Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Referatsleiter 408, Friday, 09.07.2010, 01:45 (vor 5666 Tagen)
Tod durch Hartz IV:
Die Bundesregierung bestätigt: Die Sanktionen gegen den verstorbenen jungen Mann aus Speyer war rechtswidrig
Im April wurde ein 20jähriger junger Mann in Speyer, der von Hartz IV betroffen war, tot in der Wohnung seiner Mutter aufgefunden. Die Todesursache war "Akute Unterernährung". Die Mutter des Verstorbenen Hartz IV Empfängers war ebenfalls auf Sozialleistungen angewiesen und war selbst stark abgemagert. Beiden wurde aufgrund von Sanktionen (die erst durch die Hartz IV Arbeitsmarktreform möglich wurden) der Bezug des Arbeitslosengeld II auf "Null" gekürzt. Die Mutter des Verstorbenen gab zu Protokoll, dass beide aus akutem Geldmangel keine Nahrungsmittel kaufen konnten. Vor einiger Zeit hätten beide noch Hartz IV erhalten. Die Frau hatte aus Scham schon eine längere Zeit keine Anträge auf Sozialleistungen gestellt.
Auch der verstorbene junge Mann aus Speyer hatte kein ALG II mehr erhalten, da dieser Arbeitsangebote und Untersuchungen verweigerte. Daraufhin wurde Hartz IV zur Sanktion durch das Amt eingestellt. Die Mutter des toten Mannes beschrieb ihren Sohn als "depressiv und phlegmatisch".
Die Bundesfraktion der Partei "Die Linke.PDS" stellte eine kleine Anfrage an die Bundesregierung, um in Erfahrung zu bringen, welche Erkenntnisse aus diesem Fall gezogen worden sind. Die Anfrage kam zu dem Ergebnis, dass die Sanktionen, zumindestens bei dem jungen Mann der nachgewiesen psychisch krank war, rechtswidrig war. Es stellt sich nun die Frage, ob die Behörde, die die Sanktionen veranlasst hatte, durch die Staatsanwaltschaft zur Verantwortung gezogen wird. Hiermit dokumentieren wir die Anfrage durch die Bundesfraktion "Die Linke" und die Antworten durch die Bundesregierung.
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/0344e1994d068c201.php
Hauptsache ist doch, dass es ein "Bankenrettungspaket" gibt. Männer sind doch nicht so wichtig.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Borat Sagdijev, Friday, 09.07.2010, 02:08 (vor 5666 Tagen) @ Referatsleiter 408
Auch der verstorbene junge Mann aus Speyer hatte kein ALG II mehr
erhalten, da dieser Arbeitsangebote und Untersuchungen verweigerte.
Daraufhin wurde Hartz IV zur Sanktion durch das Amt eingestellt. Die Mutter
des toten Mannes beschrieb ihren Sohn als "depressiv und phlegmatisch".
Und dass so einer den Freitod durch Verhungern wählt und keiner es verhindert - nichtmal die Mutter - muß die Hartz 4 Leistung für die in der Regel wohlgenährten bis übergewichtigen Hartz4 Emfänger erhöht werden?
Feministinnen könnten nicht besser mit Einzelfällen polemisieren.
Hauptsache ist doch, dass es ein "Bankenrettungspaket" gibt. Männer
sind doch nicht so wichtig.
Das "Bankenrettungspaket" ist ein Euphemismus für Politikerrettungspaket.
Denn die haben sich von den Banken kaufen lassen und küngeln mit denen.
--
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Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Mia, Friday, 09.07.2010, 10:15 (vor 5666 Tagen) @ Borat Sagdijev
Übergewichtigkeit ist kein Zeichen von Wohlstand und gesunder Lebensweise, sondern steht für das exakte Gegenteil. Und nein, Hartzlern geht es nicht gut. Die Situation wird vielmehr als bedrückend empfunden in der Kombination aus Stigmatisierung, Leben am Existenzminimum und Ausgeliefertsein gegenüber den Behörden. Aber wozu sich damit auseinander setzen, wenn man mal richtig schön auf Schwache einprügeln kann, oder?
Die sogenannten "Schwachen" und "Starken" ....
Swen, Friday, 09.07.2010, 11:11 (vor 5666 Tagen) @ Mia
"Übergewichtigkeit ist kein Zeichen von Wohlstand und gesunder Lebensweise, sondern steht für das exakte Gegenteil."
Heisst aber auch, dass niemand aufgrund Hartz IV verhungern muss...
"Und nein, Hartzlern geht es nicht gut. Die Situation wird vielmehr als bedrückend empfunden in der Kombination aus Stigmatisierung, Leben am Existenzminimum und Ausgeliefertsein gegenüber den Behörden."
DEN Hartzler gibt es nicht. Da gibts solche und solche. In meinem Umfeld kenne ich persönlich nur drei Leute die Hartz IV bekommen. Zwei davon sind Mitte bis Ende vierzig. Beide leben seit ca. 10 Jahren von Hartz IV. Beide arbeiten schwarz nebenher. Einer davon war gerade 3 Monate im Urlaub in Australien. Zwei Wochen Urlaub in Italien sind in Planung. Sein Sohn (24) hat auch vor zwei Jahren den Job geschmissen und ist seitdem auf Hartz. War ihm alles zu stressig. Alle drei wollen keinen normalen Job mehr, weil sie mit Hartz IV deutlich besser dastehn.
Aber wozu sich damit auseinander > setzen, wenn man mal richtig schön auf Schwache einprügeln kann, oder?
Viele (nicht alle!) sind nur scheinbar schwach. Sich "schwach" zu zeigen, ist und war ihre Strategie, mit der sie in ihrem Leben erfolgreich ihre Ziele erreicht haben. Solange es Leute - wie vielleicht Du - mit einem sogenannten "Helfer-Sysndrom" gibt, die aufgrund von Gutgläubigkeit aber auch von Arroganz und Ignoranz glauben diesen "Schwachen" überlegen zu sein und durch "helfen" Selbstwert und Lebenssinn ziehen, funktioniert diese Erfolgsstrategie. M.E. wird es Zeit, diese für die Gesellschaft sehr teuren Psycho-Spielchen zu beenden.
