpl~Ecommon~Scontent....

Bessere Erklärungen liefern die Kommentatoren:

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1) 20. August 2010 17:56
Die Dame sollte sich schnell von Allgemeinplätzen verabschieden und sich ...

... evtl einmal informieren. Viele der Spender für die Erdbebenkatastrophe in Haiti haben sehr wohl gelernt, daß von den enormen Spendensummen nur Bruchteile die Not der Menschen gelindert hatten woraus sich die Frage ergibt, wo der Rest geblieben ist. Im Falle Pakistan gibt es noch andere Kriterien: Auch Pakistan hält sich nicht an den Atomwaffensperrvertrag. Es muß den potentiellen Spendern doch zugestanden werden, daß sie befürchten, daß erhebliche Teile des gespendeten Geldes über dunkle Kanäle genau dahin fliesst und sei es nur, daß die pakistanische Regierung selbst weniger Geld für die Flutopfer ausgeben muß. Auch muß einmal deutlich gesagt werden, daß die Lebensumstände vieler Menschen in Pakistan in normalen Zeiten kaum besser sind als jetzt. Ferner ist der Monsun nichts ungewöhnliches, auch wenn er sicher unterschiedlich ausfallen kann. Auch in Bangladesh haben wir ähnliche Erscheinungen jedes Jahr. Das alles nährt den Verdacht, daß hier wieder vesucht wird Menschen zu täuschen um abzukassieren. Eine Hilfe in diesen Ländern kann nur Sachhilfe sein, die von ausländischen Organisationen direkt verteilt wird im Rahmen einer Nothilfe. Und dafür gibt es bereits genug Geld.

Karl Stefan Podhradszky (Podsches) 21. August 2010 07:24
Misstrauen

Das mögliche Spender misstrauisch werden ist auch ein Verdienst der Medien. Solange gesammelt werden muß, wird täglich von der Katastrophe berichtet. Nach 4 bis 6 Wochen sind die Spendengalas und Sammlungen vorbei und man hört und sieht nichts mehr. Irgendwann wird wieder einmal kurz berichtet und man sieht wieder nur die Zerstörungen. Es wäre sicher positiv für das Spendenverhalten, wenn berichtet und gezeigt wird, was mit den bisherigen Spendengeldern geschaffen wurde. Wenn man nichts mehr höst und sieht und hie und da wieder ein paar Trümmer und Ruinen zu sehen bekommt, ist Misstrauen möglicher Spender nicht verwunderlich. Im Falle von Haiti erfährt man nichts und es entsteht der Eindruck, zuerst bedienen sich die Regierenden. Das denkt man auch bei der nächsten Katastrophe, wenn man weiss, was der pakistanische Präsident im Ausland zur Seite geschaffen hat (Er mußte während der Katastrophe in seinem Land, seine Besitztümer in Europa inspizieren.

http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E58D195FBA3614C3382B3CE5C2FC459C0~ATpl~Ekom~SKom.html

Der Unterschied in Pakistan ist dieser

Mus Lim ⌂, Sunday, 22.08.2010, 08:33 (vor 5623 Tagen) @ Mulher

Der Unterschied in Pakistan ist dieser:
Terroranschläge vom 28. Mai 2010 in Lahore, Pakistan

Die bringen ihre eigenen Leute um, diese Fanatiker.

--
Mach mit! http://wikimannia.org
Im Aufbau: http://en.wikimannia.org

Wo noch mal liegt Pakistan?

IM Rosenbaum, Sunday, 22.08.2010, 13:12 (vor 5623 Tagen) @ Mulher

Ich werde kein Geld für ein fanatisches und korruptes Land spenden, deren Einwohner Mildtätigkeit und Barmherzigkeit auf ihren eigenen Kultur- und Religionskreis beschränken und mit hoher Wahrscheinlichkeit westliche Hilfe sabotieren, Helfer ermorden und womöglich die Anteilnahme noch als Schwäche auslegen. Tut mir Leid für die "vielen armen Frauen und Kinder, die hauptsächlich betroffen sind", aber gerade die islamischen Länder haben von mir vorerst keine Anteilnahme mehr zu erwarten. Man nährt doch keine Nattern am eigenen Busen.

Spendensumpf und Männerdiskriminierung

Referatsleiter 408, Zentralrat deutscher Männer, Sunday, 22.08.2010, 15:00 (vor 5623 Tagen) @ Mulher

Der Spruch "Frauen und Kinder zuerst!" hängt mir sowas von zum Hals heraus. Kinder ist ja richtig, aber Frauen?

Die Rettungskräfte vor Ort müssten den Befehl haben, auch mal eine Frau vom Rettungsboot wegzuschlagen, damit ein Mann gerettet werden kann und die Quote im Boot stimmt. Ich bin zwar kein Quoten-Hai, aber wenn so konseqent nach Quote gerufen wird, dann auch und erst recht dort!

Ich spende nicht, weil Männer bei der Verteilung von Hilfsgütern und Nahrungsmitteln deutlich benachteiligt werden. Um sich zu ernähren sind sie so teils gezwungen, zu plündern. Ein Teufelskreis, der wiederum Männer in diesem Fall zu Tätern macht, weil sie durch Frauen dazu gezwungen werden.

--
Eine FeministIn ist wie ein Furz. Man(n) ist einfach nur froh, wenn sie sich verzogen hat.

