Was das denn nun schon wieder
Fragender, Wednesday, 04.08.2010, 10:58 (vor 5640 Tagen)
Aus dem VAFK:
"Familienpolitiker haben sich in den letzten Wochen für eine Widerspruchslösung eingesetzt. Danach haben beide Eltern automatisch die gemeinsame Sorge aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaft als Eltern. Lediglich in den Fällen, in denen es Bedenken gibt, kann die Mutter dagegen Widerspruch einlegen. Sie müsste hierzu einen begründeten Antrag stellen, der gerichtlich entschieden werden muß. Damit werden die Auseinandersetzungen auf die Eltern begrenzt, bei denen tatsächlich ein Konfliktpotential vorhanden ist."
Nur die Mutter? Der Vater muss ja nun auch die Möglichkeit bekommen können, gegen ein gemeinsames Sorgerecht zu sein. Da entsteht, wenn das so stimmt und kommt, ja schon wieder diskriminierender Quatsch.
Wir müssen diesen Staat wohl vor dem EuGH tot- und dichtklagen, bis er endlich Vernunft annimmt.
Sexismus, was sonst?
Imageberater_nicht_eingelocht, Wednesday, 04.08.2010, 12:20 (vor 5640 Tagen) @ Fragender
Wir müssen diesen Staat wohl vor dem EuGH tot- und dichtklagen, bis er
endlich Vernunft annimmt.
Es würde schon helfen, wenn diese Schachteln mal ihre Birne einschalten würden:
Die Union lehnt jedoch den vorliegenden Gesetzentwurf von Leutheusser-Schnarrenberger zum Sorgerecht für unverheiratete Paare ab. CSU-Familienexpertin Dorothee Bär sagte, dabei werde "der Mutter zugemutet, in einer emotional schwierigen Phase unmittelbar nach der Geburt aktiv zu werden, falls sie das Sorgerecht des Vaters nicht will." Die Union wolle "stattdessen ein Gesetz, bei dem der Vater aktiv werden muss und er das Sorgerecht nicht automatisch bekommt. Wenn die Mutter dann widerspricht, hat er die Möglichkeit, es vor Gericht zu erstreiten." Bär beklagte zugleich, dass "die Rechtsprechung der letzten Zeit die Institution Ehe immer mehr aushöhlt".
So, stellen wir uns das mal andersrum vor:
Die Union wolle "stattdessen ein Gesetz, bei dem die Mutter aktiv werden muss und sie das Sorgerecht nicht automatisch bekommt. Wenn der Vater dann widerspricht, hat sie die Möglichkeit, es vor Gericht zu erstreiten."
Wäre das gut? Nein?
Kann es dann andersrum gut sein?
Wenn ja: Sexismus.
Wenn nein: kein Sexismus.
Gedankengang zum Thema "Gleichberechtigung" - beendet. Ganz einfach, die Angelegenheit.
Sehe ich genau so[k.T]
Mister L, Wednesday, 04.08.2010, 12:38 (vor 5640 Tagen) @ Imageberater_nicht_eingelocht
- kein Text -
Warum raffen wir uns nicht dazu auf, 1/10 der Loveparade zu mobilisieren?
Warner, Wednesday, 04.08.2010, 13:07 (vor 5640 Tagen) @ Fragender
Es gibt noch so verdammt viel zu tun.
Eine Demo in Berlin Größenordnung 140.000 Menschen für grundgesetzlich garantierte Gleichwertigkeit beider Elternteile wäre doch was!
Dazu Sitzblockade vor diversen systemrelevanten Organen des Staatsfeminismus wie Jugendämtern, BDJ, taz-Zentrale...
Wer kennt noch die Fernsehbilder als beim Untergang der DDR die Stasi-Zentrale von ganz normalen Bürgern gestürmt wurde? Warum muß ich dann immer an die Omma denken?
Also: Woran liegts? In den Kommentarfeldern der Systemmedien merkt man ja schon, daß durchaus Potential da ist. Gibt es noch zu viele "Edle Ritter"? Gibt es zu viele Uninformierte? Zu viele Bequeme, die es nicht betrifft?
Warum raffen wir uns nicht dazu auf, 1/10 der Loveparade zu mobilisieren?
Roslin, Wednesday, 04.08.2010, 16:13 (vor 5640 Tagen) @ Warner
Also: Woran liegts? In den Kommentarfeldern der Systemmedien merkt man ja
schon, daß durchaus Potential da ist. Gibt es noch zu viele "Edle Ritter"?
Gibt es zu viele Uninformierte? Zu viele Bequeme, die es nicht betrifft?
Ja.