Die sogenannten "Schwachen" und "Starken" ....
Sven
, Wolfsburg, Friday, 09.07.2010, 13:25 (vor 5666 Tagen) @ Swen
"Übergewichtigkeit ist kein Zeichen von Wohlstand und gesunder
Lebensweise, sondern steht für das exakte Gegenteil."Heisst aber auch, dass niemand aufgrund Hartz IV verhungern muss...
Müssen Straftäter im Gefängnis auch nicht.
Müssen auch entsorgte Väter mit gesteigerter Erwerbsobliegenheit nicht.
Leben die also auch im Wohlstand?
"Und nein, Hartzlern geht es nicht gut. Die Situation wird vielmehr als
bedrückend empfunden in der Kombination aus Stigmatisierung, Leben am
Existenzminimum und Ausgeliefertsein gegenüber den Behörden."DEN Hartzler gibt es nicht. Da gibts solche und solche. In meinem Umfeld
kenne ich persönlich nur drei Leute die Hartz IV bekommen. Zwei davon sind
Mitte bis Ende vierzig. Beide leben seit ca. 10 Jahren von Hartz IV. Beide
arbeiten schwarz nebenher. Einer davon war gerade 3 Monate im Urlaub in
Australien. Zwei Wochen Urlaub in Italien sind in Planung. Sein Sohn (24)
hat auch vor zwei Jahren den Job geschmissen und ist seitdem auf Hartz. War
ihm alles zu stressig. Alle drei wollen keinen normalen Job mehr, weil sie
mit Hartz IV deutlich besser dastehn.
Mal ganz davon abgesehen, dass dies Einzelfälle sind:
Womit haben sie denn den Urlaub finanziert? Mit HIV oder doch eher mit der Schwarzarbeit? Und Schwarzarbeit gibt es erst seit Hartz IV?
Können die HIVler, die nicht schwarz arbeiten, auch monatelang in Urlaub fahren?
Nebenbei: Wer HIV bezieht, hat im Jahr 21 Tage "Urlaub", den er vorher beantragen - und selbstverständlich selber finanzieren muss. Den Rest des Jahres hat er sich "ortsnah" aufzuhalten.
Solange es Leute - wie vielleicht Du - mit einem
sogenannten "Helfer-Sysndrom" gibt, die aufgrund von Gutgläubigkeit aber
auch von Arroganz und Ignoranz glauben diesen "Schwachen" überlegen zu sein
und durch "helfen" Selbstwert und Lebenssinn ziehen, funktioniert diese
Erfolgsstrategie.
Soso. Jegliche sozialen Sicherungssysteme und Definitionen der Menschenwürde sind also nur einem Helfer-Syndrom geschuldet, das von allen Bedürftigen nur ausgenutzt wird. Beweis: Der Herr Swen kennt 2-3 Beispiele aus seinem Freundeskreis, die schwarz arbeiten. Und derlei Behauptung wird aufgestellt aufgrund des Todesfalls eines psychisch kranken Mannes, der ebenso wie seine Mutter damit überfordert war, derlei Leistungen überhaupt erst zu beantragen.
Danke für das Gespräch.
Erst lesen, dann denken, dann schreiben.... Danke ! (nT)
Swen, Friday, 09.07.2010, 20:13 (vor 5665 Tagen) @ Sven
"
Die sogenannten "Schwachen" und "Starken" ....
guest2, Saturday, 10.07.2010, 07:55 (vor 5665 Tagen) @ Swen
Heisst aber auch, dass niemand aufgrund Hartz IV verhungern muss...
Wenn H4 nunmal "reduzierung auf Null" einschliesst, dann eben doch.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Sven
, Wolfsburg, Friday, 09.07.2010, 13:07 (vor 5666 Tagen) @ Borat Sagdijev
Und dass so einer den Freitod durch Verhungern wählt und keiner es
verhindert - nichtmal die Mutter - muß die Hartz 4 Leistung für die in der
Regel wohlgenährten bis übergewichtigen Hartz4 Emfänger erhöht werden?
Ich gehe doch stark davon aus, dass du
a) ein Zitat aus dem Artikel nachlieferst, welcher aufgrund dieses Vorfalles die Erhöhung der HIV-Leistungen fordert
b) einen statistischen Beleg dafür lieferst, dass HIV-Empfänger "in der Regel" wohlgenährt und übergewichtig seien
c) einen kausalen Beleg dafür lieferst, dass jenes Übergewicht nicht schon vorher bestand, sondern durch HIV direkt verursacht wurde sowie daraus resultiert, dass in einem Übermass Lebensmittel guter Qualität konsumiert wurden
Feministinnen könnten nicht besser mit Einzelfällen polemisieren.
... andernfalls du nämlich auch nur polemisierst.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Borat Sagdijev, Friday, 09.07.2010, 17:21 (vor 5665 Tagen) @ Sven
a) ein Zitat aus dem Artikel nachlieferst, welcher aufgrund dieses
Vorfalles die Erhöhung der HIV-Leistungen fordert
Dann fordern die also die Abschaffung der HIV Leistungen?
Klar: www.gegen-hartz.de
Das habe ich wohl falsch verstanden, alle HIV Leistungen sofort einstellen!
b) einen statistischen Beleg dafür lieferst, dass HIV-Empfänger "in der
Regel" wohlgenährt und übergewichtig seien
Die HIV Familie die mal bei mir auf dem Hof war machte einen sehr wohlgenährten Eindruck auf mich.
Alleinerziehende Muttis beim Einkaufen die zu 50% auf HIV sind machen auch einen wohlgenährten Eindruck auf mich.
Und dann 2 Bekannte auf HIV sind auch eher aus der "Kompakteren" Gruppe.
