Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Widerstand gegen "Sorgerechts-Automatismus" für Väter

Gobelin, Thursday, 05.08.2010, 11:16 (vor 5639 Tagen)
bearbeitet von Gobelin, Thursday, 05.08.2010, 11:27

Bundesjustizministerin will Gesetzentwurf bis Herbst - Politiker von Union und SPD sowie Interessenverbände kritisieren ihre Pläne

Leutheusser-Schnarrenberger:

"Wir können nicht ausblenden, dass viele ledige Väter jahrelang keine Chance hatten, bei Gericht das Sorgerecht durchzusetzen. Dazu müssen wir ihnen jetzt die Wege eröffnen." ...

...Sowohl in der Opposition als auch beim eigenen Koalitionspartner gibt es Widerstand gegen die Widerspruchslösung. So ist die familienpolitische Sprecherin der Union, Dorothee Bär (CSU), gegen einen Automatismus beim Sorgerecht.

...Sekundiert wird Bär von der stellvertretenden rechtspolitischen Sprecherin der SPD, Christine Lambrecht.

...Protest kommt auch von den Interessenverbänden. "Die Ministerin ist mit ihrem Plan eines Automatismus beim Sorgerecht weit vorgeprescht", kritisierte Edith Schwab, Vorsitzende des Verbands alleinerziehender Väter und Mütter (VaMV). Sie fürchtet, dass eine solche Regelung zu einem Anstieg von Sorgerechtsstreitigkeiten vor Gericht führen wird, der die Kinder zusätzlich belastet. Der VaMV fordert deshalb die Aufnahme eines "Kriterienkatalogs" in das neue Gesetz: Bevor ledige Väter das Sorgerecht erhalten, sollen sie erst NACHWEISEN MÜSSEN, dass sie regelmäßig Unterhalt zahlen, Verantwortung für das Kind übernehmen und zu diesem bereits eine Bindung aufgebaut haben!!!

http://www.welt.de/die-welt/politik/article8826824/Widerstand-gegen-Sorgerechts-Automatismus-fuer-Vaeter.html

Nachtrag:

Auch sehr interessant, besonders die Kommentare:

http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/kritisiert-sorgerechts-plaene-merkur-854066.html

Schwab hat nicht mehr alle .....

Referatsleiter 408, Thursday, 05.08.2010, 13:24 (vor 5639 Tagen) @ Gobelin

...Protest kommt auch von den Interessenverbänden. "Die Ministerin ist mit
ihrem Plan eines Automatismus beim Sorgerecht weit vorgeprescht",
kritisierte Edith Schwab, Vorsitzende des Verbands alleinerziehender Väter
und Mütter (VaMV). Sie fürchtet, dass eine solche Regelung zu einem Anstieg
von Sorgerechtsstreitigkeiten vor Gericht führen wird
, der die Kinder
zusätzlich belastet. Der VaMV fordert deshalb die Aufnahme eines
"Kriterienkatalogs" in das neue Gesetz: Bevor ledige Väter das Sorgerecht
erhalten, sollen sie erst NACHWEISEN MÜSSEN, dass sie regelmäßig Unterhalt
zahlen, Verantwortung für das Kind übernehmen und zu diesem bereits eine
Bindung aufgebaut haben
!!!

zu "Anstieg der Sorgerechtsstreitigkeiten":
Ist doch toll für alle Anwälte! Das ist Arbeit für die nächsten 200 Jahre gesichert! Zum anderen gefährdet die "Abschiebung" des Vaters und damit die Unterbindung der Vater-Kind-Bindung das Kindeswohl, weil es eine latent-emotionale Kindeswohlgefährdung darstellt und es sich somit kurz gesagt um Kindesmisshandlung führt. Da müsste der Staat ja theoretisch sofort einschreiten. Das macht er aber nicht und das hat seinen Grund.

zu "regelmäßig Unterhalt zahlen ....":
Die Katze beist sich in den Schwanz! Wie soll man eine Bindung aufgebaut haben können, wenn die Alte den Umgang erfolgreich seit Jahren boykottiert? Außerdem ist das ein "feministische Eigentor", denn derzeit wird Vätern vor Gericht erläuter, dass "Umgang" und "Unterhalt" nichts miteinander zu tun haben. Also was wollen die nun eigentlich? Dazu kommt noch, dass der konstruierte Zusammenhang zwischen Unterhaltszahlungen und Sorgerecht aus meiner Sicht den Straftatbestand der "NÖTIGUNG" erfüllt. Puncto Unterhalt wäre auch bedenklich, die gegenseitige Aufrechnung beim sogenannten Wechselmodell.