Die führende Rolle der antifeministischen Männerrechtsbewegung hat von niemanden in Frage gestellt zu werden!

Spendensumpf und Männerdiskriminierung

wurst, Sunday, 22.08.2010, 15:31 (vor 5623 Tagen) @ Referatsleiter 408

Ich spende nicht, weil Männer bei der Verteilung von Hilfsgütern und
Nahrungsmitteln deutlich benachteiligt werden. Um sich zu ernähren sind sie
so teils gezwungen, zu plündern. Ein Teufelskreis, der wiederum Männer in
diesem Fall zu Tätern macht, weil sie durch Frauen dazu gezwungen werden.

Und auch zu Opfern, weil der ein oder andere dabei auch erschossen wird.

Anne Will: Peter Scholl-Latour ist dabei

Mulher, Sunday, 22.08.2010, 16:26 (vor 5622 Tagen) @ Mulher

Peter Scholl-Latour war im übrigen der Grund, weshalb ich verlinkt hatte.

Zur Gästeliste http://daserste.ndr.de/annewill/aktuelle_sendung/erste316.html

Es gibt genug "Baustellen" im eigenen Land!

Referatsleiter 408, Zentralrat deutscher Männer, Sunday, 22.08.2010, 17:54 (vor 5622 Tagen) @ Mulher

Auf der Seite von der findet man auch diesen Beitrag:
"Zu Gast auf dem Sofa: Der Arzt Bernd D. Domres war als Katastrophenmediziner gerade in Pakistan und kann über die Lage im Krisengebiet berichten."Jajajajaj .....

Ich bin mir sicher, dass wir genügend "Baustellen" im eigenen Land haben. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass bei der Dame mal jemand vom VAFK oder MANNdat auf der Couch gesessen hat. Die soll mal ein Treffen einer VAFK-Ortsgruppe besuchen und wortlos reinhorchen. Da lernt sie den Krieg und die Katastrophe im eigenen Lande kennen, den/die unsere Kinder mit ihrer Kindheit bezahlen. Als Lesbe spielen Väterprobleme bei ihr sicherlich nicht so eine primäre Rolle.

--
Eine FeministIn ist wie ein Furz. Man(n) ist einfach nur froh, wenn sie sich verzogen hat.

Die führende Rolle der antifeministischen Männerrechtsbewegung hat von niemanden in Frage gestellt zu werden!

TAZ: dauerbeleidigte Leberwürste

adler, Kurpfalz, Sunday, 22.08.2010, 23:12 (vor 5622 Tagen) @ Mulher

auch die Spendenbereitschaft der Deutschen ist bisher vergleichsweise
gering. Woran liegt das?

Über die wahren Ursachen gab es vor ein paar Tagen einen völlig pc-befreiten Artikel, ausgerechnet bei der TAZ;

"Ihr schlechtes Image jedenfalls haben sich die pakistanische Regierung ebenso wie die pakistanische Gesellschaft in den vergangenen Jahren redlich erarbeitet. (So wie, sagen wir, die Stadt Duisburg auch nicht unverdient zu ihrem wenig schmeichelhaften Ruf gekommen ist.) Nicht nur das Image Pakistans ist beschissen; Pakistan selbst ist ein Scheiß-Staat. Denn, nein, nicht jedes Urteil ist ein Vorurteil; und ja, es ist blöd, aber wahr, dass viele Klischees leider stimmen.

Zum Beispiel dieses: Geschieht irgendwo in der Welt irgendetwas, durch das sich Muslime beleidigt fühlen (und das ist eine ganze Menge), strömen als Erstes in Islamabad, Karatschi oder Rawalpindi bärtige Männer und ganzkörperverschleierte Frauen auf die Straßen, verbrennen Fahnen und wünschen lauthals irgendwem den Tod. Dass sie an ihren Füßen häufig kaum mehr als ein Paar Sandalen aus Autoreifen tragen, scheint diese Leute weniger zu stören als die Veröffentlichung irgendwelcher Karikaturen in einem 5.000 Kilometer entfernten Land. Unter den dauerbeleidigten Leberwürsten, als die sich die Muslime so gerne präsentieren, sind die Pakistanis die Ultras. Aber sie sind keine Hinterwäldler. Auf ihre Weise nehmen sie am Weltgeschehen teil; erst im Juni wieder, als man gegen den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg protestierte, weil User der Seite zu einem Mohammed-Karikaturen-Wettbewerb aufgerufen hatten.

"Möge es dir Gott geben", lautet eine türkische Redewendung, mit der man Bettler abwimmelt, denen man nichts geben möchte. Man ist versucht, den Pakistanis diese Phrase zuzurufen. "
http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/kein-herz-fuer-mullah-omar/

Sowas darf natürlich nur ein DENIZ YÜCEL schreiben. Einer mit deutschem Namen dürfte das hier nicht schreiben. Bei der TAZ schon gar nicht. Aber auch nicht anderswo.

Gruß
adler

--
Frauenrat der Grünen empört-Gebäudereinigung:
Männer verdienen bei Außenreinigung deutlich mehr als Frauen bei Innenreinigung.

"Benachteiligungen von Männern beseitigen ... das ist nicht unser politischer Wille" -Grüne, Ortsgruppe Goslar

powered by my little forum