Interessanter Artikel über Väter, die in Karenz gehen
Der österreichische „Standard“ berichtet:
Väterkarenz: Kinderliebe kann Karriere kosten
09. August 2010, 18:51
Nur wenige Männer gehen in Karenz - auch weil sie am Arbeitsplatz Mobbing fürchten müssen
(…)
Karriereknick, Abstellgleis, im Extremfall der Rauswurf - dieses Schema ist Sandra Konstatzky, Juristin bei der staatlichen Gleichbehandlungsanwaltschaft, die im Fall F. eine Diskriminierung feststellte, wohlvertraut. Immer wieder beschweren sich Väter, die im Job geschnitten werden, weil sie für ein paar Monate heim zu den Kindern wollen. Nach wie vor litten zwar vor allem Frauen unter derartiger Diskriminierung, weil diese öfter in Karenz gingen, sagt Konstatzky, "doch die Sanktionen der Arbeitgeber fallen bei Männern tendenziell schärfer aus".
Karenzwillige Väter seien häufiger in den oberen Unternehmensetagen anzutreffen, meint die Anwältin - und stießen gerade dort auf besonderes Unverständnis ihrer Bosse. Freiwilliges Windelwechseln passe eben nicht zum Klischee des jungen, dynamischen Managers, für Väter sei die Paraderolle des rund um die Uhr arbeitenden Ernährers vorgesehen. Überdies liest Konstatzky aus den ihr bekannten Schikanen durch Firmenchefs eine Drohbotschaft heraus: "Ihr Männer fangt nicht auch noch damit an, euch aus der Arbeit davonzustehlen."
http://derstandard.at/1280984336923/Vaeterkarenz-Kinderliebe-kann-Karriere-kosten
Besonders bemerkenswert für den feministischen „Standard“ fand ich diesen Satz: "doch die Sanktionen der Arbeitgeber fallen bei Männern tendenziell schärfer aus".
Ja, ja, das privilegierte Geschlecht …
Gruß, Kurti
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