OT oder nicht OT? Die Doppelmoral eines typischen, linken Wiener Bobos
Daraus:
Zuerst:
Ein Kind in Wien aufzuziehen, ist von meiner Erfahrung her aber auf jeden Fall das Beste. Da nehme ich diese ausländerfeindlichen Dinge in öffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf. Ich habe leicht reden, aber meine Frau ist Perserin. Die wird im Bus als Türkin beschimpft. [Frage: Ist "Türke" jetzt schon ein Schimpfwort?] Das nimmt sie hin, dafür dass wir in anderen Bereichen Sicherheit haben.
Auf einer administrativen Ebene bin ich zufrieden in Wien. Auf einer stimmungsmäßigen Ebene, die durch viele Faktoren erzeugt wird, bin ich extrem unzufrieden. Dass da immer so ein brauner Kack aufgekocht wird die ganze Zeit.
Warum machen die Grünen Politik für Migranten, und die Migranten wählen die Grünen nicht?
Vielleicht weil türkische Migranten, das sind, was du bei Österreichern als "braunen Kack" bezeichnest?
Ja, "Solidarität" ist heute schon so ein Tabuwort, das man in Diskussionen ganz schlecht anbringen kann. Weil die Leute damit nichts mehr verbinden. Weil es auch keine Partei gibt, die sich das wirklich stark auf die Fahnen heftet.
Was dieser Herr konkret unter Solidarität versteht, werden wir gleich sehen.
Meine Kinder gehen in den Sargfabrik-Kindergarten. Das ist ein tolles Wohnprojekt - von Alt-68ern entworfen. Sie haben eine alte Sargfabrik renoviert und toll hergerichtet: Es gibt ein Schwimmbad, ein Theater, einen Konzertraum. Eher alles so auf Batik-T-Shirt. Aber es gibt einen super Kindergarten, der von den Leuten, die dort wohnen, querfinanziert wird. Die zahlen alle noch einmal ein paar Euro, um den Kindergarten am Leben zu halten. So viel zu Solidarität, die dort gut funktioniert.
Mir kommen die Tränen bei so viel Solidarität. Der gute Mann schickt also seine Kinder nicht in Kindergärten die voll sind mit Kulturbereicherer...nein, Solidarität bedeutet, dass die gstopften Bobos gemeinsam einen Kindergarten für ihre Kinder finanzieren, alle paar Jahre ein Kreuzerl bei rot oder grün machen und über den braunen Kack in der Unterschicht schimpfen, der sich solche ausländerfreien Kindergärten nicht leisten kann.
Aber jetzt kommt der absolute Burner:
Es ist ein Dilemma. Ich werde mein Kind auch nicht in den 15. Bezirk in die Schule geben, sondern wahrscheinlich in die WUK-Schule. Ich werde halt auch schauen - es ist echt hart, dass ich das über die Lippen krieg, aber es ist so - dass der Anteil der nichtdeutschsprechenden Schüler so gering wie möglich ist. Das macht jeder, wenn man ehrlich ist. Es ist kein gutes Zeugnis für die Wiener Schullandschaft.
Hab ich da richtig gelesen? Der linke Bobo, der über den braunen Kack lästert, schickt seine Kinder in Privatschulen, die möglichst ausländerfrei sein sollen?
Natürlich ist das kein Einzelfall...das machen ja alle Bobos in ihren Nobelbezirken so. Auf gut deutsch: Ich bin der toleranteste Rot/Grün-Wähler überhaupt und bekämpfe bei jeder Gelegenheit tapfer die braune Brut auf Demos und schimpfe über die rassistischen Proleten, die sich über den hohen Ausländeranteil in Schulen beschweren...das einzige worauf ich aber Wert lege ist, dass meine Kinder mit dem Ausländer-Gesindel nicht in Kontakt kommen.
Das ist die Lebenswelt jener Leute, die uns permanent erklären, was für eine Bereicherung der interkulturelle Dialog für unsere Kinder ist....jene Leute, die seit 20 Jahren die Nazi-Keule auspacken, wenn nur der Hauch einer Kritik an der ungezügelten und vom Staat subventionierten Unterschichten-Zuwanderung ertönt. Die Nazis sind immer die anderen - denn wir wählen ja rot/grün.
Im Standard-Forum hat jemand geschrieben: Eigentlich müsste ein Gesetz geschaffen werden, welches Politiker dazu verpflichtet ihre Kinder in die staatlichen Kindergärten/Schulen zu setzen. Da würde sich dann plötzlich ganz schnell was ändern.
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