Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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ASF: Hinweis zur Studie zum Thema wahrgenommene Einkommensgerechtigkeit

Gobelin, Sunday, 18.07.2010, 19:39 (vor 5656 Tagen)

Liebe GenossInnen,

die Süddeutsche Zeitung behauptet unter Berufung auf eine wissenschaftliche Studie des DIW Berlin, der Universität Bielefeld und der Universität Konstanz, Frauen würden meinen, dass ihnen "gerechterweise ein geringeres Bruttoeinkommen zusteht als Männern" (Überschrift: "Froh zu sein bedarf es wenig" vom 6.7.2010, siehe unten).

Die AutorInnen der Studie auf die sich dieses vermeintliche Zitat bezieht, wehren sich nun gegen diese Darstellung:

„Die Studie, die vom DIW Berlin in seinem Wochenbericht veröffentlicht wurde, behauptet dies genauso wenig wie die Pressemitteilung der Uni Bielefeld (siehe unten).
Tatsächlich weisen die Ergebnisse der angeführten Studie auf die Folgen von Geschlechterstereotypen und der Intransparenz bei der Entlohnung hin. Mit einem Gerechtigkeitsempfinden von Frauen im Hinblick auf den Gender Pay Gap - also den Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern - hat dies NICHTS zu tun.

Mit freundlichen Grüßen
Elke Holst
Jürgen Schupp
Stefan Liebig
(Die beiden letztgenannten Unterzeichner sind die Autoren der Studie)

http://anonym.to/?http://www.spd-nuernberg.de/index.php?mw=mw2

AW

Referatsleiter 408, Sunday, 18.07.2010, 20:27 (vor 5656 Tagen) @ Gobelin

Wenn man ihre Theorien „Teilhabe statt Ausgrenzung“ auf den Förderung der "Vater-Kind-Bindung" bezieht, da gebe ich ihr in diesem Punkt sogar Recht!

Dem ist aber nicht so. Ich war frech und habe diesen, noch rechtlich ungeschützen Satz, dem Beitrag hier entnommen: http://anonymt.to?http://www.kapitalismuskongress.dgb.de/referenten/vita/holst/

Wo die letztendlich einzuordnen ist, dass lest ihr hier: http://anonym.to?http://www.genderkompetenz.info/veranstaltungen/fachtagungen/programm-und-einladung-indikatorik/vort...

Meine Meinung dazu: Deckel runter, ziehen!

ASF: Hinweis zur Studie zum Thema wahrgenommene Einkommensgerechtigkeit

Goofos @, Monday, 19.07.2010, 14:54 (vor 5656 Tagen) @ Gobelin

Öhm, das steht so in der Pressemitteilung:

... zeigen nun in einer Studie, dass eine unterschiedliche Entlohnung von Männern und Frauen in der Bevölkerung zwar grundsätzlich abgelehnt wird, wenn jedoch nach den konkreten Vorstellungen gefragt wird, wie hoch ein gerechtes Arbeitseinkommen im konkreten Einzelfall sein sollte, so wird einer Frau ein deutlich geringerer Lohn zugebilligt als einem gleich qualifizierten Mann.

Entscheidend ist dabei, dass nicht nur Männer dieser Ansicht sind, sondern Frauen haben selbst geringere Ansprüche an die Höhe ihres Erwerbseinkommens und sie gestehen auch ihren Geschlechtsgenossinnen ein deutlich geringes Einkommen zu als vergleichbaren Männern.

Trotzdem nett was man uns dafür jetzt eine Meinung aufdrücken möchte wie das gefälligst interpretiert werden soll:

Tatsächlich weisen die Ergebnisse der angeführten Studie auf die Folgen
von Geschlechterstereotypen und der Intransparenz bei der Entlohnung hin.
Mit einem Gerechtigkeitsempfinden von Frauen im Hinblick auf den Gender Pay
Gap - also den Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern - hat dies
NICHTS zu tun.

Nö, ist klar. Nicht die Frauen sind Schuld, sondern die bösen Stereotype. Das schreit eigentlich alles nach ganz viel Frauenförderung und natürlich viel Umerziehung von Männern, damit die endlich einsehen, dass die Arbeit von Frauen gleichwertig ist mit der der Männer. Schon für die Arbeit der besser ausgebildeten und hochqualifizierten Putze, die durch gläßerne Decken von einer Führungsposition fern gehalten wird, steht entsprechender Lohn für eine Führungsposition zu. Das sollte jeder Mann wissen, liegt schließlich nur an ein paar Stereotype, dass diese Arbeit einfach nicht als gleichwertig empfunden wird. Auch Frauen sollten wissen, dass ihre Arbeit eigentlich immer gleichwertig mit Führungsposition ist und ihr entsprechender Lohn zusteht.

Ich frage mich an welchen völlig verschobenen Stereotypen eigentlich die AFS und die Forscher leiden?

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