Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Monika Dittmer Teil II im "Vorwärts": "Ist der Feminismus tot?"

Leser, Monday, 09.08.2010, 21:29 (vor 5635 Tagen)
bearbeitet von Leser, Monday, 09.08.2010, 21:40

Nabend,

ungewöhnlich klare Worte von Frau Dittmer, die auch schon in Manndat interviewt wurde
(Hervorhebungen durch mich - für die Lesefaulen und sich triggern lassenden):

von Monika Dittmer - 20.07.2010

Will auch die SPD eine gesetzliche Frauenquote, weil Frauen die "gläserne Decke" einfach nicht überwinden können? Diese gläserne Decke kommt mir eher vor wie ein gläserner Sarg, aus dem das Schneewittchen gern auf flotte Art und Weise an Macht und Geld gelangen möchte.

...
Darf an den heiligen Kühen des Feminismus nicht gerüttelt werden? Wird ein parteiinterner Diskurs zur Gleichstellung auch auf diese Weise gepflegt? Dann darf ja niemand mal eine Gegenposition zum feministischen mainstream einnehmen, oder sehe ich das falsch? Wo bleiben dann Meinungsfreiheit und Demokratie in der SPD?

Da ist z.B. auch eine Unterschriftenaktion der dt. Juristinnen. Ich hatte eigentlich immer die Idee, vor dem Gesetz seien alle gleich und Jurstinnen sollten ohne Ansehen der Person ihr Amt ausüben. Nun wundere ich mich über die Parteilichkeit dieser Akademikerinnen. ...

... Seit Jahren wird gemault, daß wir zu wenig Kinderbetreuungsmöglichkeiten haben. Langsam habe ich den Verdacht, dass Frauen hier garnicht wirklich ran wollen. Es ist so bequem im Sessel sitzen zu bleiben, weil das Kind ja keine Betreuung hat. Es würde Arbeit bedeuten, Kinderbetreuungsplätze zu erstreiten oder zu erstreiken. Kann keine/r rechnen? Wenn Elterngeld nur 12 oder 14 Monate gezahlt wird, dann ist doch klar, dass Kinder zwischen dem 12./14. Lebensmonat und dem 36. Lebensmonat irgendwie in der Luft hängen und Mama und Papa mit ihnen. Ich kenne junge Familien, in denen ein Elternteil gekündigt hat, weil es mit der Kinderbetreuung nicht klappte. Nun fordern feministische Frauen ein "weibliches Arbeitszeitmodell" und verdammen die Vollzeit mit dem Titel "männliches Arbeitszeitmodell". Nun kommt also auch schon ein Arbeitszeitmodell "Brüste oder Penis". ...

... Es drängt sich mir der Eindruck auf, dass der Feminismus zur Ideologie versteinert ist, sich in keinster Weise mehr bewegt, man könnte auch sagen: "er ist tot", oder soll ich in Gendersprech sagen, "sie ist tot?"

Diese Versteinerungen sind für ein gleichberechtigtes Miteinander von Mann und Frau in einer sozial-demokratischen Gesellschaft, wie ich sie mir wünsche, nicht förderlich, sondern sogar deutlich hinderlich. Gesellschaftlicher Wandel, die Prozesshaftigkeit von Entwicklungen und das Persönliche und Private werden von feministischer Frauenpolitik vereinnahmt und kalt gestellt. Das nimmt langsam Züge an, die ich als Genossin nicht nur für verwerflich halte, mir drängt sich der Verdacht auf, dieses könnte gar antidemokratisch und antisozial sein, das ist schlimmer als antifeministisch, wie ich finde. ...

... Frau Ferner und Frau Schwesig orientieren sich an einer Frauenpolitik, die es längst nicht mehr gibt. Die SPD braucht keine feministischen DinosaurierInnen ...

Hier der ganze -lesenswerte- Artikel: Ist der Feminismus tot?

Die Reaktionen einiger Frauen im "Rückwärts" könnt ihr euch vorstellen.