Ist Logisch. Ein HIVer hat sich aufgegeben, mimt den Schwachen, lässt sich gehen und wird Fett, weil er die Möglichkeit dazu hat.
c) einen kausalen Beleg dafür lieferst, dass jenes Übergewicht nicht schon
vorher bestand, sondern durch HIV direkt verursacht wurde sowie daraus
resultiert, dass in einem Übermass Lebensmittel guter Qualität konsumiert
wurden
Kausalität ist eine menschliche Erfindung.
Korrelieren tut es sehr gut.
Warum nicht mal ein Großexperiment:
Hartz4 halbieren und den Einfluss auf das Übergewicht unserer Kinder erfassen?
Feministinnen könnten nicht besser mit Einzelfällen polemisieren.
... andernfalls du nämlich auch nur polemisierst.
Soll doch jeder entscheiden welche Polemik ihm besser gefällt.
--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Sven
, Wolfsburg, Friday, 09.07.2010, 18:13 (vor 5665 Tagen) @ Borat Sagdijev
Das habe ich wohl falsch verstanden, alle HIV Leistungen sofort
einstellen!
*gähn*
Davon steht weder etwas im Artikel noch auf der tragenden Seite. "Gegen-Hartz" wendet sich natürlich gegen die namensgebende Sozialreform und nicht gegen soziale Leistungen. Und da es pre-Hartz auch eine Sozialabsicherung gegeben hat, ist die Alternative zu HIV aus Sicht dieser Seite eben nicht "keine Leistungen" sondern entweder eine Änderung von HIV zu einem anderen System oder die Rückkehr zum Vorgänger. Wobei letzteres selbst von den Autoren der Seite nicht gefordert wird.
Und dann 2 Bekannte auf HIV sind auch eher aus der "Kompakteren" Gruppe.
Ist Logisch. Ein HIVer hat sich aufgegeben, mimt den Schwachen, lässt sich
gehen und wird Fett, weil er die Möglichkeit dazu hat.
Und genau deshalb fordere ich für sowas Belege ein: Weil andernfalls, wie von dir hier bilderbuchhaft vorgeführt, nur billige Parolen auf Stammtischniveau herauskommen. Du hetzt also gerne gegen Dicke und Arbeitslose. Schön, dass wir das geklärt haben.
Kausalität ist eine menschliche Erfindung.
Korrelieren tut es sehr gut.
Mit einer Handvoll Einzelfällen aus deinem privaten Umfeld. Wahrlich, eine wirklich repräsentative Korrelationsgröße.
Warum nicht mal ein Großexperiment:
Hartz4 halbieren und den Einfluss auf das Übergewicht unserer Kinder
erfassen?
Ich wäre für was anderes:
Hartz4 streichen und den Einfluss auf deine Lebenserwartung erfassen. Da braucht es dann auch keine komplizierten wissenschaftlichen Methoden mehr - die lehnst du ja ohnehin ab- sondern da langt dann ein Gang zum örtlichen Friedhof.
Soll doch jeder entscheiden welche Polemik ihm besser gefällt.
Dir gefällt offenbar deine eigene - basteln wir uns unsere Wirklichkeit also lieber selbst. Fakten und Logik ist was für Weicheier. Aber der Fehler lag bei mir - ich erwartete eine Antwort mit Substanz. Dem Trugschluss werde ich sicherlich nicht noch einmal erliegen.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Borat Sagdijev, Friday, 09.07.2010, 21:06 (vor 5665 Tagen) @ Sven
Ich wäre für was anderes:
Hartz4 streichen und den Einfluss auf deine Lebenserwartung erfassen. Da
braucht es dann auch keine komplizierten wissenschaftlichen Methoden mehr -
die lehnst du ja ohnehin ab- sondern da langt dann ein Gang zum örtlichen
Friedhof.
Offenbart sich da dein wahrer Character?
"Bonzen" abschlachten?
Soll doch jeder entscheiden welche Polemik ihm besser gefällt.
Dir gefällt offenbar deine eigene - basteln wir uns unsere Wirklichkeit
also lieber selbst. Fakten und Logik ist was für Weicheier. Aber der Fehler
lag bei mir - ich erwartete eine Antwort mit Substanz. Dem Trugschluss
werde ich sicherlich nicht noch einmal erliegen.
Du bastelst dir doch deine Wirklichkeit nicht selber. Als Leistungsemfänger bekommst du doch von deiner Lobby die moralische Überlegenheit des Versagens als vorgefertigte Rechtfertigungen geliefert zu schmarotzen (und vielleicht Autos anzuzünden).
Aber immer daran denken:
Wenn alle "Bonzen" weg sind, müsst Ihr euch gegenseitig die Köpfe einschlagen, liebe Linken!
--
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Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Sven
, Wolfsburg, Friday, 09.07.2010, 21:32 (vor 5665 Tagen) @ Borat Sagdijev
Offenbart sich da dein wahrer Character?
"Bonzen" abschlachten?
Ich könnte dich nun freilich auffordern, darzulegen, wo ich was von "Bonzen abschlachten" geschrieben habe. Da du deine diesbezügliche Unfähigkeit aber nun wahrlich schon mehrfach unter Beweis gestellt hast, lassen wir das.
Du hast zuvor die Einstellung sämtlicher HIV-Bezüge gefordert. Dies würde auf einen Schlag für 6-7 Mio. Menschen in Deutschland Obdach- und Mittellosigkeit bedeuten. Und wie ich in einem anderen Posting dieses Threads bereits dargestellt habe, werden diese Millionen nicht alle sozialverträglich unter einer Brücke den Freitod sterben. Viel wahrscheinlicher ist, sie werden sich ihre Mittel von denen holen, die mehr haben und sich nicht wehren können.
Von "Bonzen" ist man da ebenso weit entfernt wie von deiner Unterstellung, ich würde derlei fordern.
Wenn alle "Bonzen" weg sind, müsst Ihr euch gegenseitig die Köpfe
einschlagen, liebe Linken!
