Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Jammerartikel in der taz über Blog-Damen -> Männer, wie üblich - schuld an allem ...

Leser, Tuesday, 17.08.2010, 23:53 (vor 5627 Tagen)
bearbeitet von Leser, Wednesday, 18.08.2010, 00:03

Es gibt Artikel, da fehlen einfach nur noch die Worte. Dieser hier ist so einer:

Wie im echten Leben

Die meisten Blogs im Netz stammen von Frauen. Doch wenn sie gehört werden wollen, gelten sie als karrieregeil.

Ah ja, ChrisTine und der FemokratieBlog z.B.? Oder "Mela" von der Piratenpartei, die folgendes als Kommentar schreibt:

Wo treibt ihr denn immer nur die ganzen Trolle auf? Ich blogge ja nun doch schon seit 2002/2003 und auch nicht selten zu kontroversen Themen und dennoch war das Feedback entweder positiv oder sachlich kritisch. Die paar wenigen Ausreisser dürften grade mal so mit Mühe und Not zweistellig sein. Demgegenüber steht eine Zahl von 3210 Kommntaren, alleine in meinem Hauptblog.

Wie auch immer, die schiefe Tonlage wird schon im ersten Absatz vorgegeben:

Im Netz hätte alles anders werden können: Mehr Gleichbehandlung, eine Loslösung von alten Geschlechterrollen. Doch das Internet ist ein von Männern dominiertes Medium, wie eine aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen nahelegt: In Deutschland sind 79 Prozent der Männer und nur 65 Prozent der Frauen online. In den "deutschen Blogcharts" befinden sich die wenigen Bloggerinnen, die eine eigene Seite betreiben, auf den hinteren Rängen.

Aah ja, männlich dominierte Unterdrückung also. FrauIn, schmeiß Hirn vom Himmel. Der auf fraulichen Wunsch gelöschte Eintrag vom Spiegelfechter ist dann wohl auch so ein "frauenfeindliches Machwerk männlicher Dominanz" bezogen auf die Argumente?

Oder ist es nicht einfach die Kapitulation vor Tatsachen;
meine ja nur so, als "Unterdrücker"

Offenbar ist die 23-Prozent-Lohnlüge schon so abgedroschen, dass es nun neue Opferinnenrollen braucht. Was bietet sich da mehr an, als Frauinnenim Netz? Oder ähnliche Pseudo-Kultrituale von Zubetonierten. Aber lesen wir weiter:

EWMD-Vertreterin Domscheit-Berg bloggt selbst und hat oft erlebt, wie gerade Frauen unsachlich kritisiert, sexistisch angemacht und beleidigt werden: "Eine selbstbewusste Frau mit einer erfolgreichen Karriere wird dann als männerhassende, karrieregeile Egoistin dargestellt, mit Beleidigungen unter der Gürtellinie überschüttet und bloßgestellt.

Tja, mag ev. im Promillebereich so sein - Spinner_INNEN gibt es überall - ich habe allerdings mehr von der weiblichen Sorte erlebt, mach(t)e allerdings kein Drama draus. Denn Gegenargumente machen scheinbar die schwächste Dogmatikerinnen platt, wenn ihnen nichts mehr anderes einfällt, als Unterdrückung und Sexismus skandierend und krakeelend auf ihren Net-Quotes zu beharren.

Was tun? Stopp-Schild aufbauen und die zugelassenen Kommentare nur noch von der IP-Adresse abhängig machen.

In Anlehnung an den Rassenstatut, pardon: Frauenstatut, der Grünen/Bündnis 90 nur noch ungerade IPs durchlassen?

Wie auch immer, hier der Artikel von "Katrin Strohmeier" in epischer Opferbreite:

"Wie im echten Leben"

Herrlich "dämlich" und durch die aktuellen Ereignisse eher wohl als widerlegt zu betrachten.

"Kasperletheater in drei Akten"

Aber die still mitlesende "Cavalleria Rustica" ist bestimmt schon im Anritt
- und morgen ab 10:00 wird es in der taz zu lesen sein.
Herr, ich höre Hufgetrampel der "Unterdrücktinnen" ;-)

Wohl von der Stute getreten.

Der Leser

Jammerartikel in der taz über Blog-Damen -> Männer, wie üblich - schuld an allem ...

Imageberater, Wednesday, 18.08.2010, 01:26 (vor 5627 Tagen) @ Leser

Man hätte es damals so machen sollen:

Als Männer das Internet entwickelten, hätte man Frauen davon gleich ganz ausschließen sollen. Nicht von der Entwicklung, da haben die eh nix beigetragen, aber vom Gebrauch.

Schließlich ist das Internet offenbar eine Sache, in der sie nur weiter diskriminiert werden. *schluchz* Und das kann ja keiner wollen.

Man hätte ihnen sagen sollen, dass sie gerne ihr eigenes Internet entwickeln können. Sollte ja kein Problem sein, wenn Männer das können, die ja im Grunde nur Höhlenmenschen sind im Vergleich zur Frau.

Um Frauen vor Diskriminierung zu schützen, sollte man Gesetze einführen, die ihnen den Gebrauch (oder die Eroberung) des Internets verbieten. In ihrem ureigensten Interesse. Totaler Frauenschutz.

Und nicht nur das. Auch im Wirtschaftsleben werden Frauen ja dauernd diskriminiert.

Also sollte man nur noch Unternehmen zulassen, die entweder eine rein männliche bzw. rein weibliche Belegschaft aufweisen. Keine Diskriminierung mehr möglich, oder?

Mädels, gerne! Viel Spaß. Die Weiberunternehmen könnten nur überleben, indem man sie dauersubventioniert...

Ich sehe die Geschäftsführerin schon: "Diese Jahr haben wir eine Rendite von 10 % erwirtschaftet!"

Ohne Subventionen: Insolvenz.

Und die Höhlenmenschen erwirtschaften eben nur 5 %, aber ganz ohne (von ihnen) getragene Subventionen. Und werden angesichts der 10 % der Frauen belächelt.

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Klasse Satire, Imageberater :-) ... und sehr, sehr den Kern treffend. (oT)

Leser, Wednesday, 18.08.2010, 01:34 (vor 5627 Tagen) @ Imageberater

- kein Text -

Thx@Leser. Aber das war natürlich keine Satire :)

Imageberater, Wednesday, 18.08.2010, 01:45 (vor 5627 Tagen) @ Leser

Ich meine das ernst.

Sobald Männer irgendwas machen, will eine Frau sogleich mitmachen.

Und will natürlich sofort Sonderregeln für sich selbst, die Männer sollen alles so herrichten, dass sie auch halbwegs damit klar kommt und dann große Töne spucken kann, dass sie das eigentlich ja viel besser kann.

Satire? Nur sehr bedingt...

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Weiß ich doch :) .... der Pudelin er ihr seinen Kern eben ;-) Trittbrettfahrerinnen (kT)

Leser_nicht_eingeloggt, Wednesday, 18.08.2010, 02:21 (vor 5627 Tagen) @ Imageberater

- kein Text -

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