Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

AW

__V__, Bavaria, Wednesday, 07.07.2010, 05:34 (vor 5668 Tagen) @ Referatsleiter 408

... Frauen machen das doch nicht anders und, wie hat VonDerLeine
gesagt?: "Regt sich da einer auf?"

Naja, also ich tu's jedenfalls.

Klar, dass sich mir unbekannte Frauen darüber nicht mokieren.
Aber es gibt noch so einiges mehr, worüber ich mich aufrege, wenn ich daran denke ... und mit Sicherheit gibt's Dinge, die andere wesentlich anders handhaben, wie ich diese Dinge in meinem Leben handhabe.

Ich geb zu, dass ich mich nicht großartig über diese Leihmutterschaft-Methode aufrege, allerdings hab ich - dummerweise - mich bei umgekehrten Vorzeichen, also Mann ist lediglich Samenspender, dazu entschieden, dies nicht gutheißen zu wollen. Und irgendwie versuch ich, konsequent zu sein und meine inneren Widersprüche auf ein unverständliches Minimum zu reduzieren.

Allerdings halte ich meine Gene auch nicht für unwiderstehlich wichtig für die Evolution und hab keinen ausgeprägten Kinderwunsch. Heißt, ich kann damit leben, kein Kind zu haben unter diesen Umständen.

Klar, dann folgt darauf die Frage, bzw. die Aussage "wenn das jeder machen würde, würde eine Gesellschaft aussterben".
Allerdings, genauso wie sich evolutions-technisch die Frauen&Kinder-zuerst-"Höflichkeit" erledigt hat ist auch die Methode "um die größtmögliche Vielfalt zu erhalten muss sich jeder so gut wie möglich fortpflanzen" überflüssig.

Der Mensch ist ein sozial abhängiges Wesen, stets darum bemüht, Zusammenhänge zu erschließen.
Und die Frage nach der eigenen Herkunft ist das wohl entscheidendste Rätsel in der Entwicklung eines Kindes. Ohne untermauerte Identität kein Vertrauen in die Welt und/oder sich selbst. So sieht's aus.

Ohne klare Zugehörigkeit rennt der Mensch eh schon wie eine Maus durch den Schlangenkäfig. Und die biologische Zugehörigkeit steht nunmal verdammt fest, klare Fakten, keine weiteren Zweifel möglich diesbezüglich.

Mein Punkt ist: es geht um eine Entscheidung mit weit vielfältigeren Aspekten, wenn man(n) sich für eine Leihmutterschaft entscheidet aus o.g. Gründen, als nur um "ich hab alle Rechte am Kind und keiner kann mir was anhaben (und den Rest werd ich schon lernen)". Im Kind wird man u.U. seinem Meister gegenübertreten bzgl. dieser freien Entscheidung. Und darüber muss man sich klar werden.

--
``´´``´´``´´``´´``´´``´´
Antifeminismus [image]
``´´``´´``´´``´´``´´``´´


gesamter Thread:

 

powered by my little forum