Also kurzum: Alles völliger Humbug! Die FeminiNissen wollen ihr Pfründe nicht aufgeben und eine Gleichberechtigung der Väter/Männer weiterhin staatlich boykottieren!

Achtung: " Vorstoß trägt haut goût einseitiger Ideologisierung"

Gobelin, Thursday, 05.08.2010, 13:42 (vor 5639 Tagen) @ Referatsleiter 408

Also kurzum: Alles völliger Humbug! Die FeminiNissen wollen ihr Pfründe
nicht aufgeben und eine Gleichberechtigung der Väter/Männer weiterhin
staatlich boykottieren!

...Vor diesem Hintergrund ist der Vorstoß der Bundesjustizministerin nicht nur vollkommen unverständlich, er trägt sogar den haut goût einseitiger Ideologisierung.

"Artikel 6 Absatz 4 des Grundgesetzes, welches jeder Mutter einen Anspruch zugesteht auf Schutz und Fürsorge der Gemeinschaft, wird konterkariert"

Mit diesem Vorstoß schießt die Ministerin weit über das durch die Gerichte vorgegebene Ziel hinaus, düpiert das Bundesverfassungsgericht und setzt sich über die wissenschaftlichen Erkenntnisse des von ihrer Vorgängerin Frau Ministerin Brigitte Zypries erteilten Forschungsauftrags zum Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Eltern hinweg.

http://www.sozial.de/index.php?id=14&tx_ttnews%5Btt_news%5D=22886&cHash=ee9dd89200

Mein Traum

Nikos, Athen, Thursday, 05.08.2010, 14:27 (vor 5639 Tagen) @ Gobelin

Angesichts solche bahnbrechende Dummheit, ich glaube es ist die Zeit gekommen, um euch mein Traum bzw Gegenvorschlag zu unterbreiten:

Sobald ein Vater, und damin meine ich ausschließlich den Biologischen, egal ob verheiratet oder nicht, guter Vater oder eher miserabel (hauptsache er begeht keine schwere Strafhandlungen, die konnten man noch genauer definieren), keinen Kontakt nach seinen persönlichen Geschmack zu seine Kinder bekommt, stellt er nicht nur sofort die Unterhaltszahlungen ein, sondern er verlässt sofort das Land. Das, was er fortan woanders erwirtschaftet, kommt in keinste Weise wieder diesem Staat zugute.

Das ist sicherlich eine Utopie, aber auch die einzige gerechte Lösung für dieses Pack.

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Widerstand gegen "Sorgerechts-Automatismus" für Väter

Femi Nostra, Thursday, 05.08.2010, 14:41 (vor 5639 Tagen) @ Gobelin

Sie fürchtet, dass eine solche Regelung zu einem Anstieg
von Sorgerechtsstreitigkeiten vor Gericht führen wird, der die Kinder
zusätzlich belastet.

Dann verzichten wir auch auf Unterhaltsstreitigkeiten vor Gericht. Das belastet die Kinder nämlich auch. Aber da gilt dieses Totschlagsargument natürlich nicht. Und wenn jahrelang von mütterlicher Seite aus geklagt werden sollte.

Der VaMV fordert deshalb die Aufnahme eines
"Kriterienkatalogs" in das neue Gesetz: Bevor ledige Väter das Sorgerecht
erhalten, sollen sie erst NACHWEISEN MÜSSEN, dass sie regelmäßig Unterhalt
zahlen, Verantwortung für das Kind übernehmen und zu diesem bereits eine
Bindung aufgebaut haben!!!

Wie soll man nachweisen, dass die Bindung da ist? Wieso gilt das nur in Richtung Vater? Wieso muss die vielleicht komplett versiffte Mutter grundsätzlich hier nichts nachweisen? Wieso kann nicht auch der Mann grundsätzlich dem gemeinsamen Sorgerecht widersprechen und die Mutter es dann auf Antrag bekommen? Wieso geht das alles also wieder mal nur in eine Richtung?

Und wie ich schon schrieb: sie zäumen das Pferd von hinten auf. Nachgewiesen werden muss vom Grundsatz her erst mal gar nichts, das gemeinsame Sorgerecht ist erst mal die Regel, alles andere gefälligst die Ausnahme.