Und zu viele, die nach Jahrzehnten der Femfasch-Propaganda in Medien und Erziehung (Kindergarten, Schule, Ausbildung der ErzieherInnen, der LehrerInnen),der Männerdämonisierung, der Männer-sind-böse-Täter-Frauen-gute-unschuldige-Opfer-Propaganda wirklich an die Frau als den edleren Menschen glauben, auch und gerade Männer, Muttersöhne, die es Mama schon immer recht machen wollten/mussten.
Warum raffen wir uns nicht dazu auf, 1/10 der Loveparade zu mobilisieren?
Max Aram, Wednesday, 04.08.2010, 17:38 (vor 5640 Tagen) @ Warner
Also: Woran liegts? In den Kommentarfeldern der Systemmedien merkt man ja
schon, daß durchaus Potential da ist. Gibt es noch zu viele "Edle Ritter"?
Gibt es zu viele Uninformierte? Zu viele Bequeme, die es nicht betrifft?
Vermutlich von jedem etwas, und zum Teil hängen die Faktoren voneinander ab:
Nehmen wir einen Betroffenen, der Demo oder Sitzblockade um das Sorge/Umgangs/Besuchsrecht kämpft. Was glaubst Du, was die Gegenseite für ein wunderbares Killer-Argument gegen ihn in der Hand hat? Nach dem Motto: "Und so einer will zum Wohl des Kindes beitragen, der zu solchen 'extremen' Aktionen bereit ist?"
Diese Kategorie ist durch den Don Quijote-Kampf im deutschen Familienrecht eingeschüchtert, aus dem Lager kannst Du nur die mobilisieren, die den Glauben an Recht und Gesetz völlig verloren haben. Ansonsten nur ausnahmsweise.
Nehmen wir die nicht Betroffenen. Da frag mal herum, wer z.B. den Film "Der entsorgte Vater" kennt, bzw. wer bereit wäre sich den anzuschauen, und wenn Du tatsächlich welche dazu bringen kannst, sich die DVD reinzuziehen, wer das glaubt, was da berichtet wird.
Und nun zu meinen persönlichen Erfahrungen:
Ende 2004 bin ich über den VafK in Karlsruhe gestolpert, aber nur, weil die im Advent ihren Info-Stand haben.
Am 01.11.2008 war ich in Biberach bei einem Vortrag von Bruno Köhler (MannDAT), im Rahmen der dort veranstalteten Reihe "hey man!" (die hatten allerdings ein paar Tage später auch unseren lieben Thomas G. eingeladen). In der Runde (höchstens 15 Leute) saß - neben ein paar Frauen aus der Lokalpolitik, die Betroffenheit und bislang vorhandene Unkenntnis heuchtelten - auch Franzjörg Krieg, seines Zeichens Vorsitzender des VafK Karlsruhe und dessen Landesverbandes. Der überredete mich, in den Film "Der entsorgte Vater" zu gehen (lief dort auf den Filmfestspielen). Der Saal war brechend voll, anhaltender Applaus hinterher, persönliche Gespräche mit zwei der betroffenen Darsteller aus dem Film hinterher im Bistro.
Ich habe mir dann von einem in Biberach ansässigen Kunden eine Woche lang die Lokalpresse sammeln lassen. Vom Film eine Kritik, immerhin, von der "hey man!"-Reihe nur ein Sammelbericht, das war's.
Ende 2008 war ich in Freiburg bei einer Kundgebung und Demo (kleiner Protestmarsch) für Väter-Rechte, anberaumt vom (betroffenen) Rechtsanwalt Oliver Kloth. Die Teilnehmerschar war ebenfalls recht übersichtlich, auch vielleicht 15 Leute. Unterschriften unter die Petition gab es allerdings deutlich mehr und ein lokaler Fernsehsender hat darüber berichtet.
Mal abgesehen vom Filmfestival war das von mir beobachtete Echo relativ gering. Dass das nicht so bleiben muss, zeigen andere Initiativen in ganz anderen Bereichen, die auch klein angefangen haben. Aber es fordert - denke ich - ein unbändiges Getrieben sein von einer Vision. Und das dürfte bei den wenigsten vorhanden sein.
Gruß,
Max
P.S.: Ich bin selbst - was Familienstreit angeht - übrigens kein Betroffener. Aber es rußt mich, was in unserem Land läuft.
Was das denn nun schon wieder
Robert
, München, Wednesday, 04.08.2010, 18:28 (vor 5640 Tagen) @ Fragender
Wir müssen diesen Staat wohl vor dem EuGH tot- und dichtklagen, bis er
endlich Vernunft annimmt.
Sorry für den Zynismus, aber den Staat verwalten Beamte. Und Beamte dürfen nichts annehmen, also auch keine Vernunft.
Robert