Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Für einen klaren Standpunkt auf der wissenschaftlichen Basis des Feminismus-Viktorianismus!

mee, Sunday, 04.07.2010, 23:47 (vor 5670 Tagen)

Da denkt man, ein Herr Gesternkamp sei an strunzdämlichem Femiagitprop kaum zu übertreffen, aber mitnichten:

THE GOOD, THE BAD AND THE AMBIVALENT

"Der Gute, der Böse und der Ambivalente": Einem im Deutschen Akademiebetrieb gut etablierten "Soziologen" ist diese Überschrift offenbar kein bisschen peinlich. Entsprechend der Inhalt, für den ist selbst Hollstein ein gefährlicher antifeministischer Konterrevolutionär:

http://www.terz.org/texte/texte_1001/maennerkongress.html

Sag mir, wo du stehst, und welchen Weg du gehst!
Zurück oder vorwärts, du mußt dich entschließen!
Wir bringen die Zeit nach vorn Stück um Stück.
Du kannst nicht bei uns und bei ihnen genießen,
denn wenn du im Kreis gehst, dann bleibst du zurück!

http://www.youtube.com/watch?v=tyShCNbsplI

Für einen klaren Standpunkt auf der wissenschaftlichen Basis des Feminismus-Viktorianismus!

Roslin, Monday, 05.07.2010, 00:57 (vor 5670 Tagen) @ mee

Was erwartest Du denn anderes in einer Stadtzeitung der LINKSAUTONOMEN?

Das sind Linksradikale.
Für die sind selbst Grünuchen bürgerliche Spießermachos.

Hier begegnen uns die Zeugen Jehovas unter den Politsektierern.

Sebastian Scheele: Mitarbeiter im "GenderKompetenzzentrum", ergo: BMFSFJ

mee, Monday, 05.07.2010, 01:05 (vor 5670 Tagen) @ Roslin

Sebastian Scheele: Mitarbeiter im "GenderKompetenzzentrum", ergo: BMFSFJ

Roslin, Monday, 05.07.2010, 01:21 (vor 5670 Tagen) @ mee
bearbeitet von Roslin, Monday, 05.07.2010, 01:26

http://baer.rewi.hu-berlin.de/eng/team/alumni

Ja und?

Sebastian Scheele passt da doch wunderbar hin als wahrscheinlich schwuler dekonstruktivistischer Foucault- und J.Butler-Jünger.
Schließlich trägt das Minsiterium für alle außer Männer den Genderansatz mit.
Frau Butler könnte als Hausseelsorgerin eingestellt werden.

Wes Geistes Kinder die sind, erfährst Du, wenn Du bei Google Sebastian Scheele eingibst und auf sein Foto, das erste von links passenderweise, clickst.

Dann landest Du auf einer Butleristen-Seite, die ich leider nicht verlinken kann, weil die Adresse angeblich ein nicht akzeptiertes Wort enthält und die Forensoftware das nicht durchlässt.

Die Seite wird von der Heinrich-Böll-Stiftung, also den Grünen, betrieben, wohl einer, der das Grünuchen-Manifest mitverfasst haben könnte.

Butler begeht zumindest nicht die Idiotie..

mee, Monday, 05.07.2010, 02:21 (vor 5670 Tagen) @ Roslin

..ein primitives Für uns / Gegen uns / Dumme - Identifizierungsschema für den Gipfel von Wissenschaftlichkeit und Aufklärung zu halten.

Ich halte auch nichts davon dass Geschlecht und Heterosexualität ausschließlich soziale Konstrukte sein sollen, aber immerhin hat Butler auch "Die Frau" als revolutionäres feministisches Kollektivsubjekt gründlich dekonstruiert. Eine konsequente Butleristin müsste eigentlich so ziemlich den ganzen real existierenden Feminismus ablehnen - Männerbashing, Gendermainstreaming und Quoten erst recht.

In der PP trifft man sie des Öfteren an, als ausgesprochene Gegnerinnen der Lenas/Priatenweiber/Isis. Sollte man diese Postfeministinnen als Gegnerinnen betrachten? Ich finde nicht, denn sie vertreten einen konsequenten Individualismus und lehnen jede Bevorzugung von Frauen als entmündigend ab.

