Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gender-Mainstreaming = Kommunismus 2.0 / Interessanter Beitrag im Forum der AG Männer / Piraten

Leser_nicht_eingeloggt, Monday, 26.07.2010, 08:38 (vor 5649 Tagen)

Moin zusammmen,

habe gerade diesen Beitrag im Forum der Piratenpartei, "AG Männer" gefunden. Ein aktuell sehr interessanter Beitrag wurde dort im Thread "Abschaffung des Gender Mainstreaming" geschrieben. (Anm.: Der User Maskulist, der den Thread aufmachte, ist nicht der Maskulist, den wir hier kennen und schätzen). Das Wort Kommunismus taucht im Beitrag nicht auf, findet sich im kritischen Text allerdings in jeder Pore - oder geht es nur mir so?:

"Gender-Mainstreaming ist in seiner wahren Bedeutung keine Fördermaßnahme spezifisch der Geschlechter.
Das sagt der Begriff schon selbst. Es geht darum Geschlechter zu einem Hauptstrom zu vereinen. Ansicht des GM ist, dass es keine Geschlechter gibt. Einzig durch unterschiedliche Erziehung kommt es zu Männern und Frauen. Daraus folgert das GM, dass es genau so gut möglich ist Menschen mit einem Penis zu Frauen zu erziehen und Menschen mit einer Vagina zu Männern zu erziehen. Das ist allerdings nicht das Ziel, sondern die Schaffung eines Einheitsgeschlechts.

Das ist der echte Kern des Gender Mainstreamings und nichts anderes.

Die Umdeutung in Förderung nach Geschlechtern von z.B. Kristina Schröder Bundesministerin für Familie zeigt nur, dass nicht mal diese weiß was hinter dem Begriff wirklich steht. Sie wurde übrigens später von ein paar "Forscherinnen" über die fälschliche Verwendung schriftlich aufgeklärt. Ärgerlicherweise finde ich das entsprechende pdf Dokument nicht mehr.

Das sind Tatsachen.

Ehrlich gesagt finde ich es vollkommen irrwitzig darauf eingehen zu müssen und nicht einfach nur sagen zu brauchen "das widerstrebt dem klaren Menschenverstand". Heutzutage muss man das aber scheinbar.
Schon ursprünglichste Erfahrungen eines jeden sagen uns, dass Männer und Frauen nicht gleich sind. Diese als eingebildet abzutun lässt am Verstand zweifeln. Z.B. wissen wir durch Erfahrung und Studien, dass Männer Risiko schwächer einschätzen. Welche Frau käme aus Langeweile und Übermut dazu mit dem Fahrrad einen Überschlag zu versuchen? Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum es wesentlich mehr Männer sind, die das Risiko eingehen ein eigenes Unternehmen zu gründen. Daraus ergeben sich nebenbei auch mehr Männer in Führungspositionen. Es gibt natürlich noch andere Punkte wie Muskelmasse und Aggressivität aber das führt zu weit vom eigentlichen Thema weg.

Festzuhalten bleibt, dass Männer und Frauen nicht gleich sind trotz dessen man sich über die Ausprägung der Unterschiede sicher streiten kann.

Wie ist es dann logisch nachvollziehbar, wären Frauen und Männer tatsächlich gleich, es überhaupt zu so einer unterschiedlichen Entwicklung kommen konnte? Zwei Glas Wasser aus der selben Kanne sind auch nicht plötzlich unterschiedlich warm.

Meiner Ansicht nach steckt wohl hinter dem Ziel des Einheitsgeschlechts die verdrehte Annahme, dass es vollkommene Gleichberechtigung nur unter absolut Gleichen geben kann. Konsequent weiter gedacht würde das auch die Forderung nach einer Einheits-: Hautfarbe, Haarfarbe, Augenfarbe, Körpergröße, Intelligenz usw. nach sich ziehen.

Was die Menschen akzeptieren müssen ist, dass gleiche Rechte und Chancen nichts mit Gleichmacherei zu tun haben. Das bringt uns nämlich zum Punkt der "Gleichstellung" (aka Frauenförderung).

Gleichstellung ist im höchsten Maße ungerecht. Gleichstellung fordert nämlich die Ergebnisgleichheit egal wie die Voraussetzungen sind.
Am Beispiel eines 100-Meter-Laufes würde Gleichstellung bedeuten, dass die schnelleren Läufer Gewichte an die Beine gelegt bekommen und Langsamere gedopt würden mit dem Ziel alle gleichzeitig durch das Ziel laufen zu sehen.
Oder ein anderes Beispiel: Alle Schüler bestehen nach 12 Jahren das Abitur egal ob Hauptschule, Realschule, Gymnasium und welche Noten.
Was anderes ist eine Forderung nach 50% Frauenquote in XYZ nicht.

Um auf das Gender-Mainstreaming zurück zu kommen:
1. GM widerspricht aller Erfahrung und dem Verstand.
2. GM ist eine auf undemokratischem Wege aufgezwungene Ideologie.
3. GM verletzt aufs schwerste durch gezielte Umerziehung die freie und ungehinderte Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Menschen. Es verstößt gegen §1 Grundgesetz.

Es ist zu tiefst widerlich Menschen und vor allem Kinder zu Objekten eines sozialen Experimentes namens Gender-Mainstreaming zu machen.

Einen ausgezeichneten Vortrag über die volle Bedeutung des Gender-Mainstreamings (Genderismus) kann man auf YouTube unter folgendem Link finden:
http://www.youtube.com/watch?v=2vwGzN29f_0 "

Quelle: http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=150&t=13505&start=150#p262673

Recht hat der Mann - und das Dokument zur Zurechtrückung an Frau BM Schröder würde mich brennend interessieren. Kennt das jemand?

Auf fruchtbaren Boden scheint es -zurecht- nicht gefallen zu sein.

Einen schönen Start in die Woche wünscht euch der Leser

Gender-Mainstreaming und Kaffeesatzleserei im Forum der AG Männer / Piraten

Eugen, Monday, 26.07.2010, 12:37 (vor 5649 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

"Gender-Mainstreaming ist in seiner wahren Bedeutung keine
Fördermaßnahme spezifisch der Geschlechter.
Das sagt der Begriff schon selbst. Es geht darum Geschlechter zu einem
Hauptstrom zu vereinen.

Es scheint ein Merkmal des gender-mainstreaming zu sein, dass Jeder und Jede, Befürworter wie Gegner, GM als das ansehen, was sie glauben, was es ist, oder was sie glauben, dass andere glauben, was es ist, oder was sie nicht wollen, dass es sei. Das trifft auch auf die obige Deutung zu, die lediglich eine private Sichtweise wiedergibt, die historisch jedenfalls nicht legitimiert ist.

"Historisch leitet sich die sperrige Bezeichnung aus einer Forderung des Weltfrauentages in Peking 1995 ab: “mainstreaming a gender perspective in all policies and programmes”, also etwa: „einen geschlechtersensiblen Blickwinkel in das politische Handeln einbringen“." (*)

Selbst als ein Gegner des GM kann ich einen solchen(!) Ansatz nicht pauschal verurteilen. Man kann nicht alles über einen Kamm scheren, und wenn es z.B. spezifisch männliche Gesundheitsrisiken gibt, dann ist Männern nicht geholfen, wenn man ihnen eine pauschale oder sogar defizitäre Gesundheitspolitk zumutet.

Das Problem ist nicht GM, sondern seine völlig einseitge Vereinnahmung durch Politfeministinnen und deren Steigbügelhalter. Es gibt nämlich keine "gender perspective in all policies and programmes" sondern schlicht nur Frauenförderprogramme unter diesem Namen, dh. GM wurde zu einer zweiten Schiene der Frauenförderung gemacht.

Deswegen wieder mal mein Hinweis:

(*) "Schöne neue durchgegenderte Welt - Anspruch und Realität der Gender Mainstreaming Ideologie" in dem Buch "Der Staat als Super Super Nanny".
Das Buch ist bei der Friedrich Naumann Stiftung erschienen und kann dort kostenlos bestellt oder als Dokument herunter geladen werden. Hier der Link:
http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php/_c-618/_nr-10380/i.html

Gruß, Eugen

Gender-Mainstreaming = Kommunismus 2.0 / Interessanter Beitrag im Forum der AG Männer / Piraten

klötenspieler, Monday, 26.07.2010, 12:48 (vor 5649 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Der Beitrag enthält viel Wahres, ist aber zu einseiitg auf Gleichmacherei getrimmt. Denn GM definiert schlußendlich alles einfach im Hinblick auf die Begünstigung der Frau um und dies beinhaltet nicht nur Gleichmacherei.

Passt es gerade, sind alle gleich oder sollen es sein. Passt es dann gerade mal nicht, sind sie plötzlich so ungleich, wie sie ungleicher nicht sein können: Dann sind Frauen "wissenschaftlich bewiesen" beispielsweise da und da und da viel besser.

Es spielt keine Rolle, dass dies doch der vielleicht gerade eben noch bezeugten Behauptung der Gleichheit und der Theorie der Geschlechter als bloßer sozialer Konstrukte widerspricht. Erlaubt ist, was gefällt. Richtig ist, was gefällt. Das ist Gender-Mainstreaming.

Gender-Mainstreaming - Nachtrag

Eugen, Monday, 26.07.2010, 14:36 (vor 5649 Tagen) @ Eugen

(*) "Schöne neue durchgegenderte Welt - Anspruch und Realität der
Gender Mainstreaming Ideologie
" in dem Buch "Der Staat als Super Super
Nanny".
Das Buch ist bei der Friedrich Naumann Stiftung erschienen und kann dort
kostenlos bestellt oder als Dokument herunter geladen werden. Hier der
Link:
http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php/_c-618/_nr-10380/i.html

Gruß, Eugen

Nachtrag: Das Buch ist als Druckwerk meines Wissens nicht mehr lieferbar, kann aber nach wie vor kostenlos unter dem angegebenen Link herunter geladen werden.

Gender-Mainstreaming = Kommunismus 2.0 / Interessanter Beitrag im Forum der AG Männer / Piraten

aus_Wien, Monday, 26.07.2010, 16:44 (vor 5649 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Einzig durch unterschiedliche Erziehung kommt es zu Männern und
Frauen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Milton_Diamond

Die Umdeutung in Förderung nach Geschlechtern von z.B. Kristina Schröder
Bundesministerin für Familie zeigt nur, dass nicht mal diese weiß was
hinter dem Begriff wirklich steht. Sie wurde übrigens später von ein paar
"Forscherinnen" über die fälschliche Verwendung schriftlich aufgeklärt.
Ärgerlicherweise finde ich das entsprechende pdf Dokument nicht mehr.

...schade, wir müssen alle besser archivieren.

Nicht nur Kaffeesatzleserei der AG Männer / Piraten

Narrowitsch, Berlin, Monday, 26.07.2010, 16:57 (vor 5649 Tagen) @ Eugen

Es scheint ein Merkmal des gender-mainstreaming zu sein, dass Jeder und
Jede, Befürworter wie Gegner, GM als das ansehen, was sie glauben, was es
ist, oder was sie glauben, dass andere glauben, was es ist, oder was sie
nicht wollen, dass es sei. Das trifft auch auf die obige Deutung zu, die
lediglich eine private Sichtweise wiedergibt, die historisch jedenfalls
nicht legitimiert ist.

Soweit gehe ich 100 % mit.

"Historisch leitet sich die sperrige Bezeichnung aus einer Forderung
des Weltfrauentages in Peking 1995 ab: “mainstreaming a gender perspective
in all policies and programmes”, also etwa: „einen geschlechtersensiblen
Blickwinkel in das politische Handeln einbringen“."
(*)

Selbst als ein Gegner des GM kann ich einen solchen(!) Ansatz nicht
pauschal verurteilen.