Klagt sie kaputt, das Nazipack des 21. Jahrhunderts.

Wir sollten an diesen Thematiken interessierte Anwälte in einer Art Pool organisieren, so dass wir schnell und effizient mit entsprechender juristischer Munition im Koffer zum EuGh gehen können. Das scheint die momentan vernünftigste Institution zu sein.

da fällt mir nichts mehr zu ein:

Leser_nicht_eingeloggt, Thursday, 05.08.2010, 14:53 (vor 5639 Tagen) @ Gobelin

...Vor diesem Hintergrund ist der Vorstoß der Bundesjustizministerin nicht
nur vollkommen unverständlich, er trägt sogar den haut goût einseitiger
Ideologisierung.

"Artikel 6 Absatz 4 des Grundgesetzes, welches jeder Mutter einen Anspruch
zugesteht auf Schutz und Fürsorge der Gemeinschaft, wird konterkariert"

Mit diesem Vorstoß schießt die Ministerin weit über das durch die Gerichte
vorgegebene Ziel hinaus, düpiert das Bundesverfassungsgericht und setzt
sich über die wissenschaftlichen Erkenntnisse des von ihrer Vorgängerin
Frau Ministerin Brigitte Zypries erteilten Forschungsauftrags zum
Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Eltern hinweg.

http://www.sozial.de/index.php?id=14&tx_ttnews%5Btt_news%5D=22886&cHash=ee9dd89200

VAMV ist beunruhigt: Leutheusser-Schnarrenberger plant Reform des Sorgerechts für Nichtverheiratete

30.07.2010
Prozessauftakt im Kindbett: Zum Wohle des Kindes?

Soso, die Überschrift und der Sub-Titel reichen mir jetzt schon. Das ist mehr als subtile Stimmungsmache, dass ist Demagogie.

Fast alle europäischen Länder haben keine Probleme mit dem gSR von Geburt an. Und selbige Länder haben in vielen Fällen eine 50:50-Regelung, schnelles Einschreiten bei PAS und ein menschwendürdiges Unterhaltsrecht, welches beiderlei Lebensumstände berücksichtigt.

Und was haben wir? Eine demnächst mit Orden behängte Eineltern-Kampfanwältin nebst NGOs wie DJB und einer feminisierten Politik, wo die Heilssprecherinnen nur an sich selbst denken. - einfach nur noch Ekel erregend.

Ich kann es nicht mehr lesen, dieses: "Zum Wohle des Kindes"
An die Kinder denken solche Menschen (meist f) wohl doch am allerwenigsten.
Aber "das steht ihnen ja zu" ... noch so ein Un-Satz.

Leser

Das war zu erwarten

Max Aram, Thursday, 05.08.2010, 15:06 (vor 5639 Tagen) @ Gobelin

Die GralshüterInnen feministischer Pfründe sind allesamt scharfsinnige Paranoiker (das gehört zum Krankheitsbild) und registrieren sofort, wenn der Wind auch nur nicht mehr ganz so stark in ihre Segel bläst wie vorher:

Nicht auszudenken, sollten eines Tages sie diejenigen sein, die sich vor Gericht und Pudelämtern die Hacken ablaufen müssen. Dann müsste man ja am Ende mit Logik argumentieren, und Logik, naja ... Klar dass die jetzt aufheulen.

Nebenbei: So ganz durchscheue ich Leutheusser-et-cetera-et-tutti-quanti nicht: Arbeitet die auf einmal für uns oder falle ich gerade auf sie rein?

Helft mir mal.

da fällt mir nichts mehr zu ein: Doch! Das waren noch Zeiten:

Gobelin, Thursday, 05.08.2010, 15:16 (vor 5639 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

[image]

da fällt mir nichts mehr zu ein: Doch! Das waren noch Zeiten:

Leser_nicht_eingeloggt, Fällt euch beim "Lachen" der Damen etwas auf?, Thursday, 05.08.2010, 15:43 (vor 5639 Tagen) @ Gobelin

[image] [image]

Zypries, wie immer mit betont zeitloser Frisur - na gut, das machen Schlagersänger wie Costa Cordalis ja auch, richten allerding ausser akustischen, nicht soviel sozialen Flurschaden an ;-), Krawumme Schwab fesch blondiert und der Halb-Pagenkopf links aussen sagt mir leider nichts *schäm*

Aber zurück zur Betreff-Frage:
Was fällt am Lachen der 3 Damen vom Männergrill auf?
Kleiner Tipp: Einfach mal die Münder vergleichen.

