Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Diskriminierung im Erzieherberuf

sonnenlilie, Thursday, 05.08.2010, 17:20 (vor 5639 Tagen)

Ich möchte mal etwas über meinen Beruf erzählen, ich arbeite im pädogogisch erzieherischen Bereich in Familien die in Not sind.

Vor wenigen Tagen erhielt ich einen Auftrag, eine Familie mit Kind zu betreuen. Kind hatt ADHS-Hyperaktivität.
Die Mutter des Kindes geht für 14 Tage in Kur, Vater arbeitet.
Meine Aufgabe, das Kind im Alter von 5 Jahren zu betreuen, aus dem Kindergarten abholen, spielen, Essen zubereiten, Körperpflege und ins Bett bringen bis der Papa von der Arbeit kommt.

Nachdem meine Arbeitgeberin diesen Auftrag annahm, erklärte sie der Kundin das ein Mann (ich) kommt und alle Aufgaben bezüglich Kinderbetreuung übernehmen wird.

"Nein, um Gottes Willen bitte keinen Mann. Das Kind müsse vor dem zu Bett bringen, geduscht oder gebadet werden. Ich kläre das mit meinem Mann ab."
Zwei Tage später der Rückruf dieser Frau: "Nein, wir wollen keinen Mann, dass geht nicht, dass der Mann unsere Tochter wäscht."

Keine direkte Aussage, aber hier kann sich doch jeder denken, was wohl damit gemeint ist. Die unterstellt mir, daß ich pädophil bin!

Ich arbeite über zehn Jahre in meinem Beruf und habe des öfteren mit solchen Diskriminierungen von Frauen zu tun, die ich natürlich nicht persönlich nehme.

Das hat mir heute gelangt und habe die Gleichstellungsbeauftragte unserer Stadt angerufen.
Ich schilderte ihr den Vorfall.
Sie wußte nicht, was sie für mich tun könne, sie suchte vergeblich nach irgendwelchen Internetadressen bis plötzlich ihr PC zusammenbrach.
Sichtlich überfordert, ohne mir helfen zu können hat sie das Telefonat beendet und hat mich auf ihren Rückruf verwiesen.

Der kam später, mit der Bitte, ich solle die Antidiskriminierungsstelle in Berlin anrufen.
Die war um 15:00 nicht mehr besetzt.
Wahrscheinlich ist ab 15:00 Kaffeezeit.

Da bin ich mal gespannt, wenn Männer als Erzieher in Kindergärten arbeiten werden, was die zu hören bekommen.

Diskriminierung im Erzieherberuf

Müller, Thursday, 05.08.2010, 18:24 (vor 5639 Tagen) @ sonnenlilie

Bitte bleibe da am Ball - das Ergebnis wäre sehr interessant!

Mann + Kind = Pädophiler + Kind .... DAS ist jahrzehntelange Femifaschismus-Logik... (nT)

Swen, Thursday, 05.08.2010, 21:20 (vor 5639 Tagen) @ sonnenlilie

Ich

Diskriminierung im Erzieherberuf

Goofos @, Thursday, 05.08.2010, 21:32 (vor 5639 Tagen) @ sonnenlilie

Da bin ich mal gespannt, wenn Männer als Erzieher in Kindergärten arbeiten
werden, was die zu hören bekommen.

Da kann ich von meinem Schwager berichten. Bei ihm gibts da keine Probleme. Ursprünglich war er nur befristet eingestellt als Vertretung für eine Erzieherin die in Mutterschafturblaub ging. K.A. ob die irgendwann wieder kam, er ist auf jeden Fall inzwischen fest eingestellt mit Hilfe der Chefin die da ziemlich hinterher war, obwohl er alles andere als ein Lila Pudel ist. Man muss aber auch sagen, dass die weibliche Belegschaft nicht gerade feministisch veranlagt ist. Seitens der Eltern gibts da auch keine Probleme. Soweit ich das auf einer Veranstaltung von dem Kindergarten beobachten konnte, das Gegenteil, die sind eher froh darüber, dass dort auch ein männlicher Erzieher ist und so überaus vor Männlichkeit strotzende Projekte wie "Wir gehen in den Wald" oder sowas anbietet. Hin und wieder auch Angebote speziell "mit Papa".

Von anderen Männern konnte ich auch noch nie irgendwelche Vorbehalte gegen den Beruf sehen. Also anders wie die kritischen Männergruppen immer meinen irgendwelche Männlichkeitsideale kritisch hinterfragen zu müssen. Das beruht dann wohl eher auf denen ihren eigenen seltsamen Stereotypen. Bei solchen Typen der Marke Cohn-Bendit oder Gesterkamp hätte ich eher Angst wenn die auf Kinder los gelassen werden.

Diskriminierung im Erzieherberuf

Marlow, Friday, 06.08.2010, 11:22 (vor 5638 Tagen) @ Goofos

In der Kita meines Sohnes gab es auch mal einen männlichen Praktikanten. Er war immer von vielen Kindern umlagert. das war für mich auch ein Zeichen, daß Kinder Männer nicht nur brauchen, sondern auch wollen. Sie wissen, daß man mit Männern anders spielen kann als mit Frauen und somit eine wichtige Bereicherung der kindlichen Entwicklung darstellen.

AW: sonnenlilie, bitte melden!

Referatsleiter 408 @, Friday, 06.08.2010, 12:35 (vor 5638 Tagen) @ sonnenlilie

Ich möchte mal etwas über meinen Beruf erzählen, ich arbeite im pädogogisch
erzieherischen Bereich in Familien die in Not sind.

Vorsicht! Du bist sicherlich zur Verschwiegenheit verpflichtet! Die drehen dir mit sowas, obwohl du 200% Recht hast, noch einen Strick daraus!