Auch das sehe ich genau so und nicht anders.

Man kann nicht alles über einen Kamm scheren, und
wenn es z.B. spezifisch männliche Gesundheitsrisiken gibt, dann ist Männern
nicht geholfen, wenn man ihnen eine pauschale oder sogar defizitäre
Gesundheitspolitk zumutet.

Auch unbedingt richtig.

Das Problem ist nicht GM, sondern seine völlig einseitge Vereinnahmung
durch Politfeministinnen und deren Steigbügelhalter. Es gibt nämlich keine
"gender perspective in all policies and programmes" sondern schlicht
nur Frauenförderprogramme unter diesem Namen, dh. GM wurde zu einer zweiten
Schiene der Frauenförderung gemacht.

Das sehe ich völlig anders. Peking und nachfolgende Veranstaltungen zeigen, dass deren InitiatorInnen das Ziel GM als Ergänzung zur (feministischen)Frauenpolitik verstanden wissen wollten und wollen. Feminismus und GM verhielten sich wie Feuer und Wasser zu einander, jedenfalls dann, wenn Mann die Definition des GM ernst nimmt. Mit anderen Worten: GM war womöglich als propagandistischer Winkelzug gedacht, der eine Art real existierender Feminismus mit nunmehr menschlichem Antlitz in die Welt setzen sollte. Feministinnen haben die Gender-Absichtserklärung nicht vereinnahmt, sondern als "menschelnden" Agitatationsklapperatismus zur Legitimation einseitiger Frauenförderungen auf die Welt losgelassen. Und nicht nur zum Zwecke der Förderung, sondern auch für vorrangig frauenfreundliche, frauenfokussierte Sichtweisen in Politik, Wirtschaft, Medien, Justiz und vor allem in der Bürokratie.

Oder sind mir Dokumente durch die Lappen gegangen, die anderes beweisen?

Im Übrigen halte ich nichts , aber auch gar nichts von gesellschaftlichen Wettkämpfen um beste rhetorische Leistungen, für die Fördertöpfe als Preis winken. Es werden sich immer Gründe für Förderungs- und Forderungsansprüche finden und begründen lassen; wer geschickter formuliert, gewinnt. Auch wenn ein realer Sachbezug fehlt.Auf der Strecke bleiben jedoch alle die Menschen, die aus eigener Kraft und nach eigener Facon nach ihrem Glück streben wollen.

GM entfaltet in meinen Augen nur dort einsichtige Begründungen, also Berechtigungen, wo es um objektiv geschlechtsbezogene Belange geht: Geburt, Vater- und Mutterschaft, Gesundheit, (soziale) Zwangsdienste. Alle anderen Felder gesellschaftlichen Zusammenlebens sollte dem freien Spiel des Lebens überlassen werden, das Gleichberechtigungsgebot des GG garantiert rechtlich den fairen Umgang.

Aber um den geht es bei GM wohl nicht.

Gruß, Eugen

Gruß zurück

© [image]

Im Übrigen halte ich es durchaus für verdienstvoll, wenn die AG Männer der Piraten das Thema auf den Tisch knallt. Und sei es nur, um den vielen Leuten, die nichts wissen, von dem, was in der Realität als GM durchgeht, einen Denkanstoß zu geben. Die etablierten Parteien haben dies - so weit ich weiß- bislang nicht geschafft einen einzigen kritischen Blick auf diesen problematischen Weg der "Gleichstellung" zu wagen.

--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Nicht nur Kaffeesatzleserei der AG Männer / Piraten

Eugen, Monday, 26.07.2010, 17:25 (vor 5649 Tagen) @ Narrowitsch

Soweit gehe ich 100 % mit.
Auch das sehe ich genau so und nicht anders.
Auch unbedingt richtig.

So weit so gut ;-)

GM wurde zu einer
zweiten
Schiene der Frauenförderung gemacht.


Das sehe ich völlig anders. Peking und nachfolgende Veranstaltungen
zeigen, dass deren InitiatorInnen das Ziel GM als Ergänzung zur
(feministischen)Frauenpolitik verstanden wissen wollten und wollen.

Kein Widerspruch. Worauf es ankommt: was daraus wurde.

GM war womöglich als propagandistischer Winkelzug gedacht, der eine
Art real existierender Feminismus mit nunmehr menschlichem Antlitz in die
Welt setzen sollte.

Für solche Absichten finde ich keine Anhaltspunkte.

Feministinnen haben die Gender-Absichtserklärung nicht
vereinnahmt, sondern als "menschelnden" Agitatationsklapperatismus
zur Legitimation einseitiger Frauenförderungen auf die Welt losgelassen.
Und nicht nur zum Zwecke der Förderung, sondern auch für vorrangig
frauenfreundliche, frauenfokussierte Sichtweisen in Politik, Wirtschaft,
Medien, Justiz und vor allem in der Bürokratie.

Oder sind mir Dokumente durch die Lappen gegangen, die anderes beweisen?

Es ging nie um etwas anderes als Frauenförderung, auch in dem Sinne wie du es schreibst. So viel ist klar. Aber das Einsickern des GM von der UN über die EU bis ins BMFSFJ zeigt schon, dass dieses Progarmm sozusagen nachträglich als nützlich angesehen wurde, neue Zweige der Frauenförderung aufzumachen, zumindest von einer Hälfte der Politfeministinnen. Die andere hat es zunächst abgelehnt, weil sie befürchtet hatte, damit solle die Frauenförderung ersetzt werden. Völlig unbegründet, wie sich rasch zeigte.

Im Übrigen halte ich nichts , aber auch gar nichts von gesellschaftlichen
Wettkämpfen um beste rhetorische Leistungen, für die Fördertöpfe als Preis
winken.

Darum geht es (mir) allerdings überhaupt nicht, wenn ich sage, dass ein geschlechtsspoezifischer Blick der Politik nicht unbedingt schlecht ist.

Z.B.: Die Jungen schiffen im (staatlichen) Bildungssystem ab. Trotzdem werden weiter nur Mädchen gefördert. Das regelt der freie Markt also mitnichten. Warum? Weil die Politik auch nicht "frei" ist. Sie ist besetzt - von Interessen. Da muss man also fordern, dass die Politk speziell die Jungen in den Blick nimmt. Mit dem Buhlen um Subventionsbrosamen für feministische Tarrotkurse sollte das eigentlich nichts zu tun haben.

Gruß, Eugen

Nicht nur Kaffeesatzleserei der AG Männer / Piraten

Garfield, Monday, 26.07.2010, 20:22 (vor 5649 Tagen) @ Narrowitsch

Hallo Narrowitsch!

GM war womöglich als propagandistischer Winkelzug gedacht, der eine Art real existierender Feminismus mit nunmehr menschlichem Antlitz in die Welt setzen sollte.

Ich denke, ursprünglich war das mal ein Projekt weltfremder Theoretiker, die in irgendwelchen Elfenbeintürmen fernab der Realität thronten und wahrscheinlich wirklich glaubten, daß sie mit dem Unsinn die Menschheit beglücken könnten.

Nun gibt es aber sehr reiche und damit sehr mächtige Zeitgenossen, die ihren Reichtum und ihre Macht gern nicht nur erhalten, sondern weiter ausbauen möchten. Das geht nur auf Kosten der Masse der Bevölkerung, also denken sie ständig darüber nach, wie sie aus dieser Masse der Bevölkerung noch mehr herauspressen können, ohne daß es zu Unruhen kommt. Oder sie bezahlen andere Leute dafür, ständig darüber nachzudenken.

Ein Franzose drückte es mal so aus: "Die Kunst des Steuereinnehmens besteht darin, die Gans zu rupfen, ohne daß sie dabei schreit." Das gilt so generell, nicht nur für Steuern (die ja letztendlich auch zum guten Teil direkt oder indirekt den Superreichen zufließen).

Wie kriegt man es also hin, die Gans zu rupfen, ohne daß sie schreit, beißt oder gar wegläuft? Ideal wäre, wenn die Gans freiwillig zum Rupfen kommt und das dann ganz toll findet.

Die Masse der Bevölkerung findet es aber nicht toll, abgezogen zu werden. Also muß man sie so umerziehen, daß sie es toll findet. Das geht am besten, wenn man an vorhandene Ansätze anknüpft.

Da ist es nun aber so, daß diese Ansätze bei den Geschlechtern im Durchschnitt ganz unterschiedlich ausgeprägt sind. Bei den Männern ist positiv, daß sie bereit sind, sich für Frau und Kinder abzurackern. Zwar erwarten sie deshalb auch eine möglichst gute Bezahlung, aber wenn man die Arbeitslosenzahlen hoch genug hält und so immer das Damoklesschwert der Erwerbslosigkeit über einem berufstätigen Familienvater schwebt, dann wird er schon sehr viel bescheidener mit seinen Gehaltsvorstellungen. Männer sind somit gute Ausbeutungsobjekte.

Negativ ist allerdings, daß Männer, da sie oft wissen, wie mühsam Geld von ihnen erarbeitet werden muß, es häufig nicht leichtfertig ausgeben. Sie achten auch gern darauf, daß nicht unnötig Licht brennt, daß der Fernseher nicht läuft, wenn niemand im Raum ist, daß die Heizung nicht dauernd voll aufgedreht ist und beim Lüften abgedreht wird usw. Das ist schlecht für den Konsum.

Glücklicherweise ist es aber bei Paaren so, daß die meisten Kaufentscheidungen von Frauen getroffen werden. Bei Frauen ist es nun aber so, daß sie sich weniger bereitwillig in die beruflichen Tretmühlen stellen. Sie sehen ihr Einkommen oft nur als Zusatz, manchmal auch nur als Taschengeld für sich selbst. Dementsprechend sind sie weniger bereit, sich beruflich abzustrampeln, aber dafür geben sie Geld auch leichtfertiger aus.

Man hat jahrzehntelang einige Strömungen des Feminismus hochgepäppelt, um die Frauen dazu zu bringen, sich mehr im Erwerbsleben zu engagieren. Das hatte auch einen gewissen Erfolg, allerdings hat das nun auch den Nebeneffekt, daß immer mehr Familien zerstört werden. Das ist zwar nicht unbedingt unerwünscht, allein schon, weil mehr Haushalte von Alleinlebenden oder Alleinerziehenden ja auch mehr Konsumgüter benötigen. Aber je mehr Männer allein leben, umso weniger haben Frauen Kontrolle über die Verwendung des von Männern erarbeiteten Geldes.

Und es gibt sowieso nach wie vor das Problem, daß Männer zwar oft gute Ausbeutungsobjekte, aber keine guten Konsumenten sind, während es bei Frauen häufig umgekehrt ist.

Ideal wäre nun, beide Vorteile von Männern und Frauen zu verbinden und die Nachteile wegzuerziehen. Ziel ist der "neue Mensch", der sich freudig und motiviert beruflich für einen Appel und ein Ei maximal abstrampelt und das so erarbeitete Geld genauso freudig mit vollen Händen für jeden überteuerten Schnickschnack aus dem Fenster wirft.

Also hat man sich umgesehen, was man nutzen könnte, um dieses Ziel zu erreichen. Und dann fand man die Gender-Utopisten. Die sagten, es gäbe gar kein Geschlecht, sondern alles wäre nur Erziehung. Super - das war doch genau das, was gebraucht wurde!

