Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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MANNdat-Interview mit Monika Dittmer II

FemokratieBlog ⌂, Thursday, 19.08.2010, 08:19 (vor 5626 Tagen)

MANNdat: Im zweiten Teil des Interviews mit der Goslarer Gleichstellungsbeauftragten Monika Dittmer geht es vor allem um den Feminismus, seine Zukunft und seine zentralen Glaubenssätze.
Aber auch die Hoffungen, dass sich mit der neuen Familienministerin Kristina Schröder neue Perspektiven des Geschlechterdialogs eröffnen könnten, sind Thema des Gesprächs zwischen Dittmer und Dr. Bruno Köhler. Klicken Sie hier, um das Interview zu lesen.

Einen Abschnitt aus dem Interview muss ich zitieren, da er m.E. stellvertretend für fast alle Gleichstellungsbeauftragte steht:

Monika Dittmer: Frauenförderung nimmt teilweise wirklich obskure Formen an. Natürlich ist es nicht richtig, Jungen und Männer „außen vor“ zu lassen, sie gezielt zu benachteiligen oder einfach „auszublenden“, wie es einmal eine meiner Kolleginnen formulierte.
Aber ich kenne auch andere Strömungen bei den sog. Fachfrauen. „Die Männer laufen uns die Türen ein, aber wir können uns doch nicht auch noch um sie kümmern“, hörte ich eine meiner Kolleginnen sagen. So geht das aber meines Erachtens heute nicht mehr.

Mehr http://femokratieblog.wgvdl.com/manndat-interview-monika-dittmer/08-2010/

Die Förderrepublik 3.0

Mus Lim ⌂, Thursday, 19.08.2010, 14:52 (vor 5625 Tagen) @ FemokratieBlog

Monika Dittmer: Natürlich ist es nicht richtig, Jungen und Männer „außen vor“
zu lassen, sie gezielt zu benachteiligen oder einfach „auszublenden“, wie es
einmal eine meiner Kolleginnen formulierte.
Aber ich kenne auch andere Strömungen bei den sog. Fachfrauen. „Die
Männer laufen uns die Türen ein, aber wir können uns doch nicht auch noch
um sie kümmern“
, hörte ich eine meiner Kolleginnen sagen. So geht das
aber meines Erachtens heute nicht mehr.

Klar, nachdem der Pool an Frauen als Opferinnen und Kunde von Förderprogrammen, Beratungskursen und Bachblütenexkursen inzwischen leergefischt ist, da fangen pfiffige Vertreter der HelferInnenindustrie schon mal frühzeitig die Angelschnur nach den Männern aus.

Ist ja marktwirtschaftlich auch logisch. Markterweiterung. Abseits von Radikalfeministinnen ist es für die HelferInnenindustrie, der es hauptsächlich an Verdienstmöglichkeiten geht, ist es einfach nur pfiffig, in der Zielgruppe Männer marketing-technisch ganz vorne dabei zu sein.

Da sind bestimmt ein paar zusätzliche Pöstchen drin.
Der Satz "wir können uns doch nicht auch noch um sie kümmern“ ist ja nichts anders als eine verdeckt ausgesprochene Forderung nach mehr Planstellen.

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