Na?

Rischtisch - es ist nicht offen und schon garnicht ehrlich.
Es ist schlicht und ergreifend verkrampft.
Wie wohl auch der Rest.

Pardon, das konnte ich mir nicht verkneifen nach dem Artikel

Die Dritte im Bunde

Gobelin, Thursday, 05.08.2010, 15:49 (vor 5639 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Danke Gobelin

Leser_nicht_eingeloggt, Thursday, 05.08.2010, 15:56 (vor 5639 Tagen) @ Gobelin

Jutta Wagner, djb

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1239854/

Aus dem Link: ... Das Urteil aus Karlsruhe sei "im Interesse der Betroffenen überhaupt nicht zu begrüßen", sagte Jutta Wagner. Denn Familienanwälte und -gerichte würden nun "viel, viel Arbeit bekommen". Sie sehe viele, im Grund unnötige Gerichtsverfahren voraus, bei denen es um Fragen des Schulbesuchs, der religiösen Erziehung, Ferienreisen oder eventueller Krankenhausbesuche gehen werde. Denn laut einer Vorschrift aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch müsse, wenn die Eltern beide das Sorgerecht besäßen und sich nicht einigen könnten, ein Familiengericht die Entscheidung treffen ...

Nun mal eine ketzerische Frage: Wer sind die "Betroffenen", Frau Jutta Wagner?

Oder meinten Sie die "Betroffinnen"?

Betroffen sind von der bis gestern geltenden Rechtsprechung ausschließlich und zu 100 Prozent Männer respektive Väter! So wie die getroffenen in Afghanistan überigens auch.

da fällt mir nichts mehr zu ein: Doch! Das waren noch Zeiten:

Max Aram, Thursday, 05.08.2010, 15:57 (vor 5639 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Rischtisch - es ist nicht offen und schon garnicht ehrlich.
Es ist schlicht und ergreifend verkrampft.
Wie wohl auch der Rest.

Sags doch: Ein Lächeln wie ein Scheidenkrampf - daran erkennst Du jede Emma.

Jutta Wagner, djb, fordert Frauenquote für Anwaltskanzleien

Leser_nicht_eingeloggt, Thursday, 05.08.2010, 16:11 (vor 5639 Tagen) @ Gobelin

[image]
Präsidentin des Juristinnenbundes

„Eine Frauenquote für Anwaltskanzleien“

06. Juni 2009

Manche Mutter ruft schon aus dem Wochenbett Mandanten an, berichtet die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes, Jutta Wagner. Kanzleien reagierten aber nicht flexibel genug auf Mütter - und verschenkten Potential.
Frau Wagner, haben Rechtsanwältinnen es im Beruf schwerer als die Männer?

Die Anwältinnen stehen einerseits vor denselben Hürden wie Frauen in anderen Berufen, wenn es um Kinderbetreuung und Teilzeitarbeit geht. Aber der Anwaltsberuf birgt zwei besonders schwierige Konstellationen für Frauen: Einerseits sind da diejenigen mit geringem Einkommen, die keine teure und aufwendige Kinderbetreuung bezahlen können. Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die erfolgreich in einer mittleren oder großen Kanzlei arbeiten und jenseits der üblichen Geschäftszeiten flexibel sein müssen. Internationale Klienten arbeiten schließlich nicht immer zu unseren Uhrzeiten.

Die Zahl weiblicher Jura-Absolventinnen steigt. Müssen die Kanzleien nicht sehr um Frauen werben?
(Link leider nicht möglich, da er ein "unakzeptiertes Wort enthält]
Quelle: FAZ

Gender- und Diversity-Pläne würden großen Kanzleien mittelfristig sicher Wettbewerbsvorteile bringen. ...

Zack-Bumm. Da haben wir sie wieder, die Gender- und Diversity- nebst Quoten-Sabbelei. Nun auch für Freiberufler wie Anwälte! Bzw. die bösen Kanzleien, alle patriarchalisch geführt und nicht Mutter-Mythos-beseelt ...

Kopfschüttelnden Gruß in die Runde

PS: Damit keine Missverständnisse aufkommen: Kinderbetreuung bei Berufstätigkeit ist grundsätzlich in diesem Land ein Problem. Aber Diskussionen, die dazu angestoßen wurden, fanden erstaunlich wenig Resonanz bei den Betroffinnen; warum wohl?

