Rügenwalder
Gestern Abend habe ich im Fernsehen einen extrem bescheuerten Werbespot gesehen. Und zwar von der Firma Rügenwalder.
Zu sehen ist ein Familienvater mit Frau und Tochter. Er erzählt in die Kamera: „Die von Rügenwalder bringen jetzt auch Geflügelleberwurst. Zuerst dachte ich ja, das wäre nur was für die Mädels in der Familie. Aber dann habe ich es selber probiert, und ich muss sagen: Echt lecker!“
Ich frage mich: Muss heutzutage im Alltag denn wirklich jede Kleinigkeit auf sehr seichte und dümmliche Weise auf die Geschlechterebene gezogen werden?
Die sollten wirklich ihre derzeitige Werbeagentur feuern.
Mich erinnerte das auch an ein persönliches Erlebnis. Und zwar hatte ich bei einer öffentlichen Veranstaltung ein Cocktailglas in der Hand. Eine Frau belehrte mich daraufhin süffisant grinsend, dass Cocktails ein „weibliches“ Getränk seien. Ich hätte ihr das Glas in den Ausschnitt kippen können.
Das sind so die Momente im Leben, in denen man nicht genau weiß: Habe ich jetzt einen Dachschaden oder der Rest der Welt um mich herum?
Gruß, Kurti
