Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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/. Familienbericht des Bundesministeriums für alle ausser Männer

Dummerjan, Wednesday, 14.07.2010, 20:34 (vor 5660 Tagen)

Bemerkenswert differenziert kritische Töne zum politischen Gynozentrismus (R) Dummerjan:
"Mit diesen Modernisierungsschritten im Bereich
der mütterlichen Erwerbsarbeit folgte die Famili-
enpolitik allerdings nichts anderem als der sei-
nerzeit vorherrschenden öffentlichen Debatte. Es
ist auch am Forschungsstand auffällig, dass die
Ausgestaltung von Paarbeziehungen, Ehe und
Elternschaft bis in die 90er Jahre hinein vor-
nehmlich am Wandel der Lebensführung von
Frauen fest gemacht wurde, an ihrer Bildungsbe-
teiligung, ihrer Erwerbsbeteiligung, ihrem verän-
derten generativen Verhalten. Auch die Chancen-
gleichheitsdebatte rückte sehr vorrangig das
weibliche Geschlecht und deren Beteiligung an
Erwerbsarbeit in den Mittelpunkt, weniger die
reziproke Anforderung an das männliche Ge-
schlecht in der Bewältigung familialer Arbeit.
Die Studien unterstreichen, dass es eine wach-
sende Gruppe von Frauen sei, die den aktiven
Part im Verändern des Ergänzungsmodells von
männlich erwerbsbezogener und weiblich famili-
enzentrierter Lebensführung übernommen habe,
ohne sich allerdings dem männlichen Modell der
Erwerbszentriertheit anzuschließen.45 Im Gegen-
zug werden Veränderungen im männlichen
Selbstverständnis eher auf deren Bereitschaft re-
duziert, die erweiterte Mutterrolle einschließlich
ihrer Zusatzbelastung als Familien- und Er-
werbsperson zu akzeptieren. Damit allerdings
entsteht das Modell der „supermom“, das Arlie
Hochschild als „Schlüsseletappe“ des Wandels"


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