Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Das frigide Milieu ...

Zeitgenosse, Tuesday, 17.08.2010, 12:15 (vor 5627 Tagen)

... hat eine neue Heimstatt gefunden: den Feminismus.

In dem in mancher Hinsicht so puritanisch-prüden Amerika ist es dennoch Brauch, ein Konzert zu Party werden zu lassen und die Mädels zeigen gern mal ihre Titten. Dem deutschen, links-alternativen, sauertöpfischen Milieu ist das jedoch nicht mehr möglich. Eine Rap-Band braucht ihrem Stammelgesang ab, weil ein Fan aus dem Publikum auf Zuruf des Publikum im BH auf der Bühne herumhopste. Emma feiert:

Popkultur kann so vorbildlich sein! Die Electropunk-Rap-Band „Frittenbude“ hat ein Konzert wegen Sexismus abgebrochen. Die Musiker des Labels Audiolith sollten die Stimmung beim Mini-Rock-Festival in Horb bei Stuttgart ordentlich anheizen. Stattdessen kam es zum Eklat: Für den Remix „Raven gegen Deutschland“ der Band „Egotronic“ holte Sänger Johannes Rögner (Foto Mitte) eine junge Frau zum Mitsingen auf die Bühne. „Ausziehen, ausziehen!“ grölte das Publikum. Und was tat die junge Frau? Sie zog ihr Shirt aus und räkelte sich im BH. „Auf so eine sexistische Scheiße haben wir keinen Bock“, reagierte Rögner, 29, prompt, Keyboarder Jakob Häglsperger, 26, zeigte der grölenden Meute den Mittelfinger und das war’s. Trotz Bemühungen der Veranstalter kam die Band nicht zurück auf die Bühne. Häglsperger hofft, dass sich das meist noch sehr junge Frittenbude-Publikum nach dem klaren Statement gegen Sexismus stärker mit dem Thema beschäftigt. „Leute, die den Abbruch nicht verstehen, sollen sowieso nicht mehr auf unsere Konzerte kommen“, sagt er. Ein Zuschauer schrieb danach auf Facebook: „Mutig und richtig“. Das findet EMMA auch.
http://anonym.to/?http://www.emma.de/

Gruß

Zeitgenosse

PS: asketische Ideale

Zeitgenosse, Tuesday, 17.08.2010, 12:17 (vor 5627 Tagen) @ Zeitgenosse

Denn ein asketisches Leben ist ein Selbstwiderspruch: hier herrscht ein Ressentiment sonder Gleichen, das eines ungesättigten Instinktes und Machtwillens, der Herr werden möchte, nicht über Etwas am Leben, sondern über das Leben selbst, über dessen tiefste, stärkste, unterste Bedingungen; hier wird ein Versuch gemacht die Kraft zu gebrauchen, um die Quellen der Kraft zu verstopfen; hier richtet sich der Blick grün und hämisch gegen das physiologische Gedeihen selbst, in Sonderheit gegen dessen Ausdruck, die Schönheit, die Freude; während am Missraten, Verkümmern, am Schmerz am Unfall, am Häßlichen, an der willkürlichen Einbuße, an der Entselbstung, Selbstgeißelung, Selbstopferung ein Wohlgefallen empfunden und gesucht wird. Dies ist Alles im höchsten Grade paradox: wir stehen hier vor einer Zwiespältigkeit, die sich selbst zwiespältig will, welche sich selbst in diesem Leiden genießt und in dem Maße sogar immer selbstgewisser und triumphierender wird, als ihre eigene Voraussetzung, die physiologische Lebensfähigkeit, abnimmt. „Der Triumph gerade in der letzten Agonie“: unter diesem superlativischen Zeichen kämpfte von jeher das asketische Ideal; in diesem Rätsel von Verführung, in diesem Bilde von Entzücken und Qual erkannte es sein hellstes Licht, sein Heil, seinen endlichen Sieg.
...
Das asketische Ideal entspringt dem Schutz- und Heil-Instinkte eines degenerierenden Lebens, welches sich mit allen Mitteln zu halten sucht und um sein Dasein kämpft; es deutet auf eine partielle physiologische Hemmung und Ermüdung hin, gegen welche die tiefsten, intakt gebliebenen Instinkte des Lebens unausgesetzt mit neuen Mitteln und Erfindungen ankämpfen.
...
Das kranke Weib in Sonderheit: Niemand übertrifft es in Raffinements, zu herrschen, zu drücken, zu tyrannisieren. Das kranke Weib schont dazu nichts Lebendiges, nichts totes, es gräbt die begrabensten Dinge wieder auf (die Bogos sagen; „das Weib ist eine Hyäne“). Man blicke in die Hintergründe jeder Familie, jeder Körperschaft, jedes Gemeinwesens: überall der Kampf der Kranken gegen die Gesunden, - ein stiller Kampf zumeist mit kleinen Giftpulvern, mit Nadelstichen, mit tückischem Dulder-Mienenspiele, mitunter aber auch mit jenem Kranken-Pharisäismus der lauten Gebärde, der am liebsten „die edle Entrüstung“ spielt.

(Nietzsche – Genealogie der Moral)

Die sollten sich mal mit der Begriffsdefinition von "Sexismus" vertraut machen und ...

Ein Mann, Tuesday, 17.08.2010, 12:38 (vor 5627 Tagen) @ Zeitgenosse

... mal endlich ficken...

Aber die

http://www.motorfm.de/wp-content/uploads/2010/07/frittenbude.jpg

hat wohl allenfalls die Mama lieb und ein paar notgeile Heteroemanzen...

Gibt es wohl eine schlöimmere Beleidigung für "Rapper" als eine Adelung durch die "Emma" - wohl kaum.

Und warum hat diese unbedeutende Band einen Wikieintrag, vielleicht sollten wir den mal bearbeiten

http://de.wikipedia.org/wiki/Frittenbude_%28Band%29

oder

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Frittenbude_%28Band%29

diskutueren.

Ach du meine Güte...

Max Aram, Tuesday, 17.08.2010, 14:15 (vor 5627 Tagen) @ Ein Mann


http://www.motorfm.de/wp-content/uploads/2010/07/frittenbude.jpg

Was für erbärmliche Milchbärte ... Hosenscheißerband, noch schlimmer als die Bettnässer von "Echt"

WikiPrawda

adler, Kurpfalz, Tuesday, 17.08.2010, 20:45 (vor 5627 Tagen) @ Ein Mann


Und warum hat diese unbedeutende Band einen Wikieintrag
http://de.wikipedia.org/wiki/Frittenbude_%28Band%29

Steht doch alles in Deinem verlinkten Eintrag von WikiPrawda,

Bekannt wurde die Band ... aber auch durch ihren Einsatz gegen rechte Gewalt.

Wir haben euch was mitgebracht. (Bass, Bass, Bass)
Fürs Nazi- und Faschistenpack gibts Hass, Hass, Hass!
-(Egotronic - Raven gegen Deutschland (Indiefresse - Frittenbude Remix))

Ich beteilige mich ganz gewiss nicht an Linkenparanoia in den Maskuforen. Aber daß die WikiPrawda von feministischem Gedankengut und von linken Sozialromantikern nicht nur durchseucht, sondern okkupiert ist, das ist eine Tatsache. Darum
Hände weg von der WikiPrawda bei allen aktuellen gesellschaftlichen, politischen oder geschichtlichen Themen!

vielleicht sollten wir den mal bearbeiten

Dann wünsche ich Dir frohes Gelingen. Es ist, wie der Versuch, das Meer mit einem Löffel auszuschöpfen. Du wirst als Schwarzer Ritter dort enden. Das haben schon viele versucht und sich dann resigniert zurückgezogen. Wenn Du mir nicht glauben magst, dann such mal im Gelben oder bei Genderama nach den Begriffen
-> wikipedia, Barb oder Schwarze Feder.

Gruß
adler

--
Frauenrat der Grünen empört-Gebäudereinigung:
Männer verdienen bei Außenreinigung deutlich mehr als Frauen bei Innenreinigung.

"Benachteiligungen von Männern beseitigen ... das ist nicht unser politischer Wille" -Grüne, Ortsgruppe Goslar

LOL - bigotte Heuchler!

Müller, Tuesday, 17.08.2010, 15:11 (vor 5627 Tagen) @ Zeitgenosse

„Auf so eine sexistische Scheiße haben wir keinen Bock“.

Tja, die Linken sind die neuen Konservativen.

Das frigide Milieu ...

Eugen, Tuesday, 17.08.2010, 15:28 (vor 5627 Tagen) @ Zeitgenosse

... hat eine neue Heimstatt gefunden: den Feminismus.

Und was tat die junge Frau? Sie zog ihr
Shirt aus und räkelte sich im BH. „Auf so eine sexistische Scheiße haben
wir keinen Bock“, reagierte Rögner, 29, prompt, Keyboarder Jakob
Häglsperger, 26, zeigte der grölenden Meute den Mittelfinger und das war’s.

...


Gruß

Zeitgenosse

... das stürzt mich allerdings in einen Abgrund von Zwiespalt: Will ich Musik hören oder Titten betrachten? Gut, man könnte einwenden, das sei ja ohnehin keine Musik, sondern allenfalls Brunftlaute auf dem Niveau von Würstchen aus Separatorenfleisch (einen Einwand, den ich sehr Ernst nähme). Dann muss man aber auch eingestehen, dass das was die junge Frau da machte, kein Sex ist, sondern genau das: Eine sexistische Scheiße! Wer´s nicht glaubt, geht aufgegeilt wie er ist auf die Bühne und versucht dort seine ... äh ... Impulse adequat zu verströmen. Er erfährt dann vielleicht, dass Freiheiten von Frauen noch lange keine Freiheiten von Männern sind.

Wo liegt mein Gedankenfehler?
Gruß, Eugen

Das frigide Milieu ...

Zeitgenosse, Tuesday, 17.08.2010, 15:45 (vor 5627 Tagen) @ Eugen
bearbeitet von Zeitgenosse, Tuesday, 17.08.2010, 15:51

Wo liegt mein Gedankenfehler?