Und weiter gehts in Borats Traumwelt.
Als Diskussionsgegner ausgemacht, kann es ja schließlich gar nicht anders sein, als dass der Herr Sven dem primären Feindbild entspricht: arbeitslos und links. Übergewichtig hast du noch vergessen!
Dumm nur, wenn der Herr Sven - wie die Forenleitung lange schon weiß - 7 Tage die Woche arbeitet und eben deshalb sich auch kaum hier beteiligen kann. Und dass ich jemals eine linke Partei gewählt hätte, wäre mir auch neu. Die von mir gewählten Parteien könnte man wohl eher als das genaue Gegenteil bezeichnen. Indes befreit mich dies nicht von sozialer Verantwortung, ganz im Gegenteil.
Aber wozu sich mit Fakten aufhalten? Da ists doch viel einfacher, anhand von Einzelfällen gegen Minderheiten zu hetzen, jegliche sachliche Begründung vermissen zu lassen, Nachweise zu verweigern und - wie bekannt - wenn alles nichts hilft, aufgrund von Mutmassungen persönlich zu diffamieren.
Und so einer wie du regt sich über Feministinnen auf?
Gelächter!
Grußlos,
Sven
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Borat Sagdijev, Saturday, 10.07.2010, 00:01 (vor 5665 Tagen) @ Sven
Ich könnte dich nun freilich auffordern, darzulegen, wo ich was von
"Bonzen abschlachten" geschrieben habe. Da du deine diesbezügliche
Unfähigkeit aber nun wahrlich schon mehrfach unter Beweis gestellt hast,
lassen wir das.
Jaja, meine gerne strapazierte Unfähigkeit ...
Handelt es sich nicht eher um meine Fähigkeit Linken wie dir die Gedanken zu lesen? OK, ich verschleiere den linken Egoismus und Machtanspruch nicht.
Du hast zuvor die Einstellung sämtlicher HIV-Bezüge gefordert. Dies würde
auf einen Schlag für 6-7 Mio. Menschen in Deutschland Obdach- und
Mittellosigkeit bedeuten. Und wie ich in einem anderen Posting dieses
Was spricht dagegen dass die Hartzer mal was Arbeiten?
Threads bereits dargestellt habe, werden diese Millionen nicht alle
sozialverträglich unter einer Brücke den Freitod sterben. Viel
wahrscheinlicher ist, sie werden sich ihre Mittel von denen holen, die mehr
haben und sich nicht wehren können.
Wo ist da eigentlich der Unterschied zu jetzt?
Dumm nur, wenn der Herr Sven - wie die Forenleitung lange schon weiß - 7
Tage die Woche arbeitet und eben deshalb sich auch kaum hier beteiligen
kann. Und dass ich jemals eine linke Partei gewählt hätte, wäre mir auch
neu. Die von mir gewählten Parteien könnte man wohl eher als das genaue
Gegenteil bezeichnen. Indes befreit mich dies nicht von sozialer
Verantwortung, ganz im Gegenteil.
Du must ein wahnsinnig toller Typ sein, dass sogar die Forenleitung es weiss!
Wenn du behauptest nicht Links zu sein dann musst du unter Identitätsstörungen leiden. Also: Links sein aber von anderen nicht so genannt werden.
Und so einer wie du regt sich über Feministinnen auf?
Gelächter!
Dann komm doch endlich mal rüber mit deinen überlegnen Fakten!
Ich hol mir noch schnell einen Feuerlöscher und einen feuerfesten Anzug.
--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Sven
, Wolfsburg, Saturday, 10.07.2010, 01:10 (vor 5665 Tagen) @ Borat Sagdijev
Jaja, meine gerne strapazierte Unfähigkeit ...
Handelt es sich nicht eher um meine Fähigkeit Linken wie dir die Gedanken
zu lesen? OK, ich verschleiere den linken Egoismus und Machtanspruch
nicht.
Ich habe dich nun bereits mehrmals aufgefordert, Deinen Stammtischparolen verifizierbare Belege folgen zu lassen. Außer weiterer Dampfplauderei ergibt sich da von dir nur leider nichts Neues.
Was spricht dagegen dass die Hartzer mal was Arbeiten?
So es die entsprechenden Jobs gäbe, spräche da nichts dagegen. Dummerweise stehen selbst nach den geschöntesten Zahlen etwa 500.000 offene Stellen über 3 Mio. Arbeitslose gegenüber. Mindestens 2,5 Mio. Arbeitslose können folglich keine Arbeit finden, weil es sie schlichtweg nicht gibt.
Ergo bliebe bei wegfallenden Sozialleistungen nur der Freitod oder die Kriminalität.
Wo ist da eigentlich der Unterschied zu jetzt?
Sofern du Steuern und Sozialabgaben als "Diebstahl durch den Staat" betrachten willst, kannst du das so sehen. Dir sei in dem Fall aber zu wünschen, niemals selbst darauf angewiesen zu sein. Was in einem Umverteilungsstaat freilich ein sinnloses Unterfangen ist.
Wenn du behauptest nicht Links zu sein dann musst du unter
Identitätsstörungen leiden. Also: Links sein aber von anderen nicht so
genannt werden.
Genau. Eine Frechheit geradezu, dass ein Individuum sich erdreistet, seine politische Identität selbst zu wählen. Der weise Borat weiss dies, obwohl er das Gegenüber überhaupt nicht kennt, doch viel besser!
Es bleibt also festzuhalten:
Erst diffamiert der Herr Borat sein Gegenüber derart, dass er in die Schublade seines Lieblingsfeindbildes passt, und wenn dann wieder Erwarten sich diese Einschätzung als falsch herausstellt, dann leidet derjenige natürlich an "Identitätsstörung".
Gelächter!
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Spion, Saturday, 10.07.2010, 02:00 (vor 5665 Tagen) @ Sven
@Sven: Das war schon lange mal fällig, Reschpekt.
