Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nochmal: taz-Artikel "Wie im echten Leben"

Blockwart, Wednesday, 18.08.2010, 22:24 (vor 5626 Tagen)

http://www.taz.de/1/netz/netzkultur/artikel/kommentarseite/1/wie-im-echten-leben/kommentare/1/1/

Aber interessant, dass laut dem Artikel 50 % der Informatik-Studenten in Bulgarien tatsächlich weiblicher Natur sein sollen. Kurzes Gegengoogeln ergab jetzt spontan auch nichts Gegenteiliges - und geht das nur mir so oder ist es schwer, selbst mit englischen Stichwörtern auf englischsprachige Seiten zu gelangen? - im Ingenieursbereich sollen sie sogar bei 70 % liegen.

Das spräche tatsächlich gewissermaßen gegen eine "natürliches Desinteresse" bei Frauen und ließe den soziologischen Aspekt wieder mehr hervortreten.

Nochmal: taz-Artikel "Wie im echten Leben"

Leser_nicht_eingeloggt, Wednesday, 18.08.2010, 22:30 (vor 5626 Tagen) @ Blockwart

Das spräche tatsächlich gewissermaßen gegen eine "natürliches
Desinteresse" bei Frauen und ließe den soziologischen Aspekt wieder mehr
hervortreten.

Es zeigt nur, dass sich diese Frauen tatsächlich um ihre Zukunft Gedanken machen und nicht, um wie in D spät-römische Dekadenzfächer studieren um später als Frauenbeauftragte oder als alleinerziehende Mutter (das Schutzschild hier im Lande) ihr Einkommen zu finden.

.... es geht auch ohne!

Referatsleiter 408, Zentralrat deutscher Männer, Wednesday, 18.08.2010, 22:46 (vor 5626 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Es zeigt nur, dass sich diese Frauen tatsächlich um ihre Zukunft Gedanken
machen und nicht, um wie in D spät-römische Dekadenzfächer studieren um
später als Frauenbeauftragte oder als alleinerziehende Mutter (das
Schutzschild hier im Lande) ihr Einkommen zu finden.

Hier in Deutschland muss Frau nicht mal studieren! Es reicht, wenn sie der FDP beitritt!

http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=141300

--
Eine FeministIn ist wie ein Furz. Man(n) ist einfach nur froh, wenn sie sich verzogen hat.

Die führende Rolle der antifeministischen Männerrechtsbewegung hat von niemanden in Frage gestellt zu werden!

Nochmal: taz-Artikel "Wie im echten Leben"

Leser_nicht_eingeloggt, Wednesday, 18.08.2010, 22:58 (vor 5626 Tagen) @ Referatsleiter 408

Hier in Deutschland musst du nicht studieren! Es reicht, wenn du zu FDP
gehst!

Du meinst bestimmt: "nache FDP hin gehen tust"

;-) ... Sorry, ist nicht auf einen möglichen Tippfehler hinweisend.

Aber der Dame, die Gobelin erwähnte steht dat Intellijenz ja regelrecht ins Jesicht jeschrieben:

[image]

Deutschland, deine superegalitären ElitInnen eben ... :-)
.. und Isabel Siebert erinnert etwas an Monica Lewinsky:

[image]

Da kann man schon mal über Studienabbrüche zweier Fächer, in Selbstfindungsphasen zwischen Jura und Psychologie, hinweg sehen, wenn frau zur Finanzierung des Abbruchstudiums Postengeschacher betreibt.

Leser

Männerquote an iranischen Universitäten eingeführt

Rainer ⌂, Wednesday, 18.08.2010, 22:35 (vor 5626 Tagen) @ Blockwart

Schon komisch. Da werden bei uns die Mädels fast zum Studium geprügelt um ja eine vernünftige Quote zu erreichen und in Ländern, in denen die Mädels scheinbar am Herd angekettet sind muss man gegensteuern.

zwd Berlin (tag). Die Behörden in Teheran haben eine Geschlechterquote für zahlreiche Studiengänge an den iranischen Hochschulen eingeführt.
...
Über 60 Prozent der Studierenden an Irans Hochschulen sind weiblich.

http://www.zwd.info/scripts/druckvorschau.php?id=7149

--
[image]
Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

In Schweden wurde die Männerquote zurückgenommen - weil sie Frauen benachteiligt ...

Leser_nicht_eingeloggt, Wednesday, 18.08.2010, 22:47 (vor 5626 Tagen) @ Rainer

Schon komisch. Da werden bei uns die Mädels fast zum Studium geprügelt um
ja eine vernünftige Quote zu erreichen und in Ländern, in denen die Mädels
scheinbar am Herd angekettet sind muss man gegensteuern.

"Nach Protesten gegen eine Quotenregelung für Frauen an schwedischen Universitäten will die Regierung in Stockholm die Initiative wieder aussetzen - weil sie Studentinnen benachteiligt. Die Vorschriften, wonach es an schwedischen Universitäten möglichst die gleiche Anzahl von Männern und Frauen geben soll, habe in Wahrheit zu einer Diskriminierung von Studentinnen geführt, schrieb der schwedische Hochschulminister Tobias Krantz am Dienstag in einem Beitrag für die Zeitung "Dagens Nyheter". Gerade für bei Frauen beliebten Studiengängen wie Psychologie und Veterinärmedizin seien jüngst wegen der Quotenregelung bevorzugt Männer genommen worden, obwohl es mehr qualifizierte Frauen als Männer für die Studienplätze gegeben habe."

