Eine bissige,zynische,ironische,sarkastische Replik zum Interview mit BM Schröder / Mens Health
.. aber auch eine mit gewisser Wertschätzung.
Guten Abend,
ich beziehe mich auf den Post von Müller (danke, Scharte ausgewetzt) zum Mens Health Artikel: Interview mit Kristina Schröder "Wie die Männerministerin uns retten will"; danke dabei auch an Arne Hoffmann, der es mit in die Öffentlichkeit brachte.
Die nachfolgenden kursiven Zitate von Frau Schröder sind alle Original und mein "Rest" eine fiktive Frage- bzw. Feststellung drum herum. Obwohl ich ihre Ansätze der Vergangenheit schon gut fand und immer noch finde (da gab es ja schon Diskussionen hier), konnte ich nicht umhin kommen, das Eine oder Andere etwas im Kontext der Männer- und Väteraktualitäten zu kommentieren (oder moderieren, nennt es, wie ihr wollt) bzw. situativ zurechtzurücken. Wie auch immer: Here we go (nu gait dat los)
Mensch Xaver Y. Ausgelöst im fiktiven Dialog mit Kristina Schröder:
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Guten Abend, Frau Schröder. Ich schätze sie - aber sie mich wohl nicht.
Warum sonst tauche ich im Namen Ihres Ministeriums nicht auf?
... Als Ministerin bin ich für Familie, Senioren, Frauen, Jugend zuständig – dem Namen nach also für alle, außer kinderlose Männer im mittleren Alter. Wenn Men’s Health mich trotzdem mag: umso besser...
Interessante Aussage. Ich stelle fest:
- Kinderlose Männer sind kein Bestandteil dieses Ministeriums
- Männer mit Kindern dann wohl schon - nur, wo tauchen die auf, Frau Schröder?
- Warum taucht der Name Männer dann nicht im Namen auf, Frau aber schon?
Hier nun die Antwort:
... Die Männer sind ja zum Glück bereits als Teil der Familie direkt angesprochen – und auch als Senioren und Jugendliche. Es geht mir nicht um die Verpackung, sondern um den Inhalt: Familienpolitik ist nur mit Männern stark. ...
Aha, was ist denn dann mit den entsorgten Papis, diejenigen, die "nicht mehr aus einem Kühlschrank essen"? Auch hier bleibt festzuhalten, bisher Fehlanzeige. Aber das Interview geht ja weiter.
... Gerade weil Männer und Frauen eben doch unterschiedlich sind, spielen Väter eine sehr wichtige Rolle, vor allem aus Sicht der Kinder...
Dann ist die Frage umso mehr berechtigt: Warum tauchen diese wichtigen Bezugspersonen nicht im Namen auf respektive warum werden Frauen dort explizit erwähnt? Es geht also doch und auch um Männer und Väter, außer denen zwischen Seniorenstatus und Jugendalter:
... Dafür gelten jetzt oft die Jungen als Sorgenkinder. Sie haben schlechtere Noten, besuchen eher die Hauptschule, bleiben öfter sitzen und brechen häufiger die Schule ab. Inzwischen gehen junge Männer sogar seltener auf die Universität. Wir müssen uns also fragen: Wie können wir Jungen genauso optimal fördern wie Mädchen. .... Ich will eine Angleichung nach oben...
Sehr gut, danke Frau Minister. Und was tun wir dagegen? Brauchen wir mehr männliche Bezugspersonen, wenn die Männer im erziehungsfähigen Alter, die im Ministerium ja namentlich nicht erwähnt sind, weil sie ja zur Familie gehören?! Oder dürfen nur Papis männliche Bezugsperson werden? Aber egal, weiter im Text:
...In den Kindertagesstätten gibt es fast ausschließlich Erzieherinnen, in den Grund-, Haupt- und Realschulen unterrichten immer noch deutlich mehr Lehrerinnen als Lehrer. Wenn den Jungs zu Hause dann auch noch der Vater fehlt oder er sich kaum an der Erziehung beteiligt, kann es passieren, dass sie weitgehend ohne männliche Vorbilder aufwachsen. Doch gerade realistische männliche Vorbilder können eine Menge bewirken. Deswegen lautet mein Ziel: mehr Männer in die Kitas und Grundschulen....
Fein, gut erkannt, Frau Schröder. Und ich unterstütze ausdrücklich ihr Ziel, über den Weg mag man streiten. Allerdings frage ich mich im Hinblick auf das Vorherige - Warum dann keine Männer im Ministeriumsnamen und warum keine Untersuchungen zu "... kann es passieren ... realistische Vorbilder fehlen"? Ist ja nur eine Frage eines Mannes, der nicht ins Zielgruppenraster mehr passt, weil nicht mehr zur Familie gehörig. Macht aber nix, es gibt ja Matschwork, sorry, Patchwork. Also, was (t/n)un, Frau Schröder?
... Außerdem will ich zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit nach Möglichkeiten suchen, gezielt Arbeitslose zu Erziehern umzuschulen.