Also wird das jetzt eben massiv gefördert und über diverse Organisationen wie z.B. die UNO durchgedrückt. Was ein paar Spinnern in Elfenbeintürmen so niemals möglich wäre.

Was Frauen angeht, so macht man weiter wie bisher. Man versucht, sie ins Erwerbsleben zu drängen. Dazu redet man ihnen weiterhin ein, daß sie ja alles viel besser könnten als die Männer.

Neu ist allerdings, daß man auch bei Jungen ansetzt. Sie kriegen nun Schminkkurse und ähnliches, denn sie sollen ja später auch z.B. die Großaktionäre der Kosmetikindustrie reich machen. Sie sollen genauso eifrig konsumieren, wie das jetzt die Frauen mehrheitlich tun.

Die Umsetzung des Umerziehungsprogramms überlaßt man Spinnern, die daraus eine eigene Ideologie basteln. Die mittlerweile an den öffentlichen Geld-Tröpfen fest etablierte Helferindustrie bietet dafür ausreichend Personal. Die brüllen kleinen Jungen dann schon mal ins Gesicht, daß sie eine Vagina hätten und das nur nicht zugeben wollten. Und der Effektiv-Steuerzahler darf das bezahlen, wie er auch sonst de facto alles bezahlen muß.

Freundliche Grüße
von Garfield

Genderismus versus Gender-Mainstreaming

Mus Lim ⌂, Monday, 26.07.2010, 21:33 (vor 5648 Tagen) @ Eugen

Selbst als ein Gegner des GM kann ich einen solchen(!) Ansatz nicht
pauschal verurteilen. Man kann nicht alles über einen Kamm scheren, und
wenn es z.B. spezifisch männliche Gesundheitsrisiken gibt, dann ist Männern
nicht geholfen, wenn man ihnen eine pauschale oder sogar defizitäre
Gesundheitspolitk zumutet.

Diese Sichtweise ist aber auch nicht "legitimiert".
Ich plädiere zunächst dafür, die Begriffe Genderismus und Gender Mainstream zu unterscheiden.
Gender Mainstream ist das politische Programm, mit dem Genderismus durchgesetzt werden soll, also "mainstreaming a gender perspective in all policies and programmes".

Die Übersetzung "einen geschlechtersensiblen Blickwinkel in das politische Handeln einbringen" ist aber problematisch, weil das neutral danach klingt, dass "geschlechtersensibel" Interessen von Männern und Frauen Berücksichtigung finden sollen. Dem ist aber gar nicht so. Nach der Ideologie des Genderismus ist die Abschaffung des Männlichen und des Weiblichen das Ziel.

Das eben wird durch die verquaste Sprachweise zugekleistert. Gender Mainstream ist das politische Durchsetzungsprogramm der Ideologie Genderismus, und nicht etwa eine "geschlechtssensible Sichtweise".

Das Problem ist nicht GM, sondern seine völlig einseitge Vereinnahmung
durch Politfeministinnen und deren Steigbügelhalter. Es gibt nämlich keine
"gender perspective in all policies and programmes" sondern schlicht
nur Frauenförderprogramme unter diesem Namen, dh. GM wurde zu einer zweiten
Schiene der Frauenförderung gemacht.

GM wird natürlich von Feministinnen für ihre Zwecke instrumentalisiert, im Sinne von Frauenförderung. Aber mit GM wird auch die Dekonstruktion von Mann, Frau und Familie betrieben. Das findet sich in der Erziehung in Kindergarten und Schule statt und in der Legalisierung von Adoption in lesbischen Lebenspartnerschaften.

--
Mach mit! http://wikimannia.org
Im Aufbau: http://en.wikimannia.org

Genderismus versus Gender-Mainstreaming

Eugen, Monday, 26.07.2010, 23:23 (vor 5648 Tagen) @ Mus Lim

Ich plädiere zunächst dafür, die Begriffe Genderismus und Gender
Mainstream zu unterscheiden.
Gender Mainstream ist das politische Programm, mit dem Genderismus
durchgesetzt werden soll, also "mainstreaming a gender perspective in all
policies and programmes".

und das ist eben auch (d)eine reine Privatmeinung.

GM ist ein ganz offizielles, inzwischen gesetzlich verankertes Programm. Genderismus ist ein Begriff, den die Kritiker der sogenannten gender-theorie verwenden und sonst nichts.

Die Übersetzung "einen geschlechtersensiblen Blickwinkel in das politische
Handeln einbringen" ist aber problematisch, weil das neutral danach klingt,
dass "geschlechtersensibel" Interessen von Männern und Frauen
Berücksichtigung finden sollen. Dem ist aber gar nicht so. Nach der
Ideologie des Genderismus ist die Abschaffung des Männlichen und des
Weiblichen das Ziel.

Ich kann dir genau sagen, wo das mit dem geschelchtersensiblen Blick steht. Aber in welchem Gesetz steht etwas von der Abschaffung des Männlichen und des Weiblichen?

Das eben wird durch die verquaste Sprachweise zugekleistert. Gender
Mainstream ist das politische Durchsetzungsprogramm der Ideologie
Genderismus, und nicht etwa eine "geschlechtssensible Sichtweise".

Deine Interpretation. Kann sogar sein, dass die "Genderisten", wer immer das sein mag, sich auf GM berufen, aber das ist Thronräuberei. Und komme mir bitte nicht mit Money und Reimer.

GM wird natürlich von Feministinnen für ihre Zwecke instrumentalisiert, im
Sinne von Frauenförderung. Aber mit GM wird auch die Dekonstruktion von
Mann, Frau und Familie betrieben. Das findet sich in der Erziehung in
Kindergarten und Schule statt und in der Legalisierung von Adoption in
lesbischen Lebenspartnerschaften.

Das wüsste ich gerne genauer. Wer beruft sich im Kindergarten jemals auf GM? Was hat die Legalisierung von Adoption in lesbischen Lebenspartnerschaften mit GM zu tun? Nichts, wenn du mich fragst. Aber mich fragt ja niemand, weil jeder es ganz genau weiß.

Es langt mir mal wieder. Das ist fast schlimmer als gegen Feministinnen zu argumentieren. Wer etwas glauben will, der glaubt es. Auch hier.

Genderismus versus Gender-Mainstreaming

stiller Mitleser, Tuesday, 27.07.2010, 00:21 (vor 5648 Tagen) @ Eugen


Es langt mir mal wieder. Das ist fast schlimmer als gegen Feministinnen zu
argumentieren. Wer etwas glauben will, der glaubt es. Auch hier.

Ich höre dir aufmerksam und teile deine Position. Ist nunmal die Natur der Sache, dass nur diejenigen wahrgenommen werden, die Einwände haben. Vermittelt aber ein falsches Bild der Leserschaft.

Genderismus versus Gender-Mainstreaming (Begriffsverwirrung)

1xPoster, Tuesday, 27.07.2010, 00:44 (vor 5648 Tagen) @ Mus Lim

Die Übersetzung "einen geschlechtersensiblen Blickwinkel in das politische
Handeln einbringen" ist aber problematisch, weil das neutral danach klingt,
dass "geschlechtersensibel" Interessen von Männern und Frauen
Berücksichtigung finden sollen. Dem ist aber gar nicht so. Nach der
Ideologie des Genderismus ist die Abschaffung des Männlichen und des
Weiblichen das Ziel.

Nein!

Gender Mainstreaming bedeutet eine Berücksichtigung von als "spezifisch männlich oder weiblich" bezeichneten Interessen durch die Politik. GM ist damit konstruktivistisch, weil es Identitäten konstruiert, die durch vermeintliche Geschlechtsinteressen tatsächlich Verhalteen für Individuen normieren sollen. GM versucht, Individuen in Rollenkorsetts zu zwingen, in welchen die Politik sie sodann verwalten will. GM produziert männliche und weibliche Identitäten, so wie z.B. religiöse Lehrmeinungen, nur miesepetriger.

GM steht damit im stärksten Widerspruch zur dekonstruktivistischen Gender-Theorie (bspw. vertreten von Butler), die gerade den Repräsentations- und Verwaltungsanspruch der Politik dadurch zerstören möchte, dass sie diese scheinbar eindeutigen Charakteristika als Konstruktionen entlarvt.

Genderismus ist eine Schöpfung, die scheinbar nur in Männerforen auftaucht, von Leuten, die nicht begriffen haben, dass Gender & Gender Mainstreaming tatsächlich auf ganz unterschiedliche Konzepte verweisen, und ihre Unkenntnis über die Debatten um die Widersprüche hinter den Begriffen durch eine Gleichsetzung wegzuerklären versuchen.

Genderismus versus Gender-Mainstreaming (Begriffsverwirrung)

Eugen, Tuesday, 27.07.2010, 00:49 (vor 5648 Tagen) @ 1xPoster

Nein!

Gender Mainstreaming bedeutet eine Berücksichtigung von als
"spezifisch männlich oder weiblich" bezeichneten Interessen durch die
Politik. GM ist damit konstruktivistisch, weil es Identitäten konstruiert,

...


GM steht damit im stärksten Widerspruch zur dekonstruktivistischen
Gender-Theorie (bspw. vertreten von Butler), die gerade den

...

Genderismus ist eine Schöpfung, die scheinbar nur in Männerforen
auftaucht, von Leuten, die nicht begriffen haben, dass Gender & Gender
Mainstreaming tatsächlich auf ganz unterschiedliche Konzepte verweisen,

...

Vielen Dank für diesen interessanten und kenntnisreichen Beitrag. Ich schöpfe ja direkt neue Hoffnung, dass in unseren Kreisen noch nicht alles verloren ist ;-) Poste doch öfter mal, gerne auch im Forum Männerrechte http://wp1131552.wp170.webpack.hosteurope.de/forum/

Dank und Gruß, Eugen

Hallo Eugen und Mus Lim, könntet ihr das ggf. erläutern?

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 27.07.2010, 00:49 (vor 5648 Tagen) @ Eugen

Grüß euch,

die These und die Gegenrede klingen recht emotional und ich denke, es wird seine Gründe haben. Trotzdem, bitte nicht falsch verstehen, sehe ich in der aktuellen Diskussion den roten Faden nicht.

"Genderisten", "Gender Mainstreaming" sind auf gewisse Art sicherlich negativ besetzte Begriffe. GM wurde umfunktioniert in eine weitere Form der Frauenbevorzugung. Soweit bin ich d'accord. Und ich stimme auch überein, dass, würde man GM wortwörtlich aus Männersicht übersetzen, das eine oder andere Positive dabei herauskäme.

Nur für mich ist der Strang (den ich eröffnete) nicht unbedingt mehr nachvollziehbar. Streitet ihr euch über Begriffe - oder Ideen und/oder Ideologien?

Das der Weg nicht immer zum gleichen Ziel führt ist auch klar
- nur wohin seht ihr den Pfad führend.

Ich meine diese Frage wirklich ernst und ich denke, jeder von euch wird es vor seinem eigenen Hintergrund auch sehen und begründen. Im Moment habe ich das Gefühl, dass Meta-Ebene und die persönliche da aufeinander prallen.

Damit will ich keinen Popcorn-Konsumenten-Streit schüren, denn mich interessiert das wirklich.

Danke für eure Antworten

Leser

Genderismus versus Gender-Mainstreaming

Eugen, Tuesday, 27.07.2010, 00:52 (vor 5648 Tagen) @ stiller Mitleser

Ich höre dir aufmerksam und teile deine Position. Ist nunmal die Natur der
Sache, dass nur diejenigen wahrgenommen werden, die Einwände haben.
Vermittelt aber ein falsches Bild der Leserschaft.