Butler begeht zumindest nicht die Idiotie..

Roslin, Monday, 05.07.2010, 03:56 (vor 5670 Tagen) @ mee

..ein primitives Für uns / Gegen uns / Dumme - Identifizierungsschema für
den Gipfel von Wissenschaftlichkeit und Aufklärung zu halten.

Ich halte auch nichts davon dass Geschlecht und Heterosexualität
ausschließlich soziale Konstrukte sein sollen, aber immerhin hat Butler
auch "Die Frau" als revolutionäres feministisches Kollektivsubjekt
gründlich dekonstruiert. Eine konsequente Butleristin müsste eigentlich so
ziemlich den ganzen real existierenden Feminismus ablehnen - Männerbashing,
Gendermainstreaming und Quoten erst recht.

Das mutet an, als ob Du rietest, die Anhänger des heliozentrischen Weltbildes sollten sich mit den Anhängern der Hohlwelt-Theorie verbünden, weil die doch auch Gegner des geozentrischen Weltbildes wären.

Mir erscheint das nur absurd.

Was kann ich denn erhoffen von Anhängern idiotischer, empiriefreier Ideologien?
Ich kann doch nur hoffen, dass die im Nachbarzelt nächtigen und dort auch bleiben.
Man könnte ja kein Auge zutun mit denen auf der Nachbarpritsche.

Butler begeht zumindest nicht die Idiotie..

mee, Monday, 05.07.2010, 05:15 (vor 5670 Tagen) @ Roslin


Das mutet an, als ob Du rietest, die Anhänger des heliozentrischen
Weltbildes sollten sich mit den Anhängern der Hohlwelt-Theorie verbünden,
weil die doch auch Gegner des geozentrischen Weltbildes wären.

Nun ja, wenn die Anhänger der Hohlwelt-Theorie sich nicht darin versteigen den alleinseligmachenden Glauben zu besitzen und gleichfalls den repressiven Dogmatismus der Geozentriker kritisieren: Warum nicht?


Was kann ich denn erhoffen von Anhängern idiotischer, empiriefreier
Ideologien?

Philosophie ist, ebenso wie die Mathematik, keine empirische Wissenschaft. Freilich spielen sich manche derart auf, dass sie behaupten es gäbe gar keine empirische Wissenschaft - da frage ich mich allerdings immer warum die sie sich nicht einfach ihre Nahrung herbeikonstruieren..

Ich muss aber nicht jeden biologischen Einfluß leugnen wenn ich die Auffassung vertrete, dass Frauen heutzutage ihr eigenes Geld verdienen können und sollen. Und ich sehe auch nicht ein warum Frauen Kinder besser erziehen sollen, es braucht beide, und Väter sollen auch Zeit für ihre Kinder haben können, und das soll bitte auch rechtlich abgesichert und gesellschaftlich anerkannt sein.

Ich kann doch nur hoffen, dass die im Nachbarzelt nächtigen und dort auch
bleiben.
Man könnte ja kein Auge zutun mit denen auf der Nachbarpritsche.

Es gibt ja solche und solche, ich habe kein Problem mit klugen Informatikerinnen, sondern eher mit dummen Grundschullehrerinnen, die herumjammern dass die Gesellschaft sie dazu verdonnert hätte diesen schlechtbezahlten Beruf auszuüben..

Butler ist gemeingefährlich

ajk, Monday, 05.07.2010, 16:09 (vor 5669 Tagen) @ mee

Und psychisch krank!

/ajk

--
Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert

Für einen klaren Standpunkt auf der wissenschaftlichen Basis des Feminismus-Viktorianismus!

Hans, Monday, 05.07.2010, 01:23 (vor 5670 Tagen) @ Roslin

Hier begegnen uns die Zeugen Jehovas unter den Politsektierern.

Die Fragen empfinde ich als wohtuend neutral und sachlich angemessen. Auch in den Antworten wird darauf verzichtet, Männerrechtler im Stil von Gersterkamp in die braune Ecke zu stellen. Differenzen zu den Maskulisten werden benannt, aber auch begründet. Im Grunde präsentiert sich das Zeitungsinterview als anschlusswürdig für weitere Erörterungen. Von Hetze oder Beleidigung findet sich keine Spur.

