Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Fernsehtipp - Sch... einerseits ...

Ekki, Tuesday, 29.06.2010, 15:34 (vor 5675 Tagen)

... andererseits vielleicht ein Hoffnungsschimmer auch für Kachelmann:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,703361,00.html

Sendetermin:

Heute, Dienstag, 29. Juni, 22.45 Uhr, ARD

Gruß

Ekki

--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.

Fernsehtipp - Sch... einerseits ...

Grüße_aus_Wien, Tuesday, 29.06.2010, 18:24 (vor 5675 Tagen) @ Ekki

Solche Fälle sind in unserer Gesellschaft keine Einzelfälle:
In Italien ist mir ein Mann bekannt dessen Ex-Frau wegen eines Obsorgestreits Kokain in seinem Auto versteckt hat. Auch da war vorschnell der Schuldige da, und als die Wahrheit dann doch ans Licht gekommen ist gab es keinerlei Konsequenzen für die wahre(n) Schuldige(n).
Jetzt ist er ein aktiver Väteraktivist.

In Österreich kenne ich Väter, die ohne Beweise jahrelang unschuldig gesessen sind wegen Mißbrauchs bis die Wahrheit ans Licht kam.
Auch da gab es keine Konsequenzen für die falschen Anschuldigungen.

Polizisten und Justiz wollen wenig Arbeit (menschlich) und sind über eine schnelle Lösung glücklich - ob sie richtig ist oder nicht.
Ein unschuldig Inhaftierter, verliert in der Regel, seine Wohnung (inkl. allem, selbst der Dokumente), seinen Job, seine sozialen Kontakte, oft seine Gesundheit und auch eine Rehabilitierung erfolgt nie vollständig.
Entsprechend in die Pensionsversicherung konnte er auch nicht einzahlen.
Jemand der gesessen hat, wird weiter gemieden auch wenn er das Opfer war.
Bei Behörden wird auch anders reagiert,...
Niemand gibt einem Vater die verloren Jahre mit seinen Kindern wieder.
Oft verbleiben Traumata z.B. durch brutale Polizeimaßnahmen oder auch durch Übergriffe von Mithäftlingen.

Wie oft aber Personen unschuldig sitzen und nie die Möglichkeit erhalten ihre Unschuld nachzuweisen wird wohl ewig verborgen bleiben.

Daher ist das Thema wichtig und auch die Filmdukumentation. Sie gibt die Möglichkeit dieses Thema zu überdenken

TV-Tipp II und III

Flohgast @, Tuesday, 29.06.2010, 19:26 (vor 5675 Tagen) @ Ekki

Tipp II :

ZDF.reporter/reportage am 01.07.2010

Donnerstag, 01.07.2010 21:00 - 21:45 Uhr

VPS 01.07.2010 21:00

Länge: 45 min

ZDF.reporter unterwegs
Wie gerecht ist unser Recht?
Wenn Menschen das Vertrauen in die Justiz verlieren

Das deutsche Rechtssystem gilt weltweit als vorbildlich. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen vertraut den Gerichten. Doch nicht jeder fühlt sich fair behandelt, wenn er in die Mühlen der Justiz gerät. Wie gerecht ist unser Recht? Dazu recherchieren die Reporter von "ZDF.reporter unterwegs".

Trotz strenger Regeln und Kontrollen in unserem Gerichtswesen - auch in Deutschland gibt es Fehlurteile. In Einzelfällen werden Angeklagte sogar zu langen Haftstrafen verurteilt - obwohl sie unschuldig sind. "ZDF.reporter unterwegs" trifft Menschen, denen dieser Albtraum widerfahren ist. Insbesondere Zeugenaussagen können zu falschen Urteilen führen. Deshalb gelten solche Aussagen unter Juristen als schwächste Beweismittel. Warum das so ist, zeigt "ZDF.reporter unterwegs" in einem Experiment.

Anfang dieses Jahres sorgte ein Fall aus München für Schlagzeilen: Zwei Kinder quälten eine Rentnerin stundenlang brutal in ihrer Wohnung. Doch die Justiz ist machtlos: Erst ab 14 können Täter in Deutschland bestraft werden. Ist das noch zeitgemäß? Wie denken die Opfer darüber? Wie sieht es im Umfeld junger Delinquenten aus? Was können Behörden unternehmen, wenn das Strafrecht nicht greift? "ZDF.reporter unterwegs" zeigt ungewöhnliche Methoden und Maßnahmen, mit deren Hilfe junge Intensivtäter den Weg zurück in ein Leben ohne Gewalt finden sollen.

Statistisch wird mehr als jede dritte Ehe in Deutschland geschieden. Was folgt, ist oft ein erbitterter Streit um Unterhalt, Eigentum und das Sorgerecht. Insbesondere umstritten sind die neuen Vorschriften des Unterhaltsrechts. Danach verlieren Frauen ihren Unterhaltsanspruch gegen den Ex-Partner früher und müssen selbst für ihren Lebensaufwand aufkommen. Trennt das Recht gerecht?

