Wieder ein Familienthema bei "37°" - Heute im ZDF, 22.15 Uhr
Hallo allerseits!
Folgendes Thema ist heute in der o.g. Sendung dran:
Nur das Beste für mein Kind
Karrierestress schon bei den Kleinen
Ist ja gerade auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen heißen Diskussion über das Schulwesen hochinteressant.
Gruß
Ekki
http://37grad.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,8085634,00.html
"Wir müssen heutzutage international denken", sagt der 42-jährige Unternehmensberater Jochen, "darum habe ich mich entschlossen, von Geburt an Englisch mit meinen Zwillingen zu sprechen." Jochen ist davon überzeugt, das Richtige für seine Kinder zu tun. Genau wie die anderen Eltern, die in diesem Film porträtiert werden, will Jochen seinen Kindern eine gute Ausgangsposition verschaffen - und das von Anfang an.
Die Zwillinge Arthur und Phillip finden es normal, dass ihr deutscher Vater nur Englisch mit ihnen spricht, sie kennen es nicht anders. Trotz anfänglicher Zweifel hat sich Jochen dazu entschlossen: "Ich habe zwar nie in England oder Amerika gelebt, aber mein Englisch ist gut und mir war es wichtig, die Kinder zweisprachig zu erziehen."
Jochen möchte nur das Beste für seine Jungs.Jochen hat auch einen bilingualen Kindergarten für die Kinder ausgesucht, denn eines wird den Eltern von Kindergartenkindern im Moment überall suggeriert: Zweisprachigkeit von Klein auf ist ein Muss. Die Angst vieler Eltern sitzt tief, sie wollen ihren Kindern die bestmögliche Ausgangsposition verschaffen. Sie möchten, dass es die Kinder später auf dem Arbeitsmarkt leichter haben. Der Markt hat darauf reagiert: Verstärkt bieten Kindergärten schon für die ganz Kleinen ein sehr ambitioniertes Angebot, insbesondere, was die Sprachförderung angeht.
Frühförderung oder Überforderung?
Jochens Söhne gehen in einen zweisprachigen Kindergarten. Die Gruppennamen im Kindergarten verraten einiges über den ehrgeizigen Ansatz der Kita: Arthur und Philipp sind in der Einsteingruppe, ihre kleinen Freunde in der Picasso- oder Darwingruppe. Schon früh sollen die Kinder fit gemacht werden für einen internationalen Arbeitsmarkt. Dafür zahlt man je nach Einkommen zwischen 200 und 500 Euro zusätzlich.
Ehrgeizige Ziele?Wie die meisten Eltern ist Jochen sehr zufrieden mit dem Programm des Kindergartens, doch es gibt auch Eltern, denen langsam Zweifel kommen. Sie beobachten, dass ihre Kinder am Nachmittag sehr müde sind. Julia, Mutter eines fünfjährigen Sohnes, erkennt ihrem Sohn die Anstrengung an: "Mein Sohn beschwert sich immer öfter, dass er gar keine Zeit zum Spielen hat. Ich habe das Gefühl, dass er überfordert ist, und frage mich, ob ich zu ehrgeizig war. Aber ich möchte dieses sensible Zeitfenster, in dem die Kleinen so gut lernen, nutzen, weil mit sechs ja irgendwie schon alles gelaufen ist."
Frühkindliche Bildung
Die Zeiten, in denen man dachte, dass Kinder erst in der Schule lernen, sind längst vorbei. Die Erfahrungen, die Kinder in ihren frühesten Lebensjahren machen, sind von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung. Die Hirnforschung zeigt, dass es gewisse Zeitfenster gibt, in denen Kinder bestimmte Dinge am Leichtesten lernen. Neurobiologen betonen jedoch, dass Inhalte kleinen Kindern spielerisch vermittelt werden müssten. Kinderbetreuung von hoher Qualität trägt entscheidend zur Lernfähigkeit von Kindern bei. Viele Eltern zweifeln daran, dass das öffentliche Einrichtungen gewährleisten können. Private Einrichtungen sehen hier eine Marktlücke und bieten zahlreiche Betreuungsangebote an: Bildung für die ganz Kleinen.
ZDFStella beim Geige spielen.Vier Sprachen mit drei Jahren
Auch die dreijährige Stella lernt schon fleißig Sprachen. Nachmittags hat sie zusätzlich noch Geigenunterricht, Musikschule und kreatives Malen. Stella spricht bereits in vier Sprachen. Ihre Mutter Daphna spricht Deutsch mit ihr, ihr Vater, ein Algerier, Französisch, ihr Kindermädchen aus Hongkong Chinesisch, und Englisch lernt sie im Kindergarten und spricht es mit Oma beim Skypen.
Für Daphna war es selbstverständlich, dass sie ihr Kind mehrsprachig erziehen will. "Als ich schwanger war, bin ich zum Logopäden gegangen, um mich zu erkundigen, wie viele Sprachen so ein Kind vertragen kann und er sagte, bis zu sechs. Wichtig ist nur, dass jeder Erwachsene konsequent nur eine Sprache mit dem Kind spricht. Das klappt bei uns ganz hervorragend. Stella ist sehr kreativ und macht das alles ganz spielerisch."
"Im Sinne der Kinder"
Spielerisch lernt auch der fünfjährige Tim Englisch, Schwimmen und Tennis. Unter der Woche geht Tim in einen privaten englischen Kindergarten. Bis vor Kurzem hatte er samstags zusätzlich noch Unterricht in einer privaten Einrichtung, die schon den Kleinsten Grundlagen in Geometrie, Astronomie, Ökonomie vermittelt. Zu dieser Vorbereitung gehören auch die Schwimm- und Tennisstunden, die Tim zusätzlich am Freitag absolviert.
Tims Mutter Astrid hat drei Kinder und ist sich sicher, im Sinne der Kinder zu handeln: "Ich bin niemand, der die Kinder wo hin drängt, wo sie nicht hinwollen. Doch heutzutage haben Sie nur noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt, wenn Sie hoch qualifiziert sind, und ich will, dass meine Kinder später Arbeit haben." Dafür ist Astrid bereit, viel zu zahlen. Allein Tims Ausbildung wird über 10.000 Euro verschlungen haben, bevor die erste Schulstunde beginnt. 37 Grad begleitet die Eltern und ihre Kinder Tim, Arthur, Philipp und Stella in ihrem Alltag auf dem schmalen Grat zwischen Förderung und Überforderung
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Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.