Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Zeit online widmet sich maennlichen Bildungsverlierern

jens_, Tuesday, 10.08.2010, 16:12 (vor 5634 Tagen)

http://www.zeit.de/2010/32/Jungen-Bildung-Entschulung

Jungen sind die Verlierer des Bildungssystems. Das echte Leben ist die bessere Schule für sie.

Die Mädchen geben den Ton an - im Unterricht, im Morgenkreis oder in der Klassenversammlung. >Vor allem verbal sind sie überlegen«, sagt Großpietsch. Wenn Jungen auffallen, dann oft nicht durch gute Noten, sondern durch Desinteresse oder Stören. Vor zehn Jahren hat es der Schulleiter zum ersten Mal bemerkt: >Die Jungen rutschen ab. Wir müssen etwas tun.«

Die Jungen, einst in der Mehrheit unter Abiturienten und Studenten, geraten in der Schule ins Hintertreffen. Und das Phänomen beschränkt sich keineswegs auf einzelne Problemstadtteile oder soziale Schichten. Es ist auch keine Randerscheinung, das zeigen die Zahlen deutlich: Drei Viertel der Sonderschüler sind männlich und zwei Drittel der Schulabbrecher. Spätestens seit dem ersten Pisa-Test im Jahr 2000 gelten Jungen als Sorgenkinder, gar als Verlierer unseres Bildungssystems - quer durch alle Schulformen. Beim Lesen hinken sie rund ein halbes Jahr hinter den Mädchen her, unter den ganz schwachen Lesern sind sie doppelt so häufig vertreten. Statistisch gesehen, müssen sich Eltern auf Ärger einstellen, wenn es im Kreißsaal heißt: Es ist ein Junge. Egal, ob Schreibabys oder Zappelphilippe, Legastheniker oder Computerjunkies - Söhne beschäftigen die Beratungsstellen weit häufiger als Töchter.

Passend zum Thema: Was hilft den Jungen?

jens_, Tuesday, 10.08.2010, 16:38 (vor 5634 Tagen) @ jens_

Ebenfalls in der Zeit: http://www.zeit.de/2010/32/Streitgespraech-Jungen

Die Bildungsexperten Hannelore Faulstich-Wieland und Klaus Hurrelmann streiten über die richtigen Förderkonzepte.

Ein lila Pudel und eine Feministin unterhalten sich ueber Jungen als Bildungsverlierer. Dass dabei nicht viel produktives zu lesen ist, duerfte kaum ueberraschen.

Hurrelmann ein Pudel?

Müller, Tuesday, 10.08.2010, 17:28 (vor 5634 Tagen) @ jens_

Ich finde nicht unbedingt, dass Hurrelmann ein Pudel ist. Hast du Beispiele dafür?

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etwas ueber Ziel hinausgeschossen

jens_, Tuesday, 10.08.2010, 18:13 (vor 5634 Tagen) @ Müller

Ich finde nicht unbedingt, dass Hurrelmann ein Pudel ist. Hast du Beispiele
dafür?

Dabei bin ich wohl etwas ueber das Ziel hinausgeschossen, zumindest fiel im auf der ersten Seite seine frauenzentrierte Antwort auf:

Hurrelmann: Ich beobachte, dass Mädchen generell für die Zukunft besser gerüstet sind. Sie denken weniger materialistisch, fragen stärker nach dem Sinn einer Tätigkeit. Diese Perspektive erleichtert es ihnen, verschiedene Rollen - etwa bei der Arbeit und in der Familie - zu verbinden. Sie sind sogar mutiger: Mädchen ziehen früher von zu Hause aus, während junge Männer länger bei den Eltern hocken.

etwas ueber Ziel hinausgeschossen

roser parks, Tuesday, 10.08.2010, 18:39 (vor 5634 Tagen) @ jens_

Hurrelmann: Ich beobachte, dass Mädchen generell für die Zukunft besser
gerüstet sind. Sie denken weniger materialistisch, fragen stärker nach dem
Sinn einer Tätigkeit. Diese Perspektive erleichtert es ihnen, verschiedene
Rollen - etwa bei der Arbeit und in der Familie - zu verbinden. Sie sind
sogar mutiger: Mädchen ziehen früher von zu Hause aus, während junge Männer
länger bei den Eltern hocken.

