Entsorgter Familienvater in England dreht durch und erklärt Polizei den Krieg
Habe mal die wichtigsten Stellen zitiert:
"Raoul Moats blutiger Rachefeldzug durch England
Die Polizei in England jagt Raoul Moat. Er soll den Liebhaber seiner Freundin erschossen haben. Der Polizei hat er den Krieg erklärt.
... Der als Bodybuilder bezeichnete Mann, oft von Nachtklubs als „Bouncer“ für geordneten Zugang angestellt, hatte Mitinsassen gegenüber geäußert, er werde sich nach der Entlassung an seiner ehemaligen Partnerin Samantha Stobbart, 22, rächen.
... Das Gefängnis hatte Moats Drohungen an die Polizei weiter gegeben, doch wurde offenbar nichts unternommen, die gefährdete Frau zu schützen. Stobbart hatte während der Haftzeit an Moat geschrieben, ihre sechsjährige Beziehung – die beiden haben eine neunzehn Monate alte Tochter, Chanel – sei beendet und sie lebe jetzt mit ihrem neuen Freund Chris Brown, 29, zusammen. Um sich abzusichern gegen etwaige Nachstellungen von Moat griff die Frau zu einer Lüge und gab an, Brown sei Polizist.
Dies muss den wahnhaften Ingrimm des vermeintlichen Täters bis zum Äußersten gereizt haben. Er machte Stobbart und Brown in Scafell, Birtley, nahe Newcastle, ausfindig, schlich sich bewaffnet an das Haus heran und hörte – es war ein warmer Sommerabend, die Fenster waren weit geöffnet – neunzig Minuten lang ihrer Konversation zu, und wie sie sich im Wohnzimmer des Erdgeschosses über ihn lustig machten.
... Moat – er hat zwei Kinder aus einer früheren Verbindung – übergab seinen auf 49 kleinen Papierseiten hingeworfenen Bekennerbrief, ... in der Nacht zum Montag einem Freund mit der Bitte um Weiterleitung an die Polizei und das Massenblatt „Sun“.
Der Text verrät tief sitzendes Ressentiment gegenüber der Polizei, „die mir alles geraubt haben, Kinder, Freiheit, Haus, dann Sam und Chanel.“
In dem Schreiben vergleicht er sich mit dem „Hulk“, einer amerikanischen TV-Figur, die, wenn in der Seele verwundet, zu unsäglicher Wut aufwuchs und Rache an vermeintlichen Übeltätern übte. „Es ist wie beim Hulk“, schreibt er, „es gewinnt Gewalt über mich, es ist mehr als Wut, es passiert nur, wenn ich verletzt bin.“ Und wörtlich: „Ich bin ein Killer und ein Irrer, aber kein Feigling.“"
Der Artikel in Gänze steht hier:
Dazu ein Kommentar (nicht von mir)in der "Welt":
"Der deutsche Mann ist bräver. Er zieht, nachdem er betrogen wurde, zurück zu seinen Eltern, weil er sich kein Leben mehr leisten kann nach Abzug aller Spesen für seine Frau, deren Geliebtem, die jetzt gemeinsam im von ihm gebauten Haus im Ehebatt schlafen und sein Kind, das er nicht mehr sehen darf. So macht man das! Eine neue Freundin kann er sich nicht mehr lesiten, vor einer neuen Ehe graut es ihn. Er lebt allein, arbeitet fleißig für andere geht regelmäßig zum Psychologen, der ihm erklärt er müsse sich abnabelen und nimmt brav seine Psychopharmaka gegen Wut und Depressionen, damit die Ärzte und Psychoklemptner auch noch was von ihm haben. Das ist verwirklichte Menschenwürde. Die Engländer brauchen offenbar mehr Lehrer und Sozialarbeiter, mehr Richter und Politiker, um das noch besser zu vermitteln."
Würd ich auch machen
Wenn mir so etwas passieren würde. Kann ich nachvollziehen.
Aber nur wenn ich unschuldig bin. Nicht wenn ich vorher betrogen hätte..
/ajk
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Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert