Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Amerikanerin zu über 20 Jahren Hausarrest verurteilt

Imageberater, Friday, 13.08.2010, 10:13 (vor 5631 Tagen)

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,711614,00.html

Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein:

Eine Büroleiterin in Pennsylvania hatte fast eine halbe Million Dollar unterschlagen. Ein Gericht verurteilte sie jetzt zu Hausarrest bis das Geld zurückgezahlt ist. Das dürfte zwei Jahrzehnte dauern.

Philadelphia - Ein ungewöhnliches Urteil hat ein Richter im US-Staat Pennsylvania gefällt: Eine Frau, die als Büroleiterin 475.000 Dollar (371.000 Euro) unterschlagen und ein kleines Familienunternehmen dadurch in den Ruin getrieben hat, steht voraussichtlich die kommenden zwei Jahrzehnte unter Hausarrest. In dieser Zeit muss die 40-Jährige ihre Schulden bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber abstottern.

In Deutschland hätte sie ihren Ex-Arbeitgeber einfach wegen sexueller Belästigung angezeigt und der wäre dann in den Knast eingewandert bzw. hätte ihr dann noch Schadensersatz zahlen müssen.

Aber machen wir uns nichts vor: Die Gute findet irgendeinen Trottel, der ihr die restlichen 200.000 Dollar (156.250 Euro) zumindest anteilig leiht und sie ist straffrei aus dem Schneider.

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Verzichtet der Geschädigte auf die Zinsen oder kann...

Ein Mann, Friday, 13.08.2010, 11:20 (vor 5631 Tagen) @ Imageberater

... da wer nicht rechnen.

Schon bei nur 5% Zinsen würde die genannte Rate nicht zur Tilgung ausreichen, weil allein die mtl. Zinsen höher wären.

Bei 5% p.a. und einer gleichbleibenden Monatsrate müßte sie 1400,- mtl. überweisen um in knapp 20 Jharen den Betrag zu tilgen.

Nutte?

TMerten, Friday, 13.08.2010, 11:50 (vor 5631 Tagen) @ Imageberater

Das sie das Geld geklaut hat, ist sicher. Wie sie es zurückzahlen soll, wenn sie das Haus nicht verlassen darf, ist für mich rätselhaft. Also entweder die hat einen Mann, der wieder mal für den Fehler eine Frau blechen muss oder sie ist eine Nutte und empfängt ihre Kunden zukünftig zu Hause. Das Letztere halte ich persönlich für wahrscheinlich.

Im Artikel steht sie dürfe zum Arbeiten das Haus verlassen...

Ein Mann, Friday, 13.08.2010, 12:01 (vor 5631 Tagen) @ TMerten

- kein Text -

Mal was zu amerikanischen Gerichtsverfahren

Max Aram, Friday, 13.08.2010, 14:08 (vor 5631 Tagen) @ Imageberater

In den USA wird in der ersten Instanz der Streitwert sehr hoch angesetzt (gleich auf ein Mille verklagen, wenn nur ein Sack Reis umgekippt und ein paar Krümel verschüttet sind). Über diesen verdienen die gewinnenden Anwälte anteilsmäßig ihr Geld. Dann geht man in Revision und - upps - plötzlich gibt es Urteile mit Augenmaß.

Ich hab den Artikel nicht gelesen, aber wenn es ein Richter in einem Bundesstaat war, wird es kaum das Supreme Court gewesen sein. Wie die entscheiden, lesen wir hierzulande vermutlich gar nicht mehr.

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