Was soll also dein Ausgrenzungsgerede?

Für einen klaren Standpunkt auf der wissenschaftlichen Basis des Feminismus-Viktorianismus!

Roslin, Monday, 05.07.2010, 01:36 (vor 5670 Tagen) @ Hans
bearbeitet von Roslin, Monday, 05.07.2010, 01:41


Was soll also dein Ausgrenzungsgerede?

Was ist an Judith Butler für Männerrechtler anschlussfähig?
Was ist an der Genderideologie anschlussfähig?

Bitte um Aufklärung!

Das Ganze ist, um mit Helena Cronin zu reden, BALDERDASH, Geschwätz, weltfremdes, abgehobenes Gelehrsamkeitsgeschwurbel, das sein elaboriertes, empiriefreies Wunschdenken hinter einem "Wissenschaftlichkeit" vortäuschenden Jargon verbirgt.
Und das ist auch die einzige wissenschaftliche Leistung dieser Leute, die Entwicklung dieses Jargons.

Da ist ansonsten nichts und nichts ist nicht anschlussfähig.

Für einen klaren Standpunkt auf der wissenschaftlichen Basis des Feminismus-Viktorianismus!

Hans, Monday, 05.07.2010, 01:56 (vor 5670 Tagen) @ Roslin


Da ist ansonsten nichts und nichts ist nicht anschlußfähig.

Ich schrieb "anschlusswürdig für weitere Erörterungen", nicht "anschlussfähig" als inhaltliche Kategorie. Die Fragestellungen waren erst einmal so, dass z.B. Eugen von Manndat sie auch hätte sinnvoll beantworten können. Dem Genderfuzzi wurde kein Heimspiel mit Hilfe tendenziöser oder Suggestivfragen geboten. Also was macht man: Man schreibt die Redaktion an und sagt: Wir würden zu diesen Fragen gerne mal unsere Antworten geben.

Du tust so, als ob man sich in einer linksautonomen Zeitung nicht äußern kann. Als ob von vorneherein fest steht, was die schreiben. Ich glaube, die sind relativ offen und das sollte man nutzen, weil sie viel von Studenten gelesen wird.

Heimspiel!

roser parks, Monday, 05.07.2010, 02:08 (vor 5670 Tagen) @ Hans


Da ist ansonsten nichts und nichts ist nicht anschlußfähig.


Ich schrieb "anschlusswürdig für weitere Erörterungen", nicht
"anschlussfähig" als inhaltliche Kategorie. Die Fragestellungen waren erst
einmal so, dass z.B. Eugen von Manndat sie auch hätte sinnvoll beantworten
können. Dem Genderfuzzi wurde kein Heimspiel mit Hilfe tendenziöser oder
Suggestivfragen geboten.

Wie ist es deiner Einschätzung nach möglich, Kritik und Protest gegen eine derartige Veranstaltung im universitären Kontext zu äußern?

Naja, erst mal ganz oldschool: Öffentlichkeit schaffen. Gerade weil die Männerbewegten auch immer Themen aufgreifen, die reale Hintergründe haben - wie z.B. Veränderungen in Geschlechternormen, in Männlichkeitsbildern, in Familienbildern - finden viele das erstmal ganz plausibel. Wie diese Veränderungen analysiert werden, ist aber nicht überzeugend, und was an (Gegen-)Maßnahmen vorgeschlagen wird, nämlich "weniger Feminismus", noch weniger.

Die Frage bezog sich auf diesen Kongress!

Im Februar findet an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität ein Männerkongress statt unter dem Titel: "Neue Männer - Muss das sein? Über den männlichen Umgang mit Gefühlen". Was versprichst Du Dir von diesem Kongress?