Spion
Hartz4 und der Tag gehört dir
Borat Sagdijev, Saturday, 10.07.2010, 19:19 (vor 5664 Tagen) @ Sven
Ich habe dich nun bereits mehrmals aufgefordert, Deinen Stammtischparolen
verifizierbare Belege folgen zu lassen. Außer weiterer Dampfplauderei
ergibt sich da von dir nur leider nichts Neues.
Deine Linksstammtischparolen sind aber auch nur durch Einzelfälle und Gefälligkeitsstatistiken belegbar.
So es die entsprechenden Jobs gäbe, spräche da nichts dagegen. Dummerweise
stehen selbst nach den geschöntesten Zahlen etwa 500.000 offene Stellen
über 3 Mio. Arbeitslose gegenüber. Mindestens 2,5 Mio. Arbeitslose können
folglich keine Arbeit finden, weil es sie schlichtweg nicht gibt.Ergo bliebe bei wegfallenden Sozialleistungen nur der Freitod oder die
Kriminalität.
Was ein Quatsch.
Was du sagst bedeutet nur dass sich die Hartzer zu fein für angebotene Arbeiten sind.
Ausserdem winkt jeder Arbeitgeber ab, wenn Ihm einer Hartzer anpreisen will, vorausgesetzt er hat schon seine Erfahrung mit hochkarätigen Trantüten die alles besser können und sich für alles zu gut sind gemacht.
Sie könnten schon, aber Hartz4 ist bequemer. Für Arbeitgeber wie Hartzer.
Genau. Eine Frechheit geradezu, dass ein Individuum sich erdreistet, seine
politische Identität selbst zu wählen. Der weise Borat weiss dies, obwohl
er das Gegenüber überhaupt nicht kennt, doch viel besser!
Wenn mir einer etwas wegnimmt nenne ich Ihn einen Dieb, aber Frauen steht es ja sogar zu!
Erst diffamiert der Herr Borat sein Gegenüber derart, dass er in die
Schublade seines Lieblingsfeindbildes passt, und wenn dann wieder Erwarten
sich diese Einschätzung als falsch herausstellt, dann leidet derjenige
natürlich an "Identitätsstörung".
Mein Lieblingsfeindbild sind aber dicke Frauen mit gefärbter Kurzhaarfrisur.
Gelächter!
Und die lachen auch hysterisch, wenn sie nicht mehr weiter wissen.
--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Das Ende der Dampfplauderei
Sven
, Wolfsburg, Sunday, 11.07.2010, 08:23 (vor 5664 Tagen) @ Borat Sagdijev
Ich habe dich nun bereits mehrmals aufgefordert, Deinen
Stammtischparolen
verifizierbare Belege folgen zu lassen. Außer weiterer Dampfplauderei
ergibt sich da von dir nur leider nichts Neues.
Deine Linksstammtischparolen sind aber auch nur durch Einzelfälle und
Gefälligkeitsstatistiken belegbar.
Soso. Die Arbeitslosenstatistik der Arbeitsagentur ist also eine "Gefälligkeitsstatistik". In Auftrag gegeben von einer Regierung, in welcher keine einzige linke Partei vertreten ist. Eine Statistik, die von den linken Parteien eben als "Gefälligkeitsstatistik" zugunsten der Regierung zwecks Zahlenverschleierung kritisiert wird.
Und derlei Statistiken meinst du allein dadurch entkräften zu können, dass du deren Zitierung als "Linksstammtischparolen" bezeichnest? Lächerlich.
Substanzlose Dampfplauderei á la Borat. Kommen wir mal zu den Fakten:
Offene Stellen
Gesamt: 536 000
davon ungefördert: 370 000
Leistungsempfänger
Gesamt: 6 236 000
davon erwerbsfähig: 5 004 000
-> nicht verfügbar: 1 800 000
-> arbeitslos: 2 200 000
-> in Maßnahmen: 500 000
-> Aufstocker: 500 000
Da sowohl die Empfänger in Maßnahmen als auch die Aufstocker nach wie vor den Bewerbungspflichten unterliegen, bewarben sich somit 3 200 000 Menschen um 536 000 Stellen, von denen jedoch nur 370 000 zu einer Beschäftigung führen, durch die der Bewerber von Sozialleistungen unabhängig würde.
Schauen wir also mal, was Borat's Dampfplauderei dafür an Erklärungen liefert:
Was ein Quatsch.
Was du sagst bedeutet nur dass sich die Hartzer zu fein für angebotene
Arbeiten sind.
Im Juni 2010 sind 225 000 vormals freie Stellen besetzt worden und 238 000 Stellen neu gemeldet worden. Fast die Hälfte der freien Stellen befindet sich somit im Wechsel, womit deine abenteuerliche These widerlegt ist.
Ausserdem winkt jeder Arbeitgeber ab, wenn Ihm einer Hartzer anpreisen
will, vorausgesetzt er hat schon seine Erfahrung mit hochkarätigen
Trantüten die alles besser können und sich für alles zu gut sind gemacht.
Das würde bedeuten, dass rund 2,5 Mio. Arbeitsplätze in Deutschland allein deshalb nicht besetzt würden, weil die Arbeitgeber keine Hartzer einstellen wollen. Es würde ferner bedeuten, dass die Anzahl der Hartzer kontinuierlich ansteigen müsste, da einerseits jeder Arbeitslose nach einem Jahr zum Hartzer wird, aber kein Hartzer zum Arbeitnehmer.
Freilich ist derlei Spekulation gar nicht notwendig, da die Zahlen weder das eine noch das andere hergeben, die Fluktuation der offenen Stellen gar das genaue Gegenteil belegt.
Gelächter!
Und die lachen auch hysterisch, wenn sie nicht mehr weiter wissen.
Zwischen Lachen und Gelächter besteht ein gewaltiger Unterschied - und der ist etwa so groß wie jener zwischen der Realität und deinen dogmatischen Ansichten. Ob du dich weiterhin in deinem Elfenbeinturm um dich selbst drehst oder deinen Aussagen endlich Belege folgen lässt, ist mir daher einerlei.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Garfield, Friday, 09.07.2010, 12:37 (vor 5666 Tagen) @ Referatsleiter 408
Hallo Referatsleiter!