Quelle (nur noch): http://www.politik.de/forum/gender/219557-frauenquote.html
da das Original bei den Yahoo-News nicht mehr auffindbar ist

Tja, kennen wir doch irgendwie - andersherum. Mir reichen schon diese unfähigen Quothilden der GrünInnen, die nur wegen automatischen Listenplätzen auf Platz 1 quotiert werden - und sich in Talk-Shows regelmäßig blamieren.

Das trotz Germanistik-, Sozio-/Politologie- und was weiß ich noch für gesellschaftsrelevante Studienhintergründe.

Leser

In Schweden wurde die Männerquote zurückgenommen - weil sie Frauen benachteiligt ...

kein name, Thursday, 19.08.2010, 01:12 (vor 5626 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Gerade für bei Frauen beliebten Studiengängen wie Psychologie und
Veterinärmedizin seien jüngst wegen der Quotenregelung bevorzugt Männer
genommen worden, obwohl es mehr qualifizierte Frauen als Männer für die
Studienplätze gegeben habe."

da wurde das Gesetz wohl falsch formuliert. Mit einer flexiblen Quote von "mindestens 50 % Frauen" pro Studiengang wäre das nicht passiert.

Wurden in Ingenieurswissenschaften und Informatik eigentlich bevorzugt Frauen angenommen, obwohl es mehr qualifizierte Männer als Frauen gab? Wenn ja, haben die Männer geklagt? Darüber steht in dem Artikel nichts.

Nochmal: taz-Artikel "Wie im echten Leben"

Borat Sagdijev, Thursday, 19.08.2010, 01:54 (vor 5626 Tagen) @ Blockwart

Aber interessant, dass laut dem Artikel 50 % der Informatik-Studenten in
Bulgarien tatsächlich weiblicher Natur sein sollen. Kurzes Gegengoogeln
ergab jetzt spontan auch nichts Gegenteiliges - und geht das nur mir so
oder ist es schwer, selbst mit englischen Stichwörtern auf
englischsprachige Seiten zu gelangen? - im Ingenieursbereich sollen sie
sogar bei 70 % liegen.

Gibt es in Bulgarien gar ganz besondere Anreize für Frauen in technischen Studienfächern?
Werden Geschlechtsumwandlungen dort von der Krankenkasse bezahlt?

Entweder haben die dort ..äh.. "einzigartige" Frauen oder einzigartige Umstände. Ich tippe auf die Umstände, die aber nicht zu einzigartigen Frauen führen sondern zum altbekanntem Opportunismus.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Nochmal: taz-Artikel "Wie im echten Leben"

Roslin, Thursday, 19.08.2010, 04:37 (vor 5626 Tagen) @ Borat Sagdijev
bearbeitet von Roslin, Thursday, 19.08.2010, 04:40


Entweder haben die dort ..äh.. "einzigartige" Frauen oder einzigartige
Umstände. Ich tippe auf die Umstände, die aber nicht zu einzigartigen
Frauen führen sondern zum altbekanntem Opportunismus.

[/b]
Das würde ich auch vermuten.
Was sind die besonderen Umstände, die bulgarische Abiturientinnen dazu zwingen, sich anders zu verhalten als der Rest der holden Weiblichkeit im übrigen Europa?
Bevor man nicht die besonderen Umstände kennt, die Bulgarien da einzigartig machen, kann man überhaupt nichts sagen.

Die Tatsache, dass es irgendwo auf der Welt in den abgelegensten Regionen einige wenige, kümmerliche matrilineare Gesellschaften gibt, lässt nicht den Schluss zu, es könne sie überall geben, sondern es muss wohl an spezifischen Umständen liegen, warum sie dort für sagen wir mal 0,01 % der Weltbevölkerung existieren, aber 99,99 % der Weltbevölkerung ein Patriarchat ausgebildet haben.

Die Ausnahme widerlegt nicht die Regel und ihre Existenz beweist nicht, dass sie zur neuen Regel werden kann.

Dazu muss ich erst die Umstände kennen, die die Ausnahme regional begünstigen, feststellen, ob diese Umstände übertragbar, verallgemeinerungsfähig sind.

Forschungsreise

Borat Sagdijev, Thursday, 19.08.2010, 04:53 (vor 5626 Tagen) @ Roslin

Dazu muss ich erst die Umstände kennen, die die Ausnahme regional
begünstigen, feststellen, ob diese Umstände übertragbar,
verallgemeinerungsfähig sind.