Vielen Dank für deine Zustimmung. Da gilt mir, was ich hier auch schon an 1*poster schrieb.
Gruß, Eugen

Hallo Eugen und Mus Lim, könntet ihr das ggf. erläutern?

Eugen, Tuesday, 27.07.2010, 00:57 (vor 5648 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Grüß euch,

die These und die Gegenrede klingen recht emotional und ich denke, es wird
seine Gründe haben. Trotzdem, bitte nicht falsch verstehen, sehe ich in der
aktuellen Diskussion den roten Faden nicht.

...

Danke für eure Antworten

Leser

Das ist aus meiner Sicht rasch erklärt. Die Leute vertrödeln ihre Zeit damit, eine Idee, den Genderismus zu bekämpfen. Bewahre, dass ich diese gutheiße, aber die Frauenbeauftragten, die sich um Genderismus überhaupt nicht kümmern, lachen sich derweil - ungeschoren - ins Fäustchen.

Gruß, Eugen

Genderismus versus Gender-Mainstreaming

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 00:58 (vor 5648 Tagen) @ Eugen
bearbeitet von Mus Lim, Tuesday, 27.07.2010, 01:17

Ich plädiere zunächst dafür ...

und das ist eben auch (d)eine reine Privatmeinung.

Darf man hier nicht mehr seine (Privat)Meinung sagen, oder was?
Ich habe doch überdeutlich geschrieben "Ich plädiere für" und nicht "Ich verkünde Euch die Wahrheit über".

In dieser Form werte ich Ihren Einwurf als Argumentum ad hominem.

Ich kann dir genau sagen, wo das mit dem geschlechtersensiblen Blick
steht. Aber in welchem Gesetz steht etwas von der Abschaffung des
Männlichen und des Weiblichen?

In welchem Gesetz stand nochmal der Holocaust?
Es ist auch in keinem Gesetz die Zerstörung der Familien niedergeschrieben, und doch ist das eine politische Realität.
Es gibt auch kein Gesetz, in dem die Abschaffung der Demokratie geschrieben steht, und doch erleben wir die Einschränkung von Bürgerrechten, die Verlagerung von parlamentarisch kontrollierten Entscheidungen auf europäische Eben und vieles andere mehr.

Also diese Fixierung auf den Buchstaben des Gesetzes empfinde ich als kafkaesk.

Das eben wird durch die verquaste Sprachweise zugekleistert. Gender
Mainstream ist das politische Durchsetzungsprogramm der Ideologie
Genderismus, und nicht etwa eine "geschlechtssensible Sichtweise".


Deine Interpretation.

Danke für die (ungefragte) Belehrung. Ich wusste gar nicht, dass es MEINE Interpretation ist. Jetzt bin ich (durch Ihr erklärendes Wort) erleuchtet und der Abend ist gerettet.

Kann sogar sein, dass die "Genderisten", wer immer
das sein mag, sich auf GM berufen, aber das ist Thronräuberei. Und komme
mir bitte nicht mit Money und Reimer.

Was soll das jetzt werden?
Verstehe ich das richtig so, dass Sie behaupten im Umkehrschluss hat GENDER Mainstream überhaupt nichts mit "Genderisten" und "Genderismus" zu tun?!??
So etwa wie Rassengesetzgebung ohne "Rassisten" und "Rassismus"?!??
Oder wie "Fünfjahresplan" ohne "Sozialismus"!

So ganz werde ich nicht schlau daraus, worauf Sie mit Ihrer Belehrung und Zurechtstutzen meiner Person (das ist (nur) Deine Meinung) hinaus wollen.

GM wird natürlich von Feministinnen für ihre Zwecke instrumentalisiert,

im

Sinne von Frauenförderung. Aber mit GM wird auch die Dekonstruktion von
Mann, Frau und Familie betrieben. Das findet sich in der Erziehung in
Kindergarten und Schule statt und in der Legalisierung von Adoption in
lesbischen Lebenspartnerschaften.

Das wüsste ich gerne genauer. Wer beruft sich im Kindergarten jemals auf
GM?

Wollen Sie mich für dumm verkaufen oder wie einen Leerjungen behandeln?

Wer beruft sich im Straßenverkehr auf die Straßenverkehrsordnung?!?? Niemand! Die StVO wird allenfalls von Versicherungsvertretern, Anwälten und Richtern bemüht, im praktischen Verkehrsgeschehen spielt die keine Rolle und alle verhalten sich möglichst so, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht verletzt oder behindert werden.

Und genau so wird sich im Kindergarten niemand explizit auf GM berufen, aber de facto werden Erzieherinnen in Kindergärten pädagogische Konzepte anwenden, die auf die Überwindung von Geschlechterrollen hinauslaufen. Pädagogisches Material, das verwendet wird, wird zunehmen durchgegendert, von Genderisten verfasst. Ich erinnere mich noch an die Genderaufstand in Hamburg, wo es um ein Pixibuch ging, das den Genderpolizisten der Grünen Partei nicht genderkonform erschient.

Was Sie hier vortragen (meine Privatmeinung! damit Sie nicht wieder explizit darauf hinweisen müssen), erscheint mir wie die Leugnung des Offensichtlichen.

Was hat die Legalisierung von Adoption in lesbischen
Lebenspartnerschaften mit GM zu tun? Nichts, wenn du mich fragst. Aber mich
fragt ja niemand, weil jeder es ganz genau weiß.

Es muss auch niemand fragen, weil hier im Forum ein jeder ungefragt seine Privatmeinung (sic!) äußern darf. Oder brauchen Sie eine Extraeinladung?!??

Ich habe extra Adoption in "lesbischen" Lebenspartnerschaften geschrieben, statt "gleichgeschlechtlichen", weil mir schon klar ist, dass hier auch wieder Frauenförderung betrieben wird, in der Form, dass zumeist nur Lesben davon profitieren werden und nur in wenigen Fällen Schwule.

Nichtsdestotrotz hat das auch mit Genderismus zu tun, weil Familie und Väter dekonstruiert werden, nach dem Motto "Wir Frauen sind so gut, dass wir die Vaterrolle gleich mal mit übernehmen".

Es langt mir mal wieder. Das ist fast schlimmer als gegen Feministinnen zu
argumentieren. Wer etwas glauben will, der glaubt es. Auch hier.

Ihr Argumentum ad hominem langt mir. Und wenn Sie über Glaubensfragen diskutieren wollen, dann gehen Sie doch bitte in eine Moschee oder in keine Kirche.

Die Dinge sind nicht so eindimensional, wie manche es gerne hätten. Auch Kapitalismus hat nicht nur mit Profit zu tun. Es geht auch um Macht und ein paar andere Kleinigkeiten. Ähnlich ist es mit Gender Mainstreaming auch.

Ich habe fertig - Mus Lim

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Sehr wohl, Herr Parteivorsitzender

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 01:01 (vor 5648 Tagen) @ Eugen

Ich höre dir aufmerksam und teile deine Position. Ist nunmal die Natur
der Sache ...


Vielen Dank für deine Zustimmung. Da gilt mir, was ich hier auch schon an
1*poster schrieb.
Gruß, Eugen

... und der Parteivorsitzende nimmt wohlwollend die Solidaritätsadressen seiner Arbeiter und Bauern entgegen ...

In welchem Kino bin ich hier? - Mus Lim

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Hallo Eugen und Mus Lim, könntet ihr das ggf. erläutern?

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 27.07.2010, 01:12 (vor 5648 Tagen) @ Eugen

Grüß euch,

die These und die Gegenrede klingen recht emotional und ich denke, es

wird

seine Gründe haben. Trotzdem, bitte nicht falsch verstehen, sehe ich in

der

aktuellen Diskussion den roten Faden nicht.

...

Danke für eure Antworten

Leser


Das ist aus meiner Sicht rasch erklärt. Die Leute vertrödeln ihre Zeit
damit, eine Idee, den Genderismus zu bekämpfen. Bewahre, dass ich diese
gutheiße, aber die Frauenbeauftragten, die sich um Genderismus überhaupt
nicht kümmern, lachen sich derweil - ungeschoren - ins Fäustchen.

Gruß, Eugen

Danke erstmal für deine Antwort.

OK, ein Nebenkriegschauplatz, wenn ich dich richtig verstanden habe. Das ist natürlich ein weites Feld. Wie verträgt es sich dann aber mit Dingen, wie sie aktuell in der CH passieren, wo in Bern Vater und Mutter nun plötzlich als "Elter" angeschrieben werden. Das Problem hat andere Wurzeln, dessen bin ich mir sicher und dein "ungeschoren" teile ich.

Auch bei der einseitigen Auslegung von GM bin ich bei dir. Diesen Widerspruch zum verlinkten Eintrag in der schweizer Ausgabe der Blöd-Zeitung bekomme ich allerdings trotzdem nicht zusammen. Das mag kognitive Dissonanz sein aber (De)Konstruktivismus und Co. sind auch Dörfer, die mir zu böhmisch sind. Ich bin sozusagen der "Hein-Blöd", der versucht den roten Faden zu (be)halten, obwohl mir mein Instinkt und mein gesunder Menschenverstand sagen, dass hier grundsätzlich etwas mehr als schief läuft. Mag sein, dass ich das als persönlich betroffener mit eigenen Kindern etwas emotionaler sehe ...

Und das sich ein paar Frauenbeauftragte ins Fäustchen lachen ist mir z.B. relativ egal. Denn diese sind es auch, die solches schüren. Ich bin weder ein "Biologist", noch ein "Konstrukti_irgendwas" usw. Ich bin schlichtweg ein Papa mit Kindern und Erlebnissen, die ich niemandem wünsche und der über diese dann nachdenklich und recherchierend wurde.

Eigentlich einfach zu verstehen und dennoch sehr komplex nachzuvollziehen
- finde ich.

Ich ahne aber, worauf du hinaus willst. Fokussieren und dort ansetzen, wo die Quelle liegt. Richtig verstanden?

Grüße

Leser

Antwort

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 01:15 (vor 5648 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

"Genderisten", "Gender Mainstreaming" sind auf gewisse Art sicherlich
negativ besetzte Begriffe.

Nicht per se. Immerhin wird das Programm des GM ja nicht von wenigen befürwortet, Gleichstellung (nicht Gleichberechtigung, sic!) von Mann und Frau, Gleichstellung aller Lebensformen etc.
Für Klaus Wowereit, Guido Westerwelle und viele andere werden das eher positiv besetzte Begriffe sein.

GM wurde umfunktioniert in eine weitere Form der
Frauenbevorzugung. Soweit bin ich d'accord.

Die Sache ist schlicht die, dass es wesentlich weniger Homosexuelle gibt als Frauen (Feministinnen). Das erklärt schlicht und ergreifend, warum GM in der Praxis meist (aber nicht immer) Frauenbevorzugung ist. Trotzdem muss gesagt werden dürfen, dass GM durchaus mehr umfasst.

Und ich stimme auch überein, dass, würde man
GM wortwörtlich aus Männersicht übersetzen, das eine oder
andere Positive dabei herauskäme.

Das ist ziemlich naiv gedacht, weil das GM-Konzept dafür nicht vorgesehen ist.

Nur für mich ist der Strang (den ich eröffnete) nicht unbedingt mehr
nachvollziehbar. Streitet ihr euch über Begriffe - oder Ideen und/oder
Ideologien?

Eugen möchte - wenn ich ihn richtig verstanden habe - offenbar GM als Synonym für Frauenbevorzugung, -förderung verstehen, während ich in GM mehr sehe als (nur) einen neuen Namen für einen alten Hut.