Zitate aus der Zeit vor der Kindschaftsrechtsreform vom 1.7.1998

Christine ⌂, Thursday, 05.08.2010, 16:13 (vor 5639 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Die jetzt getroffene Regelung provoziere gerichtlichen Streit um das Sorgerecht und sei deshalb dem Wohl des Kindes abträglich, befürchtet die SPD-Abgeordnete Wolf. Die SPD-Parlamentarierin Edith Niehuis nannte die Sorgerechtsreform wirklichkeitsfremd: Künftig müssten die Mütter vor Gericht wieder "schmutzige Wäsche waschen", um die Erziehung übernehmen zu können. Rita Grießhaber (Grüne) befand, elterliche Konflikte würden durch die automatisch weiterlaufende gemeinsame Sorge lediglich auf später verschoben.

Die oben genannten Zitate stammen sämtlich aus der Zeit vor der Kindschaftsrechtsreform vom 1.7.1998. Damals wurde die gemeinsame Sorge für geschiedene Eltern die Regel. Dem Väteraufbruch für Kinder ging dieses damals nicht weit genug, aber viele Politiker und Mütterverbände war gegen die Reform, die Kooperation von Eltern ließe sich nicht per Gesetz verordnen.

Offenkundig hat der Staat doch Einfluss!

Mittlerweile üben bei 90% der Scheidungen mit Kindern die Eltern die gemeinsame Sorge aus. Das gemeinsame Sorgerecht ist bei Geschiedenen heute der Regelfall. Und das ist auch gut so! Die alleinige Sorge impliziert bei Eltern, dass es nur eine Verantwortung gibt. Mit gemeinsamer Sorge bekommen die ehemaligen Partner - aber fortwährend die gemeinsamen Eltern - die Chance, sich auf ihre gemeinsame Verantwortung als Eltern zu besinnen - beide behalten juristisch die Verantwortung.

Diese Chance haben die meisten Kinder bei Eltern ohne Trauschein nicht. Jährlich werden ca. 100.000 Kinder geboren, die zumindest am Anfang ihres Lebens eine allein sorgeberechtigte Mutter haben, und die Zahl unehelich geborener Kinder wächst jährlich. Unternimmt der Staat hier nichts, behält er faktisch bei, dass er 1998 Kinder ersten und zweiten Ranges geschaffen hat.

Täglich bekommt der Väteraufbruch für Kinder Anfragen von Vätern, die sich Informationen wünschen, aber nicht bekommen. Väter, deren Kinder in Behandlung oder im Krankenhaus sind, Väter, die lediglich wissen wollen, wie es ihrem Kind geht, Väter, die positiv auf die Entwicklung ihres Kindes Einfluss nehmen möchten. Diese Väter sind auf das Wohlwollen der Mutter angewiesen und die Praxis zeigt, es werden allzu häufig Informationen von der Mutter verweigert. Der Streit ist jahrelang vorprogrammiert.

Doch den Vätern geht es nicht einzig um einen Informationsfluss. Von sozialen Aufgaben kann der Vater zweiter Klasse auf Wunsch der Mütter entfernt werden. Ehrenamt im Sportklub des Kindes, Lesepatenschaften, Beirat im Kindergarten, Elternbeirat in der Schule in allen gesellschaftlichen Räumen, in denen das Kind aufwächst und die Welt erfährt, hat der Vater ohne die gemeinsame Sorge nichts zu suchen. Das Engagement, das viele Väter für ihr Kind neben ihrem Beruf aufbringen, ist für den Vater ohne Sorgerecht nicht möglich, wenn die Mutter es nicht duldet.

Es geht bei der gemeinsamen Sorge nicht um Konflikte mit der Mutter. Mit einem Kind wächst neue Verantwortung im Leben beider Eltern. Uns Vätern geht es um unsere Kinder. Wir möchten wissen, wie sich unsere Kinder in Kindergarten und Schule bewähren. Und auch unsere Kinder haben ein Recht darauf, dass beide Eltern sie gemeinschaftlich und verantwortlich begleiten – unabhängig eines Trauscheines.