Das ist doch aber eher Beispiel für Lila!

etwas ueber Ziel hinausgeschossen

Müller, Tuesday, 10.08.2010, 19:16 (vor 5634 Tagen) @ roser parks

Finde ich überhaupt nicht.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass "Mädchen" erstmal eher nicht so auf den (selbst erarbeiteten - und das ist der Punkt) Besitz materieller Dinge stehen (das würde ich aus meiner Jugendzeit so einschätzen) - wozu auch, wenn sollten sie vermeintlich "beeindrucken" müssen?

Jungs "protzen" m. E. eben tendenziell eher mit "Dingen" rum. Was ich aber nicht schlimm fände, wenn sie berücksichtigten, dass materielle Dinge nicht alles - und vor allem vergänglich - sind und im Blick behalten, dass vor allem erstmal Wissen wichtig ist.

Ich glaube, der Fokus aufs Materielle kommt bei manchem "Mädchen" dann später als Frau - und dann mitunter manchmal nicht zu knapp.

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etwas ueber Ziel hinausgeschossen

Roslin, Tuesday, 10.08.2010, 19:23 (vor 5634 Tagen) @ Müller

Natürlich bedient Hurrelmann hier ein feministisches Klischee, will sich wohl ein wenig anbiedern bei seinem durchfemannzten Gegenüber.

Später wird's dann etwas besser und Herr Hurrelmann wird deutlicher.

Mädchen sind weniger materialistisch, WEIL SIE ES SICH LEISTEN KÖNNEN.

Dafür haben sie ja die Jungen, später die Männer, für's Grobe, Materialistische.

Sie können tibetanisches Glockenspiel und Pauer-Ikebana studieren, weil sie nicht daran denken müssen, einen Mann und Kinder ernähren zu können.

Muss aber schon lange zurück liegen

t @, Tuesday, 10.08.2010, 21:39 (vor 5634 Tagen) @ Müller

Finde ich überhaupt nicht.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass "Mädchen" erstmal eher nicht so auf
den (selbst erarbeiteten - und das ist der Punkt) Besitz materieller Dinge
stehen (das würde ich aus meiner Jugendzeit so einschätzen) - wozu auch,
wenn sollten sie vermeintlich "beeindrucken" müssen?

Jungs "protzen" m. E. eben tendenziell eher mit "Dingen" rum. Was ich aber
nicht schlimm fände, wenn sie berücksichtigten, dass materielle Dinge nicht
alles - und vor allem vergänglich - sind und im Blick behalten, dass vor
allem erstmal Wissen wichtig ist.

Ich glaube, der Fokus aufs Materielle kommt bei manchem "Mädchen" dann
später als Frau - und dann mitunter manchmal nicht zu knapp.

Das wichtigste beim Mädel ist als erstes mal ein schnuckeliger, aber PS-starker Wagen.
Das ist denen weitaus wichtiger als Jungs. Die sind da, so hab ich es erlebt sogar meist etwas schlauer und verzichten, solange es nicht von den Eltern generös unterstützt wird erstmal auf was neues (vielleicht auch im Wissen, mit den Reparaturen an was altem weniger überfordert zu sein), und landen nicht gleich im erstbesten Leasingvertrag.

So zumindest meine Erfahrung.
Was das Protzen mit anderen Dingen angeht, weiteste Reise, teuerste Handtasche etc kenne ich mich nicht so aus.

Wirklich traurig halt, das sich Emanzipieren nur auf schlechtes Kopieren hinausläuft.

Nochmal Zeit online

jens_, Wednesday, 11.08.2010, 15:51 (vor 5633 Tagen) @ jens_

etwas ueber Ziel hinausgeschossen

Lex, Wednesday, 11.08.2010, 17:22 (vor 5633 Tagen) @ jens_

Sie sind
sogar mutiger: Mädchen ziehen früher von zu Hause aus, während junge Männer
länger bei den Eltern hocken.

Und wohin ziehen diese mutigen Mädchen? Richtig, zu ihrem Freund. Noch dazu: Wer führt denn die Jugendarbeitslosigkeits-Statistik an?

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