Zwei Tage später der Rückruf dieser Frau: "Nein, wir wollen keinen Mann,
dass geht nicht, dass der Mann unsere Tochter wäscht."

Das sind die Folgen der jahrzehntelangen Verunglimpfung von Männern durch die feministische Propaganda! (Mann = Täter / Frau immer Opfer!) Kindesmissbrauch durch Mütter ist noch ein Tabuthema, kommt aber langsam in das Licht der Öffentlichkeit. Ich habe mal letztens einen abscheulichen Bericht über so eine "gute Mutter" gelesen.

Ich arbeite über zehn Jahre in meinem Beruf und habe des öfteren mit
solchen Diskriminierungen von Frauen zu tun, die ich natürlich nicht
persönlich nehme.

Richtig, sonst würdest du wahrscheinlich bei der Fülle irgendwann verzweifeln!

Der kam später, mit der Bitte, ich solle die Antidiskriminierungsstelle in
Berlin anrufen.

Genauso einen Brief habe ich in meiner Sache ebenfalls von der Gleichstellungsbeauftragten bekommen. Sie kann mir nicht helfen und ich soll mich an einen Antidiskriminierungs e. V. wenden. Da steckt wahrscheinlich wieder ein System der Irreführung dahinter. Ich hab mir mal die Website angesehen, nur Frauen. Also wie immer. Sende mir mal eine Email, dann können wir die Schreiben austauschen. Meine Gleichstellungsbeuaftragte wird vielleicht stutzig, wenn ich ihr so auf den Senkel gehe. Kannst ja Namen und Adresse rauskopieren, dann ist es neutral. (Oben meine Email!)

Grüße RL408

sonnenlilie, bitte melden!

sonnenlilie, Saturday, 07.08.2010, 12:14 (vor 5637 Tagen) @ Referatsleiter 408

Ich möchte mal etwas über meinen Beruf erzählen, ich arbeite im

pädogogisch

erzieherischen Bereich in Familien die in Not sind.


Vorsicht! Du bist sicherlich zur Verschwiegenheit verpflichtet! Die drehen
dir mit sowas, obwohl du 200% Recht hast, noch einen Strick daraus!

Ich muss auf den Datenschutz achten, Name und Adresse darf ich aus datenschuzrechtlichen Gründen nicht erwähnen.
Meine Arbeitgeberin habe ich involviert, sie regt sich über solche Diskriminierungsattacken gegen mich ebenso auf.
Meine Arbeitgeberin und ich kennen uns schon sehr lange und sind freundschaftlich sehr verbunden.

Diskriminierung im Erzieherberuf

Puwackel, Friday, 06.08.2010, 15:08 (vor 5638 Tagen) @ sonnenlilie

Wieso rufst Du bei der Gleichstellungsbeauftragten an? Die ist für solche Fälle nicht zuständig.

Per Gleichstellungs- bzw. Chancengleichheitsgesetz darf die Gleichstellungsbeauftragte nur von Frauen gewählt werden und vertritt dementsprechend auch nur Fraueninteressen. Der Aufgabenbereich der Beauftragten ist ebefalls gesetzlich geregelt und sieht nur die Vertretung von Frauen vor.

Es heißt im Gesetz zwar so schön, dass die Beauftregte für die "Gleichstellung von Männern und Frauen" zuständig sei. Konkret sind dort aber nur Frauenfördermaßnahmen vorgesehen. Es war also klar, dass Du dort Deine Zeit verschwendest.

Diskriminierung im Erzieherberuf - Vorschlag erbeten!

sonnenlilie, Saturday, 07.08.2010, 12:08 (vor 5637 Tagen) @ Puwackel

Per Gleichstellungs- bzw. Chancengleichheitsgesetz darf die
Gleichstellungsbeauftragte nur von Frauen gewählt werden und vertritt
dementsprechend auch nur Fraueninteressen. Der Aufgabenbereich der
Beauftragten ist ebefalls gesetzlich geregelt und sieht nur die Vertretung
von Frauen vor.

Es heißt im Gesetz zwar so schön, dass die Beauftregte für die
"Gleichstellung von Männern und Frauen" zuständig sei. Konkret sind dort
aber nur Frauenfördermaßnahmen vorgesehen. Es war also klar, dass Du dort
Deine Zeit verschwendest.

Dann mach mir mal einen anderen Vorschlag!

In der Homepage steht:

Die Stadt bekennt sich zu einer Gesellschaft, die auf der Gleichstellung beruht und tritt für Chancengleichheit und gegen Diskriminierung ein.

Wir

beraten und unterstützen bei Ungleichbehandlung und Diskriminierung
vermitteln Kontakte zu sozialen Diensten, Beratungs- und Servicestellen
entwickeln, finanzieren und vernetzen Projekte, die helfen, Barrieren bei der Gleichberechtigung und Gleichbehandlung zu beseitigen
bereiten Informationen auf und berichten über den aktuellen Stand der Chancengleichheit
freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen
Frauen und Männer sollen unabhängig von Alter, Behinderung, Geschlecht, Herkunft, Religion, Weltanschauung oder sexueller Identität die gleiche Teilhabe an den Ressourcen und Möglichkeiten unserer Stadt haben.

Unsere Aufgabe ist es, Defizite bei der Gleichstellung aufzuzeigen und Empfehlungen und Initiativen zur Beseitigung vorhandener Benachteiligung zu erarbeiten.

Unsere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf alle Lebensbereiche in der Stadt.

Als Antidiskriminierungsstelle sind wir sind wir auch Anlaufstelle bei Beschwerden für alle, die sich diskriminiert fühlen und für Menschen, die gegen Diskriminierung vorgehen wollen.

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