Roman Polanski frei
Schweiz lehnt Auslieferung von Polanski ab
Roman Polanski ist frei und wird nicht an die USA ausgeliefert. Ein entsprechender Antrag sei abgelehnt wurden, wie Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf am Montag vor Journalisten in Bern bekanntgab.
Ein Mangel im Auslieferungsgesuch der USA könne auch nach intensiven Abklärungen „nicht mit der notwendigen Bestimmtheit ausgeschlossen werden“, schreibt das Justiz- und Polizeidepartement (EJPD). Die freiheitsbeschränkenden Maßnahmen gegen Polanski seien aufgehoben worden.
Widmer-Schlumpf betonte, dass die Entscheidung sich nicht auf den Sachverhalt beziehe, der Polanski vorgeworfen wird. Der 76-Jährige soll 1977 eine 13-Jährige bei einer Feier in Los Angeles mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht und sexuell missbraucht haben. Das mittlerweile über 40-jährige Opfer meldete sich bereits mehrmals mit dem Wunsch zu Wort, das Verfahren solle eingestellt werden.
http://www.salzburg.com/online/nachrichten/chronik/Schweiz-lehnt-Auslieferung-von-Polanski-ab.html?article=eGMmOI8Vgt...
Widmer-Schlumpf lässt Polanski frei
Die Justizministerin hat dem Regisseur gestern die Fesseln gelöst. Weil die USA die nötigen Dokumente nicht lieferten. Und mit einem Argument, das in den Augen der Justizbehörden früher keines war.
Es muss für Roman Polanski ein Happy End sein – fast wie im Film. Mit Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf in der Rolle der Heldin, die dem Starregisseur gestern nach zehn Monaten Auslieferungshaft und Hausarrest in der Schweiz die elektronischen Fesseln überraschend wieder löste. Mit den USA in der Rolle des Düpierten, dem der immer noch wegen Missbrauchs einer 13-Jährigen gesuchte Polanski abermals entwischt ist. Und mit einem kräftigen Schuss Ironie: Denn letztlich sind die USA selber schuld daran, dass sie Polanski nun doch nicht bekommen. Widmer-Schlumpf liess ihn gehen, weil ausgerechnet US-Richter sich weigerten, das Auslieferungsgesuch um ein entscheidendes Dokument zu ergänzen.
Dabei geht es um ein amerikanisches Gerichtsprotokoll, das offenbar im Detail den Deal beschreibt, den Polanski nach seiner Tat vor 33 Jahren mit der US-Justiz abgeschlossen hat: Der damalige Ankläger Roger Gunson soll darin bezeugen, dass Polanski seinerzeit von seinem Richter die Zusicherung erhielt, er müsse nicht länger in Haft als die 42 Tage, die er in der Psychiatrie eines kalifornischen Gefängnisses bereits verbracht habe. Sollte dies zutreffen, hätte Polanski seine Strafe restlos verbüsst – und das Strafverfahren sowie das Auslieferungsgesuch der USA wären gegenstandslos. Und weil die USA nun nicht beweisen konnten, dass es nicht zutrifft, fällte Widmer-Schlumpf letztlich den Entscheid: «Wir können nicht mit Bestimmtheit sagen, dass Polanski die Strafe nicht bereits abgesessen hat>, sagte sie vor den Medien.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/WidmerSchlumpf-laesst-Polanski-frei-/story/20990550
Polanski darf gehen, Auslieferung abgelehnt
Bern - Regisseur Roman Polanski ist knapp zehn Monate nach seiner Festnahme in der Schweiz wieder frei. Das Auslieferungsgesuch der USA sei abgelehnt und der Hausarrest des 76-jährigen Oscar-Preisträgers aufgehoben worden, sagte Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf gestern in Bern. Die Schweizer Justiz konnte nicht abschließend klären, ob Polanski die ihm 1977 auferlegte Strafe wegen Geschlechtsverkehrs mit einer 13-Jährigen nicht bereits verbüßt hatte. Das US-Justizministerium habe eine Akteneinsicht abgelehnt.
http://www.welt.de/die-welt/politik/article8438653/Polanski-darf-gehen-Auslieferung-abgelehnt.html
«Schock: Schweizer lassen Polanski frei>
Während in den Schweizer Tageszeitungen neben Kritik am «Sonderfall Polanski> auch ein gewisses Verständnis für die Freilassung des Starregisseurs geäussert wird, hat der Entscheid in den US-Medien grossen Unmut hervorgerufen.
So titelte das Nachrichtenmagazin «Time> auf seiner Webseite: «Schock: Die Schweizer lassen Polanski frei>.
http://www.nachrichten.ch/detail/447353.htm