Also, ich halte ja auch nicht viel von Hartz IV und es ist auch tatsächlich so, daß die ARGEn die Leistungsbezieher gern auch mal übers Ohr hauen. Generell ist es auch so, daß man (auch bei ALG I) ganz bewußt andauernd die Regeln ändert, um die Leistungsbezieher zu verwirren und so möglichst oft die Möglichkeit zu haben, Leistungen zu kürzen oder ganz einzustellen. Dann muß man sich z.B. auf einmal regelmäßig beim Amt melden, erfährt das aber nicht unbedingt. Meldet man sich deshalb nicht, kommt auf einmal kein Geld mehr, und das wird dann auch nicht nachgezahlt, weil man sich ja nicht gemeldet hat und somit seine Mitarbeit bei der Arbeitssuche verweigert hat. Wird man dann im nächsten Jahr wieder arbeitslos und geht dann später nochmal unaufgefordert zum Amt, weil man sich ja noch dran erinnert, daß man sich da neuerdings regelmäßig melden muß, dann heißt es da auf einmal, daß das wieder abgeschafft, also nicht mehr nötig wäre. Dann hat man Zeit und Geld für die Fahrt zum Amt umsonst verplempert. Ein Jahr darauf dagegen muß man sich dann doch wieder regelmäßig melden... So geht das immer hin und her.
In diesem Fall aber sehe ich auch ganz klar ein Mitverschulden seitens der Betroffenen. Sowohl der verstorbene Mann als auch seine Mutter hätten sehr wohl legale Möglichkeiten gehabt, um ihre Situation zu verbessern, z.B. über Lebensmittelgutscheine. Es wird ja auch klar gesagt, daß die Mutter aus Scham keine weiteren Sozialleistungen beantragen wollte. Dann gibt es auch noch die Tafeln.
Wieso genau nun gerade der Mann verhungert ist, läßt sich schwer einschätzen. Seine Mutter soll ja auch unterernährt gewesen sein. Männer neigen halt dazu, zugunsten von Frauen zurück zu stecken. Vielleicht hat dieser Mann auch bewußt von dem wenigen Essen, das noch da war, den größten Teil der Mutter überlassen. Vielleicht war es auch tatsächlich so, daß er so schwerwiegende psychische Probleme hatte, daß er verhungern wollte.
Den Umständen nach werden sie wohl beide nicht sonderlich intelligent gewesen sein, und so ist es möglich, daß die Mutter den Zustand ihres Sohnes gar nicht richtig einschätzen konnte. Daß er abgemagert war, wird ihr zwar aufgefallen sein, aber das war ja unter diesen Umständen normal und ging ihr genauso. Und daß er depressiv war, kann ihr in der Situation auch normal erschienen sein.
Fakt ist auch, daß der Mann offensichtlich auf kein Schreiben des Amtes reagiert hat. So hat er sich auch nicht untersuchen lassen. Es hätte offensichtlich nur eine Möglichkeit gegeben, ihm noch zu helfen: Ihn von der Polizei zwangsweise zu einem Arzt zwecks Untersuchung bringen zu lassen.
Nun kann man natürlich einwenden, daß doch etwas faul ist, wenn Menschen in solche Situationen kommen. Das ist auch so, aber das ist nun mal eine der Auswirkungen des derzeitigen Systems. Wenn man das ändern will, dann muß man das System grundlegend ändern. Solange da nicht geschieht, kann man leider nur an Symptomen herumdoktorn, und es wird immer wieder Fälle geben, in denen einzelnen Menschen mit den vorhandenen Möglichkeiten einfach nicht zu helfen ist.
Freundliche Grüße
von Garfield
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Sven
, Wolfsburg, Friday, 09.07.2010, 12:59 (vor 5666 Tagen) @ Referatsleiter 408
Es sei dringend davor gewarnt, diesen Fall überzubewerten.
Bei Antragstellung erfolgt hinreichend eine Rechtsfolgenbelehrung darüber, wann welche Sanktionen eintreten können. Jede Sanktion enthält darüber hinaus die Möglichkeit eines Widerspruches. Selbst im Falle einer Null-Sanktion jedoch kann der Bedürftige Lebensmittelgutscheine erhalten - nach Ermessen der ARGE zwar, aber dennoch. Und davon unberührt bleibt freilich die Möglichkeit eines Besuchs der Tafel.
Die hier beschriebene Rechtswidrigkeit der Sanktion bezieht sich lediglich darauf, dass die 2. Sanktion unverhältnismäßig und damit rechtswidrig war. Die Ursache für diese Katastrophe ist jedoch, dass der Antragsteller jedwede Mitwirkung hat vermissen lassen bzw. die Mutter gar nicht mehr einen Antrag stellen wollte. Es geht hier mitnichten darum, dass die ARGE gezielt jemanden hätte klein machen wollen, sondern lediglich um die zum Antrag gehörenden Mitwirkungspflichten.
Der Fall offenbart aber das größte Problem: Dass ein Großteil der Bedürftigen mit dem Amtsschimmel "Hartz IV" überfordert ist. Und das ist kein Wunder; wer seine Rechte als Bürger, Empfänger und Mensch gegenüber der ARGE wahren will, muss sich mit den Gesetzen sehr gut auskennen, andernfalls läuft er in Sanktionen hinein, die er nicht kommen sieht. Eben deshalb soll aufgrund eines jüngeren Beschlusses der Leistungsbescheid auch massiv vereinfacht werden: Eben weil der bisherige ohne entsprechenden Bildungshintergrund nicht verstanden werden kann. Und da reden wir noch nicht mal ansatzweise von den Bürgern, die mit den Bescheiden aufgrund von Sprachbarrieren Probleme haben.