Ich finde, Frau Dittmer braucht dort Unterstützung, Rückgrat hat sie ja genug. Also hin - und kommentieren - ist frei und fodert keine Anmeldung.

Aber benehmt euch bitte, da sind einige echte Hardlinerinnen dabei.
Sollen die sich doch entblößen ;-)

Besten Gruß

Leser

Der Feminismus lebt und ist mittlerweile zum Femi-Faschismus geworden.... ^^(nT)

Swen, Monday, 09.08.2010, 21:44 (vor 5635 Tagen) @ Leser

Nabend,

Das sagt ähnlich auch der "Spiegelfechter" - gefunden bei Arne Hoffmann:

Leser, Monday, 09.08.2010, 22:29 (vor 5635 Tagen) @ Swen
bearbeitet von Leser, Monday, 09.08.2010, 22:43

.
"Man merkt, dass die männliche Perspektive
in der öffentlichen Geschlechterdebatte angekommen ist ..."

Quelle: http://arnehoffmann.blogspot.com/search?q=das+anr%C3%BCchige+Geschlecht:

Zitat aus dem "Spiegelfechter" (Anmerkung: Nachfolgendes stammt nicht von Arne):

Die Gesetzgebung bei Trennung von Ehepartnern ist aus Sicht des Mannes ohne falsche Zurückhaltung als faschistoid zu bezeichnen – der Mann ist in jedem Falle nur die zweite Wahl für die Erziehung seiner eigenen Kinder. Man redet viel und gerne von Gleichberechtigung – man sollte dazu übergehen, eine wirkliche Gleichberechtigung der Geschlechter zu fordern, mit Nachdruck, wenn notwendig, indem man die Straße als Parlament entrechteter Väter zweckentfremdet oder ihrer wirklichen Funktion überstellt – je nachdem wie man das persönlich sehen mag. Und ausgerechnet die politische Linke, die im Feminismus ihr Steckenpferd sieht, sollte von ihren oftmals einseitigen Positionen abrücken – aber genau dies läßt der gender mainstream nicht zu. Der tischt nämlich das Märchen von der Opferrolle der Frau und Mutter auf; der Mann hat die zweifelhafte Ehre, in diesem propagandistischem Weltbild eine Täterfunktion zu erfüllen.

-> Alles lesen: Spiegelfechter

Proteste von einer Frau, die als Pirat ohnehin hier bekannt ist, ließen nicht lange auf sich warten - und waren so fundiert professionell, wie bekanntermaßen immer (Kommentar #38)

Und ein Lila Pudel ist schier zusammengebrochen und wird die Seite vom Spiegelfechter nie, niemals mehr lesen; nett kommentiert von Arne mit:

".. war einer der Leser offenbar dermaßen überfordert, dass sein Gehirn augenblicklich auf "tilt" schaltete und er beschloss, um ein Blog, wo ihm derartige Informationen geboten werden, fürderhin einen großen Bogen zu machen. So schön und klar bekommt man selten präsentiert, warum die Geschlechterdebatte in Deutschland so langsam voran kommt.

Hier ist übrigens -> *tilt* zu finden.

Leser

Das sagt ähnlich auch der "Spiegelfechter" - gefunden bei Arne Hoffmann:

Michael Michaelis ⌂ @, Hamburg, Tuesday, 10.08.2010, 01:28 (vor 5635 Tagen) @ Leser

Hier ist übrigens
->
*tilt*
zu finden.

Nett, daß mein "Tilt" hier Beachtung finde. Seht Euch in meinem Blog um, und sagt dann ein zweites Mal, daß ich unreflektiert bloß spinne.

Das sagt ähnlich auch der "Spiegelfechter" - gefunden bei Arne Hoffmann:

fat evil man, Tuesday, 10.08.2010, 15:37 (vor 5634 Tagen) @ Michael Michaelis

Nett, daß mein "Tilt" hier Beachtung finde. Seht Euch in meinem Blog um,
und sagt dann ein zweites Mal, daß ich unreflektiert bloß spinne.