"ZDF.reporter unterwegs: Wie gerecht ist unser Recht - wenn Menschen das Vertrauen in die Justiz verlieren" ist die dritte von sechs Schwerpunkt-Sendungen in diesem Jahr. Dabei setzt "ZDF.reporter unterwegs" auf eine neue Bildsprache: Eine dynamische Montage, unterstützt durch Musik, sorgt für einen neuen Look des Reportage-Formats. Auch die Präsentation hebt sich ab von der Regelsendung: Norbert Lehmann moderiert die Sendung nicht aus dem Studio, sondern vor Ort.

http://reporter.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,1000046_idDispatch:9733837,00.html

Tipp III :
Du bist tot

Der Londoner Psychiater Jan Falkowski und seine Verlobte Debbie werden von anonymen Anrufen und Morddrohungen terrorisiert. Als in Jans Hausboot die Gashähne aufgedreht werden, droht der Alptraum wahr zu werden.
DETAILS
ARTE F © Darlow Smithson Productions

Freitag, 2. Juli 2010 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
20.07.2010 um 03:00
Du bist tot
(Grossbritannien, 2008, 93mn)
ARTE F
Regie: Jamie Payne
Kamera: Mike Southon
Musik: Dominik Scherrer
Schnitt: Eddie Hamilton
Darsteller: David Morrissey, Lucy Griffiths, Monica Dolan, Tara Fitzgerald (Debra Pemberton)
Autor: Gwyneth Hughes
Produktion: Darlow Smithson Productions
Produzent: Elinor Day
Ton: Adam Wilks, Rupert Ivey
16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Der Londoner Psychiater Jan Falkowski und seine Verlobte Debbie werden von anonymen Anrufen und Morddrohungen terrorisiert. Als in Jans Hausboot die Gashähne aufgedreht werden, droht der Alptraum wahr zu werden. Als es der Polizei gelingt, der Stalkerin habhaft zu werden, behauptet diese jedoch, von Jan vergewaltigt worden zu sein. Nun kämpft Jan ums nackte Überleben.

Als anonyme Anrufe und Textnachrichten den Londoner Psychiater Jan Falkowski und seine Verlobte Debbie Pemberton heimsuchen, gibt es in ihrem Umfeld niemanden, der dafür für sie als Täter infrage kommt. Sogar als der Stalker behauptet, Jan zu lieben, und dem Paar mehr und mehr Details über deren Privatleben zukommen lässt, hält das gegenseitige Vertrauen von Debbie und Jan. Sie bleiben zunächst unbeeindruckt von den immer aggressiver werdenden Drohungen - auch wenn diese mittlerweile Todesdrohungen umfassen und sogar ihr professionelles und privates Umfeld einschließen.
Ein Alptraum, gegen den auch die Polizei machtlos ist, denn alle Anrufe sind anonymisiert oder stammen von öffentlichen Telefonzellen. Dann stellt das Paar fest, dass jemand in Jans Hausboot eingebrochen ist und dort die Gashähne aufgedreht hat. Weitere Drohungen folgen und schließlich mischt sich der Stalker in ihre Hochzeitsvorbereitungen ein und versucht, diese zu manipulieren.
Auf Anraten der Polizei zieht das Paar in eine neue, geheime Wohnung, die nicht einmal ihre nächsten Angehörigen kennen. Aber der permanente Stress zerrüttet ihr Leben und als Jan im Bootsclub die jüngere Bethan Ancell kennenlernt, beginnt er eine Affäre mit ihr.
Jan und Debbie entschließen sich, letztlich ihre eigene Hochzeit zu fälschen, um endlich des Stalkers habhaft zu werden. Als ein Regen von Drohanrufen und Textnachrichten auf die Beteiligten niederprasselt, gelingt es der Polizei mit einem Großaufgebot, den Stalker in einer Telefonzelle zu stellen: Es ist die 45-jährige Maria Marchese, die Freundin von einem Patienten Falkowskis.
Doch damit hat der zwei Jahre währende Alptraum überhaupt erst richtig begonnen: Da nur unzureichendes Beweismaterial gegen sie vorliegt, wird Marchese freigesprochen. Jan und Debbie trennen sich. Und nun behauptet Marchese, sie sei von Jan in seiner Praxis unter Drogen gesetzt und vergewaltigt worden.
Als Unterwäsche von ihr auftaucht, die eindeutig Spuren von Jans Sperma aufweißt, wird Jan unter Anklage gestellt und von seinem Arztposten suspendiert. Jan kämpft um seine berufliche Existenz und um seine Freiheit, denn als Vergewaltiger droht ihm nun langjährige Haft ...

Jamie Paynes Drama "Du bist tot" erzählt die wahre Geschichte der Stalkerin Maria Marchese, die über vier Jahre hinweg dem Londoner Psychiater Jan Falkowski und seiner Verlobten Debbie Pemberton nachstellte und 2006 zu neun Jahren Haft verurteilt wurde. Für die Londoner Polizei war dies einer der schlimmsten Stalking-Fälle ihrer Geschichte. Erschwert wurden die Ermittlungen nicht nur durch die besonders perfide Natur von Marcheses Anschuldigungen, sondern auch dadurch, dass Marchese keinem gängigen Stalkerprofil entsprach und Falkowski nur wenige Male zu Gesicht bekommen hatte.

http://www.arte.tv/de/programm/242,date=2/7/2010.html

Gruß
Flohgast

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