Ich glaube ich lasse mich von Kasachstan in eine bulgarische Universitätsstadt schicken um den Frauenerfolg in technischen Fächern dort zu untersuchen und mit der einen oder anderen ein Interview incl. einer romantischen Explosion zu machen.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Forschungsreise

Roslin, Thursday, 19.08.2010, 05:02 (vor 5626 Tagen) @ Borat Sagdijev


Ich glaube ich lasse mich von Kasachstan in eine bulgarische
Universitätsstadt schicken um den Frauenerfolg in technischen Fächern dort
zu untersuchen und mit der einen oder anderen ein Interview incl. einer
romantischen Explosion zu machen.

Tu das.

Vielleicht wirst Du ja zum Moses einer neuen Frauenbewegung, der die Mädels beim Massensturm auf die technischen Wissenschaften anführt.

Sogdijewismus statt Feminismus!

Boratistinnen an die Front!

Forschungsreise

Blockwart, Thursday, 19.08.2010, 06:28 (vor 5626 Tagen) @ Roslin

Es könnte auch eine bloße feministische Mär sein. Angeblich gibt es in Bulgarien auch Männerquoten, weil die Frauen dort in der Regel besser bei den Einstellungstests für den Ingenieursberufe abschnitten und der Überhang so groß wurde. Aber der Text wurde fortan dann auch immer feministischer, so dass ich dann schon merkte, woher der süffisante Wind wehte. Die Quelle schätze ich von daher als eher unglaubwürdig, da ideologische motiviert ein. Hat aber raffinierterweise ganz neutral und sachlich angefangen.

Es ist wirklich diesmal schwer, an Informationen zu kommen - außer natürlich von den üblichen Verdächtigen. Google hilft diesmal wenig, selbst wenn man wit nach hinten recherchiert.

Das wäre ja nicht das erste mal, dass die einem ein Märchen auftischen. Vielleicht ist es eins, was man im Gegensatz zu ihrem Dauerbrenner "häusliche Gewalt" noch gar nicht groß bemerkt und einmal neutral überprüft hat.

Schlußendlich müsste man aber so oder so noch einmal schauen, wieviel IT-Spezialistinnen sich denn nun wirklich in dem Land befinden und ob die nicht nur in der Vorlesung sich nur Männer zum Kennenlernen ranholen und in Wirklichkeit diese es sind, die mehrheitlich auch tatsächlich einen Abschluß machen und auch im Berufsleben tatsächlich als Informatiker arbeiten. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, nur erste Gedanken.

Nochmal: Es könnte eine bloße, noch nicht entdeckte Mär sein.

Nochmal: taz-Artikel "Wie im echten Leben"

ray, Saturday, 21.08.2010, 00:49 (vor 5624 Tagen) @ Borat Sagdijev

Gibt es in Bulgarien gar ganz besondere Anreize für Frauen in technischen
Studienfächern?
Werden Geschlechtsumwandlungen dort von der Krankenkasse bezahlt?

In osteuropäischen Ländern geniessen erstmal generell die Naturwissenschaften mit Informatik und Mathematik einen guten Ruf, dass sind Fächer, für die man sich in der Schule generell interessiert. Wer sich dort gut auskennt, wird nicht sofort als Aussenseiter oder Nerd abgestempelt. Und die Frauen scheinen da auch weniger Berührungsängste mit diesen Fächern zu haben. Bei uns an der Uni waren immer einige bulgarische Kommilitoninnen dabei.

musste gerade über einen Kommentar lachen

jens_, Thursday, 19.08.2010, 17:02 (vor 5625 Tagen) @ Blockwart

17.08.2010 12:39 Uhr:
von starke Frau:

Ich hörte von einer frechen Bloggerin, die eines ihrer Werke als Gastartikel auf einem typischen Macho-Blog veröffentlichte. Nach wenigen Tagen zog sie ihren Beitrag wegen frauenfeindlichen Dauerfeuers zurück.

Vielleicht weiß da jemand mehr.

Ja, wir wissen mehr über Isis Eskapaden! ;)

Das ist entlarvend

Blockwart, Thursday, 19.08.2010, 21:07 (vor 5625 Tagen) @ jens_

17.08.2010 12:39 Uhr:
von starke Frau:

Ich hörte von einer frechen Bloggerin, die eines ihrer Werke als
Gastartikel auf einem typischen Macho-Blog veröffentlichte. Nach wenigen
Tagen zog sie ihren Beitrag wegen frauenfeindlichen Dauerfeuers zurück.

So radikal ist deren Denke in Wirklichkeit: ein Blog zieht ideologisch/meinungsmäßig nicht mit. Er muss daher ein Machoblog sein. Dass es sich dabei um einen seit Jahren großen etablierten (und sogar eher linksorientierten) Blog handelt, der sich bislang "nichts zu Schulden kommen ließ", spielt für das Fallbeil-Urteil dabei auch keine Rolle mehr.

Denn die "starke Frau"* (Gott, haben die das immer nötig!) weiß natürlich ganz genau, was passiert ist und auch wo. Einen zu verkackeiern suchen liegt dieser falschen Bande ja ganz besonders im Blut.

*Oder sie ist ein "Yes Man". Das kann man natürlich gerade bei denen schlecht unterscheiden, weil die echten Femis ja auch so dämlich schreiben, dass man sie kaum noch persiflieren kann.

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