Deutscher Werberat
Moin,
nachdem ich den Artikel von Maskulist zum Thema Öffentlich Rechtliche gelesen habe, fiel mir meine Beschwerde an den Deutschen Werberat wieder ein ... Frauen könnens besser und so resp. Lebende Verkehrshindernisse, die von Schweisserinnen überrollt werden müssen. Nun ja, die Serie ist Geschichte und in dem gleichen Orkus verschwunden, aus dem sie entsprungen ist.
Wie auch immer, da ich vom Werberat nie wieder etwas gehört habe, bin ich mal auf deren Website gegangen und habe mir mal die "Einzelfälle" angeschaut ... spannend:
Verstoß gegen ethische Mindestanforderungen in der Werbung
Versicherungen
Ein Versicherungsunternehmen bewarb eines seiner Produkte mit einem TV-Spot sowie einem Werbemailing. In dem Mailing verschwindet der Familienvater per Hologramm und wird durch einen umgestürzten Baum ersetzt; in dem Spot spricht er den Satz "Ich kann schon selber auf mich aufpassen" und wird postwendend von einem Baum vor den Augen seiner Familie erschlagen.
Die Beschwerdeführer kritisierten beide Werbekampagnen als geschmack- und pietätlos.
Diese Ansicht teilte der Werberat nicht. Beide Kampagnen stufte das Gremium als erkennbar satirische Überzeichnung ein, die durch die Machart sowie die Mitwirkung des Comedy-Stars Anke Engelke deutlich werde.
Das war der Spot(t) von Axia, wenn ich mich recht entsinne. Anke wirds "richten" und sollte ja mal Emma-Chefredakteuse werden ...
Männerdiskriminierung
Telekommunikation
In einem Fernsehspot warb ein Telekommunikationsunternehmen für seine Flatrate-Angebote mit einem so genannten Sandwich-Man. Der Mann trug zwei Pappschilder, auf denen die Angebote zu lesen waren. Ungewöhnlicherweise war der Mann unter den Schildern, die ihn fast komplett bedeckten, unbekleidet.
Der Beschwerdeführer kritisierte den Spot aufgrund der Nacktheit des Models als Männer diskriminierend.
Der Werberat schloss sich dieser Meinung nicht an, da aufgrund des "Pappschild-Kostüms" kaum nackte Haut zu sehen sei und stufte zudem die dargestellte Szenerie nicht als herabwürdigend ein, sondern als humorvolle optische Ergänzung des Slogans >Das ist der nackte Wahnsinn«.
Humor ist also, wenn ein dummer Mensch(w) über Männer lacht (und manche Deppen es auch noch über ihr eigenes Geschlecht "mittuntun") ...
Männerdiskriminierung
Kfz und -Zubehör/-Werkzeug
Eine Werbeanzeige für ein Familienauto zeigte unter dem Slogan "Für Familien, wie sie wirklich sind" eine Frau mit vier Kindern und deren diversen Sportgeräten sowie Musikinstrumenten. Die fehlende Abbildung eines Vaters führte zu einer Beschwerde beim Werberat.
Das Gremium konnte hierin keine Diskriminierung von Vätern erkennen und beanstandete die Anzeige nicht.
Ja, ist klar ...
Und abschließend nun ein besonders gut gelungenes Beispiel, wie invasiv der gute Deutsche Werberat doch sein kann; mächtich empört bestimmt:
Frauendiskriminierung
Dienstleistungen
Ein Veranstaltungsunternehmen warb für eine Fachkonferenz mit einer Werbeanzeige, in der eine übergewichtige Frau in roten Dessous sich in einen Kühlschrank beugt. Begleitet wurde das Motiv von dem Slogan: "Hat Ihre IT auch das Haltbarkeitsdatum überschritten? Finden Sie es heraus."
Die Beschwerdeführerin sah hierin eine sexistische Darstellung von Frauen.
Dieser Auffassung schloss sich der Werberat an und forderte das Unternehmen zur Stellungnahme auf. Dieses erklärte sich daraufhin bereit, die Anzeige nicht mehr zu verwenden.
... Schlaand ... Schlaamp ... Schlamm!
Alle Zitate: http://www.werberat.de/content/Einzelfaelle.php
Der berühmt berüchtigte Einzelfall eben 