Ein weiteres Problem ist der Umstand, dass Hartz IV zwar mit der Sozialhilfe zusammengelegt wurde, aber letztlich keine Fürsorgeleistung mehr ist. Wer - aus welchen Gründen auch immer - durch diese Sicherung fällt, ist obdachlos und läuft leicht Gefahr, zu verhungern. Der Ruf nach einem bedingungslosen Grundeinkommen wird unter anderem aus diesem Problem genährt.
Hintergründe kennen und zu verstehen ist bisweilen hilfreicher als zu versuchen, jede Nachricht für die eigenen Zwecke auszuschlachten. Denn mit Männerfeindlichkeit hat dieser Fall wenig zu tun. Dass es primär Männer sind, die durch das Netz tödlich durchfallen, mag freilich damit zu tun haben, dass Frauen eher einen Mann als Unterstützer gewinnen können als ein arbeitsloser Mann bei nach oben orientierten Frauen. Aber das ist eine ganz andere Baustelle.
Gruß,
Sven
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Wohlfahrtsstaat
Sophie X, Friday, 09.07.2010, 16:50 (vor 5665 Tagen) @ Sven
Ein weiteres Problem ist der Umstand, dass Hartz IV zwar mit der
Sozialhilfe zusammengelegt wurde, aber letztlich keine Fürsorgeleistung
mehr ist. Wer - aus welchen Gründen auch immer - durch diese Sicherung
fällt, ist obdachlos und läuft leicht Gefahr, zu verhungern. Der Ruf nach
einem bedingungslosen Grundeinkommen wird unter anderem aus diesem Problem
genährt.
Hi,
Was ist Hartz IV, wenn es keine Fürsorgeleistung ist, dann ?
Zum Thema:
Das "Problem" liegt in unserem Nanny-Staat selber. Er selbst hat sich von ihm Abhängige geschaffen und ist kaum noch in der Lage, eine vernünftige "Kontrollfunktion" diesbezüglich auszuüben.
Der genannte Mann und seine Mutter sind nicht die ersten und werden auch nicht die letzten "Opfer" des Wohlfahrtstaates sein.
Ein Volk, dem Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung madig gemacht wird (Steuern -> Umverteilung), wo Privateigentum und Bürgerrechte verhandelbar sind ( Antidikriminierungsgesetz, Nichtraucherschutzgesetz...) und welches Gesinnungsjustiz walten lässt, sollte sich nicht wegen solcher "Kollateralschäden" aufregen.
Merke: zuviel sozial ist asozial
Die Fremdbestimmung wird noch schlimmer werden...
Gruß
Sophie X - manchmal sarkastisch, aber immer realistisch
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Wohlfahrtsstaat
Sven
, Wolfsburg, Friday, 09.07.2010, 18:41 (vor 5665 Tagen) @ Sophie X
Was ist Hartz IV, wenn es keine Fürsorgeleistung ist, dann ?
Hartz IV ist in erster Linie eine Leistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes für Langzeitarbeitslose, also eine Förderungsleistung zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Durch die Zusammenlegung mit der Sozialhilfe ist HIV natürlich *auch* eine Fürsorgeleistung, aber nicht vom Charakter der Sozialhilfe aus erst genannten Gründen.
Eben deshalb hat der Bedürftige hier klar formulierte Pflichten, eben deshalb ist es hier möglich Sanktionen auszusprechen, die schlimmstenfalls zur Totalkürzung der Bezüge führen. Und genau in jenem Fall versagt HIV in seiner Rolle als "unterste soziale Sicherung", das soziokulturelle Existenzminimum ist nicht mehr gewährleistet. Dies korreliert nur deshalb mit Art. 20 Abs 1. GG, als dass eine solche Sanktion nur durch massives Eigenverschulden herbeigeführt werden kann.
Oder anders formuliert: Die Grundsicherung funktioniert für jene Menschen, die fähig sind, mit den entsprechenden Bescheiden und Gesetzen umzugehen. Für alle anderen gibt es nach HIV potenziell (!) den Fall ins Bodenlose.
Die Fremdbestimmung wird noch schlimmer werden...
Da mischt du für meinen Geschmack ein wenig zuviel in die Suppe.
Im Grundsatz gebe ich dir aber Recht, obschon eine bessere Ausgestaltung unbeantwortet bleibt. Ich will mich aufgrund des Themas mal auf HIV beschränken:
Natürlich führt HIV zu einem bestimmten Grad dazu, dass die Bezieher klein gehalten und kontrolliert werden. Die Aufnahme von Arbeit wird erschwert, motiviertes Verhalten wird eher bestraft als belohnt. Eigene Ideen zur Arbeitsfindung werden aus Schutzgründen teils vereitelt (Beispiel: Praktikum), bessere Möglichkeiten verhindert (Beispiel: Studium ohne Bafög). Die Förderung "aller zu gleichen Teilen" führt zu Zwangszuweisungen in Sinnlosmaßnahmen, die lediglich Geld kosten. Und dies in einem gewaltigen Amtsapparat, der bereits die Forderung der Arbeitslosen im Programm hat.
Problem: Das Niveau, auf dem der Amtsschimmel reitet, kann nicht von allen Arbeitslosen getragen werden - sie sind schlichtweg überfordert. Derlei Thematik involviert somit auch direkt die Einwanderungsrichtlinien unseres Landes und die Bildungspolitik. Und damit natürlich auch das Familienrecht, denn aus zerrütteten Familien können keine gebildeten Sprößlinge kommen.
Problem 2: Selbst bei den geschöntesten Zahlen stehen rund 3 Mio. Arbeitslose 500.000 offenen Stellen gegenüber. Selbst wenn alle Arbeitslosen also gebildet und arbeitswillig wären, fände der Großteil von ihnen trotzdem keine Arbeit. Und auch der Ruf nach "Selbständigkeit" kann da wenig frohlocken: Der Markt wächst nicht allein dadurch, dass mehr Anbieter auf diesen drängen; und die Arbeitslosen hätten hierfür zudem noch die schlechtesten Startbedingungen. Eben deshalb sind die Ich-AGs trotz Prüfung von Fachleuten auch so grandios gescheitert.