Ich kenne zwar nicht alle, aber die Referentenauswahl ist schon etwas speziell. Da gibt es zum einen renommierte Wissenschaftler wie den Soziologen Klaus Hurrelmann oder den Historiker Martin Dinges. Die werden sich den Vortragstiteln nach aus den spezifischen Perspektiven ihrer Disziplinen mit dem "neuen Mann" beschäftigen. Zum anderen gibt es einige der bekanntesten Namen des Maskulinismus in Deutschland, Gerhard Amendt und Walter Hollstein. Ihre Vorträge sind als "Der verlassene Mann" bzw. "Der entwertete Mann" angekündigt, mit der ganz großen Tabubrecher-Geste, universalisierend, wehleidig, selbstverliebt.
Auch der Vortragstitel des Organisators der Tagung, Matthias Franz, Professor an der Uniklinik, lässt nichts gutes erwarten: "Der vaterlose Mann" ist einfach zu sehr Lieblingsthema im konservativen Maskulinismus. Die Befürchtungen werden auch nicht weniger, wenn man Franz' Artikel zum Thema in der Zeitschrift des "Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft" liest - das ist das christlich-fundamentalistische Institut, das letztes Jahr beim "Christival" in Bremen die Homo-Heilungs-Seminare angeboten hat.
Insgesamt scheint mir der Kongress eine ähnliche Strategie zu fahren wie das erwähnte Männerbefreiungs-Buch: antifeministische Inhalte sollen geadelt werden, indem sie in einem wissenschaftlichen Kontext stattfinden und inmitten von respektablen Namen auftreten.

Heimspiel!

Hans, Monday, 05.07.2010, 02:18 (vor 5670 Tagen) @ roser parks


Wie ist es deiner Einschätzung nach möglich, Kritik und Protest
gegen eine derartige Veranstaltung im universitären Kontext zu äußern?

Ausbahmen bestätigen die Regel. Diese Frage war natürlich nicht neutral.

Die Antworten fand ich trotzdem gemäßigt, wenn man bedenkt, was andere mit Amendt vorhatten, oder solche, die den Kongress verbieten lassen wollten.

Ein Maskulist würde in einem vergleichbaren Interview wohl auch mal die Vokabel "Lila Pudel" fallen lassen, oder?

Heimspiel!

mee, Monday, 05.07.2010, 03:34 (vor 5670 Tagen) @ Hans

Die Antworten fand ich trotzdem gemäßigt, wenn man bedenkt, was andere mit
Amendt vorhatten, oder solche, die den Kongress verbieten lassen wollten.

Was ist Protest gegen eine derartige Veranstaltung im universitären Kontext bitte sonst, wenn nicht das Bestreben den Kongress verbieten lassen zu wollen?

Ein Maskulist würde in einem vergleichbaren Interview wohl auch mal die
Vokabel "Lila Pudel" fallen lassen, oder?

Ein Wissenschaftler, der die Vokabel "Lila Pudel" fallen lassen würde wäre stante pede seine ganze Reputation los. Ich finde gar nicht zu unrecht, denn ich erwarte von einem Wissenschaftler Differenziertheit, und nicht eine Polemik die vielleicht in politischen Debatten noch angemessen ist.

Herr Scheele hingegen glänzt nicht nur durch fundamentale Unkenntnis und durch die völlig unqualifizierte und unakademische Diffamierung Anderer (Hollstein, Amendt) sondern insbesondere auch durch das Differenzierungsvermögen eines viertklassigen FDJ-Sekretärs. Es schadet seiner Reputation offenbar ganz und gar nicht, was Bände über diesen seinen "Wissenschaftszweig" spricht.

*lol*, okay:

mee, Monday, 05.07.2010, 08:01 (vor 5670 Tagen) @ Hans

Bei den Machern der Zeitung erkenne ich, keine Ahnung was die sonst so denken und ob die das tatsächlich so gemeint haben, eine ziemlich beißenden Sarkasmus:

The Good, the Bad, and the Ambivalent

Unter dem Titel gibt es eine Studie über die identitätstiftenden Hurra! Managerversammlungen der Amway:

"People say that we brainwash people. That's true. We are talking about
brainwashing-to help make you all more positive people!" - A speaker at a meeting of Amway..

("Man sagt, dass wir Menschen einer Gehirnwäsche unterziehen. Ja, das ist wahr, wir reden über Gehirnwäsche - Um Euch allen dabei zu helfen positivere Menschen zu werden!")

http://www.jstor.org/pss/2667106

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