Danke für eure Antworten
Leser

Bitte
Mus Lim

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Genderismus versus Gender-Mainstreaming

Eugen, Tuesday, 27.07.2010, 01:26 (vor 5648 Tagen) @ Mus Lim

Ich habe fertig - Mus Lim
Darf man hier nicht mehr seine (Privat)Meinung sagen, oder was?

Nein! Reg dich ab und trink erst mal einen Ayran ;-)

Schönamndnoch,
Eugen

Antwort

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 27.07.2010, 01:30 (vor 5648 Tagen) @ Mus Lim

Nicht per se. Immerhin wird das Programm des GM ja nicht von wenigen
befürwortet, Gleichstellung (nicht Gleichberechtigung, sic!) von Mann und
Frau, Gleichstellung aller Lebensformen etc.
Für Klaus Wowereit, Guido Westerwelle und viele andere werden das eher
positiv besetzte Begriffe sein.

Das ist mir klar und ich hatte schon auf diesen Beitrag, der zwar einen kleinen Schönheitsfehler hat, hingewiesen:

"Gleichberechtigung oder Gleichstellung?"

Eine Resonanz dazu gab es nie hier ...

Die Sache ist schlicht die, dass es wesentlich weniger Homosexuelle gibt
als Frauen (Feministinnen). Das erklärt schlicht und ergreifend, warum GM
in der Praxis meist (aber nicht immer) Frauenbevorzugung ist. Trotzdem muss
gesagt werden dürfen, dass GM durchaus mehr umfasst.

Oder die Sache ist die, das es von beiden "gleich viel" gibt. Mir ist das egal - aber vielleicht sind Lesben noch eher in der Situation, dass sie partout Kinder wollen. Damit will ich kein Fass aufmachen und mir sind Schwule und Lebsen pottenegal - solange sie mich genauso respektieren, wie ich sie.

Das ist ziemlich naiv gedacht, weil das GM-Konzept dafür nicht vorgesehen
ist.

Naja, nimmt man das wortwörtlich, was da geschrieben steht, öffnen sich Tür und Tor - nur, niemand tritt diese ein.

Eugen möchte - wenn ich ihn richtig verstanden habe - offenbar GM als
Synonym für Frauenbevorzugung, -förderung verstehen, während ich in GM mehr
sehe als (nur) einen neuen Namen für einen alten Hut.

Ja, ich denke Eugen sieht es auch so, Mus Lim

Bitte

Nochmal Danke.

Leser

Genderismus = Feminimus + Queer-Theorie

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 01:33 (vor 5648 Tagen) @ Eugen

Es ging nie um etwas anderes als Frauenförderung, auch in dem Sinne wie du
es schreibst. So viel ist klar.

Ich will nicht immer alles von vorn schreiben.
Eugens Ansatz, bei GM ging es nie um etwas anderes als Frauenförderung, bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass GM nur ein neues Etikett auf dem Feminismus wäre.

Aber es ging auch darum, Feministinnen und Homosexuelle zusammen unter ein einheitliches Konzept zu bringen. So wurde Genderismus geboren:

Genderismus = Feminimus + Queer-Theorie

Gefördert wurde das durch die Tatsache, dass viele Radikalfeministinnen gleichzeitig Lesben sind, so ergaben sich starke Berührungspunkte.

Natürlich geht es auch bei GM weiterhin um Frauenförderung, das bestreite ich ja nicht. Aber parallel dazu geht es auch um die Förderung der Homosexualität, die Diversitivität der Lebensformen, der Schwächung und Zerstörung der Familie. Das sind alles alte Forderung der Feministinnen und schon bei Simone de Beauvoir nachzulesen. Das ist doch nicht alles mit GM plötzlich verloren gegangen.

Darum geht es (mir) allerdings überhaupt nicht, wenn ich sage, dass ein
geschlechtsspezifischer Blick der Politik nicht unbedingt schlecht ist.

Das ist nun wiederum Ihre (sic!) persönliche Interpretation.
Es ging aber immer nur um Feministinnen, lesbische Frauen und schwule Männer.
Um heterosexuelle Männer ging es dabei nie, es sei denn als Feindbild, dass es zu bekämpfen gilt.

Ein rassenspezifischer Blick der Politik muss vielleicht nicht unbedingt schlecht sein. Wer weiß?!??

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Vater und Mutter in Bern

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 01:38 (vor 5648 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Wie verträgt es sich dann aber mit Dingen, wie sie aktuell in der CH
passieren, wo in Bern Vater und Mutter nun
plötzlich als "Elter" angeschrieben werden.

Das passiert eben auch, und das ist genau der Grund, warum ich GM nicht allein als "Frauenförderplan" verstanden wissen will.

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Mal eben ein Tor eintreten

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 01:42 (vor 5648 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Naja, nimmt man das wortwörtlich, was da geschrieben steht, öffnen sich
Tür und Tor - nur, niemand tritt diese ein.

In der realen Welt sind Burgen stark verteidigt und bei waffenstarrenden Zinnen tritt niemand mal eben ein Tor ein.

Es versteht sich doch von selbst, dass die Profiteure von GM sich ihr Spielzeug nicht einfach aus der Hand schlagen lassen.

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Schönamndnoch

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 01:43 (vor 5648 Tagen) @ Eugen

Ich habe fertig - Mus Lim
Darf man hier nicht mehr seine (Privat)Meinung sagen, oder was?


Nein! Reg dich ab und trink erst mal einen Ayran ;-)

Schönamndnoch,
Eugen

Wer den Fehdehandschuh anzieht sollte nicht gleich weglaufen ...

Feigling!

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GM konstruiert

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 01:48 (vor 5648 Tagen) @ 1xPoster

Gender Mainstreaming bedeutet eine Berücksichtigung von als
"spezifisch männlich oder weiblich" bezeichneten Interessen durch die
Politik. GM ist damit konstruktivistisch, weil es Identitäten konstruiert ...

Kunststück!

Bevor (neue) Identitäten konstruiert werden können, müssen (die alten) Identitäten erstmal dekonstruiert (geschleift) werden.

Mit anderen Worten:
Man muss ein Gebäude erstmal abreißen, bevor man ein neues auf demselben Grund bauen kann.

Oder noch anders:
Ohne Henne, kein Ei!

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Schönamndnoch

Eugen, Tuesday, 27.07.2010, 01:50 (vor 5648 Tagen) @ Mus Lim

Nein! Reg dich ab und trink erst mal einen Ayran ;-)

Schönamndnoch,
Eugen


Wer den Fehdehandschuh anzieht sollte nicht gleich weglaufen ...

Feigling!

Na hör mal. Erst beleidigst du mich, indem du mich siezt. Das ist unter uns Eseltreibern absolut unüblich. Und dann nenst du mich auch noch einen Feigling. Schäm dich was zusammen.

Und editiere nicht dauernd deine Beiträge, sonst weiß ich überhaupt nicht mehr auf welche Beleidigung ich was schreiben soll.

Salam!
Eugen

Siezen als Beleidigung?!??

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 02:25 (vor 5648 Tagen) @ Eugen

Wer den Fehdehandschuh anzieht sollte nicht gleich weglaufen ...

Feigling!


Na hör mal. Erst beleidigst du mich, indem du mich siezt.

Sie müssen ja einer seltsamen Kultur entstammen, dass Sie Siezen als Beleidigung interpretieren.

Und editiere nicht dauernd deine Beiträge, sonst weiß ich überhaupt nicht
mehr auf welche Beleidigung ich was schreiben soll.

Jetzt will Er mich auch noch vorschreiben, wie ich meine Beiträge behandeln soll.
Dabei hat der Forenbetreiber es so entschieden, dass man für 20 Minuten seine Beiträge korrigieren/ergänzen darf. Will Er mir etwas anderes vorschreiben?

Danke, kann schon selbstständig denken - Mus Lim

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PRIMA - DANKE: Nun bin ich richtig schlau und kenne die Kernpunkte hier

der_ausgeloggte_Leser, Tuesday, 27.07.2010, 03:04 (vor 5648 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

- man siezt sich
- man bekriegt sich
- man reitet auf Nebensächlichkeiten rum
- man konstruiert und dekonstruiert
- man führt Religionskriege
- man definiert die eigene Meinung als die Wahrheit
- man ... ich lasse es einfach

Erschütternd!

Für mich ein Grund mehr zu verstehen, warum das nichts wird mit einer Gegenwehr.
Zicken haben auch ihren -terror aber die halten in entscheidenden Momenten wohl mehr zusammen.

Mag sein, dass ich nicht alles durchschaue hier
aber Dogmen schon.

Herzlichen Dank für diese Erfahrung,
alles Gute euch miteinander und
prima Erkenntnisse, auf meine simplen Fragen,
die ich hier stellte.

Es ist nicht zu fassen!

Leser_ausgeloggt

Sollen wir uns dem Eugen beugen?

Müller, Tuesday, 27.07.2010, 05:16 (vor 5648 Tagen) @ Eugen

"Es langt mir mal wieder. Das ist fast schlimmer als gegen Feministinnen zu argumentieren. Wer etwas glauben will, der glaubt es. Auch hier."+

Ach du meine Güte, mal ernsthaft. Willst du eine Diskussion oder sollen alle das Mantra des Eugen nachbeten?

Allein das "Das ist fast schlimmer als gegen Feministinnen zu argumentieren." ist eine Unverschämtheit.

Ich respektiere MANNdat und das, was Ihr tut - und das tun hier einige. Das gibt dir aber nicht das Recht, hier den Arroganten raushängen zu lassen. Du kommst dann und wann "vorbei" und dann sind alle, die deine Meinung nicht teilen doof und "schlimmer als Feministinnen". Absolut lächerlich.

Was soll das? Warum so mimosenhaft?

.

PRIMA - DANKE: Nun bin ich richtig schlau und kenne die Kernpunkte hier

Goofos @, Tuesday, 27.07.2010, 08:02 (vor 5648 Tagen) @ der_ausgeloggte_Leser

Dann hätte ich aber gerne von jemandem mal eine Antwort wie das mit GM funktionieren soll. Z.B. der im Gegensatz zum Frauengesundheitsbericht fehlende Männergesundheitsbericht, der gesetzlich verankerte Mutterschutz und fehlende Väterschutz (nicht mal die Firefox Autokorrektur kennt das Wort, fällt mir gerade auf), der fehlende Bericht zur Gewaltbetroffenheit von Männer oder die fehlende Jungenförderung (das Wort kennt die Korrektur im Gegensatz zur Mädchenförderung auch nicht). Das sind alles Punkte die laut GM irgendwo überhaupt gar kein Problem mehr sein dürften. Warum sollte ich da noch mit GM argumentieren? GM sollte eigentlich genau dafür da sein. Trotzdem tun die GM Ideologen genau dagegen argumentieren. Die Sicht und die Probleme der Männer wurden da immer ignoriert. Das Ding GM ist inzwischen so an die Wand gefahren, da argumentiere ich nicht dafür wie man diese Probleme mit GM lösen könnte. Das interessiert mich nämlich nicht mehr, sondern mich interessiert nur noch, dass diese Probleme gelöst werden.

