"Millionen Frauen und Kinder, die gefährdet sind"
Der Regionaldirektor des Kinderhilfswerks UNICEF, Daniel Toole, sagte mit Blick auf die drohende Ausbreitung von Krankheiten: "Wir haben nicht Hunderttausende, sondern Millionen Frauen und Kinder, die gefährdet sind." Auch die ohnehin im Land verbreitete Unterernährung werde nun noch zunehmen. Gefahr drohe zudem durch Cholera und Durchfall, da es an sauberem Trinkwasser mangelt.
Zwar versorge das UN-Kinderhilfswerk inzwischen 1,3 Millionen Menschen mit Trinkwasser, aber. "Millionen weitere Opfer der Katastrophe warten noch auf sauberes Wasser. Wir müssen sie dringend erreichen", betonte der Leiter von Unicef Pakistan, Martin Mogwanja. Die Vereinten Nationen hätten bislang nur 160 Millionen Soforthilfe erhalten - rund ein Drittel der erbetenen Summe. Das sei viel weniger, als benötigt werde, "weil Millionen Menschen weiterhin in akuter Not sind". Die UN hatten am Mittwoch vergangener Woche 459 Millionen Dollar (352 Mio Euro) Soforthilfe angefordert.
Auch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) rief die Staatengemeinschaft eindringlich zu mehr Hilfe für die Flutopfer in Pakistan auf. "Nahrungsmittel, Lastwagen, Hubschrauber und Arbeitskräfte - das alles kostet Geld", sagte WFP-Landesdirektor Wolfgang Herbinger. Die Hindernisse bei der Hilfe für die Notleidenden seien weiterhin "massiv".
http://www.n-tv.de/panorama/Pakistan-ruft-um-Hilfe-article1285836.html
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