Natürlich muss die Ausbildung fundiert sein, Erzieher ist schließlich ein anspruchsvoller Beruf. ....
Ähm - und deswegen haben viele Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen mehr Vorrang im Namen des Ministeriums und weniger Ausbildungsniveau als bis dato? Generell unterstütze ich den Gedanken allerdings, hatte ich hierzuforum ja schon mal in einem anderen Thread geschrieben. Aber wann geht es denn nun endlich los, mit den qualifizierten Männern im anspruchsvollen Erziehungsberuf?
...Natürlich funktioniert so etwas nicht von heute auf morgen. Aber die Frage ist ja nicht nur, was der Staat anbieten kann, sondern wie sich die Bürger selbst einbringen wollen. Deshalb möchte ich das freiwillige Engagement stärken...
Joh, haben wir ja schon länger beim Wehr-, Kriegs- und Zivildienst. Alles ausnahmslos von der Zielgruppe "M" die zwischen Rentner- und Jugendstatus ohne Familienattribut leben muss. Aber wie denn nun konkret, Frau Minister?
... Da gibt es große Potenziale – etwa den Handwerker im Ruhestand, der einmal die Woche an eine Grundschule geht und dort mit den Kindern zusammen Vogelhäuschen baut. Das ist ganz praktisch, mit wenig Aufwand verbunden – und kann eine ungemeine Wirkung auf die Jungs haben. ...
Supi - die Rentner also, dann hat sich meine Frage eins oben also erledigt, denn die passen ja zum Namen des Ministeriums. Insofern bitte ich meinen Faux-Pas zu entschuldigen, so als Mittelalterlicher zwischen Ruhestand und Suche nach Essbarem im Kühlschrank, um meine Rolle als Teilzeitalleinerziehender Vater auch in Zukunft noch kraftvoll wahrnehmen zu können. Vielleicht schaffe ich es noch bis zur Rente, allerdings kann ich nicht schreinern, dafür logisch denken. Trotzdem, Frau Schröder, die Idee ist im Sinne der Kinder ok und gut. So fallen die Ollen nicht der Polizei zur Last, weil sie tagtäglich zeternd am Fenster Falschparker anzeigen ...
Aber es hat ja auch Vorteile, so eine freiwillige Sofortmaßnahme:
... Eben! Ich wette, dass es in jeder Stadt und in jedem Landkreis in Deutschland Handwerker gibt, die darauf wirklich Lust haben – und es gibt Schulen, die davon profitieren. Man muss nur beides zusammenbringen. ...
Eben! Die Rütlis-Schule zum Beispiel - Aber Spaß beiseite: Ich finde es auch gut, wenn Rentner mit Rückgrad-Schäden nach 40 Jahren Arbeit zusammen mit Kindern, die das noch vor sich haben so sie Jungs sind, die Schule sanieren! Spart Steuergelder und hübscher wirds allemal als die aktuell heruntergekommenen Buden, in denen die Kleinen fürs Leben lernen müssen. Und es schont die Staatskasse. Rentner, die beim Gerüstbau abstürzen bekommen hoffentlich ein Begräbnis ala Bundeswehr Soldaten, die im Zinksarg ihre Heimreise antreten. Und die Menschen um die 67 sind echt scharf drauf:
... Ja, denn der Wille der Menschen, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist groß ...
So isset! Nur sterben ist schöner. Das sagt Ihnen jemand, der freiwillig Jugendarbeit gemacht hat, so doof war, ein Kind zu zeugen und nun entsorgt nicht mehr zur Familie gehört - und damit auch nicht zu Ihrem Ministerium. Insofern ist mein Wille mein Himmelreich. Aber vielleicht fehlt mir die richtige Ansprache, Motivation und der passende Kontext?
... Dazu gehört zum Beispiel entsprechendes Unterrichtsmaterial. Jungs interessieren sich nun mal eher für mittelalterliche Ritterburgen oder für die Geschichte des Fußballs. Da ist einfach Kreativität gefordert. Es geht mir aber auch um das Bewusstsein der Lehrerinnen und Lehrer. Ich wünsche mir, dass sie öfter sagen: Jetzt machen wir mal etwas, worauf die Jungs Lust haben....
Super! Da haben Sie meine volle Unterstützung. Schmetterlinge ausmalen macht bestimmt einer Zielgruppe Ihres Ministeriums mehr Spaß, als der, die Sie aktuell im Kontext "Mens Health" besprechen. Da bin ich absolut bei Ihnen, Frau Schröder. Aber was mache ich nun? Ich würde mich als Zahlsklave ja gerne engagieren, kann nur nicht mal die Fahrtkosten bezahlen, trotz didaktischer Fähigkeiten?
... Keine noch so gute Schule, kein noch so ausgefeilter Lehrplan kann einen präsenten, aktiv erziehenden Vater ersetzen. Glücklicherweise hat sich da in den vergangenen Jahren einiges geändert – der Vater, der zu Hause bleibt, gilt nicht mehr als Weichei ...