Ich verstehe jetzt ehrlich gesagt nicht welche Antworten du von uns erwartest? Wie das mit GM funktionieren würde, müssen wir nicht erklären. Das ist schließlich kein Geheimnis, das die Gender-Mainstreamler nicht kannten. Dagegen haben sie schließlich genügend Hintertürchen mit berühmten Nebensätzen wie z.B. "d.h. nicht, dass damit Frauen benachteiligt werden dürfen" eingerichtet die genau das verhindern. Z.B. die Jungenförderung die nicht auf Kosten der Mädchenförderung geschehen darf. Was im Endeffekt bedeutet erst mal die ganzen Geldtöpfe auf die Mädchenförderung zu verteilen um dann zu sagen, dass davon nichts zugunsten der Jungenförderung aufgegeben werden darf. So funktioniert GM. Wie gesagt interessiert es mich aber nicht was für ein Scheiß Problem die mit ihrem GM haben das Jungenförderung verhindern würde. Mich interessiert auch nicht wieviel Geld die weiterhin für ihre Mädchenförderung brauchen obwohl die Jungs ins Hintertreffen geraten sind. Mich interessiert ganz einfach nur, dass es jetzt sofort eine ausgiebige Jungenförderung gibt weil sie nötig ist. Ob dafür Mädchenförderung, die die gesamte Kohle gefressen hat, aufgegeben werden muss, ist denen ihr Problem mit dem ich mich nicht befassen möchte. Die werden dafür schon irgendein neues Hintertürchen finden. Wenn die das noch immer nicht schaffen, dann sollte man das GM Monster eben endgültig wegen Unfähigkeit und Sinnlosigkeit einstampfen.

Gender-Mainstreaming und Kaffeesatzleserei im Forum der AG Männer / Piraten

Maesi, Tuesday, 27.07.2010, 10:52 (vor 5648 Tagen) @ Eugen

Hallo Eugen

Es scheint ein Merkmal des gender-mainstreaming zu sein, dass Jeder und
Jede, Befürworter wie Gegner, GM als das ansehen, was sie glauben, was es
ist, oder was sie glauben, dass andere glauben, was es ist, oder was sie
nicht wollen, dass es sei.

Ungeachtet aller Privatdefinitionen und -sichtweisen sollte man einfach mal die real existierende Gender Mainstreaming Politik in der EU betrachten, die mit dem Amsterdamer Vertrag erstmals als verpflichtend fuer die EU-Staaten deklariert wurde und seither zuegig als buerokratisches Herrschaftsmittel ausgebaut wurde.

"Historisch leitet sich die sperrige Bezeichnung aus einer Forderung
des Weltfrauentages in Peking 1995 ab: “mainstreaming a gender perspective
in all policies and programmes”, also etwa: „einen geschlechtersensiblen
Blickwinkel in das politische Handeln einbringen“."
(*)

Selbst als ein Gegner des GM kann ich einen solchen(!) Ansatz nicht
pauschal verurteilen. Man kann nicht alles über einen Kamm scheren, und
wenn es z.B. spezifisch männliche Gesundheitsrisiken gibt, dann ist Männern
nicht geholfen, wenn man ihnen eine pauschale oder sogar defizitäre
Gesundheitspolitk zumutet.

Das ist jetzt aber schon ein wenig blauaeugig, Eugen. Es geht nicht einfach darum, 'einen geschlechtersensiblen Blickwinkel in das politische Handeln einzubringen'. Diese entschaerfte Uebersetzung klingt reichlich harmlos, entspricht aber halt nicht der erklaerten politischen Intention von GM.

Vielmehr sollen knallhart die GESAMTE Politik und ALLE Programme, in die die oeffentliche Hand irgendwie involviert ist, der sogenannten 'gender perspective' unterworfen werden. Dieser Ansatz, die gesamte politische Welt aus einem einzigen Blickwinkel (naemlich dem politisch-genderistischen) zu betrachten, ist nichts weniger als totalitaer. Dass die politisch-genderistische Sichtweise (= gender perspective) obendrein von einer vergleichsweise kleinen Anzahl von Pseudowissenschaftlern, die dafuer noch nicht einmal demokratisch legitimiert wurden, definiert wird, macht das ganze noch schlimmer.

Das Problem ist nicht GM, sondern seine völlig einseitge Vereinnahmung
durch Politfeministinnen und deren Steigbügelhalter. Es gibt nämlich keine
"gender perspective in all policies and programmes" sondern schlicht
nur Frauenförderprogramme unter diesem Namen, dh. GM wurde zu einer zweiten
Schiene der Frauenförderung gemacht.

Doch, das Problem ist GM, weil GM totalitaer ist und auf Zwang aufbaut. Dass GM derzeit fast ausschliesslich von Staatsfeministen fuer ihre Ideologie vereinnahmt wird, ist zwar auch ein Problem, aber eben nur ein Sekundaerproblem. Das Hauptproblem ist, dass die Politik als zustaendig erachtet wird, all diese kuenstlich geschaffenen kollektivistischen Geschlechterprobleme zu 'loesen'. Durch eine solche Akkumulierung einer grossen Zahl von politischen Kompetenzen in einer vergleichsweise kleinen Zentralgewalt entsteht ueberhaupt erst eine Diktatur. Wer aber eine Diktatur errichtet, der laedt wiederum jeden potentiellen Despoten ein, die diktatorische Macht an sich zu reissen; so aehnlich wie Kuhfladen unweigerlich Schmeissfliegen anziehen.

Im Grunde genommen geht es immer um dieselben drei Gruppen:

1. Die politisch Maechtigen,

2. deren Klientel, die von ihnen profitiert und

3. dem grossen Rest, der von ersteren beiden ausgebeutet wird.

Das nennt man soziale Umverteilung, und diese erfolgt unter Zwang. GM schliesst sich nahtlos anderen Zwangsumverteilungsideologien an; im GM heisst das Umverteilungsvehikel gender budgeting.

Deswegen wieder mal mein Hinweis:

(*) "Schöne neue durchgegenderte Welt - Anspruch und Realität der
Gender Mainstreaming Ideologie
" in dem Buch "Der Staat als Super Super
Nanny".
Das Buch ist bei der Friedrich Naumann Stiftung erschienen und kann dort
kostenlos bestellt oder als Dokument herunter geladen werden. Hier der
Link:
http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php/_c-618/_nr-10380/i.html

Besten Dank fuer den Tip. 'Der Staat als Super Super Nanny', das klingt recht vielversprechend. Du erscheinst ja ebenfalls auf der Liste der Autoren. Selbstverstaendlich reicht es nicht aus GM isoliert zu betrachten. Vielmehr ist GM ein (wenn auch ziemlich wichtiger) Baustein unter mehreren, die insgesamt das Gebaeude des neuen kollektivistischen Totalitarismus bilden. Der Schluessel dazu ist die staatliche Politbuerokratie als zentrale Macht- und Gewaltmonopolistin, die jeden anderen Macht-/Gewaltfaktor auszuschalten sucht und so die Supernanny fuer alle bildet, vergleichbar dem 'Grossen Bruder' aus Orwells Buch 1984.


Gruss

Maesi

Es sind nicht alle aller Meinung hier

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 15:49 (vor 5648 Tagen) @ der_ausgeloggte_Leser

Erschütternd!

Es sind nicht alle aller Meinung hier, ist das schlimm?

Das nennt sich Pluralität der Meinungen.
Wir bilden hier keine sozialistische Arbeiterkampffront.

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Im Aufbau: http://en.wikimannia.org

Es sind nicht alle aller Meinung hier

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 27.07.2010, 22:13 (vor 5647 Tagen) @ Mus Lim

Es sind nicht alle aller Meinung hier, ist das schlimm?

Natürlich nicht - entscheidend ist auch nicht, was man kritisiert, sondern wie man es tut.

Das nennt sich Pluralität der Meinungen.
Wir bilden hier keine sozialistische Arbeiterkampffront.

Ach so, hatte ich allerdings auch nicht vermutet.

Antwort und Erläuterung:

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 27.07.2010, 22:24 (vor 5647 Tagen) @ Goofos

Völlige Zustimmung:

Dann hätte ich aber gerne von jemandem mal eine Antwort wie das mit GM
funktionieren soll. Z.B. der im Gegensatz zum Frauengesundheitsbericht
fehlende Männergesundheitsbericht, der gesetzlich verankerte Mutterschutz
und fehlende Väterschutz (nicht mal die Firefox Autokorrektur kennt das
Wort, fällt mir gerade auf), der fehlende Bericht zur Gewaltbetroffenheit
von Männer oder die fehlende Jungenförderung (das Wort kennt die Korrektur
im Gegensatz zur Mädchenförderung auch nicht). Das sind alles Punkte die
laut GM irgendwo überhaupt gar kein Problem mehr sein dürften. Warum sollte
ich da noch mit GM argumentieren? GM sollte eigentlich genau dafür da sein.
Trotzdem tun die GM Ideologen genau dagegen argumentieren. Die Sicht und
die Probleme der Männer wurden da immer ignoriert. Das Ding GM ist
inzwischen so an die Wand gefahren, da argumentiere ich nicht dafür wie man
diese Probleme mit GM lösen könnte. Das interessiert mich nämlich nicht
mehr, sondern mich interessiert nur noch, dass diese Probleme gelöst
werden.

Genau, ein Problem das gelöst werden muss, immer dringender sogar!
Insofern:

Ich verstehe jetzt ehrlich gesagt nicht welche Antworten du von uns
erwartest?

Nein, Goofos, garantiert nicht. Mein Ärger gestern Abend bezog sich auf die Art und Weise, wie Fragen beantwortet und gleichzeitig in der Antwort der jeweils anders denkende Poster mal so nebenbei verbal angegiftet wurde. Einen inhaltlichen Diskurs konnte ich da nicht erkennen und das eine oder andere war regelrecht abwertend. Bei mir erzeugt das Frust, denn der gemeinsame "Gegner" lacht sich über solche Richtungskämpfe schlapp und das damit verbundene Vergeuden von Energien.

Wie ich schon vorhin woanders geschrieben habe: Man muss die Menschen da abholen, wo sie stehen - und zwar in beide Richtungen. Alles andere ist verschwendete Zeit und bringt die ganze Sache mit Sicherheit nicht vorwärts.

Aber anstatt Synergien zu nutzen, benutzt man sie wohl lieber gegeneinander (nicht alle). Und damit meine ich nicht die beiden Kontrahenten, sondern es ist ein Phänomen, dass sich quer durch alle Foren zieht.

Danke für die Mühe deiner langen, ausführlichen Antwort

Leser

Es sind nicht alle aller Meinung hier

Goofos @, Tuesday, 27.07.2010, 22:36 (vor 5647 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Natürlich nicht - entscheidend ist auch nicht, was man kritisiert, sondern
wie man es tut.

Autsch. Seit den Piratinnen reagiere ich auf so eine Äußerung allergisch. Entscheidend ist sicherlich nicht wie man es tut, sonder was man kritisiert. Ansonsten fühle ich mich durch deine Kritik einfach nur angegriffen und kann die Kritik deshalb nicht annehmen. Nichts anderes machen vor allem die Femis als jegliche Kritik beiseite zu schieben weil das höchstgradig sexistisch, aggressiv, chauvinistisch, verletzend und vor allem "Wie kannst du nur?!? Ich bin eine Frau!" sei, egal wie man die Kritik äußert. Das reduziert sich dann eigentlich nur darauf, dass man kritisiert hat, darum "wie" man kritisiert spielt keine Rolle. Für mich ist das kein erstrebenswerter Zustand.

Nicht nur Kaffeesatzleserei - CEDAW als Einnahme des GMs für feministische Zwecke

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 27.07.2010, 22:53 (vor 5647 Tagen) @ Narrowitsch

Hallo Narrowitsch,

Im Übrigen halte ich es durchaus für verdienstvoll, wenn die AG Männer
der Piraten das Thema auf den Tisch knallt. Und sei es nur, um den vielen
Leuten, die nichts wissen, von dem, was in der Realität als GM durchgeht,
einen Denkanstoß zu geben. Die etablierten Parteien haben dies - so weit
ich weiß- bislang nicht geschafft einen einzigen kritischen Blick auf
diesen problematischen Weg der "Gleichstellung" zu wagen.

