Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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1/2 OT: Milieustudie von alleinerziehenden Muettern

jens_, Friday, 30.07.2010, 14:39 (vor 5645 Tagen) @ vt

Man lese auch den Artikel, auf den sich die Autorin bezieht: "Die verlassenen Macchiato-Mütter". Da kann einem bei so viel Opfer-Mentalitaet und Doppelmoral fast schlecht werden. Aber immerhin ist es eine interessante Milieustudie von Emanzen und Powergrrrls.

Für eine günstigere Wohnung müsste sie den glamourösen Bezirk verlassen - aber dann wäre der Schulweg viel zu weit und wieder ein Stückchen Freiheit verloren. Also bleibt sie und verzichtet auf das, was ihr jahrelang selbstverständlich erschien: Reisen, Shoppen, Kino und Theater, Putzfrau, Auto und Essen gehen, "die schönen Dinge eben". Den meisten ihrer Freundinnen gehts genauso.

Ich will von den Marktfrauen nicht gefragt werden, warum ich nicht mehr komme. Ich will meinen Kindern nicht erklären, warum ich ihnen nicht für fünf Euro Bratwurst oder Crêpes kaufen kann." Stattdessen geht sie jetzt zum Discounter.

Jetzt gelte wieder: "Das Verantwortungsgefühl für die eigene Familie ist einem geradezu zwanghaften Drang nach Selbstverwirklichung gewichen."

Der einzig wahre Satz im ganzen Artikel.

Laut Jugendamt leben im Prenzlauer Berg fast 40 Prozent Alleinerziehende. Ihre Probleme sind größtenteils die gleichen, wie jene von Alleinerziehenden anderswo. Von denen allerdings wird in den Medien nicht ständig das Bild gezeichnet, sie seien aufgrund der augenscheinlichen Kinderdichte und der fortschreitenden Gentrifizierung in diesem Berliner Bezirk die glücklichsten, urbansten, reichsten und gebildetsten Muttis der Nation.

Sieben von zehn Eltern in Albrechts Bekanntenkreis leben getrennt. Da stellt sich die Frage, was schiefläuft.

Trennung wird moralisch und finanziell gefoerdert, das laeuft schief.

Plötzlich aber stellen sie fest, dass "draußen alles anders ist", wie Winterfeld sagt.

Wie? Die reale Welt ist nicht Sex and the City? Skandal!

Ein allgemein gültiges Familienmodell - daran glaubt in dieser Prenzlauer-Berg-Küche keine mehr. "Wenn der Mann, mit dem ich drei Kinder habe, es nicht für nötig hält, eine Ehe und somit eine Familie aufrechtzuerhalten, wieso sollte ich das von einem anderen Mann erwarten können? Ich werde bestimmt nie wieder mit einem Mann zusammenziehen", formuliert es Winterfeld drastisch an Albrechts Küchentisch.

Klar: der Mann ist Schuld. Etwas anderes war von der taz auch nicht zu erwarten.

http://anonym.to?http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-verlassenen-macchiato-muetter/


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