Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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PDS--Erzieherin aus Lüneburg von der Stadt freigestellt

Ein Mann, Wednesday, 11.08.2010, 12:50 (vor 5633 Tagen) @ Informant

Tja, könnte auch so lauten...

Dunkelrote Erzieherin freigestellt

Eine in der linksextremen Szene engagierte Frau arbeitet in Lüneburg als Erzieherin. Nach einer taz-Anfrage zog die Stadt nun Konsequenzen.

Ihre Gesinnung lebt sie im Alltag. Bei Festen der PDS schenkt Birkhild T. Kaffee und Kuchen aus. Nebenher führte die fünffache Mutter jahrelang eine kleine rotinternationale Frauengruppe, half Genossinnen in Erziehungsfragen. Bis zum Verbot schickte sie die eigenen Kinder zur "Freien Sozialistischen Jugend". Und doch ist sie als Pädagogin in der Kindertagsstätte Marienplatz im niedersächsischen Lüneburg tätig. Die Leitung ist erschüttert und zieht Konsequenzen: "Sie ist vom Dienst freigestellt", erklärt keine zwei Stunden nach der Nachfrage der taz Daniel Steinmeier, Pressereferent der Stadt.

Seit dem 1. August ist T. in der städtischen Tagesstätte angestellt. Zuvor war sie bereits bei einer anderen Kindertagesstätte der Stadt beschäftigt. "Von der politischen Tätigkeit wussten wir nichts", sagt die Leiterin der Tagesstätte Marienplatz, die am Telefon hörbar bewegt ist. Kennt sie T. doch schon aus der Ausbildungszeit. "Nichts ist mir aufgefallen", sagt sie. "Ganz liebevoll geht sie mit den Kindern um."

Auch in der Region bei Lübtheen, wo T. lebt, ist sie der Bürgermeisterin Ute Lindenau (SPD) als engagierte Linkslinke aufgefallen. Die Familie nahm am PDS-Kinderfest in Grevesmühlen teil. Ihr Mann ist Wahlkreismitarbeiter des PDS-Fraktionschefs (...) in der Lindenstadt. Bürgermeisterin Lindenau betont aber, T. sei nicht bloß wegen ihres Mannes als "linkslink" bekannt. Sie stammt aus einem linkslininternationalen Familienverband in Niedersachsen. Ihr Vater sprach im Hinblick auf die zahlreichen Geschwister Birkhilds von seinem „eigenen Lebensborn“. Schwestern und Schwägerinnen sind Lehrerinnen.

Auch in Lübtheen musste sich der Sportverein schon gegen das ehrenamtliche Engagement T.s und weiterer PDS-Eltern wehren - aus Sorge vor einen Unterwanderung. An der Grundschule wurde Birkhild T. dennoch in die Elternvertretung gewählt.

Nach 13 Jahren sei sie aus dem Mutterschutz ins Berufsleben zurückgekehrt, sagt der Lüneburger Stadt-Pressereferent Steinmeier. Einzelne Vorwürfe hätte sie im Gespräch abgestritten. "Wir überprüfen das aber alles jetzt sehr genau", sagt er. "Wir wollen keine Linksextremen Kinder erziehen lassen". Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Christa Reichwaldt, betont: "Die Träger von Kindertagesstätten und Schulen sind in den konkreten Fällen gefordert, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit diese Personen nicht mehr für die Erziehung und Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen zuständig sind".


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