Ganz genau! Zumindest versuchen ein paar Leute in kleinen Schritten politisch und meinungsbildend etwas zu bewegen. In diesem Zusammenhang kommen ja auch Gedankenprozesse in Gang, wie der zur Gegenüberstellung von Gleichstellung und Gleichberechtigung. Der Link dazu, zweimal hier gepostet, wurde wohl nie von jemandem angeklickt (analog zu Mozart: "Zu viele Noten"?), genauso wie die Hinweise auf RA Schulte-Frohlindes Diskurs mit dem BVerfG zum Thema Sorgerecht und angeforderte Studie aus 2003 bzw. Akteneinsicht zu den seit dieser Zeit nicht erfolgten Vorgängen.

Zurück zum Thema GM. Interessant, was sich im Web so Alles finden lässt, zum Beispiel die Verkettung und die Verbindungen des "Deutscher Juristinnen Bund", http://www.djb.de. mit Ohnegliederin Brigitte Zypries. Ein Auszug aus der vorherrschenden Ideologie dort und die Verbindung zu GM:

CEDAW (1) als wichtiges Instrument für die nationale Frauenpolitik

CEDAW ist ein internationales Abkommen, das alle gleichstellungsrelevanten Bereiche für Frauen abdeckt. Es ist quasi ein völkerrechtliches Grundgesetz für Frauen. Durch seinen sehr umfassenden Begriff der Diskriminierung werden direkte, indirekte und auch strukturelle Diskriminierungen erfasst.

Hiernach ist zur Feststellung einer Diskriminierung nicht zwingend erforderlich, einen Vergleich zwischen Frauen und Männern vorzunehmen, sondern es werden alle Praktiken erfasst, die Frauen daran hindern, ihre Menschenrechte auszuüben.

Dies macht CEDAW zu einem so wertvollen Instrument gegen die zahlreichen nach wie vor bestehenden Diskriminierungen von Frauen in Deutschland. Das Abkommen hat als völkerrechtlicher Vertrag in Deutschland gemäß Art. 59 Abs. 2, S. 1 GG über das Ratifikationsgesetz den Rang eines einfachen Gesetzes.

Das bedeutet, bei Normenkollisionen mit anderen bundesdeutschen Gesetzen gelten die allgemeinen Grundsätze, insbesondere diejenigen über den Vorrang des spezielleren gegenüber dem generelleren und des jüngeren gegenüber dem älteren Gesetz.

Aus dem Gleichstellungsgebot des Art. 3 CEDAW folgt daher zum Beispiel eine Verpflichtung Deutschlands zum Gender Mainstreaming oder auch zur Durchführung von Bildungs- und Aufklärungskampagnen. In diesem Zusammenhang ist die Auflösung der innerministeriellen „Arbeitsgruppe zur Begleitung des Prozesses von Gender Mainstreaming in allen Bundesministerien“, ohne dass ein gleichwertiger Ersatz geschaffen wurde, nochmals besonders kritisch zu bewerten.

Die reden ja mal gleich richtig Klartext und nennen "ihr Kind" beim Namen.

Quelle: http://www.djb.de/publikationen/zeitschrift/djbZ-2009-3/djbZ-2009-3f15/

"Völkerrechtliches Grundgesetz für Frauen" finde ich eine interessante Formulierung.

(1) CEDAW = "Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women"

Auf Deutsch: "Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau"

Vor diesem ideologischen Hintergrund werden in Deutschland "gendergerechte Gesetze" gemacht. -> http://www.bmj.de

Leser

... und wahrscheinlich wieder so eine sinnlose Mühe, weil es keiner lesen wird?

Es sind nicht alle aller Meinung hier - aber warum fühlst du dich angegriffen?

Leser_nicht_eingeloggt, Tuesday, 27.07.2010, 22:58 (vor 5647 Tagen) @ Goofos

Ehrlich Goofos, das verstehe ich nicht:

Ansonsten fühle ich mich durch deine Kritik einfach nur
angegriffen und kann die Kritik deshalb nicht annehmen. Nichts anderes
machen vor allem die Femis als jegliche Kritik beiseite zu schieben weil
das höchstgradig sexistisch, aggressiv, chauvinistisch, verletzend und vor
allem "Wie kannst du nur?!?

Sorry, wenn es so rüberkam - aber nun fühle ich mich angegriffen ;-)

Leser

Eine Lokalrunde Betroffenheit für alle!

Mus Lim ⌂, Tuesday, 27.07.2010, 23:04 (vor 5647 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Es sind nicht alle aller Meinung hier - aber warum fühlst du dich angegriffen?

Goofos @, Tuesday, 27.07.2010, 23:20 (vor 5647 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Ehrlich Goofos, das verstehe ich nicht:

Bei der Piratinnen Aktion ging es nicht darum wie die ganze Kritik gegen die Aktion geäußert wurde. Das "wie" war egal. Es ging nur darum, dass die Aktion kritisiert wurde. Kritik mit der sich die Piratinnen natürlich nicht auseinandersetzen wollten, weshalb man einfach einen Grund gesucht hat um die Kritik pauschal beiseite zu schieben. Rausgekommen dabei ist das "wie" die Kritik (angeblich) geäußert wurde, könne man sich nicht mit der Kritik beschäftigen (was man sowieso nicht wollte).

Irgendetwas wird dem Kritisierten sicherlich nie in den Kram passen wie die Kritik geäußert wurde. Daraus ergibt sich kein Recht die Kritik zu übergehen weil das "wie" in den Augen des Kritisierten nicht gestimmt hat.

Das einzige auf das man sich berufen könnte ist, dass die Kritik auch Kritik enthält. Letztlich ist es also das "was" aus dem die Kritik besteht.

Sorry, wenn es so rüberkam - aber nun fühle ich mich angegriffen ;-)

Ich fühl mich aber viel angegriffener als du!

Nicht nur Kaffeesatzleserei - CEDAW als Einnahme des GMs für feministische Zwecke

Eugen, Tuesday, 27.07.2010, 23:58 (vor 5647 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt

Ganz genau! Zumindest versuchen ein paar Leute in kleinen Schritten
politisch und meinungsbildend etwas zu bewegen.

Zu denen zähle ich mich auch, z.B. mit der Erarbeitung und Veröfentlichung meines Buchbeitrages zum Gender-Mainstreaming.

Wer, wie du im Ausgangspost zitierst, aber so etwas schreibt:

"Gender-Mainstreaming ist in seiner wahren Bedeutung keine Fördermaßnahme spezifisch der Geschlechter.
Das sagt der Begriff schon selbst. Es geht darum Geschlechter zu einem Hauptstrom zu vereinen. Ansicht des GM ist, dass es keine Geschlechter gibt. Einzig durch unterschiedliche Erziehung kommt es zu Männern und Frauen. Daraus folgert das GM, dass es genau so gut möglich ist Menschen mit einem Penis zu Frauen zu erziehen und Menschen mit einer Vagina zu Männern zu erziehen. Das ist allerdings nicht das Ziel, sondern die Schaffung eines Einheitsgeschlechts. Das ist der echte Kern des Gender Mainstreamings und nichts anderes

der dichtet sich einfach etwas zusammen. Nicht mal die ethymologische Deutung daran stimmt.

... und wahrscheinlich wieder so eine sinnlose Mühe, weil es keiner lesen wird?

... keiner? Doch, einer, den es interessiert schon. Da haben wir doch eine bilderbuchhaft einseitige Anwendung, eine feministische Vereinnahmung von GM, die ich immer beklage und die, ganz nebenbei, mit "Geschlechtsumwandlung" rein garnichts zu tun hat. Gender mainstreaming wird hier als Handlungsanweisung beschrieben und eingefordert, zur Legitimierung einer geschlechtsspezifische Maßnahme, zugunsten von Frauen, versteht sich.

Wenn man sich damit begnügt, das festzustellen, dann hat man immerhin einen Handlungsansatz aus männlicher Sicht. Wenn man GM aber als den Versuch der Geschlechtsumwandlung oder ähnliches beschreibt, dann hält man nur heiße Luft in der Hand.

Gruß, Eugen

Nicht nur Kaffeesatzleserei - CEDAW als Einnahme des GMs für feministische Zwecke

Leser, Wednesday, 28.07.2010, 01:09 (vor 5647 Tagen) @ Eugen
bearbeitet von Leser, Wednesday, 28.07.2010, 01:15

Hallo Eugen,

der dichtet sich einfach etwas zusammen. Nicht mal die ethymologische
Deutung daran stimmt.

Theoretisch ja, allerdings scheint die "gefühlte Realität" doch anders auszusehen.

Ich gebe dir generell und eingeschränkt -und theoretisch- recht. Die Frage ist allerding, warum und weshalb sich solche Gedanken überhaupt in den Köpfen festsetzen. Gefühlte Geschlechtsumwandlung, Ungleichbehandlung, einseitige Diskriminierung? Das alles mag seine Ursprünge in "kritischen" Artikeln wie seinerzeit im Spiegel über Dissenz e.V. haben und seine Verbreitung, andererseits vielleicht auch an einem (in meinen Augen) zurecht gefühltem Unbehagen liegen. Auch mir geht es so und daher nachstehendes mal meine Gedanken als Erläuterung dazu:

Gender Mainstreaming wird, wie du ja auch schreibst, als neue únd okkupierte Maßnahme zur Frauenförderung betrachtet und meiner Meinung nach auch lobbyistisch genauso benutzt, wie von Manndat und dir angeprangert. Hängen bleiben aber aus solchen Artikeln wie im Spiegel meist plakative Dinge, z.B.,sich als Junge vorstellen zu müssen "eine Clitoris zu haben". Mithin also eine geistige Kastration, was ich vice versa übrigens genauso schlimm empfinden würde. Damit mischt sich gefühltes Unbehagen mit medialer Beeinflussung und (zum Glück nur z.T.) mit eigenem Erlebten. Und somit ist man dann schnell bei diesem zitierten Punkt, über den ich heute Nacht lange nachgedacht habe.

Die Frage ist doch: Warum kommen solche Gedanken in den Kopf.
Meine Antwort dazu: Weil es so (un)gewollt zu sein scheint, was meint, das dieses Unbehagen natürliche Abwehrreflexe auslöst. Das gleicht doch auf gewisse Art und Weise dem, was Jungs an Schulen erleben, wenn sie Schmetterlinge statt Ritterburgen ausmalen müssen; mal so als Analogie und Bezug zur vollzogenen Realität hier im Land. Der Gedanke und die Bewertung eines Einheitsgeschlechtes wird doch auch vom affektiven Begriffsinhalt des Wortes bestimmt und damit unterschiedlich besetzt sein - das Gefühl (im Kontext Frauen sind die besseren ...) und die Umsetzung via 90 Prozent Erzieherinnen lassen mir ein Bild erscheinen, das in diesem Zusammenhang recht plastisch erscheint. "Einheitsgeschlecht" ist vielleicht der falsche Begriff.Vielleicht trifft "Umerziehung" unter der Prämisse, dass eine Gruppe bestimmt, in welche Richtung diese zu gehen hat, das Ganze eventuell besser.

"Geschlechtsumwandlung" rein garnichts zu tun hat. Gender mainstreaming
wird hier als Handlungsanweisung beschrieben und eingefordert, zur
Legitimierung einer geschlechtsspezifische Maßnahme, zugunsten von Frauen,
versteht sich.