Natürlich tust du das. Du kommentierst dort, dass man sich so auf die Seite der "Unterdrücker" stelle. Und so denken die Feministinnen mit ihren männlichen lila Pudeln im Geschirr nämlich wirklich. Und so ist es auch klar, dass es um wirkliche Gleichberechtigung gar nicht gehen kann: Einem Untedrücker billigt man nicht gleiche Rechte zu, ein Unterdrücker soll einem doch niemals wirklich gleichberechtigt sein. So jemand wird vielmehr möglichst aus allen Bereichen des Lebens entfernt, vertrieben, entrechtet und möglichstunter den eigenen Stiefel gebracht. Denn er ist ja der Feind. Also kein Wunder, wenn diese Ecke angesichts des Urteils jetzt so herumblökt.

Früher hat man den Jammer der Welt gesehen und ein Feindbild gesucht, etwas Griffiges zum Anfassen, zum Beschimpfen und Verjagen. Tatsächlich gab es damals noch den Sündenbock, auf den man allen Ärger symbolisch ablud und das Tier dann in die Wüste jagte. Dann waren es jahrhundertelang die Juden und nun hat man eben die Männer als Projektionsfläche gefunden, die buchstäblich an allem schuld sind.

Genauso Idiotisch wie die früheren Erklärungsversuche. Scheinen einige für ihren simplen Seelenfrieden aber wirklich verdammt nötig zu haben. Und einer von diesen traurigen Gestalten heißt Michael Michaelis.

Das sagt ähnlich auch der "Spiegelfechter" - gefunden bei Arne Hoffmann:

Michael Michaelis ⌂ @, Wednesday, 11.08.2010, 01:03 (vor 5634 Tagen) @ fat evil man

Genauso Idiotisch wie die früheren Erklärungsversuche. Scheinen einige für
ihren simplen Seelenfrieden aber wirklich verdammt nötig zu haben. Und
einer von diesen traurigen Gestalten heißt Michael Michaelis.

Und sein Opponent heißt "Little Fat Man". Please...

Das sagt ähnlich auch der "Spiegelfechter" - gefunden bei Arne Hoffmann:

Michael, Wednesday, 11.08.2010, 01:05 (vor 5634 Tagen) @ Michael Michaelis

Genauso Idiotisch wie die früheren Erklärungsversuche. Scheinen einige

für

ihren simplen Seelenfrieden aber wirklich verdammt nötig zu haben. Und
einer von diesen traurigen Gestalten heißt Michael Michaelis.


Und sein Opponent heißt "Little Fat Man". Please...

"fat evil man" - sorry, ich kann das nicht so recht auseinander halten.

Sehr guter Artikel! ..... und erst die Kommentare dazu!

Referatsleiter 408, Zentralrat deutscher Männer, Monday, 09.08.2010, 22:21 (vor 5635 Tagen) @ Leser

Eine Verwandte von mir hat Kontakt zu Frau Dittmer. Ich kann dort "mitlesen" und bestätigen, dass sie aus meiner Sicht die einzige GBA ist, die ihren Job wirklich ernst nimmt und sich konsequent dafür einsetzt. Respekt! ... kann ich dazu nur sagen! Auch wenn ich sonst gegen diese Branche wettere!

--
Eine FeministIn ist wie ein Furz. Man(n) ist einfach nur froh, wenn sie sich verzogen hat.

Die führende Rolle der antifeministischen Männerrechtsbewegung hat von niemanden in Frage gestellt zu werden!

Huch .......

