Frauen in Führungspositionen: Ein Tornado ungelöster Konflikte (Hamburg)
Museumsreform, Elbphilharmonie, Gängeviertel: Hamburgs zurückgetretene Kultursenatorin Karin von Welck hinterlässt einen Scherbenhaufen.
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Der größte Schwelbrand, den von Welck ihrem Nachfolger hinterlässt, ist die Museumsreform. Das wichtigste Projekt in den sechs Jahren ihrer Senatorentätigkeit ist heute ein Tornado ungelöster Konflikte um die Gretchenfrage: Warum machen die Hamburger Museen trotz Entschuldung und Versuchen der Neuorganisationen immer wieder Millionendefizite?
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Die Senatorin, die den Druck aushalten musste, für immer neue Hiobsbotschaften über die Finanzlage der Museen gerade zu stehen, reagierte zuletzt unwirsch auf Einwände. Am Ende lief die Kommunikation vor allem über die Medien.
Auch die Zusammenlegung der vier stadthistorischen Museen 2007 zu einer Stiftung hat die Erwartungen nie erfüllt. Neben gewissen Synergieeffekten förderte die Fusion vor allem Besitzstandsdenken. Die zur Generaldirektorin berufene Chefin des Museums für Hamburgische Geschichte, Lisa Kosok, kapitulierte im März unter der Doppelbelastung. Seither wird ein Nachfolger gesucht. Von Welck will diesen noch vor ihrem Ausscheiden am 25. August bekannt geben.
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