Danke - und das ist doch eine Schnittstelle, falls du meinem ersten Absatz etwas zustimmen kannst. Es ist eine feministische Vereinnahmung eines an sich positiven Ansatzes. Und die Tatsache, dass eine Frauenkonferenz in Peking das beschlossen hat (unter, wenn man dem Web trauen kann: recht dubiosen Umständen), gibt doch in meinen Augen genau denen "recht", die (m) dieses dumpfe Gefühl haben, dass hier ein Geschlecht in Richtung eines anderen, nämlich in die Direktion (f), die es besetzten haben "umerzogen", neu sozialisiert werden soll. Und ganz ehrlich, ich werde dieses Gefühl auch nicht los, wenn ich sehe, was da an Schulen, in Kindergärten und den Medien nebst solchen NGOs und CEDAWs und -Derivaten so abläuft. Es ist ein unglaublich komplexes Thema und für viele "liefert" es auch ein Gefühl von Machtlosigkeit.

Platt gesagt: Eine an sich ehrenwerte Idee - ideologisch besetzt - und eine allen übergestülpte dazu, per Gesetz, Uno, EU, Medien usw. Natürlich in wunderbarer Verpackung einer schönen neuen Welt - ok, war jetzt sehr platt.

Wenn man sich damit begnügt, das festzustellen, dann hat man immerhin
einen Handlungsansatz aus männlicher Sicht. Wenn man GM aber als den
Versuch der Geschlechtsumwandlung oder ähnliches beschreibt, dann hält man
nur heiße Luft in der Hand.

Ja, danke, denn jetzt kann ich deinen Ansatz von gestern nachvollziehen. Wenn ich es richtig verstanden habe, gehst du von der Okkupation des Begriffs durch die Feministinnen (oder sonstwas aus der Ecke) aus - und die "Genderisten" vermeintlich vom kommunistisch ausgeprägten Einheitsmenschen unter weiblicher Vorherschaft. Nun, ich hoffe, die meisten Kritiker sehen es so: Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte mit (wertfrei) einer Tendenz zu einer Seite. Solche Dinge, wie "Elter" statt Vater und Mutter, wie unlängst in Bern verordnet sind für mich ungute Zeichen und lösen mehr als nur Unbehagen aus. Mir machen solche Tendenzen Angst und zeigen, wie sehr eine bestimmte Thematik, ideologisch oder aus anderen Gründen besetzt, zu einer Indoktrinierung gelangen, die denen, die die KinderInnen der Revolution waren, am Ende ebenso schaden werden. Aber das führt jetzt zu weit.

Vielleicht konnte ich meine Gedankengänge zu diesem komplexen Sachverhalt auch rüberbringen, Eugen. Ich bin kein Gegner, von niemandem, der an den aktuellen Zuständen etwas ändern will - ganz im Gegenteil. Wir sollten uns alle irgendwo finden und gemeinsam den kleinsten (besser noch: größten) gemeinsamen Nenner finden - besser jedenfalls, als den Teiler.

Gruß, Eugen

Einen herzlichen zurück

Leser

Es sind nicht alle aller Meinung hier - aber warum fühlst du dich angegriffen?

Leser, Wednesday, 28.07.2010, 01:24 (vor 5647 Tagen) @ Goofos
bearbeitet von Leser, Wednesday, 28.07.2010, 01:43

Hi Goofos,

Das einzige auf das man sich berufen könnte ist, dass die Kritik auch
Kritik enthält. Letztlich ist es also das "was" aus dem die Kritik
besteht.

Ja, ich kenne die Geschichte und schüttele immer noch den Kopf, wie es eine Lena Seemonster geschafft hat, 2x in die taz und 1x in den Spiegel zu kommen. -Wahrscheinlich mittels Unterstützung einer "Internet-Pionierin" vom Foebud - wie "passend" und konterkarierend zugleich. Und glaub mir, ich bin ganz bei dir, was diese Empörung darüber, von vielen weiblichen Piraten (auch mitgetragen, von kleinere Ausnahmen mal abgesehen) anbelangt. Die Frauen waren es zu 50 Prozent auch, die der Möchtegern-"Zünglein an der Waagin" (wie albern!) auf dem BPT der Piraten die härtesten und konfrontativsten Fragen gestellt haben. Solches wurde natürlich in den Bloggs und Medien nicht erwähnt. Es hätte ja auch nicht ins Bild gepasst. Wie auch immer, möge Seemonster ihr "20-lagiges Klopapier mit ICE-Anschluss zur Uni-Toilette" bekommen, ich spende gerne Altpapier dafür ;-)

Ich fühl mich aber viel angegriffener als du!

Und ich immmer "zweimal mehr, wie du!"

;-)

Eine Lokalrunde Betroffenheit für alle!

Leser, Wednesday, 28.07.2010, 01:26 (vor 5647 Tagen) @ Mus Lim
bearbeitet von Leser, Wednesday, 28.07.2010, 01:33

;-)

:-)

*Prost* und danke fürs ausgeben; die nächste Runde geht auf mich, *hicks*

Nicht nur Kaffeesatzleserei - CEDAW als Einnahme des GMs für feministische Zwecke

Eugen, Wednesday, 28.07.2010, 03:49 (vor 5647 Tagen) @ Leser

Vielleicht konnte ich meine Gedankengänge zu diesem komplexen Sachverhalt
auch rüberbringen, Eugen. Ich bin kein Gegner, von niemandem, der an den
aktuellen Zuständen etwas ändern will - ganz im Gegenteil. Wir sollten uns
alle irgendwo finden und gemeinsam den kleinsten (besser noch: größten)
gemeinsamen Nenner finden - besser jedenfalls, als den Teiler.

Gruß, Eugen


Einen herzlichen zurück

Leser

... gänzlich akzeptiert, und, du hast es dir vielleicht schon selbst gedacht, zu diesem "sich irgendwo finden" hätte ich einen Vorschlag ;-)))

www.manndat.de

Einen freundlichen Gruß zur Nacht,
Eugen

Interessant: "CEDAW" als Suchbegriff (D) führt zu 16.000 Treffern - Platz 38: Dieser Thread

Leser, Wednesday, 28.07.2010, 11:50 (vor 5647 Tagen) @ Leser_nicht_eingeloggt
bearbeitet von Leser, Wednesday, 28.07.2010, 12:09

CEDAW Google-Suche auf Deutsch:

http://www.google.de/search?q=cedaw&hl=de&lr=lang_de&rlz=1B3GGGL_deDE273DE274&tbs=lr:lang_1de&ei=...

Platz 1 bis 37 teilen sich irgendwelche Gender-Kompetenzzentren, das Frauenministerium, Justiz und natürlich die NGO "Deutscher Juristinnenbund" sowie sonstige Frauen-genderkonformen Seiten. Schon erstaunlich, so ein Suchergebnis.

Und: Viele Suchen zeigen mittlerweile bei kritischen und gesellschaftlich relevanten Themen auf Seite 1 bei Google auf www.wgvdl.com - gut so :-)

Leser

Nachtrag: Und hierzu, speziell dem fett gedruckten sollte sich jeder mal so seine eigenen Gedanken machen, bitte:

CEDAW (1) als wichtiges Instrument für die nationale
Frauenpolitik

CEDAW ist ein internationales Abkommen, das alle gleichstellungsrelevanten
Bereiche für Frauen abdeckt. Es ist quasi ein völkerrechtliches Grundgesetz
für Frauen. Durch seinen sehr umfassenden Begriff der Diskriminierung
werden direkte, indirekte und auch strukturelle Diskriminierungen erfasst.


Hiernach ist zur Feststellung einer Diskriminierung nicht zwingend
erforderlich, einen Vergleich zwischen Frauen und Männern vorzunehmen
,
sondern es werden alle Praktiken erfasst, die Frauen daran hindern, ihre
Menschenrechte auszuüben.

Dies macht CEDAW zu einem so wertvollen Instrument gegen die zahlreichen
nach wie vor bestehenden Diskriminierungen von Frauen in Deutschland. Das
Abkommen hat als völkerrechtlicher Vertrag in Deutschland gemäß Art. 59
Abs. 2, S. 1 GG über das Ratifikationsgesetz den Rang eines einfachen
Gesetzes.

Das bedeutet, bei Normenkollisionen mit anderen bundesdeutschen Gesetzen
gelten die allgemeinen Grundsätze, insbesondere diejenigen über den Vorrang
des spezielleren gegenüber dem generelleren und des jüngeren gegenüber dem
älteren Gesetz.

Aus dem Gleichstellungsgebot des Art. 3 CEDAW folgt daher zum Beispiel
eine Verpflichtung Deutschlands zum Gender Mainstreaming oder auch zur
Durchführung von Bildungs- und Aufklärungskampagnen.
In diesem Zusammenhang
ist die Auflösung der innerministeriellen „Arbeitsgruppe zur Begleitung des
Prozesses von Gender Mainstreaming in allen Bundesministerien“, ohne dass
ein gleichwertiger Ersatz geschaffen wurde, nochmals besonders kritisch zu
bewerten.

Die reden ja mal gleich richtig Klartext und nennen "ihr Kind" beim
Namen.

Im Klartext: "Frauenrechte" (CEDAW) haben Vorrang vor Menschenrechten!,
denn "... einen Vergleich zwischen Frauen und Männern ..." braucht es nicht, da Männer sowieso nicht benachteiligt sind im Kontext des "...sehr umfassenden Begriff der Diskriminierung..." (auf Frauen bezogen).

Und das nicht nur in 'schlamm-Land so, sondern international auch.
Dann passt es ja auch zu der UN und ihrer Frauenorganisation.

Alles also ganz "legal" - wenn auch nicht legitim.

Quelle:
http://www.djb.de/publikationen/zeitschrift/djbZ-2009-3/djbZ-2009-3f15/

Da stehen übrigens noch mehr von solchen "Ermächtigungsgesetz-'Vorschlägen'"

GM ist nicht nur Frauenbevorzugung

Mus Lim ⌂, Thursday, 29.07.2010, 10:32 (vor 5646 Tagen) @ Eugen

Gender mainstreaming wird hier als Handlungsanweisung beschrieben und
eingefordert, zur Legitimierung einer geschlechtsspezifische Maßnahme,
zugunsten von Frauen, versteht sich.

Wenn man sich damit begnügt, das festzustellen, dann hat man immerhin
einen Handlungsansatz aus männlicher Sicht. Wenn man GM aber als den
Versuch der Geschlechtsumwandlung oder ähnliches beschreibt, dann hält man
nur heiße Luft in der Hand.

Ich bin ja bekannt als jemand, der das punktuell anders sieht.

Selbstverständlich muss gegen die grassierende Frauenbevorzugung, Frauenförderung, Frauenbesserstellung und Frauenquoten vorgegangen werden. Das ist ein richtig dicker Brocken und insoweit schiebt Eugen das auch zu Recht in den Vordergrund.

Trotzdem ist das nicht das einzige Thema, es gibt da noch die politisch betriebene Familienzerstörung, die eben nicht nur eine Folge der feministischen Frauenbevorzugung ist.

Zu der Einheitsgeschlechtsidee gehört nicht nur das Adoptionsrecht für Gleichgeschlechtliche, sondern auch die Vorstellung, dass zum Frausein das Kinderkriegen nicht gehört (so lässt sich bestimmt nicht die Geburtenrate heben) und die Idee, dass Frauen (entweder als Alleinerziehende oder in Lesben-WG) die Vaterrolle mal eben mitübernehmen.

Und das ist alles andere als nur "heiße Luft" und ich möchte das nicht unter den Teppich gekehrt wissen.

--
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