Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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NRW: Geschlechter-Apartheid ausbauen

Bill, Thursday, 22.07.2010, 11:18 (vor 5653 Tagen)

Das Publikationsorgan der FrauenführerIN hat ein Interview mit der Ministeriumsleiterin Steffens "Alles außer Männer - NRW" online gestellt. Es werden konkrete Ziele genannt, wie die Geschlechter-Apartheid verbessert werden kann:

Rechtsanspruch auf Platz im Frauenhaus
Dass die Vorgänger-Regierung bei den Frauenhäusern die zweite Fachkraft-Stelle gestrichen hat, war fatal. Frauen und ihre Kinder, die in großen Notsituationen kommen, können nicht mehr angemessen betreut werden. Deshalb ist es klar, dass wir diese Stelle sofort wieder einsetzen.Perspektivisch wollen wir einen Rechtsanspruch auf einen Platz im Frauenhaus schaffen. Am liebsten wäre uns das über ein Bundesgesetz, das diesen Anspruch einheitlich festschreibt. Es kann nicht sein, dass schutzsuchende Frauen abgewiesen werden mit der Begründung: „Da haben wir jetzt kein Geld für!“ Und auch der ständige Streit, wer nun für die Finanzierung zuständig ist und ob es sich da nicht doch um eine freiwillige Aufgabe handelt, muss aufhören.

Regionalagentur "Frau und Wirtschaft" <-- kein Scherz!!!
Wenn man sich anschaut, wie in der letzten Legislaturperiode Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsförderung betrieben wurde, dann stellt man schnell fest: Da gab es da keinen Gender-Blick. Frauenförderung ist zwar eine Vorgabe der EU, in der Realität fand sie aber nicht statt. Bereits im Antragsverfahren von Wirtschaftsförderungs-Projekten, spielte der Aspekt Frauenförderung keine Rolle mehr. Das muss sich ändern.Mit neuen Konzepten, wie die "Landesinitiative Frau & Wirtschaft", die wir an den Start bringen wollen. Das Ziel ist, das Erwerbspotenzial von Frauen zu öffnen und neue Zugänge für Frauen unterschiedlicher Zielgruppen in den Arbeitsmarkt zu schaffen. Mit der Umsetzung der Landesinitiative werden wir die in 16 Regionen NRWs neu zu gründenden "Regionalagenturen Frau und Wirtschaft" beauftragen und somit dezentrale Strukturen schaffen.

Das ganze Interview bei der FrauenführerIN:
http://anonym.to/?http://www.emma.de/news-artikel-seiten/interview-nrw-ministerin-steffens


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