Referatsleiter 408, Zentralrat deutscher Männer, Monday, 09.08.2010, 22:30 (vor 5635 Tagen) @ Referatsleiter 408

... was da Eine als Kommentar schreibt:

"@Wild Crazy ich denke, entweder, Sie sind durch das Alleinerziehen so sehr vermännlicht und haben die Weiblichkeit nicht nur durch die Frisur verloren oder Sie sind eben tatsächlich ein Mann. Warum sonst könnten Sie so eiNe FürsprecheRin für Männer werden? Was haben Sie als Frau davon? Profitieren tun nur die Männer, die jede Gelegenheit nutzen werden, um Frauen zu spalten. Ihnen ebenfalls schöne Ferien. Und wachen Sie auf, lesen Sie Bücher über Feministinnen von Frauen, für Frauen."

"Durch das Alleinerziehen so sehr vermännlicht.." Irre! Ist das die Chance für uns, dass die Männlichkeit sich von allein durchsetzt? Sind AE-Familien ein weitere Todesstoß für den Feminismus? Müssen wir etwa Edith Schwab noch das Juwel des Ruhmes an den Hosenanzug heften?

--
Eine FeministIn ist wie ein Furz. Man(n) ist einfach nur froh, wenn sie sich verzogen hat.

Die führende Rolle der antifeministischen Männerrechtsbewegung hat von niemanden in Frage gestellt zu werden!

Ich will Autos gebaut von Männern für Männer!

Mus Lim ⌂, Tuesday, 10.08.2010, 00:44 (vor 5635 Tagen) @ Referatsleiter 408

"... lesen Sie Bücher über Feministinnen von Frauen, für Frauen."

Autsch!

--
Mach mit! http://wikimannia.org
Im Aufbau: http://en.wikimannia.org

Monika Dittmer hat auch einen eigenen Blog "Geschlechterdemokratie"

Informant, Tuesday, 10.08.2010, 11:22 (vor 5634 Tagen) @ Referatsleiter 408

Eine Verwandte von mir hat Kontakt zu Frau Dittmer. Ich kann dort
"mitlesen" und bestätigen, dass sie aus meiner Sicht die einzige GBA ist,
die ihren Job wirklich ernst nimmt und sich konsequent dafür einsetzt.
Respekt! ... kann ich dazu nur sagen!

Yep, definitiv. In der Zwischenzeit leitet sie einen Kindergarten. Inwiefern das mit der Mobbing-Kampagne der "Grünen" gegen sie beim Bürgermeister von Goslar zusammenhängt, kann ich nicht sagen. Bei AGENS findet man mehr ( www.mannifest.eu )

Frau Dittmer hat auch einen eigenen Blog: http://geschlechterdemokratie.wordpress.com/

Und hat neben kritischen Repliken an T. Gerstenkamp u.a. veröffentlicht in der Welt auch bei Manndat einen hervorragenden Auftritt hingelegt. Das passt natürlich einigen ideologisch zerfressenen Pfründebewahrerinnen und Feminismus-Dinosaurierinnen überhaupt nicht; nein, es wird sogar gefährlich - wie die Reaktionen z.B. der Grünen zeigt.

Unterstützung sollte Monika Dittmer in jedem Fall bekommen, es gibt mehr als genug Argumente!

Klasse Kommentare, Jungs - Ausdrücklich Danke! (kwT)

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 10.08.2010, 13:13 (vor 5634 Tagen) @ Leser

- kein Text -

Monika Dittmer Teil II im "Vorwärts": "Ist der Feminismus tot?"

Mulher, Thursday, 12.08.2010, 11:44 (vor 5632 Tagen) @ Leser

Anscheinend bewegt sich so langsam, aber sicher etwas Richtung Männer. Eine Frau schrieb in einem Kommentar des Artikels sinngemäß, das Frauen ohne Männer heute nicht da wären, wo sie sind und deshalb wäre es legitim, wenn Frauen ebenso für Jungen und Männer kämpfen, wenn das Pendel in die Gegenrichtung schlägt. Das ist der richtige Standpunkt, denn auch mein Engagement als Frau wurde auf Grund der Ungerechtigkeiten Jungen und Männer gegenüber ausgelöst.

http://femokratieblog.wgvdl.com/monika-dittmer-ist-der-feminismus-tot/08-2010/

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