Aus dem VafK-Newsletter http://www.vaeteraufbruch.de/redaktion/Dokumente/news100801KommentarHM.htm

Letztendlich heißt das, der Kampf, den eheliche Väter hinter sich haben, den haben ledige Väter nun vor sich. Die Welt ist für die ehelichen Kinder nicht untergegangen, aber sehr viel Schaden wurde bei den nicht ehelichen Kindern vernommen.
Vielleicht sollten wir weitere Zitate sammeln, die vor der Kindschaftsreform 1998 getätigt wurden und damit dann Bundestagsabgeordnete bombadieren ;-)

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Zitate aus der Zeit vor der Kindschaftsrechtsreform vom 1.7.1998 - sammeln!

Leser_nicht_eingeloggt, Thursday, 05.08.2010, 16:22 (vor 5639 Tagen) @ Christine

Vielleicht sollten wir weitere Zitate sammeln, die vor der
Kindschaftsreform 1998 getätigt wurden und damit dann Bundestagsabgeordnete
bombadieren ;-)

Eine hervorragende Idee!
Parallel dazu sollte man beim Bombardement der Zitate Vergleiche zu anderen Ländern aufzeigen/anbringen, wo es seit Jahren trotz gSR auch unverheirateter zu keinen Problemen kommt. (z.B. in Frankreich)

Die verbale Winderei unserer "Volksgenossen" und "-genossinnen" möchte ich dann mal sehen.

Fehlt nur noch...

Max Aram, Thursday, 05.08.2010, 16:30 (vor 5639 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

... dass Du, wenn Du als Freiberufler allein arbeitest, gefälligst eine Frau an Deine Seite zu holen hast, die in deiner Einzelunternehmung gleichbere... äh ... gleichgestellt mitmischen darf.

Wie meinst Du das, "wenn das dann vor die Wand geht"? Ach so, ja das darfst Du dann natürlich allein ausbaden...

Unterhalt und Umgang

Mus Lim ⌂, Friday, 06.08.2010, 00:12 (vor 5639 Tagen) @ Referatsleiter 408

Bevor ledige Väter das Sorgerecht erhalten, sollen sie erst
NACHWEISEN MÜSSEN, dass sie regelmäßig Unterhalt zahlen,
Verantwortung für das Kind übernehmen und zu diesem bereits
eine Bindung aufgebaut haben
!!!


zu "regelmäßig Unterhalt zahlen ....":
Die Katze beist sich in den Schwanz! Wie soll man eine Bindung aufgebaut
haben können, wenn die Alte den Umgang erfolgreich seit Jahren boykottiert?
Außerdem ist das ein "feministische Eigentor", denn derzeit wird Vätern vor
Gericht erläuter, dass "Umgang" und "Unterhalt" nichts miteinander zu tun
haben.

Das lässt sich hervorragend umdrehen.

Wenn die mit dem Argument kommen, erst Unterhalt, dann Umgang,
Umgang also selbst mit Unterhalt verknüpfen, dann sage ich,
ganz klar, erst Umgang, dann Unterhalt.

Das nächste Argument bitte ...

--
Mach mit! http://wikimannia.org
Im Aufbau: http://en.wikimannia.org

Jutta Wagners neuer Job

Nikos, Athen, Friday, 06.08.2010, 00:34 (vor 5639 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Wenn Kleinkinder ihr Essen nicht aufessen, dann kann man sie damit drohen, dass Jutta Wagner kommt.

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Bist du böse :-) "... sonst holt dich die schwarze Frau .."

Leser, Friday, 06.08.2010, 01:10 (vor 5639 Tagen) @ Nikos

Wenn Kleinkinder ihr Essen nicht aufessen, dann kann man sie damit drohen,
dass Jutta Wagner kommt.

AW: Mein Traum

Referatsleiter 408, Friday, 06.08.2010, 14:06 (vor 5638 Tagen) @ Nikos

Meine Firma ist, bis auf das Büro, eine "reine" Männerfirma. Beschissene Arbeitszeiten, Geld geht, schwer, dreckig, gefährlich, ständig der Witterung ausgesetzt, also kein Frauenjob mit Quotengeschrei!

Viele von den "betroffenen Männern" arbeiten keine Minute länger, weil alles was sie "mehr" verdienen, gleich für die Exe und Unterhaltszahlungen "weggeht". Die schrauben das bewusst runter auf ein niedriges Level, weil von ihrer "Mehrleistung" nur die faule Exe alimentiert wird, die zeitglich Hartz4-gefördert zu Hause auf der Couch hängt und in die Glotze schaut und sich einen Scheissdreck um die Kinder kümmert. Das ist die Realität von der Edith Schwab und all die anderen FemiNissen erstaunlicherweise nicht reden.

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