Die Abkehr vom "Nanny-Staat" im Sinne einer Abkehr vom Sozialstaatsprinzip führte also zunächst zu mehreren Millionen Obdachlosen, und von denen würde kaum jeder sozialverträglich unter einer Brücke verenden. Über kurz oder lang hätten wir hier also US-Zustände: 7mal soviel Kriminalität, 7mal soviele Gefängnisse. Mit dem Unterschied natürlich, dass ein Strafgefangener ein Vielfaches der Kosten eines HIV-Beziehers verursacht und die zur Aufrechterhaltung der Systemherrschaft notwendigen Polizeikräfte auch nicht umsonst arbeiten.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Wohlfahrtsstaat
Krischan, Sunday, 11.07.2010, 01:44 (vor 5664 Tagen) @ Sophie X
Der genannte Mann und seine Mutter sind nicht die ersten und werden auch
nicht die letzten "Opfer" des Wohlfahrtstaates sein.
Weshalb in den asozialen Ellenbogengesellschaften ja der pure Wohlstand herrscht.
Sorry, aber da habe ich wenig Mitleid
Prof. Dreibein, Friday, 09.07.2010, 21:20 (vor 5665 Tagen) @ Referatsleiter 408
In Deutschland ist es nur schwer bis unmöglich zu verhungern. Da muss man sich also schon ziemlich dumm anstellen.
Tut mir leid wenn ich das jetzt so sage, aber irgendwo ist das auch eine natürliche Selektion.
Habe noch nie erlebt, dass wenn man im extrem abgemagerten Zustand um Nahrung bittet, dass einem diese verweigert wird. Gerade Bäckereien werfen oft Brot vom Vortag weg. Man müsste also nur mal fragen und schon kann man tonnenweise abgelaufene Lebensmittel gratis nach Hause tragen.
Sorry, aber da habe ich wenig Mitleid
Gismatis, Basel, Saturday, 10.07.2010, 04:57 (vor 5665 Tagen) @ Prof. Dreibein
In Deutschland ist es nur schwer bis unmöglich zu verhungern. Da muss man
sich also schon ziemlich dumm anstellen.
Vielleicht wollte er auch nicht mehr leben. Tragisch ist es allemahl.
Sorry, aber da habe ich wenig Mitleid
der_quixote, Absurdistan, Saturday, 10.07.2010, 12:50 (vor 5665 Tagen) @ Prof. Dreibein
Habe noch nie erlebt, dass wenn man im extrem abgemagerten Zustand um
Nahrung bittet, dass einem diese verweigert wird.
So so,
wieviel Fälle von Unterernährten um Essen bittende Menschen hast Du den miterlebt?
Der Begriff "Selektion" im Zusammehang mit Unterernährten Menschen missfällt mir aus gegebenem Grund. Darum zitiere ich ihn lediglich.
--
Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...
Es gibt auch Menschen mit größeren psychischen problemen, das scheinst Du zu vergessen...
Ein Mann, Saturday, 10.07.2010, 13:34 (vor 5665 Tagen) @ Prof. Dreibein
- kein Text -
Es gibt auch Menschen mit größeren psychischen problemen, das scheinst Du zu vergessen...
Krischan, Sunday, 11.07.2010, 17:16 (vor 5663 Tagen) @ Ein Mann
Im neoliberalen Denken, daß Solidarität nur was für Vollidioten sei, ist für psychische Aspekte kein Raum. Dort gilt: Er hatte die Möglichkeit, er hat sie nicht genutzt, wer stirbt ist selbst schuld. Wer schwach ist, hat eben Pech. Der Mensch wird auf seinen Produktionswert reduziert, eine Seele hat er nicht. Das Recht auf Leben hat er zwar noch, aber wenn er es verliert, weil er den Anforderungen einer neoliberalen Gesellschaft nicht gewachsen ist, ist er daran selbst schuld. Das nennen ihre Apologeten dann „Eigenverantwortung“.
Liberale sind die Pest
Krischan
Genau, ins Brandlager mit den geistig schwachen! (Zynismus)
t
, Saturday, 10.07.2010, 14:16 (vor 5664 Tagen) @ Prof. Dreibein
In Deutschland ist es nur schwer bis unmöglich zu verhungern. Da muss man
sich also schon ziemlich dumm anstellen.Tut mir leid wenn ich das jetzt so sage, aber irgendwo ist das auch eine
natürliche Selektion.Habe noch nie erlebt, dass wenn man im extrem abgemagerten Zustand um
Nahrung bittet, dass einem diese verweigert wird. Gerade Bäckereien werfen
oft Brot vom Vortag weg. Man müsste also nur mal fragen und schon kann man
tonnenweise abgelaufene Lebensmittel gratis nach Hause tragen.
Mit so Leuten kann man super eine Herrenrassenideologie aufbauen, alles Schwache weg.
Geistig Kranke eh.
Frohen Mutes voran!
Das ist besser als sie zur Arbeitsministerin zu machen. [kT]
Borat Sagdijev, Saturday, 10.07.2010, 21:13 (vor 5664 Tagen) @ t
- kein Text -
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Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Krischan, Saturday, 10.07.2010, 17:32 (vor 5664 Tagen) @ Referatsleiter 408
Na sowas aber auch. Als Neoliberaler würde ich doch sagen: Selber schuld. Wer arbeiten will, findet auch Arbeit.
Opfer ist wieder mal ein Mann: Tod durch Hartz4
Sophie X, Monday, 12.07.2010, 12:40 (vor 5663 Tagen) @ Krischan
Na sowas aber auch. Als Neoliberaler würde ich doch sagen: Selber schuld.
Wer arbeiten will, findet auch Arbeit.
Hi Krischan,
Genau das wäre auch der Fall, wenn der Staat nicht alles (zer-)regulieren würde; etwas, was Sozialisten nie begreifen werden.
Gruß
Sophie X