Ja klar, stimmt, dass ich da noch nicht drauf gekommen bin. Und nun, was mache ich jetzt, als nicht mehr zuhause sein könnendes Nichtweichei? Väter warnen, die zuhauf den Kinderwagen vor sich her schieben und mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit irgendwann feststellen müssen, dass sie doch recht ersetzbar sind und ein gewisser staatlicher und NGO-Lehrplan sie für recht entbehrlich hält; ist nun alles in Butter?
... Natürlich nicht. Wer als Mann zum Beispiel sagt: „Können wir diesen Termin nicht auf 17 Uhr erlegen? Um 19 Uhr müssen meine Kinder ins Bett“, der hat es immer noch sehr schwer in seinem Job. Männer müssen dabei viel mehr Mut aufbringen als Frauen. ....
Mmh, da haben Sie recht! Ich arbeite allerdings und aber meist bis 19:00, weil ich wegen "Fiktivem Einkommen" zu überobligatorischen Tätigkeiten verurteilt bin im Namen des Volkes. Macht aber nichts, denn die Kinder sehe ich nur alle 14 Tage und kann sie somit selten ins Bett bringen. Und nun, wer ist nun mutiger, Frau Schröder, die Frauen oder der Mann?
"... Allerdings nehme ich die Männer in die Pflicht: Sie sind mitverantwortlich, meine Herren! ..."
Jawoll! Habe ich doch schon geschrieben, ich bin verantwortlich für meinen überobligatorischen Anteil. Da bin ich voll in die Pflicht genommen, die ich verantwortungsbewusst als Staatsbürger säckeweise trage (das kann ich den Jungs als Zahlhandwerker im Rentnerstadium dann gerne beibringen). Ansonsten bleiben ja nur noch die Kinderlosen, die Männer ohne Erwähnung im Frauenministerium, oder?
...Das gilt auch für Kinderlose, und deswegen müssen alle an einem Strang ziehen...
Oder dran hängen - Dann taugen sie allerdings nicht mehr als Freiwilligen-Armee mit Schulsarnierungsambitionen. Wäre ja blöd, sich kaputt zu "rabotten".
... 40 Stunden sind für die meisten Mütter und Väter mit kleinen Kindern einfach zu viel. 30-Stunden-Jobs würden dagegen allen entgegenkommen – vor allem den Männern...
Ähmm, fiktiv habe ich 45, real ca. 50 - da würden mir 40 schon entgegen kommen. Macht aber nichts, meine Kinder bringt jemand anderes ins Bett. Keine Ahnung, aber ...
...Es gibt Familien, wo der Vater grundsätzlich sehr dominant ist, sich gleichzeitig jedoch kaum an der Kindererziehung beteiligt...
Jaja, die Mutter selbstverständlich nie. Da heißt Kindererziehung dann LCD und WII nebst diesen unsäglichen Ballerspielen oder eine Beruhigung der anderen Art vom Kleiderschrank, über die Kühltruhe, kurz in den Balkonkasten, bis hin zum Müllcontainer. Pardon, dass heißt ja nicht dominant, sondern Verwahrlosung.
...Überproportional viele von ihnen hängen einer Machokultur an, sie verbinden Männlichkeit automatisch mit Gewalt – ein Grundstein für die oft blutigen Auseinandersetzungen unter Jugendlichen....
Ja, danke, dass sie von Jugendlichen und nicht von Jungs sprechen. Denn unsere Riot-Girls und Zicken mit NPS können ähnliches; das wissen fast 250 Studien weltweit (psychische Gewalt noch nicht mal inkludiert). Was kann man dagegen machen, gegen dieses 50:50, das hier im Land zu 100 Prozent einer Sorte (Unter)Mensch zugeordnet wird?
...Da hilft kein Gesetz, da muss sich etwas in den Köpfen ändern...
Dann fangen Sie bitte an, Frau Schröder. Fangen Sie an, das BMJ, die NGOs um Anita Heiliger und Co., die Emmas dieser Welt und was sonst noch zu diesem Geflecht gehört, namentlich zu erwähnen, zu kritisieren und endlich die Männer, egal, ob entsorgte Väter, Engagierte und Couragierte zwischen 18 und 65 mehr wahrzunehmen. Ich denke, sie haben viele gute Ansätze, ich wünsche mir, dass sie diese ausbauen und sich von Lobby-Truppen aus der VAM(v) und Co. nicht zu sehr malträtieren bzw. beeinflussen lassen.
Denn, ...
... sie tragen (auch) eine klare Verantwortung dafür, jegliche Gewalt zu verurteilen, auch im Falle so genannter Ehrverletzungen.
Richtig! Also weg mit dem Gewaltenschutzgesetz, weg mit den Frauenhäusern, entrümpeln Sie mit Ihrer Kollegin LHS das Familienrecht und bringen Sie entweder die Männer mit in Ihrem Ministeriumsnamen - oder lassen Sie die Frauen weg - Es ist Ihre Entscheidung und Wegweisung.
Sie zeigen gute Ansätze, machen müssen Sie, als Macherin.
Unterstützen würde ich Sie.
Vielen Dank für Ihre Antworten.
XY Ausgelöst
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