... zu glauben, männliche und weibliche Sexualität müßten sich gleichartig äußern wollen/können/dürfen.

Gruß

Zeitgenosse

PS: Hier die männlich pubertäre Variante mit einer allerdings positiv spaßhaften Einstellung zur Sexualität
Bloodhound Gang: Ballad of Chasey Lain
(vor allem auf den Text hören)

PPS:
hier mit Text
(Keine Bombenbauanleitung - ich schwör's!)

Das frigide Milieu ...

Eugen, Tuesday, 17.08.2010, 15:56 (vor 5627 Tagen) @ Zeitgenosse

Wo liegt mein Gedankenfehler?


... zu glauben, männliche und weibliche Sexualität müßten sich gleichartig
äußern wollen/können/dürfen.

Gruß

Zeitgenosse

Das glaube ich eben gerade nicht! Deswegen kritisiere ich ja Sexismus. Sexismus, vorzugsweise weiblicher, tut so als ob, ist völlig unverbindliche Reklame. Männer wollen aber nicht so tun als ob, sie wollen tun, ganz verbindlich. Da liegt der Hund begraben.

Ich weiß schon: Männer wollen sich ihre Spielsachen nicht wegnehmen lassen, deswegen befürworten sie weiblichen Sexismus, bzw. benennen ihn noch nicht mal so, sie wollen tittenwackelnde Frauen sehen, wollen sich aufgeilen. Dann müssen sie aber auch mit den resultierenden Spannungen klarkommen ... oder wichsen ;-)

Gruß, Eugen

C'est la vie (oT)

Zeitgenosse, Tuesday, 17.08.2010, 15:58 (vor 5627 Tagen) @ Eugen

-

Geschlechtsmarketing

Borat Sagdijev, Tuesday, 17.08.2010, 21:39 (vor 5627 Tagen) @ Eugen

Das glaube ich eben gerade nicht! Deswegen kritisiere ich ja Sexismus.
Sexismus, vorzugsweise weiblicher, tut so als ob, ist völlig unverbindliche
Reklame. Männer wollen aber nicht so tun als ob, sie wollen tun, ganz
verbindlich. Da liegt der Hund begraben.

Ich denke es gibt auch Männer die unverbindliches Geschlechtsmarketing betreiben.
Es sind nur Wenige, es ist dem Mann nicht wie der Frau in die Wiege gelegt.
Worauf beruht ein guter Teil des Erfolgs von Schauspielern wie George Clooney u.ä.?
Der ist natürlich ein unerreichbarer Star und die Weiber verzehren sich nach Ihm.
Betreibt ein Mann ohne solchen Prominenzstatus unverbindliches Geschlechtsmarketing ist er bei unseren Frauen alles andere als beliebt und zieht Hass, Wut, Missgunst und Vergeltungsmaßnahmen auf sich.
Oder die Weiber mutieren zu einer hysterischen Krötenwanderung beim Frauenabend mit Männerstrip.

Ich weiß schon: Männer wollen sich ihre Spielsachen nicht wegnehmen
lassen, deswegen befürworten sie weiblichen Sexismus, bzw. benennen ihn
noch nicht mal so, sie wollen tittenwackelnde Frauen sehen, wollen sich
aufgeilen. Dann müssen sie aber auch mit den resultierenden Spannungen
klarkommen ... oder wichsen ;-)

Ich frage mich ja manchmal ob Männer das unbedingt wollen, oder die Meisten glauben das sie tittenwackelnde sich ansatzweise oder tatsächlich prostituierende Weiber immer wollen müssen damit Sie ein richtiger Mann sind und Ihnen Mutti die Identität nicht wieder wegnimmt und in die Moulinex steckt.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Das frigide Milieu ...

Tätiger, Tuesday, 17.08.2010, 17:19 (vor 5627 Tagen) @ Zeitgenosse

(Foto Mitte) eine junge Frau zum Mitsingen auf die Bühne. „Ausziehen,
ausziehen!“ grölte das Publikum. Und was tat die junge Frau? Sie zog ihr
Shirt aus und räkelte sich im BH. „Auf so eine sexistische Scheiße haben
wir keinen Bock“, reagierte Rögner, 29, prompt, Keyboarder Jakob
Häglsperger, 26, zeigte der grölenden Meute den Mittelfinger und das war’s.

selbstverständlich forderte das Publikum die _Band_ auf sich auszuziehen.
Da sich die Jungchen aber für ihre Boxershorts mit rosa Elefanten schämten und es auf der Bühne zu kalt war, gingen sie lieber Backstage um eine warme Milch zu trinken, die ihnen ihre Mami gemacht hatte.
:->

das arme Mädel mit dem BH

kein name, Tuesday, 17.08.2010, 21:56 (vor 5627 Tagen) @ Zeitgenosse

die dürfte ganz schön perplex gewesen sein wegen dieser Zurückweisung.

Rögner? Häglsperger

ajk, Wednesday, 18.08.2010, 00:23 (vor 5627 Tagen) @ Zeitgenosse

LOOOOL Was sind das für welche?

/ajk

--
Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert

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